Therapie-Tools Psychoonkologie

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Beschreibung

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Verkaufsrang

37524

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

07.10.2020

Beschreibung

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PDF

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Verkaufsrang

37524

Erscheinungsdatum

07.10.2020

Verlag

Julius Beltz GmbH

Seitenzahl

286 (Printausgabe)

Dateigröße

11241 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783621287661

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Eine gute Einstiegshilfe, die aber Vorwissen vorausetzt

paperlove am 03.03.2021

Bewertungsnummer: 1413832

Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Da ich seit kurzem im Bereich der Psychoonkologie tätig bin und bisher keine Vorerfahrungen in diesem Feld mitbringe, war dieses kürzlich erschienen Therapie-Tools Buch wie ein rettender Anker für mich, um eine erste Idee dafür zu bekommen, welche Themen oder Interventionen ich mit meinen Patient:innen besprechen oder durchführen könnte. Das Buch ist so gegliedert, dass die ersten Kapitel einen theoretischen Einstieg in das Wissensgebiet der Psychoonkologie bieten, und den Leser:innen die wichtigsten Grundbegriffe bei der Krebsbehandlung auf kurze und verständliche Weise näherbringen. Anschliessend folgen einige grundlegende Empfehlungen für die Gesprächsführung, die in der psychoonkologischen Begleitung hilfreich sind. In einem weiteren Kapitel sind schliesslich einige Fragebögen zur Diagnostik enthalten, die man bei Bedarf mit seinen Patient:innen anwenden kann. Ich hatte den Eindruck, dass es dem Autorenteam sehr gut gelungen ist, die wichtigsten Grundlagen in der psychoonkologischen Arbeit zu vermitteln. Die weiteren Kapitel fokussieren sich auf verschiedene Themen, die in der Psychoonkologie in den Vordergrund treten können. Eines dieser Themen ist die Verbesserung der Selbstfürsorge, die im Buch durch Interventionen zur Ressourcenaktivierung und zur Verbesserung der Resilienz (= d.h. der psychischen Widerstandskraft, Krisen bewältigen zu können) abgedeckt wird. Besonders hilfreich fand ich die Anleitungen für Entspannungsübungen, sowie auch die Anleitungen für kurze und praktische Übungen, die u.a. zur Stressbewältigung eingesetzt werden können. Ich habe viele der Übungen direkt in den Sitzungen mit den Patient:innen ausprobiert und ihnen die entsprechenden Arbeitsblätter anschliessend zum regelmässigen Einüben als therapeutische Hausaufgabe mitgegeben. Auch die weiteren Kapitel decken viele wichtige Themen bei Krebspatient:innen ab und können bei Bedarf angewendet werden. So findet man zum Beispiel hilfreiche Tipps und Übungen für Interventionen (nicht nur) für das Lebensende, die sich mit Ängsten und Sorgen zum Thema Sterben beschäftigen, und auch Interventionen für Paare und minderjährige Kinder als Angehörige. Gerade bei letzterem steht vor allem die Frage im Vordergrund: Was und wie viel erzähle ich meinen Kindern von meiner Krebserkrankung? Thematisch ist also wirklich eine gute Mischung aus den wichtigsten Themenbereichen enthalten, die mir vor allem jetzt zu Beginn meiner Arbeit in der Psychoonkologie als gute Orientierungshilfe gedient hat und mir gezeigt hat, welche Anliegen die Patient:innen möglicherweise mitbringen könnten und wie ich ihnen konkrete Hilfestellungen im Umgang mit den Belastungen mitgeben könnte. Obwohl das Buch einerseits ein gutes Grundlagenbuch darstellt, hatte ich aber auf der anderen Seite