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Die Kostbarkeiten von Poynton Roman. Übersetzt von Nikolaus Stingl, mit einem Nachwort von Alexander Cammann

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.06.2017

Verlag

Manesse

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3 cm

Gewicht

490 g

Originaltitel

The Spoils of Poynton

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2352-9

Beschreibung

Rezension

»Ein hinreißendes Buch über den Fluch des guten Geschmacks. Ihren Landsitz hat Adela Gereth zu einem Schatzkästchen gemacht. Jetzt droht ihr Werk am Unverstand ihrer Familienmitglieder zu zerschellen. Henry James schreibt wie stets mit psychologischem Feingefühl über die hohe Kunst der Intrige.« ("SWR Bestenliste, September 2017: Platz 1, Oktober 2017: Platz 2")
»Vorbildlich kümmert sich der Manesse-Verlag um das Werk von Henry James. … Nikolaus Stingl hat den filigranen psychologischen Roman, der 1897 erstmals in Buchform erschien, in ein klares, schmiegsames Deutsch gebracht.« ("NZZ am Sonntag (CH), Manfred Papst")
»Die Erziehung des Herzens und der Seele, mit Henry James lässt man sich diese stets aufs Neue gefallen.« ("Der Tagesspiegel, Gerrit Bartels")
»Ein herrlicher Roman, übersetzt von Nikolaus Stingl, in besonders schön gestalteter Ausgabe.« ("Chemnitzer Morgenpost")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.06.2017

Verlag

Manesse

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3 cm

Gewicht

490 g

Originaltitel

The Spoils of Poynton

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2352-9

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Kostbarkeiten

Giselle74 am 13.12.2017

Bewertungsnummer: 1068436

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manesse. Der Name dieses Verlags zaubert fast jedem Buchliebhaber sogleich ein Lächeln ins Gesicht. Manesse, das ist ein Versprechen auf liebevoll und sorgsam aufgemachte Bücher, ein Versprechen auf hochwertige Übersetzungen. So auch in diesem Falle: in elegantem Grau gebunden, mit farblich passendem Lesebändchen und einem Umschlag mit dem Bild einer Lady vor einem edlen Landsitz, kommt das Buch selbst als kleine Kostbarkeit daher. Und die Übersetzung durch den preisgekrönten Nikolaus Stingl hat zur Folge, dass der Inhalt nicht weniger elegant ins Deutsche übertragen wurde. Bei des Autors Vorliebe für verschachtelte Endlossätze mit Sicherheit kein Spaziergang. "Die Kostbarkeiten von Poynton", erstmals erschienen 1897, zählt zum Spätwerk Henry James'. Der Autor, im angelsächsischen Raum ähnlich bekannt wie hierzulande GoetheSchillerLessing, gilt als einer der besten Schriftsteller seiner Zeit, besonders gerühmt für seine präzisen Charakterzeichnungen. In diesem Roman nun treffen wir auf Adela Gereth, die zusammen mit ihrem verstorbenen Gatten aus ihrem Landsitz Poynton Park ein erlesenes Kunstwerk gemacht hat. Haus und Garten sind gefüllt mit unzähligen