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Das Leben ist ein vorübergehender Zustand

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.03.2021

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,3/12,9/2,9 cm

Beschreibung

Rezension

Am Ende hat man eine Liebesgeschichte gelesen. [...] Die Sprache von Arnims ist so präzise wie leise, jedes Wort ist mit Bedacht gewählt – dieses Buch entfaltet seine besondere Kraft, weil etwas wahrhaft Schönes entsteht aus dem Schrecken. ("NZZ am Sonntag")
Das Buch entfaltet eine große Wucht. Es ist radikal in seiner Ehrlichkeit, dabei in
der Form eher zart. [...] Es gibt in diesem Buch poetisch entfaltete Momente von
Innigkeit, auch rotzige Kommentare, gelegentlich: herzerwärmende Komik. [...] Es gibt in diesem Buch Szenen existenzieller Verletzlichkeit, die haften bleiben.[...] »Man kann nicht gleichzeitig denken und Angst haben«, schreibt sie. So schreibt sie also dieses Buch, und man liest es atemlos. ("Die Zeit")
Gabriele von Arnim hat ein wahrhaftiges, nichts beschönigendes, ganz leises, tieftrauriges Buch geschrieben, das von Demut und Liebe leuchtet. Es weder Bericht noch Beichte. Es ist ein literarischer Text, der weit über das auf der oberen Ebene beschriebene hinausweist. Es ist eine Liebeserklärung. ("NDR Kultur")
„Bitte lesen Sie dieses Buch! Es gibt so kluge, bestechende Antworten auf Fragen, die uns früher oder später alle einmal umtreiben. Wie viel Verantwortung schulden wir den Menschen, die wir lieben? Wie lässt sich auch einem von Schicksalsschlägen gezeichneten Leben innere Freiheit abringen? Wie lassen sich trotz allem Momente der Schönheit und auch des Glücks erfahren? Dabei kommt es mit solch einer stillen Wucht daher, dass man zuerst gar nicht merkt, wie es einen umhaut. Ganz große Kunst und so nah am Leben.“ ("Daniel Schreiber")
Eine Geschichtsstunde über vier Jahrzehnte Klerikal-Diktatur und ein Zeugnis über Kraft, die dem Wunsch nach Freiheit innewohnt. ("Rheinische Post")
Das Buch handelt von Würde, vom Aushalten des Unzumutbaren, von Menschlichkeit im Zwischenmenschlichen. ("Frankfurter Rundschau")
Ihr Buch ist ein gelungenes literarisches Zwitterwesen aus autobiografischem und essayistischem Erzählen. [...] Mit ihrer Art der Annäherung an das beschädigte Leben und ihrer Reflexion darüber legt Gabriele von Arnim für viele einen
Faden aus, der eng an dieses besondere Buch bindet. ("Berliner Zeitung")
Die Journalistin und Autorin Gabriele von Arnim erzählt literarisch feinfühlig und schonungslos offen, was es heißt, Krankheit und Schmerz zu leben. ("BÜCHER Magazin")
"Das Leben ist ein vorübergehender Zustand" erinnert daran, was wirklich ist. Stilsicher, ergreifend, empathisch. ("Welt am Sonntag")
«Ein unglaubliches Buch. Eine heilende Zumutung.» ("Sten Nadolny")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.03.2021

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,3/12,9/2,9 cm

Gewicht

360 g

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00245-9

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Bewertung am 11.09.2021

Bewertungsnummer: 1565293

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Geschichte, die den Leser berührt, gleichzeitig aber auch bedrückt. Der sehr literarische Schreibstil der Autorin zieht einen in seinen Bann. Ein Buch, für das man sich die nötige Zeit nehmen sollte!
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Bewertung am 11.09.2021
Bewertungsnummer: 1565293
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Geschichte, die den Leser berührt, gleichzeitig aber auch bedrückt. Der sehr literarische Schreibstil der Autorin zieht einen in seinen Bann. Ein Buch, für das man sich die nötige Zeit nehmen sollte!