manchmal das Gefühl, dass man ein gewisses Vorwissen mitbringen muss, um einige der Übungen vollumfänglich durchführen zu können. Ein Thema, das sich durch das gesamte Buch zieht, ist zum Beispiel die bilaterale Stimulation (BLS) die in der traumaspezifischen Psychotherapie, speziell in der EMDR Verwendung findet. Die BLS wird auch in vielen der hier im Buch enthaltenen Übungen integriert. Es wird zwar auf einer Seite erläutert, was es damit grob auf sich hat und auch erklärt, dass man die Patient:innen bei einigen der Übungen anleiten soll, abwechselnd links und rechts aufs Knie zu tippen, um vor allem die positive Wirkung der Übungen besser zu verankern, aber irgendwie fand ich das für mich als absoluter EMDR-Laie trotzdem zu wenig, um es in der Realität mit den Patient:innen auch tatsächlich durchzuführen. Spätestens, wenn eine:r der Patient:innen eine genauere Erläuterung davon haben möchte, warum dieses "auf das Knie tippen" helfen soll, würde ich relativ schnell in Erklärungsnot geraten, da mir aufgrund meiner fehlenden EMDR-Weiterbildung schlicht und ergreifend das theoretische Vorwissen fehlen würde, die Wirkungsweise dieses Behandlungsansatzes so erklären zu können, damit es wirklich Sinn ergibt und ich gleichzeitig auch dahinterstehen könnte. Das Gleiche gilt auch für die Behandlungsansätze mit Ego-States oder TRUST, die beide immer wieder im Buch erwähnt und integriert wurden. Auch hier hatte ich den Eindruck, dass man ein entsprechendes Vorwissen mitbringen muss, damit man die Übungen auch richtig durchführen kann und man für allfällige Fragen gewappnet ist, die die Patient:innen dazu stellen könnten. Es ist zwar auf der einen Seite schön zu sehen, dass sich die psychoonkologische Arbeit mit vielen anderen Therapieansätzen verbinden lässt, aber trotzdem fand ich, dass die Erläuterungen des Autorenteams nicht ausreichend sind, damit mal als Psycholog:in die theoretischen Grundlagen der einzelnen Behandlungssätze verstehen und die Übungen adäquat umsetzen kann. Das ist eigentlich auch mein Hauptkritikpunkt an dem ingesamt aber doch umfangreichen und empfehlenswerten Buch, das dazu geführt hat, das ich einen Stern abziehen musste. Fazit: Ich bin ein grosser Fan der "Therapie-Tools" Reihe des Beltz-Verlags, der vor kurzem ein Buch aus der Reihe zum Thema "Psychoonkologie" herausgebracht hat. Als Einstieg in die Thematik deckt dieses Buch die wichtigsten Themenschwerpunkte in der psychoonkologischen Arbeit ab und dient als eine gute Orientierungshilfe für Psycholog:innen wie mich, die neu in diesem Feld tätig sind. Viele der Arbeitsblätter und praktischen Übungen waren leicht verständlich und haben bereits Verwendung in meiner Arbeit gefunden. Der einzige grössere Kritikpunkt betrifft der Umstand, dass das Buch aus meiner Sicht theoretisches Vorwissen von Behandlungsansätzen mit BLS/EMDR, Ego-States und TRUST verlangt und sich viele Übungen ohne die entsprechende Weiterbildung oder zumindest zusätzlich vertiefende Auseinandersetzungen und Literatur, nicht adäquat umsetzen lassen. Hier hätte ich mir eher noch mehr Interventionen und Übungen gewünscht, die sich ohne Vorwissen in spezifischen Behandlungsansätzen umsetzen lassen. Aber insgesamt handelt es sich dennoch um ein hilfreiches und empfehlenswertes Buch, das sich vor allem für Berufsanfänger:innen im Bereich der Psychoonkologie eignet und einem viele praktische Werkzeuge mit an die Hand gibt. Von mir gibt es 4 Sterne.
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Eine gute Einstiegshilfe, die aber Vorwissen vorausetzt

