Creep

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.01.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

342

Maße (L/B/H)

21,9/13,3/3,5 cm

Beschreibung

Rezension

»Es entwickelt sich vom Gesellschaftsdrama zum handfesten Thriller, bei dem man gebannt die Seiten umblättert.« ("Ruhr Nachrichten")
»Die Tech-Welt durch die Augen von Verlieren im Gesellschaftssystem: Winklers Gespür für Außenseiter zeigt sich erneut.« ("Büchermagazin")
»Winkler schafft es erneut, mit seinen Worten zu erschüttern. Bei aller Brutalität, die von seinen beiden Figuren ausgeht, stellt er ihre tragischen Erniedrigungserfahrungen so geschickt in den Mittelpunkt, dass für ihre Gräueltaten
beinahe Empathie aufkommt. [...] Sein Talent, Lesende ins Innerste seiner Charaktere blicken zu lassen, wird auf jeder Seite deutlich.« ("Der SPIEGEL")
»Faszinierend, wie düster-funkelnd Winkler diese von Überwachung und Entfremdung geprägte Zukunft zeichnet, liebevoll bis ins kleinste Detail.« ("Die Presse")
»Wieder ein echter Winkler - intensiv, schonungslos und leider erschreckend realistisch« ("WDR 5")
» [Ein] spannender, traurig-schöner, wunderbar lakonisch gebauter und,
was unser Online-Leben angeht, beängstigender Text.« ("Hannoversche Allgemeine Zeitung")
»Winkler schafft eine Sprache, die nicht nur Spiegel seiner Protagonist/innen ist, sondern auch die Wahrnehmung von Leser/innen formt. Sie spiegelt auf gelungene Weise, wovon sie erzählt: Digitalisierung, Vernetzung, Entkörperlichung, Vereinzelung. « ("Buchkultur")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.01.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

342

Maße (L/B/H)

21,9/13,3/3,5 cm

Gewicht

508 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03725-3

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kein Lesevergnügen

Nele33 am 20.03.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Roman des Autors Philipp Winkler lässt mich als Leserin am Leben zweier junger Menschen teilhaben, die sich in der digitalen Welt sicherer und mehr zu Hause fühlen als in der realen Welt. Da ist Fanny, die in der Entwicklungsabteilung eines IT Konzerns arbeitet, welches den Menschen zu ihrer vermeintlichen Sicherheit Überwachungskameras verkauft. Für Fanny wird es zur Obsession eine "normale" Familie rund um die Uhr zu überwachen um so an ihrem Leben teilhaben zu können. Auf der anderren Seite in Japan ist Junja, der seit 10 Jahren sein Jugendzimmer nur manchmal nachts verlässt um sich an seinen Peinigern der Kindheit zu rächen. Das Darknet ist seine Heimat, das reale Leben hat ihm nichts zu bieten. Es war so eine tolle Idee, der Plot machte mich neugierig auf die gesamte Story von jungen Menschen, die so anders in einer digitalen Welt aufgewachsen sind als meine Generation. Was macht es mit und aus ihnen? Doch leider war das Buch für in keinster Weise ein Lesevergnügen. Das krampfhafte Gendern störte meinen Leseluss enorm, die Anglizismen in Fannys Abschnitten waren mir zu viel und die unzähligen IT Begriffe brauchte es für mich nicht um die Geschichte zu erzählen. Junja blieb mir einfach nur fremd und auch da waren es mir einfach zu viele japanische Begrifflichkeiten, die ich hätte googeln müssen. Dies mache ich gerne bei einem Sachbuch, doch bei einem Roman ein NOGO für mich. Auch das offene, für mich nicht zu Ende gedachtes Ende des Buches war eine Enttäuschung. Ein Gendermässig absolut überkorrektes Buch, dadurch kei Lesevergnügen.

