Das Ensemble

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Beschreibung


Freundschaft, Ehrgeiz, Hingabe – die Musik als große Metapher für unser Leben

Droht das Leben, sie auseinanderzutreiben, hält die Musik sie zusammen. Denn sobald Jana, Brit, Henry und Daniel auf der Bühne stehen, zählt nur noch eins: Sie sind das Van-Ness-Quartett. Die vier Freunde bringen es vom Konservatorium bis in die Carnegie Hall, lieben und verlieren und finden sich, überwinden Missgunst und Streit und liegen nachts doch wieder wach, weil das nächste Konzert, der nächste Wettbewerb über ihr Leben entscheidet. Aber bald schon muss Henry, Bratschist und Wunderkind wider Willen, sich entscheiden: Soll er dem Drängen eines Gönners nachgeben und Solist werden?

Einfühlsam und melodisch erzählt, vermittelt »Das Ensemble« seinen Lesern das Gefühl, ganz von Musik umgeben zu sein. Ein fulminantes Debüt und eine Autorin, die es zu entdecken gilt!

»Ein einfühlsames Porträt vier junger Musiker: manchmal im Zwist miteinander, manchmal in Harmonie, aber immer untrennbar verbunden auf ihrem gemeinsamen Weg.« Celeste Ng

»Ein wunderbares, einfühlsames Debüt: Es feiert die Musik und ist zugleich eine Ode an die Freundschaft.« Flow 20200501

Aja Gabel strebte eine Karriere als Cellistin an, bevor sie in Literatur und Kreativem Schreiben an der University of Houston promovierte. Für ihre literarischen Texte, die u.a. in der New England Review, Glimmer Train und BOMB erscheinen, erhielt sie zahlreiche Preise, darunter den Inprint Prize und eine Auszeichnung der Sewanee Writers' Conference. Gabel lebt in Los Angeles.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.02.2020

Verlag

Piper

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,8 cm

Gewicht

502 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.02.2020

Verlag

Piper

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,8 cm

Gewicht

502 g

Auflage

1

Originaltitel

The Ensemble

Übersetzer

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-05854-4

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Das Ensemble: Eine Freundschaft fürs Leben

