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Die Seele des Monte Pavione

Roman

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Beschreibung

In dem italienischen Bergdorf Nevada kann Augusto de Boer seine Familie vom Tabakanbau allein nicht ernähren. Daher versteckt er im Sommer ein paar Tabakblätter vor den Kontrolleuren und zieht im Spätherbst über die stark bewachte Grenze nach Österreich, um dort den hochwertigen Tabak zu tauschen und Lebensmittel zu beschaffen. Eines Tages - es ist das Jahr 1893 - entscheidet er sich, seine älteste Tochter, Jole, mitzunehmen. Sie besteht das Abenteuer an seiner Seite.

Drei Jahre später muss sie allein zum Schmuggeln aufbrechen, denn Augusto ist nach einem neuerlichen Aufbruch nach Österreich spurlos verschwunden, und die Familie droht zu verhungern. Auf ihrem Ritt über die Dolomiten muss Jole nicht nur mit bewaffneten Grenzwachen und durchtriebenen Schmugglern fertig werden, sondern auch sonderbare Gerüchte über ihren Vater vernehmen. Anfangs nimmt sie diese nicht ernst, doch die Saat der Zweifels scheint langsam aufzugehen ...

»ein beeindruckendes, nahezu perfekt geschriebenes Buch« WDR 4

Matteo Righetto wurde 1972 geboren und lebt in Padua. Er ist Dozent für Literatur. Sein Roman "Das Fell des Bären" (Originaltitel: "La pelle dell'orso") war ein internationaler Bestseller und wurde von Marco Segato verfilmt. Auch sein neuer Roman wurde in zahlreiche Länder verkauft.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2019

Verlag

Blessing

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/2,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2019

Verlag

Blessing

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/2,5 cm

Gewicht

359 g

Originaltitel

L'anima della frontiera

Übersetzer

Bruno Genzler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-616-0

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Überlebenskampf in den Dolomiten

Bewertung aus Leiblfing am 14.09.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Seele des Monte Pavione – Matteo Righetto Ich mag Romane, die in den italienischen Bergen spielen. Und so würde ich dieses Buch irgendwo zwischen Paolo Cognettis „Acht Berge“ und Mark T. Sullivans „Unter blutrotem Himmel“ einordnen. Beide oben genannten haben mich begeistert und eine 5-Sterne-Bewertung bekommen. Auch „Die Seele des Monte Pavione“ mochte ich sehr, auch wenn ich finde, dass es nicht ganz an die beiden anderen heranreicht. Aber zugegeben: die Messlatte hängt hoch… Am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Familie de Boer lebt in einem kleinen Bergdorf vom Tabakanbau. Doch trotz harter Arbeit aller Familienmitglieder reichen die Einnahmen kaum zum Überleben. Der Vater, Augusto sieht sich gezwungen, jedes Jahr im Herbst ein paar Kilo Tabakblätter, die er vor den Kontrolleuren zurückgehalten hat, unter Lebensgefahr über die Berge nach Österreich zu schmuggeln. Als seine älteste Tochter Jole alt genug ist, nimmt er sie mit auf die Tour, um ihr die Schmugglerpfade zu zeigen und sie in die Geheimnisse einzuweihen. Zwei Jahre später muss Jole die gefährliche Reise alleine antreten, denn ihr Vater ist von einer Schmugglertour nicht mehr zurückgekehrt. Die Naturbeschreibungen sind einzigartig. Auch die Not, Joles Angst und Unsicherheit kommen sehr gut rüber. Es ist ein Kampf ums Überleben, nicht nur die Reise an sich, auch oder gerade das Leben im kleinen Bergdorf, das von schwerer Arbeit und Entbehrungen geprägt ist. Es sind rechtschaffene Leute, die durch die Lebensumstände dazu gezwungen sind, gegen das Gesetz zu handeln und dabei auch noch ihr Leben zu riskieren. Der Leser lernt Schäfer, Köhler, Minenarbeiter,… kennen, die alle am sozialen Rand tagtäglich um ihr Fortkommen kämpfen. Wie bereits der Klappentext verrät, ein soziales Drama. Leider habe ich mir die Stelle nicht markiert, an der Augusto sinngemäß erklärt: Die von Menschen gemachten Grenzen sind nichts weiter als willkürlich gezogene Linien um andere Menschen auszubeuten. Die echten Grenzen hingegen trennen die Reichen von den Armen. Pflanzen und Tiere kennen keine Grenzen… Dennoch sprachlich war es mir manchmal ein kleines bisschen zu einfach, zu wenig elegant. Da wäre mehr drin gewesen. Die Handlung ist spannend und fesselnd. Gerade im letzten Drittel wurde es mir persönlich aber etwas zu sehr abenteuerlich und das Ende naja. Auf mich wirkte es etwas viel der glücklichen Zufälle, sehr gewollt. Ich hätte ein vielleicht offeneres Ende passender gefunden. Aber insgesamt mochte ich dieses Buch wirklich sehr und vergebe 4,5 Punkte, die ich wohlwollende aufrunde!

