Der letzte Tod

Ein Fall für August Emmerich - Kriminalroman

Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe Band 5

Alex Beer

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Beschreibung


Ein psychopathischer Mörder, ein getriebener Kommissar und der Beginn von Interpol – der fünfte und riskanteste Fall für August Emmerich!

Wien im September 1922: Die Inflation nimmt immer weiter Fahrt auf, die Lebenshaltungskosten steigen ins Unermessliche, und der Staatsbankrott steht kurz bevor. Unterdessen haben Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter es mit einem grausigen Fund zu tun: Auf dem Gelände des Wiener Hafens wurde in einem Tresor eine mumifizierte Leiche entdeckt. Und dabei bleibt es nicht, denn der Mörder tötet nach einem abscheulichen Muster, und er hat sein nächstes Opfer schon im Visier. Doch damit nicht genug: Ein alter Feind aus Emmerichs Vergangenheit taucht wieder auf – und er trachtet dem Ermittler nach dem Leben …

August Emmerich ermittelt:

Band 1: Der zweite Reiter

Band 2: Die rote Frau

Band 3: Der dunkle Bote

Band 4: Das schwarze Band

Band 5: Der letzte Tod

Alle Bände behandeln eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

»Beer schafft es wunderbar, Thrill mit akkurater Schilderung der Stimmung und des sozialen Milieus der vom Krieg nachhaltig geprägten Zeit zu verbinden.« APA

Produktdetails

Verkaufsrang 4251
Einband Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 27.09.2021
Verlag Limes
Seitenzahl 384
Maße (L/B/H) 21,8/14,4/3,9 cm
Gewicht 560 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8090-2749-2

