Schöner streiten

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Der kleine Paarberater

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Beschreibung

Selbst glückliche Paare haben mal Krach. Sie beherrschen aber die Kunst der Auseinandersetzung besser, oder können, kurz gesagt, schöner streiten. Wie das gehen kann, zeigt die erfahrene Paarberaterin Berit Brockhausen in diesem Buch praktisch und mit viel Humor. Dabei erfährt man, wie man den Ursachen für Streit auf die Spur und miteinander ins Gespräch kommt, wie es gelingt, den anderen zu verstehen und sich selbst verständlich zu machen, wie jeder erfolgreich Konflikte lösen kann und die Beziehung trotzdem rund läuft.

Berit Brockhausen ist Diplompsychologin sowie Paar- und Sexualberaterin vom Berliner Büro für Partnerschaftsberatung Desafinado. Sie ist häufig angefragte Interviewpartnerin zum Thema Partnerschaft und Sexualität (GEO, Cosmopolitan, Brigitte Balance, arte) und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Emotion.

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

03.10.2016

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Erscheinungsdatum

03.10.2016

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

48 (Printausgabe)

Dateigröße

2581 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641180522

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Lernen, schöner zu streiten

paperlove am 02.10.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich glaube, ich kann davon ausgehen, dass jede:r schon einmal einen Streit in irgendeiner Art von Beziehung erlebt hat und weiss, wie herausfordernd sowas manchmal sein kann. Obwohl man die Streitpunkte möglichst konstruktiv besprechen und im besten Fall lösen will, machen uns unsere Gefühle oftmals einen Strich durch die Rechnung und führen dazu, dass ein Konflikt möglicherweise hitziger oder vorwurfsvoller abläuft, als man es sich am Anfang vorgenommen hat. Und genau diesem Thema widmet sich dieser kleine Paarberater und bringt uns Leser:innen auf knapp 50 Seiten näher, welche Strategien man anwenden kann, damit ein Streit nicht - oder zumindest nicht so schnell oder so häufig - eskaliert. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Hervorhebung der verletzten Gefühle, die hinter einem Konflikt stecken können, in dem oftmals in der Hitze des Gefechts nur die Wut zum Ausdruck kommt. Anhand von alltagsnahen und verständlichen Beispielen schafft es die Autorin aufzuzeigen, dass hinter der Wut meistens ganz andere Gefühle stecken, wie etwa Verletzung oder Angst, dem:der andere:n nicht mehr wichtig zu sein. Leider ist es schwierig, diese sekundären Gefühle auf Anhieb zu erkennen und sich in einem Streitgespräch nicht von seiner Wut leiten zu lassen - erst recht, wenn das Gegenüber sich auch angegriffen fühlt und mit Vorwürfen reagiert. So können sich Streitgespräche hochschaukeln, dass letztendlich beide frustriert aus dem Gespräch gehen. Und sehr oft ist auch nur eine Kleinigkeit der Auslöser (wie etwa die Schuhe, die man mal wieder im Flur hat stehen lassen), die das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die Botschaft der Autorin ist sehr klar: Sie normalisiert Konflikte in Partnerschaften und zeigt auf, dass Streitereien in jeder (guten) Beziehung vorkommen, da immer zwei Personen aufeinander treffen, die unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse haben können. Wichtig ist es, darüber sprechen zu können und im besten Fall Kompromisse zu finden. Im Buch sind dazu konkrete Übungen enthalten, die einem dabei helfen sollen, Streitgespräche auf konstruktivere Weise zu lösen - also kurz gesagt: um schöner zu streiten. Die Übungen sind sehr klar und verständlich beschrieben, setzen aber meiner Meinung nach eine grosse Selbstreflexionsfähigkeit voraus, die sich im Buch leichter anhört, als sie es in der Realität vielleicht ist. Das Buch liefert aber insgesamt ein paar gute Inputs, wie man regelmässig üben kann, damit Streitgespräche nicht eskalieren. Wobei darauf hingewiesen werden muss, dass zu einem Streit immer zwei gehören und man als Einzelperson gewisse Voraussetzungen schaffen kann, damit ein Streit nicht (so schnell) eskaliert. Das bedeutet aber nicht, dass der andere sich dann auch zwingend daran halten muss. Gerade wenn das Gegenüber schnell Vorwürfe macht, stelle ich es mir sehr herausfordernd und schwierig vor, nach den Anleitungen aus dem Buch vorzugehen. Damit ein Streit "schöner" verlaufen kann, braucht es also immer die Mitarbeit von beiden Parteien und auch die Bereitschaft, etwas ändern zu wollen. Ausserdem setzen die Übungen ein bisschen voraus, dass man nicht nur Teilnehmer:in eines Streitgesprächs ist, sondern gleichzeitig auch permanent auf der Meta-Ebene die eigenen Gefühle und das eigene Verhalten, genauso wie die des Gegenübers reflektieren soll. Das mag in der Theorie einleuchtend klingen, ist aber erfahrungsgemäss in der Realität extrem schwierig. Bei sehr festgefahrenen Konflikten empfiehlt sich deshalb oftmals auch eine Paarberatung, in der eine Fachperson als Mediator dient und genau diese Rolle einnehmen kann. Dieser Hinweis hat mir in diesem Buch etwas gefehlt. Fazit: "Schöner streiten" enthält genau das, was der Titel verspricht. Auf knapp 50 Seiten erläutert die Autorin, was hinter Paarkonflikten stecken kann und welche Strategien und Möglichkeiten es gibt, um bei ein Streitgespräch konstruktiver zu gestalten. Was in der Theorie sehr einleuchtend und verständlich klingt, ist in der Realität aber oftmals herausfordernder - gerade weil viele der im Buch enthaltenen Übungen eine grosse Selbstreflexionsfähigkeit voraussetzen, die man nicht einfach als gegeben annehmen kann. Nichtsdestotrotz ein nettes, kleines Büchlein, das ich sicher auch mal Patient:innen mitgeben könnte, die ihr Konfliktverhalten in Beziehungen verändern möchten.

