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Geisterwand

Roman | Ein beeindruckender Roman über familiäre Gewalt und uralte Rituale

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Beschreibung


Eine einzige Tochter. Ihr dominanter Vater. Ein Wald in Northumberland, in dem eine Gruppe Archäologen einen Sommer lang leben will wie in der Eisenzeit ... Uralte Rituale, die seltsame Anziehungskraft ferner Zeiten und Lebensweisen verschränken sich in diesem brillanten Roman auf wahrhaft atemberaubende Weise mit sehr heutigem Missbrauch. Geisterwand komprimiert große und dringliche Themen – die Gefahren eines nostalgischen Nationalismus, Gewalt gegen Frauen und Kinder, was verloren, was gewonnen wird, wenn der Mensch nicht mehr als Knecht der Natur lebt – in einer rasiermesserscharf geschliffenen Spannungserzählung.

»Schon der Versuch, wie anno dazumal zu leben, gibt viel Stoff für diesen Roman, doch in Verbindung mit dem gewalttätigen Vater und dem sicher immer mehr verdichtendem Unheil, entwickelt ›Geisterwand‹ von Sarah Moss einen unglaublichen Sog.« ("Wochenanzeiger")
»Mit seiner fatalen Gruppendynamik erinnert ›Geisterwand‹ an Klassiker wie Goldings ›Herr der Fliegen‹ oder Garlands Bestseller ›Der Strand‹. Und nimmt doch eine ganz eigene, brandaktuelle Perspektive ein.« ("femundo.de")
»Mitreißend und brillant: Auf nur 155 Seiten erzählt Sarah Moss eine Spannungsgeschichte so scharf wie ein Messer, packend bis zum letzten Wort.« ("Münchner Merkur")
»Eine erschütternde Familiengeschichte, die jeden betreffen kann, realitätsnah erzählt und packend vom Anfang bis zum Ende.« ("nichtnocheinbuchblog")
»Das funktioniert ganz hervorragend. Also Sarah Moss braucht irgendwie kein Wort zu viel, um irgendwie sofort eine soghafte Spannung aufzubauen und die hat sich auch in der tollen Übersetzung von Nicole Seifert übertragen.« ("radioeins rbb “ab drei“")
»Subtil und tastend, zögerlich und suchend schildert Sarah Moss in diesem sehr gelungenen Buch die Metamorphose eines Mädchens als Metapher für das Erwachen einer Generation. Sprachlich dicht, mit einer großen Gabe für Naturbeschreibungen und das Nachzeichnen sozialer Schattierungen ist ›Geisterwand‹ eine klare Empfehlung wert.« ("westzeit.de")
»Erschütternder, faszinierender Roman« ("literaturkritik.de")
»Mit Scharfsinn, Eloquenz und feinem Humor erzählt Silvie, 17, von dem Sommer, in dem ihr cholerischer Vater sie für ein Eisenzeit-Experiment in den Wald und zum Äußersten zwingt.« ("Emotion")
»Aus einfachen Bestandteilen hat Sarah Moss eine heillose Erzählung gefertigt, in die sie Fragen nach gesellschaftlichen Strukturen, Geschlechterrollen und der Tragfähigkeit unserer Zivilisation eingearbeitet hat. Und Sätze, gefährlich wie zugespitzte Hölzer, die das Hirn beim Lesen pfählen.« ("Badische Zeitung")
»Kein Wort, keine Seite zu viel verbraucht Moss, um diese verstörende Konstellation aus Vernunft und Wahn zu entwerfen und die wachsende Verzweiflung Silvies einerseits und andererseits die zunehmende Ungläubigkeit der Studentin Molly zu gestalten.« ("Kölnische Rundschau")

Sarah Moss, 1975 geboren in Schottland, studierte und promovierte an der Oxford University. Heute unterrichtet sie an der University of Warwick. Sie ist Autorin mehrerer Romane - auf Deutsch erschienen bis dato Schlaflos (2013), Wo Licht ist (2015), Zwischen den Meeren (2016) und Gezeitenwechsel (2019). .
Nicole Seifert, geboren 1972, studierte nach einer Ausbildung im S. Fischer Verlag Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften und Amerikanistik in Berlin. Seit ihrer Promotion lebt sie als freie Lektorin und Übersetzerin in Hamburg.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.05.2021