Bewertung aus Baden-Württemberg am 04.03.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Roman beschreibt und handelt von einer Freundschaft, die sich durch ihre Liebe zur Kammermusik ergeben hat. Jana, Henry, Daniel und Brit haben ihr Studium beendet und sich als Kammermusik-Quartett zusammen geschlossen. Die vier Persönlichkeiten haben eine völlig unterschiedliche Herkunft. Während Henry liebevoll in seinen Interessen unterstützt und gefördert wurde, musste Daniel seinen musikalischen Weg ohne familiäre Schubkraft und finanzielle Mittel durchsetzen, was ungleich mehr Kraft und Durchsetzungsstärke erfordert. Brit hat gar keine Familie mehr, ihre Eltern starben kurz hintereinander. Das geerbte Haus ermöglichte ihr aber, die Ausbildung ohne finanzielle Sorgen abzuschließen. Jana ist froh, wenn sie ihre Eltern nicht sieht, das Verhältnis ist gespannt: „Meine Mutter hat mich nie spielen sehen. (…) Sie mag klassische Musik nicht wirklich. Überhaupt mag sie eigentlich nur sich. Und Wodka. Meinen Vater kenne ich nicht. Und irgendwie ist das auch gut so. Ich musste im Publikum nie jemanden beeindrucken, nur Fremde. Und mich.“ Jana ist geradlinig und ehrgeizig, ihrer Führung vertraut sich das Ensemble an. Auch die Talente sind nicht gleich verteilt. Insbesondere Bratschist Henry gilt als Ausnahmetalent, er wird schon früh umworben, um die Gruppe zu verlassen und eine Solokarriere zu starten. Diese Möglichkeit schwelt im Raum, lässt Neid aufkeimen, der das musikalische Klima mitvergiftet. Zu Beginn des Romans stehen die Vier unmittelbar vor dem Esterhazy, einem weltweit angesehen klassischen Musikwettbewerb, der ihnen den Durchbruch bescheren soll. Allerdings spielen die vier jungen Leute noch nicht sehr lange miteinander und der gemeinsame Erfolg hängt zentral von der zwischenmenschlichen Harmonie ab. „Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber in mir sind viele Tonlagen. Es geht darum, aus der Polyphonie zur Harmonie zu finden. Menschen sind wie Musik. Wir verstehen das nur nicht genug.“, sagt Daniel zu Brit. Diese beiden sind im Grunde über all die Jahre miteinander verbunden, es ist auch ihre Beziehung zueinander, die sehr sensibel über die Höhen und Tiefen des Lebens geschildert wird. Der Roman besteht aus vier Teilen. Jedem Teil stehen die Musikstücke voran, an denen das Quartett in diesem Abschnitt übt, die aufgeführt werden oder sonst eine Rolle spielen. Wunderbar ist, dass es sogar auf YouTube eine Zusammenstellung aller Stücke dieses Romans gibt, so dass man beim Lesen wunderbar mithören kann. Jeder dieser Teile deckt einen bestimmten Zeitraum ab (Teil 1: San Francisco ab Mai 1994/Teil 2: New York ab August 1998/Teil 3: L.A. ab März 2003/Teil 4: The Redwoods ab September 2007). In jedem Teil gibt es Abschnitte, die mit einem der Musiker betitelt ist und der im Zentrum steht. Dadurch erfährt man als Leser sowohl, was den einzelnen beschäftigt, als auch, welchen Herausforderungen sich das Ensemble zu stellen hat. Die Perspektiven wechseln. Jeder hat ein Geflecht aus Beziehungen, jeder hat seine Individualität. Im Außenverhältnis wird sich verliebt, da gibt es Liebeskummer, Geldsorgen, aber auch Glück und erfüllende Momente. Es gibt gesundheitliche Probleme, die das große Ganze in Gefahr bringen können. Später werden Familien gegründet, die sich auch mit der Passion der Kammermusik arrangieren müssen. Doch auch im Innenverhältnis gibt es Konflikte, unterschiedliche Ansichten und Prioritäten. „Das Ensemble“ ist ein leicht zu lesender Roman, der aber an keiner Stelle in die Trivialität abgleitet. Menschen mit Bezug zur klassischen Musik werden vermutlich mehr Freude daran haben, jedoch ist er auch für alle anderen als Freundschaftsroman zu lesen. Die musikalischen Sequenzen sind weder ausufernd noch zu fachspezifisch formuliert. Es geht mehr um das musikalische Gefühl, um die Einheit als Gruppe, denn um überbordende Fachtermini, die nur für Spezialisten zu verstehen sind. Im Roman geht es eben um Musik und um Freundschaft. Aja Gabel hat einen sehr ansprechenden Sprachstil, man spürt, dass sie selbst einen engen Bezug zur Kammermusik hat. Ich habe diesen Roman wirklich gern gelesen und empfehle ihn weiter. Ich bin sicher, dass er einem breiten Publikum gefallen wird.