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Eine gelungene Fortsetzung

Gertie G. aus Wien am 01.11.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Wien von 1922 ist die Hauptstadt des Elends. Alles, außer der Not und dem Tod, ist knapp und das wenige, was an Nahrungsmitteln vorhanden ist, wird täglich teurer. Eine einzelne Zigarette kostet 120 Kronen, was Inspektor August Emmerich ziemlich fassungslos macht, zumal er von Verdächtigen und Zeugen häufig um einen Glimmstängel angeschnorrt wird. Diese Summe von 120 Kronen geht Emmerich nicht aus dem Kopf und so wiederholt er sie ständig, was letztendlich zu einem geflügelten Wort in der Abteilung „Leib und Leben“ wird. August Emmerich hat aber nicht nur mit der Inflation wie alle zu kämpfen, sondern auch an anderen Fronten. Da ist zum einem der Verlust von Luise, seiner großen Liebe, die an einer ihm zugedachten Kugel gestorben ist, und deren drei traumatisierten Kindern er Mutter und Vater ersetzen muss. Ihr leiblicher Vater, Xaver Koch hat die Mutter getötet. Des Weiteren muss er sich wieder mit seinem Kollegen Brühl herumschlagen, der auf seine, Emmerichs Aufklärungsrate eifersüchtig ist und deshalb immer wieder zu unlauteren Mitteln greift. Diesmal ist es Sándor Adler, ein Psychoanalytiker, der Emmerich begutachten und soll, um ihn mit einer schlechten Beurteilung aus dem Polizeidienst entfernen zu können. Und zu guter Letzt findet man im Wiener Hafen eine männliche, mumifizierte Leiche, die nur durch einen Zufall nach Jahren in einem versperrten Tresor entdeckt worden ist. Es bleibt aber nicht bei dieser einer Leiche, es hat den Anschein, als hätten es die beiden mit einem Serienmörder zu tun. Doch ganz auf sich alleine gestellt ist August Emmerich nicht. Er erhält Schützenhilfe von ungewohnter Seite: Zum einem von Ferdinand Winters Großmutter, die Emmerichs Kindern Unterschlupf gewährt, und zum anderen von Sándor Adler, der ihm eine Art Täterprofil liefert. Auch in Budapest, wohin sich Xaver Koch geflüchtet hat, erhält er Unterstützung durch die ungarische Polizei. Meine Meinung: Alex Beer ist eine fesselnde Fortsetzung gelungen. Die Charaktere dürfen sich weiterentwickeln. So wird Assistent Ferdinand Winter ein wenig selbstständiger. Brühl ist zwar derselbe Intrigant wie früher, doch seine Angriffe gegen Emmerich werden vor allem von der Sekretärin wahrgenommen, die als graue Eminenz die „Hühnerarmee“, nämlich die Archivarinnen befehligt. August Emmerich ist nach wie vor ein aufrechter Charakter, der sich nicht verbiegen lässt. Er leidet nicht nur wegen Luises Tod, an dem er sich eine Mitschuld gibt, sondern auch an seiner Herkunft. Er ist im Waisenhaus aufgewachsen. Wir wissen ja inzwischen, dass er seine Mutter ausfindig machen konnte, die leider schon verstorben ist. Ein Hinweis bringt ihn auf die Spur des Vaters. In diesem Band fasst er endlich Mut und besucht den Baron, der doch anders ist, als gedacht. Nur leider wird es kein Happy End geben, sondern ein Warten auf den nächsten Band. Geschickt sind wieder historische Persönlichkeiten in die Handlung eingebaut. So treffen wir gemeinsam mit Emmerich und Winter auf den Spekulanten Camillo Castiglioni, der mit gewagten Finanztransaktionen nicht nur den Staat sondern auch viele Leute in den Ruin getrieben hat. Auf der Seite der Guten, begegnen wir dem Polizeipräsidenten Johann Schober, der große Stücke auf August Emmerich und seine Ermittlungsarbeit hält. Schober wird maßgeblichen Anteil daran haben, dass es eine internationale Zusammenarbeit zwischen den Polizisten geben wird. Er erlaubt und fördert Emmerichs Bestreben, in den Nachbarstaaten nach ähnlichen Mordfällen zu suchen. Gut gelungen ist Alex Beer die Darstellung des Elends in Wien. Schmunzeln musste ich über die Nachbarin von Emmerich im Metzleinstaler Hof. Eine solche Situation in einem Wiener Gemeindebau ist aus dem Alltag gegriffen und auch 100 Jahre später noch anzutreffen. Fazit: Alex Beer ist wieder ein authentischer historischer Krimi aus dem Wien der Zwischenkriegszeit gelungen. Wer einen Wohlfühlkrimi sucht, ist bei dieser Reihe falsch, denn hier geht es um Wut, Rache und dem Elend der Zeit. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Eine gelungene Fortsetzung

