Der digitale Weltkrieg, den keiner bemerkt

Huib Modderkolk

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Beschreibung

Hackerangriffe und Cyberkriminalität: Die Schattenseiten der Digitalisierung

Russische Hacker manipulieren den amerikanischen Wahlkampf. Drogenbarone wickeln ihre Deals online ab, ohne dass die Behörden etwas mitbekommen. E-Mail-Konten von Politikern werden gehackt. Cyberkrieger und Digital-Spione treten an allen Orten zutage, erpressen ganze Städte und zeigen, wie verletzlich unsere Systeme sind.

Der holländische Investigativjournalist Huib Modderkolk wollte es genau wissen: Wer sind die Leute, die sich hinter Spionage und Hacker-Angriffen verbergen? Und in wessen Auftrag handeln sie? Der Autor hat jene, die sich lieber im Schatten der digitalen Welt bewegen, persönlich getroffen:

- Edward Snowden, der weltberühmte Whistleblower, und die Spionage-Methoden von NSA, CIA und anderen Geheimdiensten
- Jewgeni Bogatschow, der meistgesuchte Hacker der Welt: Handelte er im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB?
- Industriespionage über schlecht geschützte Firmennetzwerke: Was gefährdet die Cyber-Security der Unternehmen und Industrie-Anlagen?
- Das Versagen von Regierungen und Geheimdiensten gegenüber der digitalen Bedrohung
- Spannende Einblicke in die Arbeit eines Investigativjournalisten: der niederländische Bestseller zur Cyberkriminalität jetzt auch auf Deutsch!

Wenn das Internet zur Waffe wird: Datenschutz und Datensicherheit neu denken

Die Anonymität und Privatsphäre jedes Einzelnen sind durch Hacker bedroht. Fake News verbreiten Misstrauen. Internetangriffe bedrohen unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Was kann der Einzelne tun, um seine Daten zu schützen? Wie müssen die Staaten zum Schutz ihrer Bürger reagieren?

Huib Modderkolk sprach mit Hackern, Informanten und Sicherheitsexperten. Seine Recherchen machen klar: Der digitale Weltkrieg tobt auf vielen Ebenen und die letzte Schlacht ist noch lange nicht geschlagen. Eine lebensnahe Schilderung in atemberaubendem Erzähltempo!

Huib Modderkolk, geboren 1982, ist investigativer Journalist bei der Tageszeitung »de Volkskrant«. Er beschäftigt sich vor allem mit den Schattenseiten der Digitalisierung, der Arbeit der Geheimdienste und der Bedrohung durch digitale Netzwerke. Er arbeitet u. a. zusammen mit »The Wall Street Journal« oder der »NY Times«. Modderkolk gewann die renommierten Journalistenpreise »De Tegel« (2016) und »De Loep« (2018).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 20.05.2020
Verlag Ecowin
Seitenzahl 320
Maße 21,7/15,9/3,2 cm
Gewicht 552 g
Auflage 1
Originaltitel Het is Oorlog Maar Niemand Die Het Ziet
Übersetzer Sabine Reinhardus
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7110-0262-4

Kundenbewertungen

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Digitale Spionage
von annlu am 13.01.2021