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Das Buch lies mich wütend zurück.

kvel am 28.06.2021

Bewertungsnummer: 1519978

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite haben ihren Mann aus allem herauskatapulitert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Der nicht deutlich sprechen, nicht gehen, nicht lesen, nicht schreiben kann – aber nach wie vor wasserhell denkt. Zutiefst eingekerkert in sich, ausgeschlossen von der Welt, die er bisher so großräumig bewohnt hat. Ein zerrütteter Mensch, ein Bär ohne Wildnis. Und sie sitzt ratlos zusammen mit der Vergangenheit und der Zukunft auf der schmalen Bank namens Jetzt. Wie lebt man mit Krankheit? Zehn Jahre lang haben die beiden gekämpft, gelitten, gewütet und sich gegenseitig mit neuer Innigkeit kennengelernt. Gabriele von Arnim beschreibt in diesem literatischen Text, wie schmal der Grat ist zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht. Wie leicht Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung enden. Und Aufopferung erbarmungslos wird. Wie liebt und hütet man einen Mann, der an dem Tag zusammenbricht, an dem man ihm gesagt hat, man könne nicht mehr leben mit ihm? Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben? Meine Meinung – Achtung, es wird aus dem Inhalt berichtet: Ich war sehr auf dieses Buch gespannt, da mich die Beschreibung und auch die Bewerbung auf der Buchrückseite gepackt hatten. Der Schreibstil ist echt beeindruckend! Ja, die Autorin kann wirklich erzählen! „Krankheit und Kränkung. Erst in diesen Jahren habe ich den semantischen Zusammenhang vertanden. Den Angriff der Krankheit auf die Unabhängigkeit, auf die Selbstachtung, auf fast alles, was das Ego bisher ausgemacht hat. Wie sich behaupten im ruinierten Zustsand.“ (S. 43) Ich vermute mal, die Intention der Autorin diese Autobiographie zu schreiben, liegt darin begründet, sich Lob (sei es für ihr Duchhaltevermögen oder ihre unerschütterliche Liebe zu ihrem Mann) aus der Leserschaft abzuholen. Und da bin ich schon bei meinem ersten Kritikpunkt. Denn die meiste Zeit beim Lesen hätte ich die Dame am Liebsten rechts und links abgewatscht; man merkt schon, dass das Lesen bei mir gewisse Aggressionen hervorgerufen hat. Ja, sie hat auch selbstkritisch über sich geschrieben. Aber dies kann dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geschriebene vor Selbstgerechtigkeit / Selbstbeweihräucherung nur so trieft. „Ich überfordere ihn ständig. Tue ich das für ihn oder für mich? Für sein Wohlbefinden oder für mein gutes Gewissen?“ (S. 124) Ja, ich weiß, dass man jemanden, der so selbstlos und aufopfernd ist, eigentlich gar nicht kritisieren darf. Aber ich kann schon verstehen, dass sich Freunde und Bekannte im Laufe der Zeit abgewendet haben. Denn Freundschaft bedeudet ja auch, dass man gemeinsame Interessen hat und sich auf Augenhöhe begegnet. Wenn jedoch etwas davon abhanden gekommen ist, kann ich schon verstehen, dass sich andere abwenden; dies muss gar kein bewusster Prozeß sein oder etwas mit Berührungsängsten zu tun haben, sondern kann auch schleichend „einfach so“ passieren. Also muss Frau von Arnim dies gar nicht so bemängeln; mit diesem Unterton, dass diejenigen schlechtere Menschen wären als sie selbst. Schließlich hat sie reichlich Geld: um sich privat Pflegepersonal und Ärzte leisten zu können. Sie organisiert Personen aus ihrem persölichen Umfeld, die die Zeit ihrem Mann durch Vorlesen vertreiben. Sie lässst ihren Mann aus ihrer Wohnung im fünften Stock nach unten tragen, um mit ihm zum Einkaufen auf den Markt zu fahren. Ja, man darf sich Hilfe holen. Aber wenn die Vorleser wahrscheiblich ganz ehrlich zu sich selbst sind, würden sie zugeben, dass sie das Vorlesen auch nur für ihr eignes Selbstbild machen würden. Und das Einkaufen auf dem Markt dient bestimmt auch dazu dem Patienten eine Abwechslung zu bieten, aber eben bestimmt auch, um selbst als selbstlose Kümmerin in den Augen anderer dazustehen. Ich weiß dies sind viele Unterstellungen meinerseites, aber man darf nicht vergessen, dass Frau von Arnim alles selbst so bestimmt hat, dass alles so war wie es war. Aber ich möchte hier eine Rezension zu dem Buch schreiben und keinen Gegenentwurf an Argumenten. Deshalb bleibt am Ende die Frage: Hat mir dieses Buch gefallen? Nein. Hat es mir etwas gebracht – unabhängig von meinen persönlichen Gefühlsausbrüchen? Nein. Ist es lesenwert - in Anbetracht des wirklich hervorragenden Erzählstils? Ja.
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Das Buch lies mich wütend zurück.