Gertie G. aus Wien am 01.11.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Wien von 1922 ist die Hauptstadt des Elends. Alles, außer der Not und dem Tod, ist knapp und das wenige, was an Nahrungsmitteln vorhanden ist, wird täglich teurer. Eine einzelne Zigarette kostet 120 Kronen, was Inspektor August Emmerich ziemlich fassungslos macht, zumal er von Verdächtigen und Zeugen häufig um einen Glimmstängel angeschnorrt wird. Diese Summe von 120 Kronen geht Emmerich nicht aus dem Kopf und so wiederholt er sie ständig, was letztendlich zu einem geflügelten Wort in der Abteilung „Leib und Leben“ wird. August Emmerich hat aber nicht nur mit der Inflation wie alle zu kämpfen, sondern auch an anderen Fronten. Da ist zum einem der Verlust von Luise, seiner großen Liebe, die an einer ihm zugedachten Kugel gestorben ist, und deren drei traumatisierten Kindern er Mutter und Vater ersetzen muss. Ihr leiblicher Vater, Xaver Koch hat die Mutter getötet. Des Weiteren muss er sich wieder mit seinem Kollegen Brühl herumschlagen, der auf seine, Emmerichs Aufklärungsrate eifersüchtig ist und deshalb immer wieder zu unlauteren Mitteln greift. Diesmal ist es Sándor Adler, ein Psychoanalytiker, der Emmerich begutachten und soll, um ihn mit einer schlechten Beurteilung aus dem Polizeidienst entfernen zu können. Und zu guter Letzt findet man im Wiener Hafen eine männliche, mumifizierte Leiche, die nur durch einen Zufall nach Jahren in einem versperrten Tresor entdeckt worden ist. Es bleibt aber nicht bei dieser einer Leiche, es hat den Anschein, als hätten es die beiden mit einem Serienmörder zu tun. Doch ganz auf sich alleine gestellt ist August Emmerich nicht. Er erhält Schützenhilfe von ungewohnter Seite: Zum einem von Ferdinand Winters Großmutter, die Emmerichs Kindern Unterschlupf gewährt, und zum anderen von Sándor Adler, der ihm eine Art Täterprofil liefert. Auch in Budapest, wohin sich Xaver Koch geflüchtet hat, erhält er Unterstützung durch die ungarische Polizei. Meine Meinung: Alex Beer ist eine fesselnde Fortsetzung gelungen. Die Charaktere dürfen sich weiterentwickeln. So wird Assistent Ferdinand Winter ein wenig selbstständiger. Brühl ist zwar derselbe Intrigant wie früher, doch seine Angriffe gegen Emmerich werden vor allem von der Sekretärin wahrgenommen, die als graue Eminenz die „Hühnerarmee“, nämlich die Archivarinnen befehligt. August Emmerich ist nach wie vor ein aufrechter Charakter, der sich nicht verbiegen lässt. Er leidet nicht nur wegen Luises Tod, an dem er sich eine Mitschuld gibt, sondern auch an seiner Herkunft. Er ist im Waisenhaus aufgewachsen. Wir wissen ja inzwischen, dass er seine Mutter ausfindig machen konnte, die leider schon verstorben ist. Ein Hinweis bringt ihn auf die Spur des Vaters. In diesem Band fasst er endlich Mut und besucht den Baron, der doch anders ist, als gedacht. Nur leider wird es kein Happy End geben, sondern ein Warten auf den nächsten Band. Geschickt sind wieder historische Persönlichkeiten in die Handlung eingebaut. So treffen wir gemeinsam mit Emmerich und Winter auf den Spekulanten Camillo Castiglioni, der mit gewagten Finanztransaktionen nicht nur den Staat sondern auch viele Leute in den Ruin getrieben hat. Auf der Seite der Guten, begegnen wir dem Polizeipräsidenten Johann Schober, der große Stücke auf August Emmerich und seine Ermittlungsarbeit hält. Schober wird maßgeblichen Anteil daran haben, dass es eine internationale Zusammenarbeit zwischen den Polizisten geben wird. Er erlaubt und fördert Emmerichs Bestreben, in den Nachbarstaaten nach ähnlichen Mordfällen zu suchen. Gut gelungen ist Alex Beer die Darstellung des Elends in Wien. Schmunzeln musste ich über die Nachbarin von Emmerich im Metzleinstaler Hof. Eine solche Situation in einem Wiener Gemeindebau ist aus dem Alltag gegriffen und auch 100 Jahre später noch anzutreffen. Fazit: Alex Beer ist wieder ein authentischer historischer Krimi aus dem Wien der Zwischenkriegszeit gelungen. Wer einen Wohlfühlkrimi sucht, ist bei dieser Reihe falsch, denn hier geht es um Wut, Rache und dem Elend der Zeit. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Atmosphärisch geht so