Cyberkriege und digitale Spione – alles nur Zukunftsmusik? Die Digitalisierung schreitet voran und mit ihr auch die Möglichkeiten, die digitale Welt als Waffe oder als Hauptaustragungsort für Spionage zu nutzen. Der niederländische Journalist Huib Modderkolk setzt sich mit dem Thema jahrelang auseinander und präsentiert seine Re... Cyberkriege und digitale Spione – alles nur Zukunftsmusik? Die Digitalisierung schreitet voran und mit ihr auch die Möglichkeiten, die digitale Welt als Waffe oder als Hauptaustragungsort für Spionage zu nutzen. Der niederländische Journalist Huib Modderkolk setzt sich mit dem Thema jahrelang auseinander und präsentiert seine Rechercheergebnisse in diesem Buch. Ausgehend von der Frage „Was ist eigentlich los?“ beginnt der Journalist seine Erklärungen mit einem der Frage nach dem Wie. Wie gehen Hacker eigentlich vor, wie wirkt sich das auf die Gesellschaft aus und wie ist er selbst an seine Informationen gekommen. Schon wurde mir klar, dass es nicht so einfach ist, die Hintergründe zu verstehen. Versehen mit Hinweisen auf einzelne Organisationen und ihre Einflussbereiche, spektakuläre Cyberangriffe, nationale und internationale Geheimdienste und viele Gespräche mit anonym-bleibenden Informanten geht es weiter. Dabei beschäftigt sich der Autor mit den Folgen der digitalen Spionage und Angriffe aber auch der Frage nach einem möglichen Schutz. Immer dort, wo die Informationen sehr konkret waren – bei Beschreibungen von Abläufen bestimmter Angriffe, beim Aufdecken krimineller Machenschaften oder bei den mitunter exzentrischen Persönlichkeiten, auf die man hier trifft – fand ich die Erklärungen ansprechend und interessant. Bedingt durch das Thema blieb Vieles aber undurchsichtig und wenig konkret. Mit diesen Teilen der Ausführungen hatte ich so einige Probleme. Bei ihnen hatte ich nicht das Gefühl, nach dem Lesen mehr über das Thema zu wissen – was mein Ziel ist, wenn ich ein Sachbuch zur Hand nehme. Weniger kann ich das dem Autor oder dem Schreibstil vorwerfen, als viel mehr dem Thema an sich, zu dem mir einerseits Hintergrundwissen fehlt und bei dem andererseits die Geheimhaltung großgeschrieben wird. Fazit: Meiner Meinung nach hat der Autor sehr viel Zeit und Mühen für seine Recherchen investiert. Obwohl mir objektiv gesehen bewusst ist, dass das Aufdecken hier aufgeführter Zusammenhänge von Bedeutung ist, ist ein Gefühl für die Wichtigkeit dessen nicht immer bei mir angekommen.

Lesenswert
von katikatharinenhof am 06.06.2020

Huib Modderkolk hat sich mit dem fortwährenden Datenklau in der digitalen Welt beschäftigt und über Jahre eine Recherche betrieben, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Denn was der Journalist hier an Behauptungen aufstellt, lässt einem mit Grauen in die (digitale) Zukunft schauen. Er ist einer der wenigen, die sich mit d... Huib Modderkolk hat sich mit dem fortwährenden Datenklau in der digitalen Welt beschäftigt und über Jahre eine Recherche betrieben, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Denn was der Journalist hier an Behauptungen aufstellt, lässt einem mit Grauen in die (digitale) Zukunft schauen. Er ist einer der wenigen, die sich mit d e m Whistleblower schlechthin, Edward Snowden, getroffen haben und die Schilderungen, bis es zu diesem Treffen kam, muten schon sehr abenteuerlich an. Es gibt ja viele Verschwörungstheorien, aber keine ist so nahe dran wie der „Digitale Wellkrieg, den keiner bemerkt“. Schon lange kursieren die Gerüchte, dass der amerikanische Wahlkampf von russischen Hackern manipuliert wurde, Modderkolk versucht hier den Beweis zu liefern, das dem so ist. Seine Recherchen über die „Arbeit“ der Hacker ist zeit- und kräfteraubend, manchmal sogar dermaßen langwierig, dass man schon fast meint, die Spur verläuft im Sand. Aber der Schreibende gibt nicht auf, fasst immer wieder nach und bleibt am Ball. Was er dabei erlebt, lässt alles bisher Dagewesene erblassen. Selbst technisch nicht sehr versiert, taucht Modderkolk tief ein in die Welt der Datenautobahnen, Bits und Bytes, verschlüsselten Codes und wird ein Teil der Machtmaschinerie aus Wissen und Spionage. Zu Beginn seiner Recherche zu diesem Buch gerät er plötzlich selbst ins Visier von Datenschützern und Nachrichtendienst, denn warum sollte sonst sein Router plötzlich abstürzen und sein Handy nicht mehr funktionieren? An Zufälle glaubt er schon längst nicht mehr, denn dazu hat er schon zu viel über Datenklau und Spionage im Netz gelesen. Ist er bereits jetzt jemanden auf die Füße getreten, nur weil er sich mit diesem brisanten Thema befasst? Diesen und vielen anderen Fragen geht Modderkolk auf den Grund, denn die Stolpersteine, die man ihm in den Weg legt, stacheln seinen Eifer und seine Neugier nur noch mehr an. Er versucht Antworten zu finden, in dem er immer wieder den Finger in die Wunde legt, nachbohrt und nachfragt. Besonders hat mich der Freitod eines Hackers getroffen, der keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat, als seinem Leben ein Ende zu setzen. Das letzte Gespräch mit ihm, die Gespräche mit seinen Eltern und deren Selbstvorwürfe gehen mir ganz schön an die Nieren. Das Buch liest sich wie ein Drehbuch zu einem aufregenden Film und man kommt nicht drumherum nachzudenken, mit welchen Daten man persönlich im Netz noch präsent sein will. Ein absolut lesenswertes Buch über digitalen Datenklau im Netz, der als Geheimwaffe der Nachrichtenagenturen, Spionageabteilungen und Regierungen eingesetzt wird.