kein Lesevergnügen

Nele33 am 20.03.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Roman des Autors Philipp Winkler lässt mich als Leserin am Leben zweier junger Menschen teilhaben, die sich in der digitalen Welt sicherer und mehr zu Hause fühlen als in der realen Welt. Da ist Fanny, die in der Entwicklungsabteilung eines IT Konzerns arbeitet, welches den Menschen zu ihrer vermeintlichen Sicherheit Überwachungskameras verkauft. Für Fanny wird es zur Obsession eine "normale" Familie rund um die Uhr zu überwachen um so an ihrem Leben teilhaben zu können. Auf der anderren Seite in Japan ist Junja, der seit 10 Jahren sein Jugendzimmer nur manchmal nachts verlässt um sich an seinen Peinigern der Kindheit zu rächen. Das Darknet ist seine Heimat, das reale Leben hat ihm nichts zu bieten. Es war so eine tolle Idee, der Plot machte mich neugierig auf die gesamte Story von jungen Menschen, die so anders in einer digitalen Welt aufgewachsen sind als meine Generation. Was macht es mit und aus ihnen? Doch leider war das Buch für in keinster Weise ein Lesevergnügen. Das krampfhafte Gendern störte meinen Leseluss enorm, die Anglizismen in Fannys Abschnitten waren mir zu viel und die unzähligen IT Begriffe brauchte es für mich nicht um die Geschichte zu erzählen. Junja blieb mir einfach nur fremd und auch da waren es mir einfach zu viele japanische Begrifflichkeiten, die ich hätte googeln müssen. Dies mache ich gerne bei einem Sachbuch, doch bei einem Roman ein NOGO für mich. Auch das offene, für mich nicht zu Ende gedachtes Ende des Buches war eine Enttäuschung. Ein Gendermässig absolut überkorrektes Buch, dadurch kei Lesevergnügen.

Ein wichtiges Thema grausam fokussiert und nicht optimal umgesetzt

Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 21.02.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zwei Menschen, die auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun haben, leben in ihrem Land und ihrer Blase mehr schlecht als recht vor sich hin. Da ist Junya, ein junger Japaner, der sich in seinem Zimmer verbarrikadiert, von der Mutter Essen vor die Tür gestellt bekommt, und hin und wieder nachts einem schrecklichen Geheimnis nachgeht. Und da ist die Deutsche Fanni, die für eine Sicherheitsfirma arbeitet, dabei aber eine Menge Grenzen überschreitet und Dinge sieht und verschweigt, aber auch gleichzeitig ihr Leben statt mit ihrer eigenen Familie mit einer völlig fremden Familie per Kamera „teilt“. Über Kontinente hinweg besteht eine schreckliche Verbindung, von der beide nichts wissen … Winkler spielt sprachlich gekonnt mit dem Leser. Er gibt Fannis Parts viele Anglizismen, Fachausdrücke, IT-Sprache und vor allem Gendering. Junya hingegen wird mit jeder Menge japanischer Ausdrücke coloriert. Wer googeln mag, darf das gern – ich möchte lesen, und zwar im Fluss und nicht mit tausend Unterbrechungen. Man sieht also, dieser Dreh kann auch nerven. Mir ist dennoch bewusst, dass es andere Geschmäcker gibt und sicher eine Menge Leser genau das mag. Doch ich spreche ja für mich und erzähle hier, wie meine Leseerlebnis war. Nun – leider eben nicht wirklich bereichernd oder unterhaltend. Ich habe vieles dann nur überflogen und mich nicht über die Bedeutung gewisser Ausdrücke gekümmert. Sie sind auch nicht wirklich wichtig für die eigentliche Story und auch nicht für die Message des Buches. Vermutlich gibt es schon deshalb keinen Glossar im Buch. Mir ist bewusst, was der Autor mit dieser brutalen und schrecklichen Story ausdrücken möchte. Gerade deshalb finde ich das Ende wenig befriedigend. Auch die Verbindung der beiden Protagonisten ist sehr dünn und für mich nicht wirklich gelungen, da ich befürchte, dass kaum jemand verstehen wird, dass sie auch gar nicht wichtig ist für das, was Winkler sagen will. Sowohl Fanni als auch Junya (und auch GermanVermin) haben echte Probleme und niemand unternimmt wirklich etwas dagegen. Das Ende ist hart und brutal. Beide (oder alle drei) Leben können sich jetzt ändern, aber ob und in welche Richtung – das ist weiter offen. Auch das ist Absicht, aber es muss mir nicht gefallen. Das zentrale Thema ist „Depression“. Diese äußert sich nicht, wie die meisten glauben, in traurigem Gesichtsausdruck und Kopf-hängen-lassen. Sie treibt gerne absonderliche Blüten. So wie hier bei Junya und Fanni. Wir erfahren nicht wirklich, was die Auslöser waren, aber wir sehen, dass ihre Vergangenheit nicht wirklich glücklich war, keinen guten Start in ein ausgeglichenes Leben gegeben haben. Diese Dinge sieht man eben selten – kaum jemand kennt andere sein/ihr ganzes Leben lang. Und wenn, dann sieht man dennoch nicht häufig genau hin. So ist es dann für Betroffene einfach, die Depression zu verbergen und wenn es ganz dumm läuft, dann sucht sie sich eben ein ganz übles Ventil. Soweit ist mir die Aussage Winklers durchaus bewusst. Dennoch hat mich das Buch weder bewegt noch wirklich erreicht und ich befürchte, dass ein nicht zu kleiner Teil der Leser gar nicht erst versteht, worum es geht. Das ist dann nicht nur schade, sondern unter Umständen sogar gefährlich. Ich habe sehr interessiert mit dem Lesen gestartet und dann war es, als liefe ich durch Wackelpudding. Ich kam nur sehr langsam voran. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr musste ich mich zum Lesen zwingen. Die letzten 50 Seiten kosteten wirklich alle meine Willenskraft … Fazit für mich – ich mag das Buch nicht. Zwei Sterne.