Michael Sterzik aus Wallenhorst am 31.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Historische Kriminalromane sind im Genre „Krimi/Thriller“ inzwischen stark vertreten. Gemordet wurde halt auch in der Vergangenheit und das nicht zu wenig. Eine historische Bühne kann für den Autor atmosphärisch wirkungsvoll verwendet werden. Dieses Ambiente überträgt sehr schnell die Stimmung einer ganzen Bevölkerung und kann somit politisch, kulturell, wie auch mit sozialen Aspekten reizend eingebaut werden. Nebenschauplätze und Nebenfiguren wird hier eine Bühne gebaut, die ggf. für die Story von größerer Bedeutung sein können, als wenn eine Story in unserer Zeit spielt. Das Interesse an einer Zeitreise in vergangene Epochen ist noch immer von großem Interesse. Alex Beer lässt seinen neuesten, historischen Kriminalroman vor fast genau 100 Jahren spielen. 1922 – ist Wien nach dem Krieg noch immer schwer gezeichnet. Eine Inflation, die Lebensmittelknappheit, die Verbreitung von Krankheiten steigern die Wut der Bevölkerung auf die Amts- und Würdenträger der Stadt. Damit ist die Atmosphäre der Handlung sehr schnell präsent und bildet ein hervorragendes Stimmungsbild der Bevölkerung. Wien im September 1922: Die Inflation nimmt immer weiter Fahrt auf, die Lebenshaltungskosten steigen ins Unermessliche, und der Staatsbankrott steht kurz bevor. Unterdessen haben Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter es mit einem grausigen Fund zu tun: Auf dem Gelände des Wiener Hafens wurde in einem Tresor eine mumifizierte Leiche entdeckt. Und dabei bleibt es nicht, denn der Mörder tötet nach einem abscheulichen Muster, und er hat sein nächstes Opfer schon im Visier. Doch damit nicht genug: Ein alter Feind aus Emmerichs Vergangenheit taucht wieder auf – und er trachtet dem Ermittler nach dem Leben …(Verlagsinfo) Der Autor Alex Beer legt viel Wert darauf, seinen Kriminalroman so perfekt zu inszenieren, wie es ggf. möglich ist. Das fängt wie oben beschrieben bei dem gewählten Schauplatz an und setzt sich weiter fort, wenn wir die Haupt- und Nebenfiguren betrachten. Besonders die Hauptfigur, der Ermittlungsbeamte August Emmerich trägt vieles, ggf. alles dazu bei, die Story nicht nur spannend, sondern auch emotional zu erzählen. Seine (Un)Sensibilität ist für ihn Fluch und Segen zugleich. Er ist der Schrecken aller Nachbarn, aller Vorgesetzten und manchmal auch seiner eigenen Familie. Es ist schwer zu sagen, ob der Kriminalfall nun spannender ist, wie das manchmal katastrophale, aber unterhaltsame Auftreten des eigensinnigen Inspektors. Sehr förderlich ist die angespannte Atmosphäre in der Stadt Wien. Selbst einen feinen Humor hat Alex Beer eingebaut , z.B. wenn sich August Emmerich mit seiner Nachbarin unterhält, die mit ihrer Zankerei Bürgerkriege entfachen könnte. Der Roman ist kein touristischer Guide für Wien, aber vermittelt doch viel Wissenswertes um die Hauptstadt Österreichs. Leider wiederholt sich Alex Beer mit einigen Informationen, das wirkt oft so künstlich eingebaut und damit fehl am Platze. Spannend ist „Der letzte Tod“ – auch in seinen Nebengeschichten – und damit nimmt das persönliche Leben des August Emmerich, der eigentlichen Haupthandlung die Luft weg. Ein alter Feind, ein altes Trauma, alte Verletzungen – lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Selbst seine persönliche Suche herauszufinden, wer seine Eltern waren, warum er als Findelkind in einem Heim aufgewachsen ist – raubt der eigentlichen Storyline die Präsenz. Was ich sehr vermisst habe, ist das viel zu wenig der sprachliche Dialekt verwendet wurde. Im Buch ggf. nicht viel von Bedeutung, denke ich allerdings an ein „Hörbuch“ so würde dies der Atmosphäre mehr wie guttun. Das Stimmungsbarometer würde explosionsartig ansteigen. Aber nun gut. Authentisch ist die Handlung allemal – aber wenig originell. Nichts was man ggf. von anderen Titeln bekannter Autoren schon versucht hätte. Fazit Schön, dass die privaten Schlachtfelder eines Ermittlungsbeamten im Vordergrund stehen!? Ein souveräner, manchmal sehr schwacher Kriminalroman, der letztlich doch nur über eine tolle Atmosphäre und seiner Figuren überzeugt. Der Unterhaltungswert ist nicht nachhaltig genug. Ein netter Krimi mit zu wenigen Fokussierungen, oder mit viel zu viel privaten Herausforderungen. Kann man sehen wie man will. Michael Sterzik

