Produktbild: Stille Machtergreifung

Stille Machtergreifung Hofer, Strache und die Burschenschaften

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2017

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/2,9 cm

Gewicht

464 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01084-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2017

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/2,9 cm

Gewicht

464 g

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01084-9

Herstelleradresse

Kremayr & Scheriau
Rotenturmstr. 27/5
1010 Wien
AT
office@kremayr-scheriau.at

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Aktueller denn je ...

Gertie G. aus Wien am 29.09.2017

Bewertungsnummer: 1051565

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Hans-Henning Scharsach ist wegen seiner FPÖ-kritischen Sachbücher bekannt. In diesem Buch widmet er sich nicht einer einzelnen Person wie bei „Strache – im braunen Sumpf“ sondern den Mitgliedern einer Einrichtung, die im Laufe der Geschichte eine Wandlung durchlaufen hat - nämlich den „Burschenschaften“. Ein kleiner historischer Diskurs: Diese Studentenverbindungen sind ursprünglich in Deutschlands, Österreichs und Schweizer Universitäten entstanden und der Zusammenschluss der „Bursenbewohner“. Die „Burse“ von lat. „bursarius“ ist im Mittelater die Wohngemeinschaft der Studenten in einer Universitätsstadt. Daher wird der Begriff Burschenschaft im 18. und 19. Jh. häufig mit der „Studentenschaft“ gleichgesetzt. Sogar nach der Gründung der „Urburschenschaft“ 1815 nach dem Ende der Napoleonischen Kriege bzw. dem „Wartburgfest“ 1817 sind noch immer alle Studenten gemeint. Erst dem Bestreben die Deutschen Lande zu einem „Großdeutschland“ zu formieren, erfahren die Burschenschafter ihre politische Bedeutung. Diese „Deutschnationalen“ Ziele haben die meisten, im Gegensatz zu anderen Studentenverbindungen, bis heute nicht verloren. Doch zurück zu „Stille Machtergreifung“. Rund um den Parteiobmann der FPÖ Heinz-Christian Strache sammeln sich jede Menge Burschenschafter, meist aus Schlagenden Verbindungen. Die wenigen Parteifunktionäre, die einer solchen Vereinigung nicht angehören, weil sie etwa Frauen sind, werden stillschweigend entfernt. Die zwei, drei Frauen in der FPÖ oder deren Abspaltungen, die sichtbar sind, sind ebenfalls Mitglied einer Mädelschaft. Der Autor zeigt auf, wie eng verflochten die einzelnen Mitglieder mit dem rechten Gedankengut sind. Scharsach analysiert penibel die Methoden, mit denen die, oft mit der derzeitigen Regierung unzufriedenen, Bevölkerung eingelullt und manipuliert wird. Mit fremdenfeindlichen Parolen wird den Menschen in Österreich ein Szenario suggeriert, das so nicht existiert. Da wird auch munter jede Statistik gefälscht. Die meisten Menschen sind der Propaganda der Blauen hilflos ausgesetzt, da sie weder die Zeit noch den Willen haben, sich damit auseinander zu setzen. Selbst Gebildete gehen diesen Menschenfängern auf den Leim. Es heißt ja, wenn eine Falschmeldung oft genug wiederholt wird, kann man sie sogar (als In-Verkehr-Bringer) selbst glauben, aber wahrer wird sie dadurch nicht. Dies wird im Kapitel „Die Taktik des Populismus“ deutlich. Vor dem Szenario „Was droht unter einer FPÖ-Regierung“ erinnere ich an die schwarz-blaue Regierung (1999- 2003 und 2003-2007). Die Machenschaften zahlreicher Mitglieder dieser Regierung beschäftigen nach wie vor die Österreichischen Gerichte. Meine Meinung: An manchen Stellen schimmert die persönliche Meinung des Autors ein wenig zu stark in den Vordergrund durch. Hier wäre ein wenig mehr Sachlichkeit wünschenswert gewesen. Interessant und aufschlussreich ist die persönliche Geschichte über die Wahlentscheidung von Scharsachs Großmutter. Wer sich mit den Mechanismen der politischen Propaganda beschäftigen möchte, dem sei das Buch von Dr. Alexandra Bleyer „Propaganda als Machtinstrument. Fakten, Fakes und Strategien – eine Gebrauchsanleitung“ empfohlen. Fazit: „Stille Machtergreifung“ ist ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte.

