Von Hitlers Deutschland zu Trumps Amerika

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Das Leben zweier Brüder: Krieg, Nachkriegszeit und die Folgen

Buch (Taschenbuch)

22,70 €

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2023

Verlag

Olzog ein Imprint der Lau Verlag & Handel KG

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

22,6/15,1/2,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2023

Verlag

Olzog ein Imprint der Lau Verlag & Handel KG

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

22,6/15,1/2,2 cm

Gewicht

460 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95768-249-9

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EinführungEs herrscht wieder Krieg in der Ukraine, in der mein Bruder vor rund 80 Jahren als deutscher Wehrmachtsoffizier gekämpft hat und gefallen ist; er ist jetzt auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Kharkiv beerdigt, zusammen mit rund 42 000 anderen deutschen Soldaten. Die Namen der Orte in der Ukraine, die von den Russen belagert und beschossen werden, sind mir von den Briefen meines Bruders wohlvertraut. Auch ich habe den Krieg als Kind an der Heimatfront er- und überlebt; die Ereignisse in der Ukraine wecken schlimme Erinnerungen in mir.Am 7. August 1943 schlug nachmittags eine Granate neben dem Gefechtsstand ein, der in wenigen Stunden verlegt werden sollte. Mehrere Soldaten, darunter der Bataillonskommandeur, wurden dabei verletzt. Der Adjutant des Kommandeurs kam mit schwersten Verletzungen sofort zum Verbandsplatz und von dort in ein Feldlazarett hinter der Front, wo er am folgenden Tag, dem 8. August 1943, starb. Der Adjutant war mein Bruder.Etwa zur gleichen Zeit erstarrte ein kleiner siebenjähriger Junge vor Angst und Schrecken, unfähig, sich in Deckung zu bringen. Um ihn herum fielen Bomben und neben ihm spritzte Staub auf von Maschinengewehrgarben. Über ihm im Tief flug ein Gesicht mit Flügeln, unter denen er deutlich einen fünfzackigen weißen Stern erkennen konnte. Das Kind überlebte den Angriff und kroch voller Furcht durch einen Graben zu seinem nahe gelegenen Haus. Seine Mutter befürchtete schon das Schlimmste und glaubte, nun auch ihren zweiten Sohn verloren zu haben. Das Kind war ich.Damit beginnt die Geschichte zweier Brüder, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich begann meinen Bericht im März 2020 inmitten der Corona-Pandemie, die bereits schlimme Ausmaße erreicht hatte, obwohl sie von dem Mann im Weißen Haus immer noch heruntergespielt wurde, dessen Regime mich an die Dreißigerjahre in Deutschland erinnerte, in denen ich geboren wurde.Auf den folgenden Seiten versuche ich, das Leben dieser zwei Brüder in Deutschland nachzuzeichnen. Doch die Milieus, in denen sie aufwuchsen, waren grundverschieden: der eine in einer brutalen Diktatur, der andere in einer freiheitlichen Demokratie. Beide erlebten den Zweiten Weltkrieg, der eine als Soldat, der andere als Kind. Der eine verlor sein Leben an der Front in Russland, der andere überlebte den Krieg am Rande des Ruhrgebiets und musste nach dem Krieg mit Schuldgefühlen und den Folgen des Krieges zurechtkommen und sich seine Welt in Freiheit und ohne Krieg erobern. Die Rede ist von mir und meinem 16 Jahre älteren Bruder Hans-Günther; er wurde im Jahre 1919 geboren, ich im Jahre 1935. Sein Leben endete in einer Diktatur; mein Leben begann in einer Diktatur. Doch gegen Ende meines Lebens finde ich mich wieder in einer durch schleichenden Faschismus unter Trump gefährdeten Demokratie.Ausgehend von unseren Eltern und unserem Elternhaus versuche ich, das Leben meines Bruders darzustellen anhand von seinen Briefen, Tagebuchnotizen, Aufzeichnungen unserer Mutter, Erzählungen und Notizen meiner älteren Schwester Inge und meinen eigenen, wenn auch nur dunklen Erinnerungen. Von seinen Briefen zitiere ich nur Ausschnitte, die ich für relevant und von allgemeinem Interesse halte, jedoch mit meinen Kommentaren aus heutiger Sicht. Vieles Persönliche wie Danksagungen für Briefe und Päckchen oder Anproben beim Uniformschneider übergehe ich dabei. Von Kampfhandlungen findet sich kaum etwas in seinen Briefen wegen der militärischen Zensur und weil er unsere Eltern nicht unnötig beunruhigen wollte. Auch über sein Einsatzgebiet gibt es nur vage Hinweise, sodass ich dazu andere einschlägige historische Quellen zu Rate ziehen musste, die im Literaturverzeichnis aufgelistet sind. Die Übersetzungen stammen von mir, wenn nicht anderweitig angezeigt. Beide Geschichten »spiegeln das menschliche Drama des 20. Jahrhunderts wesentlich direkter als zahlreiche akademische Abhandlungen«. »Statt von der großen Politik herabzuschauen, ist diese umgekehrte Perspektive der Versuch, da
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