Ein wichtiges Thema grausam fokussiert und nicht optimal umgesetzt

Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 21.02.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zwei Menschen, die auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun haben, leben in ihrem Land und ihrer Blase mehr schlecht als recht vor sich hin. Da ist Junya, ein junger Japaner, der sich in seinem Zimmer verbarrikadiert, von der Mutter Essen vor die Tür gestellt bekommt, und hin und wieder nachts einem schrecklichen Geheimnis nachgeht. Und da ist die Deutsche Fanni, die für eine Sicherheitsfirma arbeitet, dabei aber eine Menge Grenzen überschreitet und Dinge sieht und verschweigt, aber auch gleichzeitig ihr Leben statt mit ihrer eigenen Familie mit einer völlig fremden Familie per Kamera „teilt“. Über Kontinente hinweg besteht eine schreckliche Verbindung, von der beide nichts wissen … Winkler spielt sprachlich gekonnt mit dem Leser. Er gibt Fannis Parts viele Anglizismen, Fachausdrücke, IT-Sprache und vor allem Gendering. Junya hingegen wird mit jeder Menge japanischer Ausdrücke coloriert. Wer googeln mag, darf das gern – ich möchte lesen, und zwar im Fluss und nicht mit tausend Unterbrechungen. Man sieht also, dieser Dreh kann auch nerven. Mir ist dennoch bewusst, dass es andere Geschmäcker gibt und sicher eine Menge Leser genau das mag. Doch ich spreche ja für mich und erzähle hier, wie meine Leseerlebnis war. Nun – leider eben nicht wirklich bereichernd oder unterhaltend. Ich habe vieles dann nur überflogen und mich nicht über die Bedeutung gewisser Ausdrücke gekümmert. Sie sind auch nicht wirklich wichtig für die eigentliche Story und auch nicht für die Message des Buches. Vermutlich gibt es schon deshalb keinen Glossar im Buch. Mir ist bewusst, was der Autor mit dieser brutalen und schrecklichen Story ausdrücken möchte. Gerade deshalb finde ich das Ende wenig befriedigend. Auch die Verbindung der beiden Protagonisten ist sehr dünn und für mich nicht wirklich gelungen, da ich befürchte, dass kaum jemand verstehen wird, dass sie auch gar nicht wichtig ist für das, was Winkler sagen will. Sowohl Fanni als auch Junya (und auch GermanVermin) haben echte Probleme und niemand unternimmt wirklich etwas dagegen. Das Ende ist hart und brutal. Beide (oder alle drei) Leben können sich jetzt ändern, aber ob und in welche Richtung – das ist weiter offen. Auch das ist Absicht, aber es muss mir nicht gefallen. Das zentrale Thema ist „Depression“. Diese äußert sich nicht, wie die meisten glauben, in traurigem Gesichtsausdruck und Kopf-hängen-lassen. Sie treibt gerne absonderliche Blüten. So wie hier bei Junya und Fanni. Wir erfahren nicht wirklich, was die Auslöser waren, aber wir sehen, dass ihre Vergangenheit nicht wirklich glücklich war, keinen guten Start in ein ausgeglichenes Leben gegeben haben. Diese Dinge sieht man eben selten – kaum jemand kennt andere sein/ihr ganzes Leben lang. Und wenn, dann sieht man dennoch nicht häufig genau hin. So ist es dann für Betroffene einfach, die Depression zu verbergen und wenn es ganz dumm läuft, dann sucht sie sich eben ein ganz übles Ventil. Soweit ist mir die Aussage Winklers durchaus bewusst. Dennoch hat mich das Buch weder bewegt noch wirklich erreicht und ich befürchte, dass ein nicht zu kleiner Teil der Leser gar nicht erst versteht, worum es geht. Das ist dann nicht nur schade, sondern unter Umständen sogar gefährlich. Ich habe sehr interessiert mit dem Lesen gestartet und dann war es, als liefe ich durch Wackelpudding. Ich kam nur sehr langsam voran. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr musste ich mich zum Lesen zwingen. Die letzten 50 Seiten kosteten wirklich alle meine Willenskraft … Fazit für mich – ich mag das Buch nicht. Zwei Sterne.