kvel am 28.06.2021
Bewertungsnummer: 1519978
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite haben ihren Mann aus allem herauskatapulitert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Der nicht deutlich sprechen, nicht gehen, nicht lesen, nicht schreiben kann – aber nach wie vor wasserhell denkt. Zutiefst eingekerkert in sich, ausgeschlossen von der Welt, die er bisher so großräumig bewohnt hat. Ein zerrütteter Mensch, ein Bär ohne Wildnis. Und sie sitzt ratlos zusammen mit der Vergangenheit und der Zukunft auf der schmalen Bank namens Jetzt. Wie lebt man mit Krankheit? Zehn Jahre lang haben die beiden gekämpft, gelitten, gewütet und sich gegenseitig mit neuer Innigkeit kennengelernt. Gabriele von Arnim beschreibt in diesem literatischen Text, wie schmal der Grat ist zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht. Wie leicht Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung enden. Und Aufopferung erbarmungslos wird. Wie liebt und hütet man einen Mann, der an dem Tag zusammenbricht, an dem man ihm gesagt hat, man könne nicht mehr leben mit ihm? Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben? Meine Meinung – Achtung, es wird aus dem Inhalt berichtet: Ich war sehr auf dieses Buch gespannt, da mich die Beschreibung und auch die Bewerbung auf der Buchrückseite gepackt hatten. Der Schreibstil ist echt beeindruckend! Ja, die Autorin kann wirklich erzählen! „Krankheit und Kränkung. Erst in diesen Jahren habe ich den semantischen Zusammenhang vertanden. Den Angriff der Krankheit auf die Unabhängigkeit, auf die Selbstachtung, auf fast alles, was das Ego bisher ausgemacht hat. Wie sich behaupten im ruinierten Zustsand.“ (S. 43) Ich vermute mal, die Intention der Autorin diese Autobiographie zu schreiben, liegt darin begründet, sich Lob (sei es für ihr Duchhaltevermögen oder ihre unerschütterliche Liebe zu ihrem Mann) aus der Leserschaft abzuholen. Und da bin ich schon bei meinem ersten Kritikpunkt. Denn die meiste Zeit beim Lesen hätte ich die Dame am Liebsten rechts und links abgewatscht; man merkt schon, dass das Lesen bei mir gewisse Aggressionen hervorgerufen hat. Ja, sie hat auch selbstkritisch über sich geschrieben. Aber dies kann dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geschriebene vor Selbstgerechtigkeit / Selbstbeweihräucherung nur so trieft. „Ich überfordere ihn ständig. Tue ich das für ihn oder für mich? Für sein Wohlbefinden oder für mein gutes Gewissen?“ (S. 124) Ja, ich weiß, dass man jemanden, der so selbstlos und aufopfernd ist, eigentlich gar nicht kritisieren darf. Aber ich kann schon verstehen, dass sich Freunde und Bekannte im Laufe der Zeit abgewendet haben. Denn Freundschaft bedeudet ja auch, dass man gemeinsame Interessen hat und sich auf Augenhöhe begegnet. Wenn jedoch etwas davon abhanden gekommen ist, kann ich schon verstehen, dass sich andere abwenden; dies muss gar kein bewusster Prozeß sein oder etwas mit Berührungsängsten zu tun haben, sondern kann auch schleichend „einfach so“ passieren. Also muss Frau von Arnim dies gar nicht so bemängeln; mit diesem Unterton, dass diejenigen schlechtere Menschen wären als sie selbst. Schließlich hat sie reichlich Geld: um sich privat Pflegepersonal und Ärzte leisten zu können. Sie organisiert Personen aus ihrem persölichen Umfeld, die die Zeit ihrem Mann durch Vorlesen vertreiben. Sie lässst ihren Mann aus ihrer Wohnung im fünften Stock nach unten tragen, um mit ihm zum Einkaufen auf den Markt zu fahren. Ja, man darf sich Hilfe holen. Aber wenn die Vorleser wahrscheiblich ganz ehrlich zu sich selbst sind, würden sie zugeben, dass sie das Vorlesen auch nur für ihr eignes Selbstbild machen würden. Und das Einkaufen auf dem Markt dient bestimmt auch dazu dem Patienten eine Abwechslung zu bieten, aber eben bestimmt auch, um selbst als selbstlose Kümmerin in den Augen anderer dazustehen. Ich weiß dies sind viele Unterstellungen meinerseites, aber man darf nicht vergessen, dass Frau von Arnim alles selbst so bestimmt hat, dass alles so war wie es war. Aber ich möchte hier eine Rezension zu dem Buch schreiben und keinen Gegenentwurf an Argumenten. Deshalb bleibt am Ende die Frage: Hat mir dieses Buch gefallen? Nein. Hat es mir etwas gebracht – unabhängig von meinen persönlichen Gefühlsausbrüchen? Nein. Ist es lesenwert - in Anbetracht des wirklich hervorragenden Erzählstils? Ja.

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