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,5/12,6/2,4 cm

Gewicht

264 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.05.2021

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,5/12,6/2,4 cm

Gewicht

264 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Ghost Wall

Übersetzer

Nicole Seifert

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1413-9

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Erschütternd

Wuschel aus Nußloch am 21.07.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Selbst Tage nachdem ich das Buch beendete, fehlen mir noch die Worte. Den Stil, muss ich gestehen, fand ich stellenweise sehr anstrengend. Die Geschichte wird auch der Sicht der Tochter Silvie erzählt, was das ganze recht greifbar machte und mir oft unter die Haut ging, denn es zeigt deutlich, dass man einem Kind auch anerziehen kann, dass Dinge, die eigentlich falsch sind, etwas selbstverständliches sein können bzw. als solches wahrgenommen werden - man die Schuld für etwas zu tragen hat, für das man oftmals gar nichts kann. Was ich jedoch anstrengend fand war nicht die Sicht, sondern die Tatsache, dass es direkte Rede gibt, diese aber nicht als solche gekennzeichnet ist. Daran muss man sich erst mal gewöhnen und oftmals musste ich einen Satz doppelt lesen um das Gelesene korrekt zuordnen zu können. Wie schon erwähnt, konnte ich mich in die Geschichte unglaublich gut hinein versetzten, wenngleich ich glücklicherweise nie in dieser Lage war. Der Vater entscheidet, dass die Ferien mit einer Gruppe Studierenden verbracht wird. Die Eisenzeit soll nachgespielt werden, so müssen Lebensmittel gesucht und Dinge hergestellt werden. Die Männer gehen selbstverständlich auf die Jagd, die Frauen machen den Rest. Schnell wird Silvie klar, dass die Studierenden ein anderes Leben führen als sie, ein unbeschwerteres. Sie scheint es nicht zu interessieren was ihr Vater verlangt, denn sie haben die Konsequenzen daraus nicht zu tragen und für sie ist alles nur ein Spiel, von dem höchstens eine Note abhängt. Die Autorin spricht dies immer wieder an, doch es dauert bis die wahre Natur des Vaters klar gezeigt wird. Doch man spürt die Angst der jungen Silvie, sie schwingt in der Geschichte stets mit, sodass man als Leser nur auf den großen Knall wartet. Mit wenigen Worten nimmt einem die Autorin den Atem, beschleunigt den Herzschlag, lässt einen entgeistert zurück und das auf unfassbar wenigen Seiten. Jetzt habe ich gefühlt sehr viel geschrieben und doch nichts gesagt, denn dazu fehlen mir buchstäblich die Worte. Dieses Buch erzählt meiner Meinung nach aus dem Leben heraus. Direkt, unverblümt und schnörkellos. Vielleicht nicht genau in dieser Konstellation, im Zusammenhang mit diesem "Schauspiel", aber jede Familie kann betroffen sein und wir sollten nicht weg schauen, niemals, denn wie die Autorin es gut darstellt, lass sich immer Grenzen finden, die überschritten werden können. Ein Buch, dass für mich zwar weniger fluffig zu lesen war, aber dafür durch Mark und Bein ging. Fazit: Eine erschütternde Familiengeschichte, die jeden betreffen kann, realitätsnah erzählt und packend vom Anfang bis zum Ende.

Erschütternd

Wuschel aus Nußloch am 21.07.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Selbst Tage nachdem ich das Buch beendete, fehlen mir noch die Worte. Den Stil, muss ich gestehen, fand ich stellenweise sehr anstrengend. Die Geschichte wird auch der Sicht der Tochter Silvie erzählt, was das ganze recht greifbar machte und mir oft unter die Haut ging, denn es zeigt deutlich, dass man einem Kind auch anerziehen kann, dass Dinge, die eigentlich falsch sind, etwas selbstverständliches sein können bzw. als solches wahrgenommen werden - man die Schuld für etwas zu tragen hat, für das man oftmals gar nichts kann. Was ich jedoch anstrengend fand war nicht die Sicht, sondern die Tatsache, dass es direkte Rede gibt, diese aber nicht als solche gekennzeichnet ist. Daran muss man sich erst mal gewöhnen und oftmals musste ich einen Satz doppelt lesen um das Gelesene korrekt zuordnen zu können. Wie schon erwähnt, konnte ich mich in die Geschichte unglaublich gut hinein versetzten, wenngleich ich glücklicherweise nie in dieser Lage war. Der Vater entscheidet, dass die Ferien mit einer Gruppe Studierenden verbracht wird. Die Eisenzeit soll nachgespielt werden, so müssen Lebensmittel gesucht und Dinge hergestellt werden. Die Männer gehen selbstverständlich auf die Jagd, die Frauen machen den Rest. Schnell wird Silvie klar, dass die Studierenden ein anderes Leben führen als sie, ein unbeschwerteres. Sie scheint es nicht zu interessieren was ihr Vater verlangt, denn sie haben die Konsequenzen daraus nicht zu tragen und für sie ist alles nur ein Spiel, von dem höchstens eine Note abhängt. Die Autorin spricht dies immer wieder an, doch es dauert bis die wahre Natur des Vaters klar gezeigt wird. Doch man spürt die Angst der jungen Silvie, sie schwingt in der Geschichte stets mit, sodass man als Leser nur auf den großen Knall wartet. Mit wenigen Worten nimmt einem die Autorin den Atem, beschleunigt den Herzschlag, lässt einen entgeistert zurück und das auf unfassbar wenigen Seiten. Jetzt habe ich gefühlt sehr viel geschrieben und doch nichts gesagt, denn dazu fehlen mir buchstäblich die Worte. Dieses Buch erzählt meiner Meinung nach aus dem Leben heraus. Direkt, unverblümt und schnörkellos. Vielleicht nicht genau in dieser Konstellation, im Zusammenhang mit diesem "Schauspiel", aber jede Familie kann betroffen sein und wir sollten nicht weg schauen, niemals, denn wie die Autorin es gut darstellt, lass sich immer Grenzen finden, die überschritten werden können. Ein Buch, dass für mich zwar weniger fluffig zu lesen war, aber dafür durch Mark und Bein ging. Fazit: Eine erschütternde Familiengeschichte, die jeden betreffen kann, realitätsnah erzählt und packend vom Anfang bis zum Ende.