Atmosphärisch geht so

Michael Sterzik aus Wallenhorst am 31.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Historische Kriminalromane sind im Genre „Krimi/Thriller“ inzwischen stark vertreten. Gemordet wurde halt auch in der Vergangenheit und das nicht zu wenig. Eine historische Bühne kann für den Autor atmosphärisch wirkungsvoll verwendet werden. Dieses Ambiente überträgt sehr schnell die Stimmung einer ganzen Bevölkerung und kann somit politisch, kulturell, wie auch mit sozialen Aspekten reizend eingebaut werden. Nebenschauplätze und Nebenfiguren wird hier eine Bühne gebaut, die ggf. für die Story von größerer Bedeutung sein können, als wenn eine Story in unserer Zeit spielt. Das Interesse an einer Zeitreise in vergangene Epochen ist noch immer von großem Interesse. Alex Beer lässt seinen neuesten, historischen Kriminalroman vor fast genau 100 Jahren spielen. 1922 – ist Wien nach dem Krieg noch immer schwer gezeichnet. Eine Inflation, die Lebensmittelknappheit, die Verbreitung von Krankheiten steigern die Wut der Bevölkerung auf die Amts- und Würdenträger der Stadt. Damit ist die Atmosphäre der Handlung sehr schnell präsent und bildet ein hervorragendes Stimmungsbild der Bevölkerung. Wien im September 1922: Die Inflation nimmt immer weiter Fahrt auf, die Lebenshaltungskosten steigen ins Unermessliche, und der Staatsbankrott steht kurz bevor. Unterdessen haben Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter es mit einem grausigen Fund zu tun: Auf dem Gelände des Wiener Hafens wurde in einem Tresor eine mumifizierte Leiche entdeckt. Und dabei bleibt es nicht, denn der Mörder tötet nach einem abscheulichen Muster, und er hat sein nächstes Opfer schon im Visier. Doch damit nicht genug: Ein alter Feind aus Emmerichs Vergangenheit taucht wieder auf – und er trachtet dem Ermittler nach dem Leben …(Verlagsinfo) Der Autor Alex Beer legt viel Wert darauf, seinen Kriminalroman so perfekt zu inszenieren, wie es ggf. möglich ist. Das fängt wie oben beschrieben bei dem gewählten Schauplatz an und setzt sich weiter fort, wenn wir die Haupt- und Nebenfiguren betrachten. Besonders die Hauptfigur, der Ermittlungsbeamte August Emmerich trägt vieles, ggf. alles dazu bei, die Story nicht nur spannend, sondern auch emotional zu erzählen. Seine (Un)Sensibilität ist für ihn Fluch und Segen zugleich. Er ist der Schrecken aller Nachbarn, aller Vorgesetzten und manchmal auch seiner eigenen Familie. Es ist schwer zu sagen, ob der Kriminalfall nun spannender ist, wie das manchmal katastrophale, aber unterhaltsame Auftreten des eigensinnigen Inspektors. Sehr förderlich ist die angespannte Atmosphäre in der Stadt Wien. Selbst einen feinen Humor hat Alex Beer eingebaut , z.B. wenn sich August Emmerich mit seiner Nachbarin unterhält, die mit ihrer Zankerei Bürgerkriege entfachen könnte. Der Roman ist kein touristischer Guide für Wien, aber vermittelt doch viel Wissenswertes um die Hauptstadt Österreichs. Leider wiederholt sich Alex Beer mit einigen Informationen, das wirkt oft so künstlich eingebaut und damit fehl am Platze. Spannend ist „Der letzte Tod“ – auch in seinen Nebengeschichten – und damit nimmt das persönliche Leben des August Emmerich, der eigentlichen Haupthandlung die Luft weg. Ein alter Feind, ein altes Trauma, alte Verletzungen – lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Selbst seine persönliche Suche herauszufinden, wer seine Eltern waren, warum er als Findelkind in einem Heim aufgewachsen ist – raubt der eigentlichen Storyline die Präsenz. Was ich sehr vermisst habe, ist das viel zu wenig der sprachliche Dialekt verwendet wurde. Im Buch ggf. nicht viel von Bedeutung, denke ich allerdings an ein „Hörbuch“ so würde dies der Atmosphäre mehr wie guttun. Das Stimmungsbarometer würde explosionsartig ansteigen. Aber nun gut. Authentisch ist die Handlung allemal – aber wenig originell. Nichts was man ggf. von anderen Titeln bekannter Autoren schon versucht hätte. Fazit Schön, dass die privaten Schlachtfelder eines Ermittlungsbeamten im Vordergrund stehen!? Ein souveräner, manchmal sehr schwacher Kriminalroman, der letztlich doch nur über eine tolle Atmosphäre und seiner Figuren überzeugt. Der Unterhaltungswert ist nicht nachhaltig genug. Ein netter Krimi mit zu wenigen Fokussierungen, oder mit viel zu viel privaten Herausforderungen. Kann man sehen wie man will. Michael Sterzik

