Der Baron auf den Bäumen

Der Baron auf den Bäumen

Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2018

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

14,8/9,5/2,7 cm

Gewicht

237 g

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2018

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

14,8/9,5/2,7 cm

Gewicht

237 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Il barone rampante

Übersetzt von

Oswalt Nostitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52172-2

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Meisterwerk

Ronny S. am 14.11.2023

Bewertungsnummer: 2068450

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Königreich von Genua, Italien. Dem 12-jährigen Baron Cosimo Piovasco di Rondò wird bei einem Familienessen von seiner boshaften Schwester ein Teller mit Schnecken kredenzt, die eigentlich für einen Streich mit seinem jüngeren Bruder vorgesehen waren. Trotzig sowie eigensinnig flieht Cosimo nun und klettert in die Zweige einer Steineiche. „Cosimo Piovasco di Rondò – Er lebte auf den Bäumen – Er liebte stets die Erde – Er entschwand gen Himmel“ heißt es. Er beweist Sitzvermögen und trotzt alle Versuche ihn von der Steineiche zu bringen. Mit seinem ernsten Vorhaben, weit über das kindliche Verhalten hinaus, genießt er nun die neu gewonnene Freiheit - auch später als neu titulierter Barons di Rondò, nachdem sein Vater starb. Viola, das Nachbarsmädchen auf der anderen Seite der Grundstücksmauer, über die Cosimo nun weit oben auf der Steineiche drüber schauen kann, erweckt sein Interesse. Cosimo kämpft z. B. mit Obstdieben, unterhält sich genüsslich mit Bauern, beobachtet krumme Geschäfte und kleidet sich ganz der zeitgenössischen Mode. Interessant finde ich, dass er einem Räuber viele Bücher näher bringt. Der Räuber fordert diese bei deren Begenungen immer wieder ein und verlangt nach und nach immer anspruchsvollere Inhalte beim Verweilen in seinen Verstecken. Cosimo und der Räuber werden schlussendlich vom Lesefieber gepackt und es entsteht eine beachtliche Bibliothek in den Baumwipfeln. Bis zu seinem Tod bleibt er in den Baumwipfeln lebend und hat seit seiner kindlichen Flucht keinen Fuß mehr auf die Erde gesetzt - "Ich komme nicht mehr herunter. Und er hielt Wort.". Nachdem er schwächer und schwächer wurde, ergreift er das Seil einer Montgolfière und verliert sich im benachbarten Meer. Sein Körper wird nicht gefunden. Der fiktive Roman "Der Baron auf den Bäumen" ist eine für mich wundervolle Geschichte über Abenteuer, Liebe, Hass, Freiheit, kindlicher Trotz und Beharrlichkeit. Zur Beharrlichkeit: Eine Entscheidung zu treffen und mit deren Auswirkungen ein Leben ausgestalten zeugt mich für für Wahnsinn, aber auch unheimliche Stärke. Der Baron hat die freiheitliche Umsetzung bewiesen. Italo Calvino hat uns hier wunderbar aufgezeigt, wie einfach und vielfältig ein Leben auf einem Baum dargestellt werden kann - uns das zugleich system- und sozialkritisch, gerade auch der Bruch aus der konventionell geprägten Rolle und Erwartung. Aber auch, wie einfach eine Gesellschaft sein kann, die die eigene Welt verteidigt und auf die Welten der anderen mit Abstand, Neugier sowie Demut blickt. Da stellen sich die Fragen: Was ist Glück und wie erreiche ich mein persönliches Glück? Müsste ich vielleicht selbst einmal auf einen Baum klettern und eine neue Perspektive einnehmen und mich entkoppeln? Der Roman ist 1957 erschienen und bildet mit "Der geteilte Visconte" aus 1952 und "Der Ritter den es nicht gab" aus 1959 die Trilogie „Unsere Vorfahren“. Italo Calvino wurde 1923 in Santiago de las Vegas auf Kuba geboren und starb 1985 in Siena, Italien. Er war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller. Viele seiner Werke sind heute Volkskunst und Schullektüre.
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Meisterwerk