Aktueller denn je ...

Gertie G. aus Wien am 29.09.2017
Bewertungsnummer: 1051565
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Hans-Henning Scharsach ist wegen seiner FPÖ-kritischen Sachbücher bekannt. In diesem Buch widmet er sich nicht einer einzelnen Person wie bei „Strache – im braunen Sumpf“ sondern den Mitgliedern einer Einrichtung, die im Laufe der Geschichte eine Wandlung durchlaufen hat - nämlich den „Burschenschaften“. Ein kleiner historischer Diskurs: Diese Studentenverbindungen sind ursprünglich in Deutschlands, Österreichs und Schweizer Universitäten entstanden und der Zusammenschluss der „Bursenbewohner“. Die „Burse“ von lat. „bursarius“ ist im Mittelater die Wohngemeinschaft der Studenten in einer Universitätsstadt. Daher wird der Begriff Burschenschaft im 18. und 19. Jh. häufig mit der „Studentenschaft“ gleichgesetzt. Sogar nach der Gründung der „Urburschenschaft“ 1815 nach dem Ende der Napoleonischen Kriege bzw. dem „Wartburgfest“ 1817 sind noch immer alle Studenten gemeint. Erst dem Bestreben die Deutschen Lande zu einem „Großdeutschland“ zu formieren, erfahren die Burschenschafter ihre politische Bedeutung. Diese „Deutschnationalen“ Ziele haben die meisten, im Gegensatz zu anderen Studentenverbindungen, bis heute nicht verloren. Doch zurück zu „Stille Machtergreifung“. Rund um den Parteiobmann der FPÖ Heinz-Christian Strache sammeln sich jede Menge Burschenschafter, meist aus Schlagenden Verbindungen. Die wenigen Parteifunktionäre, die einer solchen Vereinigung nicht angehören, weil sie etwa Frauen sind, werden stillschweigend entfernt. Die zwei, drei Frauen in der FPÖ oder deren Abspaltungen, die sichtbar sind, sind ebenfalls Mitglied einer Mädelschaft. Der Autor zeigt auf, wie eng verflochten die einzelnen Mitglieder mit dem rechten Gedankengut sind. Scharsach analysiert penibel die Methoden, mit denen die, oft mit der derzeitigen Regierung unzufriedenen, Bevölkerung eingelullt und manipuliert wird. Mit fremdenfeindlichen Parolen wird den Menschen in Österreich ein Szenario suggeriert, das so nicht existiert. Da wird auch munter jede Statistik gefälscht. Die meisten Menschen sind der Propaganda der Blauen hilflos ausgesetzt, da sie weder die Zeit noch den Willen haben, sich damit auseinander zu setzen. Selbst Gebildete gehen diesen Menschenfängern auf den Leim. Es heißt ja, wenn eine Falschmeldung oft genug wiederholt wird, kann man sie sogar (als In-Verkehr-Bringer) selbst glauben, aber wahrer wird sie dadurch nicht. Dies wird im Kapitel „Die Taktik des Populismus“ deutlich. Vor dem Szenario „Was droht unter einer FPÖ-Regierung“ erinnere ich an die schwarz-blaue Regierung (1999- 2003 und 2003-2007). Die Machenschaften zahlreicher Mitglieder dieser Regierung beschäftigen nach wie vor die Österreichischen Gerichte. Meine Meinung: An manchen Stellen schimmert die persönliche Meinung des Autors ein wenig zu stark in den Vordergrund durch. Hier wäre ein wenig mehr Sachlichkeit wünschenswert gewesen. Interessant und aufschlussreich ist die persönliche Geschichte über die Wahlentscheidung von Scharsachs Großmutter. Wer sich mit den Mechanismen der politischen Propaganda beschäftigen möchte, dem sei das Buch von Dr. Alexandra Bleyer „Propaganda als Machtinstrument. Fakten, Fakes und Strategien – eine Gebrauchsanleitung“ empfohlen. Fazit: „Stille Machtergreifung“ ist ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte.