Kostbarkeiten, ein ganzes Eheleben lang liebevoll und mühsam gesammelt. Nach viktorianischer Gesetzgebung gehört das Alles nun ihrem Sohn Owen. Der wiederum möchte eine junge Dame heiraten, der es an jeglichem Kunstverständnis mangelt und zusätzlich seine Mutter in einen im Vergleich spartanischen Witwensitz ausquartieren. Das nimmt Mrs Gereth natürlich, trotz rechtlich fehlender Grundlage, nicht so hin. Sie hat mit der armen, aber dennoch gebildeten Fleda Vetch eine passendere Schwiegertochter gefunden, die sie ihrem Sohn schmackhaft machen möchte. Dabei hat sie aber nicht mit der inneren Moral und Schüchternheit ihres Schützlings gerechnet, die selbst den Leser bisweilen zu hochgezogenen Augenbrauen und genervtem Seufzen bringt. Man wünscht Miss Vetch doch einen etwas zupackenderen Charakter, der die für alle Beteiligten beste Lösung hervorbringen könnte. Den jedoch konnte James ihr nicht geben, wäre das Buch doch dann mit einer gefälligen Liebesgeschichte schnell beendet gewesen. So darf man dem Autor also dabei zusehen, wie er seine Charaktere meisterhaft in moralische und sonstige Verstrickungen stürzt, dabei Wendungen findet, die den Leser überraschen und aus dem vermeintlichen Konzept bringen, und so das viktorianische Zeitalter mit all seinen Ungerechtigkeiten, besonders die Stellung der Frau betreffend, zum Leben erweckt. Immer höchst elegant formuliert wohlgemerkt. Es sind tatsächlich die Frauen, denen das Hauptaugenmerk gilt: Fleda, die gezwungen ist, sich bei Bekannten einzuquartieren, da ihr Vater sie ungern bei sich wohnen haben möchte und die im Grunde nur eine Heirat erlösen könnte; Mrs Gereth, die durch den Tod ihres Gatten alle Rechte am gemeinsam Erschaffenen verliert und vom guten Willen ihres Sohnes abhängig ist; aber auch Mona Brigstock, die ungewollte Verlobte, die froh sein kann, einen so wohlhabenden Verehrer gefunden zu haben und diesen natürlich auch nicht "von der Angel" lassen möchte. Eher schattenhaft gleiten die männlichen Charaktere durch das Buch, immer vom Vorrang des männlichen Geschlechts überzeugt, auf ihre Rechte pochend, weil sie sie ja nun einmal haben und die armen Frauen ja gar nicht wissen, was gut für sie ist. Und doch sind es meistens die Frauen, die die Fäden in der Hand haben, ständig bemüht es die Herren nicht merken zu lassen. Erstaunlich konzipiert für einen männlichen Schriftsteller dieses Zeitalters. Und ein Punkt, der Henry James so lesenswert macht: die scheinbare Fortschrittlichkeit seiner Ansichten. Dazu kommt die wunderbar durchkomponierte Sprache und der genaue Blick auf seine Charaktere, auf ihre Gedanken, die Gründe ihres Handelns. Es ist wirlich großartig, die Möglichkeit zu haben, diesen hervorragenden Schriftsteller neu zu entdecken. Dem Verlag und dem Übersetzer dafür einen herzlichen Dank. Für den interessierten Leser: bei Manesse finden sich übrigens noch weitere Werke Henry James' in ähnlicher Aufmachung.

