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Mit der Faust in die Welt schlagen

Roman | Ein überzeugendes Porträt zweier Brüder ̶ Ein fulminantes und beeindruckendes Debüt

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Beschreibung


Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird

Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat. Die Perspektivlosigkeit wird für Philipp und Tobias immer bedrohlicher. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.

Lukas Rietzschels Roman ist eine Chronik des Zusammenbruchs. Eine hochaktuelle literarische  Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land.

"Sehr gut beobachtet und schön und poetisch und genau geschrieben" Volker Weidermann Der Spiegel 20180908

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. 2012 wurde sein erster Text im »ZEIT Magazin« veröffentlicht, seitdem folgten Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. 2017 war er Gewinner bei poet|bewegt. Für das Manuskript seines Romandebüts wurde er 2016 mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.09.2018

Verlag

Ullstein Buchverlage

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/3,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.09.2018

Verlag

Ullstein Buchverlage

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/3,2 cm

Gewicht

424 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-05066-4

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Trostlos und wehleidig, ein Sittenbild unserer Zeit

mrs rabes bookaccount am 14.10.2018

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Philipp und Tobias wachsen in einer kleinen sächsischen Gemeinde auf. Es ist nach der Wende, die Eltern können sich den Traum von einem eigenen Haus erfüllen. Der Vater ist Elektriker, die Mutter Krankenschwester. Für die Kinder ist wenig Zeit und liebevolle Zuneigung vorhanden. Die Brandnarben in Hoyerswerda, 9/11, der Selbstmord von Vaters Kollegen, dem man eine Stasivergangenheit nachsagt wird, die Kinder haben Fragen, die unbeantwortet bleiben. Es sind sehr einsame Kinder, die wenigen Freundschaften die sie bilden, sind unheilvoll. Schmierereien mit Hakenkreuzen sind nur der Anfang. Während einer der Brüder immer mehr in einer Lethargie versinkt, entwickelt sich der andere zum Wutbürger. Die Geschichte ist brandaktuell. Trostlosigkeit, Perspektivenlosigkeit, Angst vor dem und den Fremden, ungefilterte Wut: alles Schlagworte unserer Zeit. Der Autor fährt wie mit einer Kamera über die Menschen, beobachtet, beschreibt, interpretiert nicht, wertet nicht. Diese Emotionslosigkeit spiegelt auch das Fehlen positiver Gefühle im Leben der Menschen in dieser Geschichte wider. Mich frustrieren solche Geschichten immer, wen soll dieses Buch erreichen? Es kann niemanden „bekehren“. Menschen, die glauben, dass ihnen mehr zusteht als sie haben, die den „Flüchtling‘ für ihre Nöte verantwortlich machen, ihnen neidet, was sie als Unterstützung bekommen, werden sich durch die Schilderungen in diesem Buch doch noch eher bestätigt fühlen. „Ist doch so!“, wird es heißen. Wehleidigkeit ist keine Erfindung der Sachsen, des Ostens Deutschlands, es ist ein Trend in ganz Mittel- und Westeuropa. Dabei geht es den Brüdern Philipp und Tobias in der Geschichte gar nicht mal so übel, beide haben einen Lehrberuf, beide Jobs. Scheidung, finanzielle Nöte gibt und gab es immer schon in unserer Zeit. Nur ist es heute ist wieder salonfähig, für die eigene Unzulänglichkeit Sündenböcke zu nennen, und dabei von den rechten Parteien Unterstützung erfährt. Der Roman, der Autor bietet keine Antworten, keine Lösung, wie könnte er auch.

Trostlos und wehleidig, ein Sittenbild unserer Zeit

mrs rabes bookaccount am 14.10.2018
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Philipp und Tobias wachsen in einer kleinen sächsischen Gemeinde auf. Es ist nach der Wende, die Eltern können sich den Traum von einem eigenen Haus erfüllen. Der Vater ist Elektriker, die Mutter Krankenschwester. Für die Kinder ist wenig Zeit und liebevolle Zuneigung vorhanden. Die Brandnarben in Hoyerswerda, 9/11, der Selbstmord von Vaters Kollegen, dem man eine Stasivergangenheit nachsagt wird, die Kinder haben Fragen, die unbeantwortet bleiben. Es sind sehr einsame Kinder, die wenigen Freundschaften die sie bilden, sind unheilvoll. Schmierereien mit Hakenkreuzen sind nur der Anfang. Während einer der Brüder immer mehr in einer Lethargie versinkt, entwickelt sich der andere zum Wutbürger. Die Geschichte ist brandaktuell. Trostlosigkeit, Perspektivenlosigkeit, Angst vor dem und den Fremden, ungefilterte Wut: alles Schlagworte unserer Zeit. Der Autor fährt wie mit einer Kamera über die Menschen, beobachtet, beschreibt, interpretiert nicht, wertet nicht. Diese Emotionslosigkeit spiegelt auch das Fehlen positiver Gefühle im Leben der Menschen in dieser Geschichte wider. Mich frustrieren solche Geschichten immer, wen soll dieses Buch erreichen? Es kann niemanden „bekehren“. Menschen, die glauben, dass ihnen mehr zusteht als sie haben, die den „Flüchtling‘ für ihre Nöte verantwortlich machen, ihnen neidet, was sie als Unterstützung bekommen, werden sich durch die Schilderungen in diesem Buch doch noch eher bestätigt fühlen. „Ist doch so!“, wird es heißen. Wehleidigkeit ist keine Erfindung der Sachsen, des Ostens Deutschlands, es ist ein Trend in ganz Mittel- und Westeuropa. Dabei geht es den Brüdern Philipp und Tobias in der Geschichte gar nicht mal so übel, beide haben einen Lehrberuf, beide Jobs. Scheidung, finanzielle Nöte gibt und gab es immer schon in unserer Zeit. Nur ist es heute ist wieder salonfähig, für die eigene Unzulänglichkeit Sündenböcke zu nennen, und dabei von den rechten Parteien Unterstützung erfährt. Der Roman, der Autor bietet keine Antworten, keine Lösung, wie könnte er auch.