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Der Überwachungsstaat in Deutschland und Japan

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus Sicht zweier Protagonisten wird erzählt wie die moderne Welt zunehmend in die dunklen Seiten des Internets abgleitet. Die Problematik um das Darknet geriet in den letzten Monaten medial in den Hintergrund. Aufgrund dessen sehe ich es interessant um dieses Thema einen Roman zu spinnen. Die Grundidee als solches war dann schon sehr gut. Die Umsetzung allerdings lässt zu wünschen übrig und konnte mich leider nicht überzeugen. Musste nach knapp 50 Seiten beenden, da die Handlung leider vorhersehbar war. Der weibliche Hauptcharakter im Roman ist Fanny aus Deutschland. Eine Mittdreißigerin die für ein Unternehmen namens „Bell“ tätig ist. Fanny ist alleinstehend und verbringt auch den Großteil ihrer Freizeit in der Firma. Das ist als solches nicht so aufregend, was sie allerdings dort tut, schon. Fanny arbeitet in ihrer Freizeit nicht für die Firma sondern bewegt sich im Darknet. Allerdings nicht um Waffen zu kaufen oder Drogen zu handeln, sondern um anderen Menschen nachzuspionieren. „Bell“ ist eine Sicherheitsfirma und so ist es ein Leichtes dies auch umzusetzen. Ihr aktuelles Augenmerk legt sie auf eine junge Familie mit einer kleinen Tochter im Volksschul- (oder wie es in Deutschland heißt Grundschul-) alter. Die Familie, deren Namen klischeehaft klingt, geht bürgerlichen Jobs nach. Sie ahnen nicht, dass ein weiteres Familienmitglied online unterwegs ist. Mittels zahlreicher Kameras gelingt es Fanny sämtliche private Bereiche der dreiköpfigen Familie auszuspähen. Ein klassischer und eben sehr klischeehafter Gedanke des Darknet. Die zweite für den Handlungsbogen wichtige Person ist der Japaner Junya. Auch er lebt zurückgezogen in einer Großstadt. Als Randfigur der Gesellschaft ist er nicht an menschlicher Intuition interessiert. Tagsüber macht er seine Arbeit von zu Hause aus. Gerade in Zeiten wo durch „Home Office“-Regelungen viele Menschen von zu Hause aus arbeiten, eine nachvollziehbare Handlung. Als aber Junya in der Nacht zu einer Art Superheld wird ist mir das dann doch schon zu weit hergeholt. Leider ist schon nach knapp dreißig Seiten klar wer hier der „böse“ und wer der sehr unangenehme Charakter ist. Das Darknet an sich bringt wenige gute Charaktere zum Vorschein. Dies spiegelt sich auch in dieser Geschichte wieder. Zu meinem Bedauern ist die Handlung schon nach knapp fünfzig Seiten vorhersehbar und es wird vermutlich auch keine großen Überraschungen mehr geben. Was mich aber endgültig zum Abbruch nach wenigen Seiten veranlasste ist die eigentliche Sprache. In fast jedem Satz befindet sich eine Anglizismen. Das ist grundsätzlich bei einem Roman zum Thema Darknet nicht weiter überraschend. Dennoch erschien mir das Lesen viel zu anstrengend. Eine interessante Idee dieses Thema für die Rahmenhandlung eines Romans heranzuziehen. Die Umsetzung als solches konnte mich leider nicht überzeugen und ich musste bereits bald abbrechen. Schade.
3/5