Kostbarkeiten

Giselle74 am 13.12.2017
Bewertungsnummer: 1068436
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manesse. Der Name dieses Verlags zaubert fast jedem Buchliebhaber sogleich ein Lächeln ins Gesicht. Manesse, das ist ein Versprechen auf liebevoll und sorgsam aufgemachte Bücher, ein Versprechen auf hochwertige Übersetzungen. So auch in diesem Falle: in elegantem Grau gebunden, mit farblich passendem Lesebändchen und einem Umschlag mit dem Bild einer Lady vor einem edlen Landsitz, kommt das Buch selbst als kleine Kostbarkeit daher. Und die Übersetzung durch den preisgekrönten Nikolaus Stingl hat zur Folge, dass der Inhalt nicht weniger elegant ins Deutsche übertragen wurde. Bei des Autors Vorliebe für verschachtelte Endlossätze mit Sicherheit kein Spaziergang. "Die Kostbarkeiten von Poynton", erstmals erschienen 1897, zählt zum Spätwerk Henry James'. Der Autor, im angelsächsischen Raum ähnlich bekannt wie hierzulande GoetheSchillerLessing, gilt als einer der besten Schriftsteller seiner Zeit, besonders gerühmt für seine präzisen Charakterzeichnungen. In diesem Roman nun treffen wir auf Adela Gereth, die zusammen mit ihrem verstorbenen Gatten aus ihrem Landsitz Poynton Park ein erlesenes Kunstwerk gemacht hat. Haus und Garten sind gefüllt mit unzähligen Kostbarkeiten, ein ganzes Eheleben lang liebevoll und mühsam gesammelt. Nach viktorianischer Gesetzgebung gehört das Alles nun ihrem Sohn Owen. Der wiederum möchte eine junge Dame heiraten, der es an jeglichem Kunstverständnis mangelt und zusätzlich seine Mutter in einen im Vergleich spartanischen Witwensitz ausquartieren. Das nimmt Mrs Gereth natürlich, trotz rechtlich fehlender Grundlage, nicht so hin. Sie hat mit der armen, aber dennoch gebildeten Fleda Vetch eine passendere Schwiegertochter gefunden, die sie ihrem Sohn schmackhaft machen möchte. Dabei hat sie aber nicht mit der inneren Moral und Schüchternheit ihres Schützlings gerechnet, die selbst den Leser bisweilen zu hochgezogenen Augenbrauen und genervtem Seufzen bringt. Man wünscht Miss Vetch doch einen etwas zupackenderen Charakter, der die für alle Beteiligten beste Lösung hervorbringen könnte. Den jedoch konnte James ihr nicht geben, wäre das Buch doch dann mit einer gefälligen Liebesgeschichte schnell beendet gewesen. So darf man dem Autor also dabei zusehen, wie er seine Charaktere meisterhaft in moralische und sonstige Verstrickungen stürzt, dabei Wendungen findet, die den Leser überraschen und aus dem vermeintlichen Konzept bringen, und so das viktorianische Zeitalter mit all seinen Ungerechtigkeiten, besonders die Stellung der Frau betreffend, zum Leben erweckt. Immer höchst elegant formuliert wohlgemerkt. Es sind tatsächlich die Frauen, denen das Hauptaugenmerk gilt: Fleda, die gezwungen ist, sich bei Bekannten einzuquartieren, da ihr Vater sie ungern bei sich wohnen haben möchte und die im Grunde nur eine Heirat erlösen könnte; Mrs Gereth, die durch den Tod ihres Gatten alle Rechte am gemeinsam Erschaffenen verliert und vom guten Willen ihres Sohnes abhängig ist; aber auch Mona Brigstock, die ungewollte Verlobte, die froh sein kann, einen so wohlhabenden Verehrer gefunden zu haben und diesen natürlich auch nicht "von der Angel" lassen möchte. Eher schattenhaft gleiten die männlichen Charaktere durch das Buch, immer vom Vorrang des männlichen Geschlechts überzeugt, auf ihre Rechte pochend, weil sie sie ja nun einmal haben und die armen Frauen ja gar nicht wissen, was gut für sie ist. Und doch sind es meistens die Frauen, die die Fäden in der Hand haben, ständig bemüht es die Herren nicht merken zu lassen. Erstaunlich konzipiert für einen männlichen Schriftsteller dieses Zeitalters. Und ein Punkt, der Henry James so lesenswert macht: die scheinbare Fortschrittlichkeit seiner Ansichten. Dazu kommt die wunderbar durchkomponierte Sprache und der genaue Blick auf seine Charaktere, auf ihre Gedanken, die Gründe ihres Handelns. Es ist wirlich großartig, die Möglichkeit zu haben, diesen hervorragenden Schriftsteller neu zu entdecken. Dem Verlag und dem Übersetzer dafür einen herzlichen Dank. Für den interessierten Leser: bei Manesse finden sich übrigens noch weitere Werke Henry James' in ähnlicher Aufmachung.

Der Analytiker ist zurück

Bewertung am 02.08.2017

Bewertungsnummer: 486455

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Die Kostbarkeiten von Pynton" endlich in deutscher Neuübersetzung! Der eher unbekannte Roman von James zeigt erneut das Können des Großmeisters der Beobachtung und der psychologischen Analyse. Im Mittelpunkt steht diesmal die sonderbare Mrs. Gereth, die in ihrem Haus in Pynton Kostbarkeiten aller Art angesammelt hat, die sie auf keinen Fall durch eine "ungünstige" Hochzeit ihres einzigen Sohnes verlieren möchte. Messerscharf beobachtete und brilliant gezeichnete Charaktere und die Frage nach Moral und familiärer Verantwortung. James in Höchstform!

Der Analytiker ist zurück

Bewertung am 02.08.2017
Bewertungsnummer: 486455
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Die Kostbarkeiten von Pynton" endlich in deutscher Neuübersetzung! Der eher unbekannte Roman von James zeigt erneut das Können des Großmeisters der Beobachtung und der psychologischen Analyse. Im Mittelpunkt steht diesmal die sonderbare Mrs. Gereth, die in ihrem Haus in Pynton Kostbarkeiten aller Art angesammelt hat, die sie auf keinen Fall durch eine "ungünstige" Hochzeit ihres einzigen Sohnes verlieren möchte. Messerscharf beobachtete und brilliant gezeichnete Charaktere und die Frage nach Moral und familiärer Verantwortung. James in Höchstform!

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