Stille Machtergreifung

Sikal am 26.09.2017

Bewertungsnummer: 1050888

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie bereits in seinem Buch „Strache – im braunen Sumpf“, nimmt sich der Autor Hans-Henning Scharsach kein Blatt vor den Mund, wenn er über die Verbindungen zu rechtsextremistischen oder gar neonazistischen Gruppierungen mancher österreichischer Spitzenpolitiker berichtet. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen diesmal jedoch weniger eine Person als vielmehr die Gruppierungen (meist schlagende Burschenschaften) aus welchen sich viele führende FPÖ-Mitglieder entwickelt haben und noch entwickeln. Bei Hans-Henning Scharsach erhält man einen fundierten Einblick in die Statuten der Burschenschaften, in deren Gründungsgeschichten oder deren Ziele. Nicht verwundern darf es den Leser, wie tief verwurzelt die Burschenschaften im rechtsradikalen oder neonazistischen Milieu sind – auf denjenigen Leser, der Burschenschaften bisher vielleicht „nur“ mit dem Akademikerball in Verbindung brachte, wird manches Kapitel sogar schockierend wirken. In diesem Buch wird versucht, einen Einblick in die Wirkungsweise sowie die dahinterliegenden Traditionen rechter Verbindungen aufzuzeigen und deren Auswirkung auf unsere Demokratie, unser Rechtsystem oder auch die Meinungsbildung durch Medien darzulegen. So wird sehr stark die bereits im Nationalsozialismus bekannte Methode der Täter-Opfer-Umkehr dargestellt, die Angriffe auf objektiv berichtende Medien erläutert und über den unübersehbaren Zusammenhang zwischen Burschenschaften und Nationalsozialismus berichtet. Dass unweigerlich die Verbindungen der Burschenschaften zur FPÖ und deren Führungsmannschaft zur Sprache kommen, ist in diesem Buch nicht nur unerlässlich sondern sogar gewollt. Wie viele FPÖ-Politiker bereits politische Schlüsselpositionen bekleiden, ist nur ein kleiner Teil dieses Buches – wie viele Regierungsmitglieder diesen Bezug bestreiten schon ein größerer. In einem persönlichen Nachwort schreibt der Autor zur Frage, warum er immer „gegen“ die FPÖ und „gegen“ deren Wähler schreibe: „Schon gar nicht schreibe ich ´gegen FPÖ-Wähler´. Im Gegenteil: ich schreibe FÜR sie, weil ich erkannt habe, wie sehr sie durch zu ´Fake News´ verharmloste Lügen in die Irre geführt werden.“ Leider muss der Autor aber die Reichweite seiner Bücher selbst einschränken: „Menschen, die ihr Weltbild und dessen Rechtfertigung aus dubiosen Kanälen rechtsextremer bzw. rassistischer Foren beziehen, scheinen immun gegen Aufklärung, sogar gegen beweisbare und bewiesene Tatsachen.“ (Seite 118 Abs. 3) Deshalb kommt dem Aufruf des Autors auf seiner letzten Seite eine besondere Bedeutung. Alle jene, die dieses Buch gelesen haben, sollten dazu beitragen die Informationen in diesem Buch weiterzutragen. Nur so lässt sich Propaganda und deren (oftmals falschen) Inhalten entgegentreten. Zivilcourage zeigen, seine (politische) Meinung nicht vor der Propagandamaschine verstecken und diese auch vehement vertreten – dazu fordert der Autor auf, zwar nicht direkt, aber doch wenn er sagt: „Werbt für eure Zukunft, eure Welt“. Fazit: Schonungslos werden die Zusammenhänge von FPÖ-Politik und burschenschaftlichem Denken dargestellt. Wenngleich sich der Autor auch oftmals wiederholt, dann nur zum besseren Verständnis des Sachverhaltes – lesenswert für alle Bürger, die an die Demokratie glauben und für deren Werte einstehen.