Heftig, spannend, Abzüge beim Stil

Bewertung aus Mainz am 22.05.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Silvie und ihre Eltern nehmen an einer studentischen Exkursion im Norden Englands teil. Silvies Vater ist fanatischer Anhänger frühbritischer Zivilisationen. Im echten Leben ist er Busfahrer und kann nun im Sommerurlaub mal so richtig sein eisenzeitliches Gemüt ausleben. Denn das ist die Aufgabe der Exkursion: Zu leben wie in der Steinzeit, inkl. Jagen, Kleidung, etc. Klingt eigentlich ganz cool, wäre da nicht Silvies Dad. Der ist nämlich ein sadistisches, brutales Ar*chloch. Selten habe ich einen Buchcharakter so sehr gehasst. Das soll zwar so sein, aber er ist ein Chauvi vor dem Herrn, schlägt Frau und Kind, ist geistig deutlich vor der Eisenzeit hängengeblieben und drückt der ganzen Gruppe seinen Stempel auf. Das Ganze mündet in der Nachstellung eines bizarren Rituals und hätte zwischenzeitlich auch eine Trigger-Warnung verdient. Sorry, eigentlich beschreibe ich ja erst den Inhalt, aber da war jetzt schon ganz schön viel Meinung dabei. Noch mehr davon: Das Buch ist gut, die Handlung spannend aufgrund der subtilen Aggressivität, die schnell deutlich wird. Silvie ist ein reflektiertes und doch klassisches Opfer von Häuslicher Gewalt. Das tritt zutage als sie selbst am Schluss noch ihren Vater verteidigt. Nicht gefallen hat mir vor allem das folgende Stilmittel: Wörtliche Rede ohne jede Kennzeichnung. Und auch Sprecherwechsel im Fließtext. Das fand ich unnötig kompliziert. Und die anderen Männer wirken neben Silvies Dad auffallend hohl und dienen nur als bessere Mitläufer. Da hätte ich mir mehr Widerstand gewünscht. Alles in allem ein gutes, knackiges und mitunter heftiges Buch, das eine Lektüre wert ist!

Heftig, spannend, Abzüge beim Stil

Bewertung aus Mainz am 22.05.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Silvie und ihre Eltern nehmen an einer studentischen Exkursion im Norden Englands teil. Silvies Vater ist fanatischer Anhänger frühbritischer Zivilisationen. Im echten Leben ist er Busfahrer und kann nun im Sommerurlaub mal so richtig sein eisenzeitliches Gemüt ausleben. Denn das ist die Aufgabe der Exkursion: Zu leben wie in der Steinzeit, inkl. Jagen, Kleidung, etc. Klingt eigentlich ganz cool, wäre da nicht Silvies Dad. Der ist nämlich ein sadistisches, brutales Ar*chloch. Selten habe ich einen Buchcharakter so sehr gehasst. Das soll zwar so sein, aber er ist ein Chauvi vor dem Herrn, schlägt Frau und Kind, ist geistig deutlich vor der Eisenzeit hängengeblieben und drückt der ganzen Gruppe seinen Stempel auf. Das Ganze mündet in der Nachstellung eines bizarren Rituals und hätte zwischenzeitlich auch eine Trigger-Warnung verdient. Sorry, eigentlich beschreibe ich ja erst den Inhalt, aber da war jetzt schon ganz schön viel Meinung dabei. Noch mehr davon: Das Buch ist gut, die Handlung spannend aufgrund der subtilen Aggressivität, die schnell deutlich wird. Silvie ist ein reflektiertes und doch klassisches Opfer von Häuslicher Gewalt. Das tritt zutage als sie selbst am Schluss noch ihren Vater verteidigt. Nicht gefallen hat mir vor allem das folgende Stilmittel: Wörtliche Rede ohne jede Kennzeichnung. Und auch Sprecherwechsel im Fließtext. Das fand ich unnötig kompliziert. Und die anderen Männer wirken neben Silvies Dad auffallend hohl und dienen nur als bessere Mitläufer. Da hätte ich mir mehr Widerstand gewünscht. Alles in allem ein gutes, knackiges und mitunter heftiges Buch, das eine Lektüre wert ist!

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