schwierige Lebensphasen... Erwachsen werden

Bewertung aus Ober-Grafendorf am 16.09.2018

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch behandelt ein immer wieder brisantes Thema - daher geht es auch immer wieder unter die Haut. Es handelt sich dabei eben nicht um ein Buch für Zwischendurch - sondern das Buch beansprucht den Leser so richtig voll umfänglich. Schreibstil ist äußerst gewandt und passend zu dem Buch - er lies sich schön lesen. Inhaltlich und auch vom Schreibstil her hat mir das Buch gefallen. Der Interessensbogen wurde auch das ganze Buch hindurch recht hoch gehalten. Womit ich mir schwer getan hatte war, dass ich mich nicht so ganz in die Brüder hineinversetzen konnte - da sprang der Funke einfach nicht so ganz über.

schwierige Lebensphasen... Erwachsen werden

Bewertung aus Ober-Grafendorf am 16.09.2018
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch behandelt ein immer wieder brisantes Thema - daher geht es auch immer wieder unter die Haut. Es handelt sich dabei eben nicht um ein Buch für Zwischendurch - sondern das Buch beansprucht den Leser so richtig voll umfänglich. Schreibstil ist äußerst gewandt und passend zu dem Buch - er lies sich schön lesen. Inhaltlich und auch vom Schreibstil her hat mir das Buch gefallen. Der Interessensbogen wurde auch das ganze Buch hindurch recht hoch gehalten. Womit ich mir schwer getan hatte war, dass ich mich nicht so ganz in die Brüder hineinversetzen konnte - da sprang der Funke einfach nicht so ganz über.

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Anja Gernandt

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4/5

Ein wichtiges Buch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lukas Rietzschel hat mit seinem Roman ein, wie ich finde, wirklich wichtiges Buch geschrieben, über das man reden muss. Die Brüder Philipp und Tobias wachsen in Neschwitz, im tiefsten Osten der Bundesrepublik auf. Ihre Kindheit und Jugend wird geprägt von Trost- und Perspektivlosigkeit. Die Eltern sind zu sehr mit ihrer Arbeit und sich selbst beschäftigt, und auch die Großeltern können die fehlende Zeit und Zuwendung nur wenig ausgleichen. So leben die beiden Jungs vor sich hin, werden älter, schließen sich den falschen Freunden an und triften ins rechtsradikale Milieu ab. Rietzschels Roman hat mir an sich gut gefallen, allerdings war mir sein Schreibstil zu holprig, so dass es mir schwer fiel in einen Lesefluss zu finden. Auch die Figuren wirkten etwas unterkühlt, weshalb eine Identifikation eher ausblieb. Dennoch kann man sich darüber nicht wirklich beschweren, da die Sprache als Stilmittel eben genau die beschriebene Tristesse widerspiegelt, wodurch eigentlich eine runde Geschichte entsteht. Deshalb gibt es nur aufgrund meines persönlichen Lesegeschmacks einen kleinen Abzug. Nichtsdestotrotz kann ich Rietzschels Roman sehr empfehlen, weil er ein wichtiges Thema aufgreift und auch toll umsetzt.
4/5

Ein wichtiges Buch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lukas Rietzschel hat mit seinem Roman ein, wie ich finde, wirklich wichtiges Buch geschrieben, über das man reden muss. Die Brüder Philipp und Tobias wachsen in Neschwitz, im tiefsten Osten der Bundesrepublik auf. Ihre Kindheit und Jugend wird geprägt von Trost- und Perspektivlosigkeit. Die Eltern sind zu sehr mit ihrer Arbeit und sich selbst beschäftigt, und auch die Großeltern können die fehlende Zeit und Zuwendung nur wenig ausgleichen. So leben die beiden Jungs vor sich hin, werden älter, schließen sich den falschen Freunden an und triften ins rechtsradikale Milieu ab. Rietzschels Roman hat mir an sich gut gefallen, allerdings war mir sein Schreibstil zu holprig, so dass es mir schwer fiel in einen Lesefluss zu finden. Auch die Figuren wirkten etwas unterkühlt, weshalb eine Identifikation eher ausblieb. Dennoch kann man sich darüber nicht wirklich beschweren, da die Sprache als Stilmittel eben genau die beschriebene Tristesse widerspiegelt, wodurch eigentlich eine runde Geschichte entsteht. Deshalb gibt es nur aufgrund meines persönlichen Lesegeschmacks einen kleinen Abzug. Nichtsdestotrotz kann ich Rietzschels Roman sehr empfehlen, weil er ein wichtiges Thema aufgreift und auch toll umsetzt.

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