Ronny S. am 14.11.2023
Bewertungsnummer: 2068450
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Königreich von Genua, Italien. Dem 12-jährigen Baron Cosimo Piovasco di Rondò wird bei einem Familienessen von seiner boshaften Schwester ein Teller mit Schnecken kredenzt, die eigentlich für einen Streich mit seinem jüngeren Bruder vorgesehen waren. Trotzig sowie eigensinnig flieht Cosimo nun und klettert in die Zweige einer Steineiche. „Cosimo Piovasco di Rondò – Er lebte auf den Bäumen – Er liebte stets die Erde – Er entschwand gen Himmel“ heißt es. Er beweist Sitzvermögen und trotzt alle Versuche ihn von der Steineiche zu bringen. Mit seinem ernsten Vorhaben, weit über das kindliche Verhalten hinaus, genießt er nun die neu gewonnene Freiheit - auch später als neu titulierter Barons di Rondò, nachdem sein Vater starb. Viola, das Nachbarsmädchen auf der anderen Seite der Grundstücksmauer, über die Cosimo nun weit oben auf der Steineiche drüber schauen kann, erweckt sein Interesse. Cosimo kämpft z. B. mit Obstdieben, unterhält sich genüsslich mit Bauern, beobachtet krumme Geschäfte und kleidet sich ganz der zeitgenössischen Mode. Interessant finde ich, dass er einem Räuber viele Bücher näher bringt. Der Räuber fordert diese bei deren Begenungen immer wieder ein und verlangt nach und nach immer anspruchsvollere Inhalte beim Verweilen in seinen Verstecken. Cosimo und der Räuber werden schlussendlich vom Lesefieber gepackt und es entsteht eine beachtliche Bibliothek in den Baumwipfeln. Bis zu seinem Tod bleibt er in den Baumwipfeln lebend und hat seit seiner kindlichen Flucht keinen Fuß mehr auf die Erde gesetzt - "Ich komme nicht mehr herunter. Und er hielt Wort.". Nachdem er schwächer und schwächer wurde, ergreift er das Seil einer Montgolfière und verliert sich im benachbarten Meer. Sein Körper wird nicht gefunden. Der fiktive Roman "Der Baron auf den Bäumen" ist eine für mich wundervolle Geschichte über Abenteuer, Liebe, Hass, Freiheit, kindlicher Trotz und Beharrlichkeit. Zur Beharrlichkeit: Eine Entscheidung zu treffen und mit deren Auswirkungen ein Leben ausgestalten zeugt mich für für Wahnsinn, aber auch unheimliche Stärke. Der Baron hat die freiheitliche Umsetzung bewiesen. Italo Calvino hat uns hier wunderbar aufgezeigt, wie einfach und vielfältig ein Leben auf einem Baum dargestellt werden kann - uns das zugleich system- und sozialkritisch, gerade auch der Bruch aus der konventionell geprägten Rolle und Erwartung. Aber auch, wie einfach eine Gesellschaft sein kann, die die eigene Welt verteidigt und auf die Welten der anderen mit Abstand, Neugier sowie Demut blickt. Da stellen sich die Fragen: Was ist Glück und wie erreiche ich mein persönliches Glück? Müsste ich vielleicht selbst einmal auf einen Baum klettern und eine neue Perspektive einnehmen und mich entkoppeln? Der Roman ist 1957 erschienen und bildet mit "Der geteilte Visconte" aus 1952 und "Der Ritter den es nicht gab" aus 1959 die Trilogie „Unsere Vorfahren“. Italo Calvino wurde 1923 in Santiago de las Vegas auf Kuba geboren und starb 1985 in Siena, Italien. Er war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller. Viele seiner Werke sind heute Volkskunst und Schullektüre.

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Poesie!!!

Elisabeth aus Oberösterreich am 14.08.2013

Bewertungsnummer: 819264

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Juni 1767 soll der 12jährige Cosimo di Ronda zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern Schneckensuppe essen. Er verweigert dieses Mahl und verlässt den Tisch des Elternhauses, klettert auf eine Steineiche - und bleibt bis zu seinem Tode auf den Bäumen... Dieses Buch hat den Begriff "poetisch" verdient, er hat auch Jahrzehnte nach dem Erscheinen nichts von seiner Zauberkraft verloren: Erzählt aus der Perspektive des kleinen Bruders Biagio bietet sich eine schöne, zarte, oft märchenhafte Geschichte. Cosimo entgeht nichts: er lernt die Liebe kennen; Napoleon schaut vorbei und er kontaktiert Diderot. Nebenbei ist Cosimo politisch aktiv und hilft den "kleinen" Leuten. Ein Roman, der viel zu schön ist, um ihn nur einmal zu lesen!
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Elisabeth aus Oberösterreich am 14.08.2013
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Im Juni 1767 soll der 12jährige Cosimo di Ronda zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern Schneckensuppe essen. Er verweigert dieses Mahl und verlässt den Tisch des Elternhauses, klettert auf eine Steineiche - und bleibt bis zu seinem Tode auf den Bäumen... Dieses Buch hat den Begriff "poetisch" verdient, er hat auch Jahrzehnte nach dem Erscheinen nichts von seiner Zauberkraft verloren: Erzählt aus der Perspektive des kleinen Bruders Biagio bietet sich eine schöne, zarte, oft märchenhafte Geschichte. Cosimo entgeht nichts: er lernt die Liebe kennen; Napoleon schaut vorbei und er kontaktiert Diderot. Nebenbei ist Cosimo politisch aktiv und hilft den "kleinen" Leuten. Ein Roman, der viel zu schön ist, um ihn nur einmal zu lesen!

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von Italo Calvino

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Silvio Weitzl

Thalia Linz – Landstraße

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4/5

Die Macht der Entsagung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach einem moralischen Schlüsselerlebnis beschließt Baron Cosimo, im zarten Alter von 12 Jahren, auf den Bäumen zu leben und nicht auf den Boden zurückzukehren. Was scheinbar als Trotzhandlung beginnt, gipfelt in einem einzigartigen Einsiedlerleben. Aus dem Munde des Bruders nacherzählt, verdeutlicht diese wunderschöne Geschichte, was es bedeutet, für die eigene Individualität einzustehen. Calvino ist es ein Kinderspiel zu zeigen, dass den menschenscheuen Solitären oft weit mehr soziale Kompetenz inhärent ist, als Gesellige erwarten. Die Großartigkeit dieser einzigartigen Idee überstrahlt die einzelnen Episoden und Erlebnisse des Protagonisten.
4/5

Die Macht der Entsagung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach einem moralischen Schlüsselerlebnis beschließt Baron Cosimo, im zarten Alter von 12 Jahren, auf den Bäumen zu leben und nicht auf den Boden zurückzukehren. Was scheinbar als Trotzhandlung beginnt, gipfelt in einem einzigartigen Einsiedlerleben. Aus dem Munde des Bruders nacherzählt, verdeutlicht diese wunderschöne Geschichte, was es bedeutet, für die eigene Individualität einzustehen. Calvino ist es ein Kinderspiel zu zeigen, dass den menschenscheuen Solitären oft weit mehr soziale Kompetenz inhärent ist, als Gesellige erwarten. Die Großartigkeit dieser einzigartigen Idee überstrahlt die einzelnen Episoden und Erlebnisse des Protagonisten.

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