Stille Machtergreifung

Sikal am 26.09.2017
Bewertungsnummer: 1050888
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie bereits in seinem Buch „Strache – im braunen Sumpf“, nimmt sich der Autor Hans-Henning Scharsach kein Blatt vor den Mund, wenn er über die Verbindungen zu rechtsextremistischen oder gar neonazistischen Gruppierungen mancher österreichischer Spitzenpolitiker berichtet. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen diesmal jedoch weniger eine Person als vielmehr die Gruppierungen (meist schlagende Burschenschaften) aus welchen sich viele führende FPÖ-Mitglieder entwickelt haben und noch entwickeln. Bei Hans-Henning Scharsach erhält man einen fundierten Einblick in die Statuten der Burschenschaften, in deren Gründungsgeschichten oder deren Ziele. Nicht verwundern darf es den Leser, wie tief verwurzelt die Burschenschaften im rechtsradikalen oder neonazistischen Milieu sind – auf denjenigen Leser, der Burschenschaften bisher vielleicht „nur“ mit dem Akademikerball in Verbindung brachte, wird manches Kapitel sogar schockierend wirken. In diesem Buch wird versucht, einen Einblick in die Wirkungsweise sowie die dahinterliegenden Traditionen rechter Verbindungen aufzuzeigen und deren Auswirkung auf unsere Demokratie, unser Rechtsystem oder auch die Meinungsbildung durch Medien darzulegen. So wird sehr stark die bereits im Nationalsozialismus bekannte Methode der Täter-Opfer-Umkehr dargestellt, die Angriffe auf objektiv berichtende Medien erläutert und über den unübersehbaren Zusammenhang zwischen Burschenschaften und Nationalsozialismus berichtet. Dass unweigerlich die Verbindungen der Burschenschaften zur FPÖ und deren Führungsmannschaft zur Sprache kommen, ist in diesem Buch nicht nur unerlässlich sondern sogar gewollt. Wie viele FPÖ-Politiker bereits politische Schlüsselpositionen bekleiden, ist nur ein kleiner Teil dieses Buches – wie viele Regierungsmitglieder diesen Bezug bestreiten schon ein größerer. In einem persönlichen Nachwort schreibt der Autor zur Frage, warum er immer „gegen“ die FPÖ und „gegen“ deren Wähler schreibe: „Schon gar nicht schreibe ich ´gegen FPÖ-Wähler´. Im Gegenteil: ich schreibe FÜR sie, weil ich erkannt habe, wie sehr sie durch zu ´Fake News´ verharmloste Lügen in die Irre geführt werden.“ Leider muss der Autor aber die Reichweite seiner Bücher selbst einschränken: „Menschen, die ihr Weltbild und dessen Rechtfertigung aus dubiosen Kanälen rechtsextremer bzw. rassistischer Foren beziehen, scheinen immun gegen Aufklärung, sogar gegen beweisbare und bewiesene Tatsachen.“ (Seite 118 Abs. 3) Deshalb kommt dem Aufruf des Autors auf seiner letzten Seite eine besondere Bedeutung. Alle jene, die dieses Buch gelesen haben, sollten dazu beitragen die Informationen in diesem Buch weiterzutragen. Nur so lässt sich Propaganda und deren (oftmals falschen) Inhalten entgegentreten. Zivilcourage zeigen, seine (politische) Meinung nicht vor der Propagandamaschine verstecken und diese auch vehement vertreten – dazu fordert der Autor auf, zwar nicht direkt, aber doch wenn er sagt: „Werbt für eure Zukunft, eure Welt“. Fazit: Schonungslos werden die Zusammenhänge von FPÖ-Politik und burschenschaftlichem Denken dargestellt. Wenngleich sich der Autor auch oftmals wiederholt, dann nur zum besseren Verständnis des Sachverhaltes – lesenswert für alle Bürger, die an die Demokratie glauben und für deren Werte einstehen.

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von Hans-Henning Scharsach

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