Überlebenskampf in den Dolomiten

Bewertung aus Leiblfing am 14.09.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Seele des Monte Pavione – Matteo Righetto Ich mag Romane, die in den italienischen Bergen spielen. Und so würde ich dieses Buch irgendwo zwischen Paolo Cognettis „Acht Berge“ und Mark T. Sullivans „Unter blutrotem Himmel“ einordnen. Beide oben genannten haben mich begeistert und eine 5-Sterne-Bewertung bekommen. Auch „Die Seele des Monte Pavione“ mochte ich sehr, auch wenn ich finde, dass es nicht ganz an die beiden anderen heranreicht. Aber zugegeben: die Messlatte hängt hoch… Am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Familie de Boer lebt in einem kleinen Bergdorf vom Tabakanbau. Doch trotz harter Arbeit aller Familienmitglieder reichen die Einnahmen kaum zum Überleben. Der Vater, Augusto sieht sich gezwungen, jedes Jahr im Herbst ein paar Kilo Tabakblätter, die er vor den Kontrolleuren zurückgehalten hat, unter Lebensgefahr über die Berge nach Österreich zu schmuggeln. Als seine älteste Tochter Jole alt genug ist, nimmt er sie mit auf die Tour, um ihr die Schmugglerpfade zu zeigen und sie in die Geheimnisse einzuweihen. Zwei Jahre später muss Jole die gefährliche Reise alleine antreten, denn ihr Vater ist von einer Schmugglertour nicht mehr zurückgekehrt. Die Naturbeschreibungen sind einzigartig. Auch die Not, Joles Angst und Unsicherheit kommen sehr gut rüber. Es ist ein Kampf ums Überleben, nicht nur die Reise an sich, auch oder gerade das Leben im kleinen Bergdorf, das von schwerer Arbeit und Entbehrungen geprägt ist. Es sind rechtschaffene Leute, die durch die Lebensumstände dazu gezwungen sind, gegen das Gesetz zu handeln und dabei auch noch ihr Leben zu riskieren. Der Leser lernt Schäfer, Köhler, Minenarbeiter,… kennen, die alle am sozialen Rand tagtäglich um ihr Fortkommen kämpfen. Wie bereits der Klappentext verrät, ein soziales Drama. Leider habe ich mir die Stelle nicht markiert, an der Augusto sinngemäß erklärt: Die von Menschen gemachten Grenzen sind nichts weiter als willkürlich gezogene Linien um andere Menschen auszubeuten. Die echten Grenzen hingegen trennen die Reichen von den Armen. Pflanzen und Tiere kennen keine Grenzen… Dennoch sprachlich war es mir manchmal ein kleines bisschen zu einfach, zu wenig elegant. Da wäre mehr drin gewesen. Die Handlung ist spannend und fesselnd. Gerade im letzten Drittel wurde es mir persönlich aber etwas zu sehr abenteuerlich und das Ende naja. Auf mich wirkte es etwas viel der glücklichen Zufälle, sehr gewollt. Ich hätte ein vielleicht offeneres Ende passender gefunden. Aber insgesamt mochte ich dieses Buch wirklich sehr und vergebe 4,5 Punkte, die ich wohlwollende aufrunde!

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5/5

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Sprachgewaltiges, starkes Buch. Jole ist eine starke junge Frau die über die Grenze Tabak schmuggelt, um zu überleben. Sehr bildlich beschrieben, als wäre man dabei. Grossartig!
5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sprachgewaltiges, starkes Buch. Jole ist eine starke junge Frau die über die Grenze Tabak schmuggelt, um zu überleben. Sehr bildlich beschrieben, als wäre man dabei. Grossartig!

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