Aspekte der österreichischen Migrationsgeschichte

Aspekte der österreichischen Migrationsgeschichte

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

41293

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.03.2019

Herausgeber

Wiener Bildungsakademie + weitere

Verlag

Edition Atelier

Beschreibung

Rezension

»Senol Grasl-Akkilic über Chancen und Konflikte« – Interview mit Madeleine Amberger, Ö1 Kontext

Details

Verkaufsrang

41293

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.03.2019

Herausgeber

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

23,1/15,1/3,5 cm

Gewicht

788 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-015-8

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Einführung: Aspekte der österreichischen Migrationsgeschichte (von Senol Grasl-Akkilic)

"Die Frage, wie ein Land mit seiner Geschichte oder mit einzelnen Phasen und Ereignissen seiner Geschichte umgeht, sagt sehr viel über die Befindlichkeit dieses Landes aus." (Fischer 2018: 7)
Europa steht seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach 74 Jahren wieder vor einer großen Gefahr, die von wachsendem Nationalismus ausgeht. Er gefährdet sämtliche Errungenschaften der Nachkriegszeit, die durch den Aufbau des Friedensprojekts EU nach intensiven Verhandlungen erzielt worden sind. Er bedient Ressentiments und setzt sowohl auf einen kulturellen und verstärkt wieder auf den biologischen Rassismus. Viele rechtsextreme Parteien, die eine nationalistische Politik verfolgen, verschleiern soziale Konflikte, indem sie Flucht und Migration für viele Missstände verantwortlich machen. Anstatt sich mit den Ursachen und der historischen Entwicklung von Migration und Flucht auseinanderzusetzen, missbrauchen sie die Themen, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Dem entgegenzutreten, ist sehr wichtig und verlangt eine tiefgehende Analyse der historischen Entwicklungen von Migrationsbewegungen. Zudem sei darauf hingewiesen, dass es sich beim Phänomen Migration um eine sogenannte "anthropologische Konstante" handelt, d.h. seitdem es Menschen gibt, begeben sich diese auf die Suche nach besseren Lebensbedingungen.
Zu- und Abwanderung prägte immer schon die österreichische Geschichte. Österreich war und ist ökonomisch, politisch, sozial und kulturell durch Zu- und Abwanderung gekennzeichnet. Zuwander/innen haben sich durch ihr Schaffen in vielerlei Hinsicht in das gesellschaftliche Leben eingeschrieben. Kein Berufsfeld kommt heute ohne Migration aus, mehr noch: Migration schafft neue Berufsfelder. Das Thema Migration ist ein fixer Bestandteil gesellschaftlicher Debatten und wissenschaftlicher Auseinandersetzung geworden, die nach Verstetigung in eigenen Universitätslehrgängen, Forschungseinrichtungen etc. suchen. Flucht und Migration transformieren nicht nur die Gesellschaft, sondern auch Nationalstaaten und Staatengemeinschaften wie die Europäische Union. Als transnationales Phänomen erfordern Flucht- und Migrationsbewegungen immer mehr internationale Zusammenarbeit und Abkommen. Migration ist, wie Sabine Strasser und Julia Schranz in ihren Beiträgen erläutern, ein globales Phänomen, das den Nationalstaat herausfordert, neue transnationale Lebensräume und Verbindungen schafft und somit die Wissenschaft und Politik ständig vor neue Fragen stellt. Allein durch seine mediale Existenz prägt sich das Thema Migration in die Köpfe der Menschen ein und verursacht Veränderungen, die tiefgreifende Folgen für unser Zusammenleben haben.
Der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Thema Migration verlief in Österreich über weite Strecken hindurch nicht friktionsfrei. Er war stets gegenüber Minderheiten exkludierend und zugleich von der "deutschen Sprachgemeinschaft" dominiert. Die gesellschaftliche Hegemonie negierte und negiert die soziale und kulturelle Pluralität Österreichs in mehreren Bereichen des Lebens und anerkennt unzureichend den Beitrag der Migrant/innen, den sie für das Land geleistet haben. Die Geschichte der Zugewanderten auszublenden, bedeutet, sie nicht als Subjekte wahrzunehmen und erzeugt auf diese Weise neues Konfliktpotenzial.
In diesem Buch beschäftigen wir uns mit den Ursachen und Folgen der Migration nach Österreich und analysieren die Zusammenhänge und Parallelen zwischen der Migrations-, Flüchtlings- und Minderheitenpolitik des Landes von der Habsburgermonarchie bis in die Gegenwart. Darüber hinaus versuchen wir die Gründe für die Unterscheidung zwischen alten und neuen Österreicher/innen, zwischen anerkannten und nicht anerkannten Minderheiten, zwischen willkommenen und unwillkommenen Zugewanderten bzw. in oder außerhalb Österreichs Geborenen nachzugehen und hinterfragen die Machtverhältnisse, die sich daraus ergeben. Dabei richten wir den B
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