Das Ensemble: Eine Freundschaft fürs Leben

Bewertung aus Baden-Württemberg am 04.03.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Roman beschreibt und handelt von einer Freundschaft, die sich durch ihre Liebe zur Kammermusik ergeben hat. Jana, Henry, Daniel und Brit haben ihr Studium beendet und sich als Kammermusik-Quartett zusammen geschlossen. Die vier Persönlichkeiten haben eine völlig unterschiedliche Herkunft. Während Henry liebevoll in seinen Interessen unterstützt und gefördert wurde, musste Daniel seinen musikalischen Weg ohne familiäre Schubkraft und finanzielle Mittel durchsetzen, was ungleich mehr Kraft und Durchsetzungsstärke erfordert. Brit hat gar keine Familie mehr, ihre Eltern starben kurz hintereinander. Das geerbte Haus ermöglichte ihr aber, die Ausbildung ohne finanzielle Sorgen abzuschließen. Jana ist froh, wenn sie ihre Eltern nicht sieht, das Verhältnis ist gespannt: „Meine Mutter hat mich nie spielen sehen. (…) Sie mag klassische Musik nicht wirklich. Überhaupt mag sie eigentlich nur sich. Und Wodka. Meinen Vater kenne ich nicht. Und irgendwie ist das auch gut so. Ich musste im Publikum nie jemanden beeindrucken, nur Fremde. Und mich.“ Jana ist geradlinig und ehrgeizig, ihrer Führung vertraut sich das Ensemble an. Auch die Talente sind nicht gleich verteilt. Insbesondere Bratschist Henry gilt als Ausnahmetalent, er wird schon früh umworben, um die Gruppe zu verlassen und eine Solokarriere zu starten. Diese Möglichkeit schwelt im Raum, lässt Neid aufkeimen, der das musikalische Klima mitvergiftet. Zu Beginn des Romans stehen die Vier unmittelbar vor dem Esterhazy, einem weltweit angesehen klassischen Musikwettbewerb, der ihnen den Durchbruch bescheren soll. Allerdings spielen die vier jungen Leute noch nicht sehr lange miteinander und der gemeinsame Erfolg hängt zentral von der zwischenmenschlichen Harmonie ab. „Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber in mir sind viele Tonlagen. Es geht darum, aus der Polyphonie zur Harmonie zu finden. Menschen sind wie Musik. Wir verstehen das nur nicht genug.“, sagt Daniel zu Brit. Diese beiden sind im Grunde über all die Jahre miteinander verbunden, es ist auch ihre Beziehung zueinander, die sehr sensibel über die Höhen und Tiefen des Lebens geschildert wird. Der Roman besteht aus vier Teilen. Jedem Teil stehen die Musikstücke voran, an denen das Quartett in diesem Abschnitt übt, die aufgeführt werden oder sonst eine Rolle spielen. Wunderbar ist, dass es sogar auf YouTube eine Zusammenstellung aller Stücke dieses Romans gibt, so dass man beim Lesen wunderbar mithören kann. Jeder dieser Teile deckt einen bestimmten Zeitraum ab (Teil 1: San Francisco ab Mai 1994/Teil 2: New York ab August 1998/Teil 3: L.A. ab März 2003/Teil 4: The Redwoods ab September 2007). In jedem Teil gibt es Abschnitte, die mit einem der Musiker betitelt ist und der im Zentrum steht. Dadurch erfährt man als Leser sowohl, was den einzelnen beschäftigt, als auch, welchen Herausforderungen sich das Ensemble zu stellen hat. Die Perspektiven wechseln. Jeder hat ein Geflecht aus Beziehungen, jeder hat seine Individualität. Im Außenverhältnis wird sich verliebt, da gibt es Liebeskummer, Geldsorgen, aber auch Glück und erfüllende Momente. Es gibt gesundheitliche Probleme, die das große Ganze in Gefahr bringen können. Später werden Familien gegründet, die sich auch mit der Passion der Kammermusik arrangieren müssen. Doch auch im Innenverhältnis gibt es Konflikte, unterschiedliche Ansichten und Prioritäten. „Das Ensemble“ ist ein leicht zu lesender Roman, der aber an keiner Stelle in die Trivialität abgleitet. Menschen mit Bezug zur klassischen Musik werden vermutlich mehr Freude daran haben, jedoch ist er auch für alle anderen als Freundschaftsroman zu lesen. Die musikalischen Sequenzen sind weder ausufernd noch zu fachspezifisch formuliert. Es geht mehr um das musikalische Gefühl, um die Einheit als Gruppe, denn um überbordende Fachtermini, die nur für Spezialisten zu verstehen sind. Im Roman geht es eben um Musik und um Freundschaft. Aja Gabel hat einen sehr ansprechenden Sprachstil, man spürt, dass sie selbst einen engen Bezug zur Kammermusik hat. Ich habe diesen Roman wirklich gern gelesen und empfehle ihn weiter. Ich bin sicher, dass er einem breiten Publikum gefallen wird.