paperlove am 03.03.2021
Bewertungsnummer: 1413832
Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)

Da ich seit kurzem im Bereich der Psychoonkologie tätig bin und bisher keine Vorerfahrungen in diesem Feld mitbringe, war dieses kürzlich erschienen Therapie-Tools Buch wie ein rettender Anker für mich, um eine erste Idee dafür zu bekommen, welche Themen oder Interventionen ich mit meinen Patient:innen besprechen oder durchführen könnte. Das Buch ist so gegliedert, dass die ersten Kapitel einen theoretischen Einstieg in das Wissensgebiet der Psychoonkologie bieten, und den Leser:innen die wichtigsten Grundbegriffe bei der Krebsbehandlung auf kurze und verständliche Weise näherbringen. Anschliessend folgen einige grundlegende Empfehlungen für die Gesprächsführung, die in der psychoonkologischen Begleitung hilfreich sind. In einem weiteren Kapitel sind schliesslich einige Fragebögen zur Diagnostik enthalten, die man bei Bedarf mit seinen Patient:innen anwenden kann. Ich hatte den Eindruck, dass es dem Autorenteam sehr gut gelungen ist, die wichtigsten Grundlagen in der psychoonkologischen Arbeit zu vermitteln. Die weiteren Kapitel fokussieren sich auf verschiedene Themen, die in der Psychoonkologie in den Vordergrund treten können. Eines dieser Themen ist die Verbesserung der Selbstfürsorge, die im Buch durch Interventionen zur Ressourcenaktivierung und zur Verbesserung der Resilienz (= d.h. der psychischen Widerstandskraft, Krisen bewältigen zu können) abgedeckt wird. Besonders hilfreich fand ich die Anleitungen für Entspannungsübungen, sowie auch die Anleitungen für kurze und praktische Übungen, die u.a. zur Stressbewältigung eingesetzt werden können. Ich habe viele der Übungen direkt in den Sitzungen mit den Patient:innen ausprobiert und ihnen die entsprechenden Arbeitsblätter anschliessend zum regelmässigen Einüben als therapeutische Hausaufgabe mitgegeben. Auch die weiteren Kapitel decken viele wichtige Themen bei Krebspatient:innen ab und können bei Bedarf angewendet werden. So findet man zum Beispiel hilfreiche Tipps und Übungen für Interventionen (nicht nur) für das Lebensende, die sich mit Ängsten und Sorgen zum Thema Sterben beschäftigen, und auch Interventionen für Paare und minderjährige Kinder als Angehörige. Gerade bei letzterem steht vor allem die Frage im Vordergrund: Was und wie viel erzähle ich meinen Kindern von meiner Krebserkrankung? Thematisch ist also wirklich eine gute Mischung aus den wichtigsten Themenbereichen enthalten, die mir vor allem jetzt zu Beginn meiner Arbeit in der Psychoonkologie als gute Orientierungshilfe gedient hat und mir gezeigt hat, welche Anliegen die Patient:innen möglicherweise mitbringen könnten und wie ich ihnen konkrete Hilfestellungen im Umgang mit den Belastungen mitgeben könnte. Obwohl das Buch einerseits ein gutes Grundlagenbuch darstellt, hatte ich aber auf der anderen Seite manchmal das Gefühl, dass man ein gewisses Vorwissen mitbringen muss, um einige der Übungen vollumfänglich durchführen zu können. Ein Thema, das sich durch das gesamte Buch zieht, ist zum Beispiel die bilaterale Stimulation (BLS) die in der traumaspezifischen Psychotherapie, speziell in der EMDR Verwendung findet. Die BLS wird auch in vielen der hier im Buch enthaltenen Übungen integriert. Es wird zwar auf einer Seite erläutert, was es damit grob auf sich hat und auch erklärt, dass man die Patient:innen bei einigen der Übungen anleiten soll, abwechselnd links und rechts aufs Knie zu tippen, um vor allem die positive Wirkung der Übungen besser zu verankern, aber irgendwie fand ich das für mich als absoluter EMDR-Laie trotzdem zu wenig, um es in der Realität mit den Patient:innen auch tatsächlich durchzuführen. Spätestens, wenn eine:r der Patient:innen eine genauere Erläuterung davon haben möchte, warum dieses "auf das Knie tippen" helfen soll, würde ich relativ schnell in Erklärungsnot geraten, da mir aufgrund meiner fehlenden EMDR-Weiterbildung schlicht und ergreifend das theoretische Vorwissen fehlen würde, die Wirkungsweise dieses Behandlungsansatzes so erklären zu können, damit es wirklich Sinn ergibt und ich gleichzeitig auch dahinterstehen könnte. Das Gleiche gilt auch für die Behandlungsansätze mit Ego-States oder TRUST, die beide immer wieder im Buch erwähnt und integriert wurden. Auch hier hatte ich den Eindruck, dass man ein entsprechendes Vorwissen mitbringen muss, damit man die Übungen auch richtig durchführen kann und man für allfällige Fragen gewappnet ist, die die Patient:innen dazu stellen könnten. Es ist zwar auf der einen Seite schön zu sehen, dass sich die psychoonkologische Arbeit mit vielen anderen Therapieansätzen verbinden lässt, aber trotzdem fand ich, dass die Erläuterungen des Autorenteams nicht ausreichend sind, damit mal als Psycholog:in die theoretischen Grundlagen der einzelnen Behandlungssätze verstehen und die Übungen adäquat umsetzen kann. Das ist eigentlich auch mein Hauptkritikpunkt an dem ingesamt aber doch umfangreichen und empfehlenswerten Buch, das dazu geführt hat, das ich einen Stern abziehen musste. Fazit: Ich bin ein grosser Fan der "Therapie-Tools" Reihe des Beltz-Verlags, der vor kurzem ein Buch aus der Reihe zum Thema "Psychoonkologie" herausgebracht hat. Als Einstieg in die Thematik deckt dieses Buch die wichtigsten Themenschwerpunkte in der psychoonkologischen Arbeit ab und dient als eine gute Orientierungshilfe für Psycholog:innen wie mich, die neu in diesem Feld tätig sind. Viele der Arbeitsblätter und praktischen Übungen waren leicht verständlich und haben bereits Verwendung in meiner Arbeit gefunden. Der einzige grössere Kritikpunkt betrifft der Umstand, dass das Buch aus meiner Sicht theoretisches Vorwissen von Behandlungsansätzen mit BLS/EMDR, Ego-States und TRUST verlangt und sich viele Übungen ohne die entsprechende Weiterbildung oder zumindest zusätzlich vertiefende Auseinandersetzungen und Literatur, nicht adäquat umsetzen lassen. Hier hätte ich mir eher noch mehr Interventionen und Übungen gewünscht, die sich ohne Vorwissen in spezifischen Behandlungsansätzen umsetzen lassen. Aber insgesamt handelt es sich dennoch um ein hilfreiches und empfehlenswertes Buch, das sich vor allem für Berufsanfänger:innen im Bereich der Psychoonkologie eignet und einem viele praktische Werkzeuge mit an die Hand gibt. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Therapie-Tools Psychoonkologie

von Christa Diegelmann, Margarete Isermann, Tanja Zimmermann

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