Wie weit gehen Hacker um in Computersysteme einzudringen?
von Sikal am 25.05.2020

Huib Modderkolk ist einer der wenigen Journalisten, der mit dem Whistleblower Edward Snowden direkten Kontakt hatte. Was der Autor in den Jahren seiner Recherche herausfinden konnte, stellt so manche Zukunftsfantasie in den Schatten. „1984“ von Georg Orwell wird ja schon oftmals als überholt und längst als in der Wirklich... Huib Modderkolk ist einer der wenigen Journalisten, der mit dem Whistleblower Edward Snowden direkten Kontakt hatte. Was der Autor in den Jahren seiner Recherche herausfinden konnte, stellt so manche Zukunftsfantasie in den Schatten. „1984“ von Georg Orwell wird ja schon oftmals als überholt und längst als in der Wirklichkeit angekommen bezeichnet. Was der Autor Huib Modderkolk in seinem Buch behauptet, lässt das Buch von Georg Orwell beinahe als Weissagung erscheinen. Wenn auch immer noch nicht bewiesen ist wie weit sich der russische Staat in die Wahlkampfaktivitäten Amerikas eingemischt hat, steht doch fest, dass es Einmischungen aus Russland gegeben hat. Waren es „nur“ Hacker oder stand doch mehr dahinter? Welcher Methoden sich die Hacker aus aller Herren Länder bedienen, sollte ja mittlerweile jedem bekannt sein. Wie die Welt hinter diesen Hackern jedoch aussieht, darüber gibt es zwar viele Spekulationen aber nur wenige wirklich Anhaltspunkte. Über Jahre hinweg versucht der Autor nun diese Spekulationen zu belegen. Mittels Recherchen, die ab und zu an James Bond erinnern aber vor allem eine jede Menge langwieriger und vor allem langweiliger Aufgaben mit sich ziehen. Schon die ersten Schritte lassen den Autor an seiner Aufgabe zweifeln – er selbst ist in Sachen Computer eher unbedarft und schon Fachbegriffe wie Router oder Firewalls lassen ihn zu Beginn an seine Grenzen stoßen. Auch machen sich technische Probleme inmitten seiner Recherchen bemerkbar – eine defekte Hardware für seinen Internetzugang oder ein Mobiltelefon, das plötzlich verrücktspielt. Alles nur ein Zufall oder möchte jetzt schon jemand versuchen ihn in seinen Untersuchungen zu stoppen? Spannend und kurzweilig gibt der Autor Einblicke in seine Arbeit und die Hintergründe von Hackerangriffen und Spionagediensten. Welche Länder spionieren tatsächlich? Wie weit gehen die einzelnen Geheimdienste bei ihren Angriffen auf andere Systeme und wer steckt dahinter? Diese und viele weitere Fragen stellt sich der Autor selbst und versucht sie zu beantworten – für sich selbst und für seine Leser. Keine Angst brauchen Leser zu haben, die sich ebenso wie Huib über ihr technisches Wissen Sorgen machen – durch seine eigene Unbedarftheit in diesen Dingen gelingt es dem Autor ein Buch zu schreiben, das sich mehr wie ein Roman liest als eine technische Recherche. Leider bleiben auch sehr viele Fragen unbeantwortet – aber wie sollte das sonst sein in einer Welt in der alles streng geheim ist. 4 Sterne

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