Seele der Musik

Hortensia13 am 22.05.2020

Bewertet: eBook (ePUB)

Für Jana, Brit, Henry und Daniel ist die Musik der Mittelpunkt ihrer Leben. Als Van-Ness-Quartett suchen sie nach Erfolg und der Verschmelzung zu einer Einheit auf der Bühne. Doch abseits des Scheinwerfers geschieht das Leben. Unsicherheiten, Neid, Liebe gilt es zu überwinden und daraus zu wachsen. Finden die vier einen Weg, den sie gemeinsam verwoben beschreiten können? Ganz nach dem Psychologen Kurt Lewin, dass eine Gruppe mehr ist als nur die Summe ihrer Mitglieder? Ich freute mich sehr auf dieses Buch und damit literarisch Musik zu tanken. Schnell merkt man aber, dass Menschen ohne musikalische Kenntnisse diese Geschichte nicht zu empfehlen ist. Man sollte schon ein bisschen "Insider" und der Welt der Musik nahe sein, um zum Beispiel zu wissen, was ein Adagio oder Sforzato ist. So kann man das Musizieren mitfühlen, was hier toll beschrieben ist. Generell muss ich sagen, dass der Scheibstil eine gewisse Schwere mitbringt. Besonders gegen Ende wurde es mir zu philosophierend über das Leben. Aber die Entwicklung der vier Hauptprotagonisten über die Jahre ist interessant. Mein Fazit: Für Musik nahe Menschen kann das Buch so inspirierend sein, dass man wieder selbst zum Instrument greifen oder man mit Vernügen sich gedanklich und akkustisch Musikstücken hergeben will. Das Philosophieren abseits des Musikalisches erscheint stückweise zu schwer. Daher gibt es von mir 4 Sterne.

Seele der Musik

Hortensia13 am 22.05.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Für Jana, Brit, Henry und Daniel ist die Musik der Mittelpunkt ihrer Leben. Als Van-Ness-Quartett suchen sie nach Erfolg und der Verschmelzung zu einer Einheit auf der Bühne. Doch abseits des Scheinwerfers geschieht das Leben. Unsicherheiten, Neid, Liebe gilt es zu überwinden und daraus zu wachsen. Finden die vier einen Weg, den sie gemeinsam verwoben beschreiten können? Ganz nach dem Psychologen Kurt Lewin, dass eine Gruppe mehr ist als nur die Summe ihrer Mitglieder? Ich freute mich sehr auf dieses Buch und damit literarisch Musik zu tanken. Schnell merkt man aber, dass Menschen ohne musikalische Kenntnisse diese Geschichte nicht zu empfehlen ist. Man sollte schon ein bisschen "Insider" und der Welt der Musik nahe sein, um zum Beispiel zu wissen, was ein Adagio oder Sforzato ist. So kann man das Musizieren mitfühlen, was hier toll beschrieben ist. Generell muss ich sagen, dass der Scheibstil eine gewisse Schwere mitbringt. Besonders gegen Ende wurde es mir zu philosophierend über das Leben. Aber die Entwicklung der vier Hauptprotagonisten über die Jahre ist interessant. Mein Fazit: Für Musik nahe Menschen kann das Buch so inspirierend sein, dass man wieder selbst zum Instrument greifen oder man mit Vernügen sich gedanklich und akkustisch Musikstücken hergeben will. Das Philosophieren abseits des Musikalisches erscheint stückweise zu schwer. Daher gibt es von mir 4 Sterne.

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