Der Überwachungsstaat in Deutschland und Japan

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aus Sicht zweier Protagonisten wird erzählt wie die moderne Welt zunehmend in die dunklen Seiten des Internets abgleitet. Die Problematik um das Darknet geriet in den letzten Monaten medial in den Hintergrund. Aufgrund dessen sehe ich es interessant um dieses Thema einen Roman zu spinnen. Die Grundidee als solches war dann schon sehr gut. Die Umsetzung allerdings lässt zu wünschen übrig und konnte mich leider nicht überzeugen. Musste nach knapp 50 Seiten beenden, da die Handlung leider vorhersehbar war. Der weibliche Hauptcharakter im Roman ist Fanny aus Deutschland. Eine Mittdreißigerin die für ein Unternehmen namens „Bell“ tätig ist. Fanny ist alleinstehend und verbringt auch den Großteil ihrer Freizeit in der Firma. Das ist als solches nicht so aufregend, was sie allerdings dort tut, schon. Fanny arbeitet in ihrer Freizeit nicht für die Firma sondern bewegt sich im Darknet. Allerdings nicht um Waffen zu kaufen oder Drogen zu handeln, sondern um anderen Menschen nachzuspionieren. „Bell“ ist eine Sicherheitsfirma und so ist es ein Leichtes dies auch umzusetzen. Ihr aktuelles Augenmerk legt sie auf eine junge Familie mit einer kleinen Tochter im Volksschul- (oder wie es in Deutschland heißt Grundschul-) alter. Die Familie, deren Namen klischeehaft klingt, geht bürgerlichen Jobs nach. Sie ahnen nicht, dass ein weiteres Familienmitglied online unterwegs ist. Mittels zahlreicher Kameras gelingt es Fanny sämtliche private Bereiche der dreiköpfigen Familie auszuspähen. Ein klassischer und eben sehr klischeehafter Gedanke des Darknet. Die zweite für den Handlungsbogen wichtige Person ist der Japaner Junya. Auch er lebt zurückgezogen in einer Großstadt. Als Randfigur der Gesellschaft ist er nicht an menschlicher Intuition interessiert. Tagsüber macht er seine Arbeit von zu Hause aus. Gerade in Zeiten wo durch „Home Office“-Regelungen viele Menschen von zu Hause aus arbeiten, eine nachvollziehbare Handlung. Als aber Junya in der Nacht zu einer Art Superheld wird ist mir das dann doch schon zu weit hergeholt. Leider ist schon nach knapp dreißig Seiten klar wer hier der „böse“ und wer der sehr unangenehme Charakter ist. Das Darknet an sich bringt wenige gute Charaktere zum Vorschein. Dies spiegelt sich auch in dieser Geschichte wieder. Zu meinem Bedauern ist die Handlung schon nach knapp fünfzig Seiten vorhersehbar und es wird vermutlich auch keine großen Überraschungen mehr geben. Was mich aber endgültig zum Abbruch nach wenigen Seiten veranlasste ist die eigentliche Sprache. In fast jedem Satz befindet sich eine Anglizismen. Das ist grundsätzlich bei einem Roman zum Thema Darknet nicht weiter überraschend. Dennoch erschien mir das Lesen viel zu anstrengend. Eine interessante Idee dieses Thema für die Rahmenhandlung eines Romans heranzuziehen. Die Umsetzung als solches konnte mich leider nicht überzeugen und ich musste bereits bald abbrechen. Schade.

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