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Wien in einer schweren Zeit

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kommissar August Emmerich ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten. Er befolgt nicht gerne Regeln, sondern folgt lieber seinem Bauchgefühl. Das bringt ihn nicht selten in Schwierigkeiten. Er muss oft Kritik von seinem Vorgesetzten einstecken. Privat kümmert er sich liebevoll um seine drei Stiefkinder. Doch die Inflation macht das Leben schwer. Ohne seine geliebten Zigaretten würde der den Alltag gar nicht überstehen, aber auch diese werden immer teurer. Als Landstreicher ein einem Hafengebäude in einem Tresor eine Leiche entdecken, beginnt für ihn eine intensive Ermittlung. Der Täter steckt seine Opfer in enge Behältnisse. Dort überlässt er sie ihrem qualvollen Schicksal. Er treibt schon länger sein Unwesen, doch erst Emmerich entdeckt die Zusammenhänge. Sie führen ihn in die höchste Wiener Gesellschaft. Ich habe mit dem fünften Band der Reihe begonnen, habe mich aber trotzdem gut ausgekannt. Die Handlung hat mich sofort gepackt. Besonders über das schwierige Privatleben des Kommissars möchte ich unbedingt mehr erfahren!
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Wien in einer schweren Zeit

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Kommissar August Emmerich ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten. Er befolgt nicht gerne Regeln, sondern folgt lieber seinem Bauchgefühl. Das bringt ihn nicht selten in Schwierigkeiten. Er muss oft Kritik von seinem Vorgesetzten einstecken. Privat kümmert er sich liebevoll um seine drei Stiefkinder. Doch die Inflation macht das Leben schwer. Ohne seine geliebten Zigaretten würde der den Alltag gar nicht überstehen, aber auch diese werden immer teurer. Als Landstreicher ein einem Hafengebäude in einem Tresor eine Leiche entdecken, beginnt für ihn eine intensive Ermittlung. Der Täter steckt seine Opfer in enge Behältnisse. Dort überlässt er sie ihrem qualvollen Schicksal. Er treibt schon länger sein Unwesen, doch erst Emmerich entdeckt die Zusammenhänge. Sie führen ihn in die höchste Wiener Gesellschaft. Ich habe mit dem fünften Band der Reihe begonnen, habe mich aber trotzdem gut ausgekannt. Die Handlung hat mich sofort gepackt. Besonders über das schwierige Privatleben des Kommissars möchte ich unbedingt mehr erfahren!

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Mir gefällt, wie Alex Beer die Zeit um das 19. Jahrhundert in Wien beschreibt - ich sehe fast den Rauch aus den Gullis steigen, wenn ich ihre Bücher lese. Auch das Team Emmerich und Winter finde ich genial - ich freue mich auf den nächsten Band.
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