Lernen, schöner zu streiten

paperlove am 02.10.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich glaube, ich kann davon ausgehen, dass jede:r schon einmal einen Streit in irgendeiner Art von Beziehung erlebt hat und weiss, wie herausfordernd sowas manchmal sein kann. Obwohl man die Streitpunkte möglichst konstruktiv besprechen und im besten Fall lösen will, machen uns unsere Gefühle oftmals einen Strich durch die Rechnung und führen dazu, dass ein Konflikt möglicherweise hitziger oder vorwurfsvoller abläuft, als man es sich am Anfang vorgenommen hat. Und genau diesem Thema widmet sich dieser kleine Paarberater und bringt uns Leser:innen auf knapp 50 Seiten näher, welche Strategien man anwenden kann, damit ein Streit nicht - oder zumindest nicht so schnell oder so häufig - eskaliert. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Hervorhebung der verletzten Gefühle, die hinter einem Konflikt stecken können, in dem oftmals in der Hitze des Gefechts nur die Wut zum Ausdruck kommt. Anhand von alltagsnahen und verständlichen Beispielen schafft es die Autorin aufzuzeigen, dass hinter der Wut meistens ganz andere Gefühle stecken, wie etwa Verletzung oder Angst, dem:der andere:n nicht mehr wichtig zu sein. Leider ist es schwierig, diese sekundären Gefühle auf Anhieb zu erkennen und sich in einem Streitgespräch nicht von seiner Wut leiten zu lassen - erst recht, wenn das Gegenüber sich auch angegriffen fühlt und mit Vorwürfen reagiert. So können sich Streitgespräche hochschaukeln, dass letztendlich beide frustriert aus dem Gespräch gehen. Und sehr oft ist auch nur eine Kleinigkeit der Auslöser (wie etwa die Schuhe, die man mal wieder im Flur hat stehen lassen), die das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die Botschaft der Autorin ist sehr klar: Sie normalisiert Konflikte in Partnerschaften und zeigt auf, dass Streitereien in jeder (guten) Beziehung vorkommen, da immer zwei Personen aufeinander treffen, die unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse haben können. Wichtig ist es, darüber sprechen zu können und im besten Fall Kompromisse zu finden. Im Buch sind dazu konkrete Übungen enthalten, die einem dabei helfen sollen, Streitgespräche auf konstruktivere Weise zu lösen - also kurz gesagt: um schöner zu streiten. Die Übungen sind sehr klar und verständlich beschrieben, setzen aber meiner Meinung nach eine grosse Selbstreflexionsfähigkeit voraus, die sich im Buch leichter anhört, als sie es in der Realität vielleicht ist. Das Buch liefert aber insgesamt ein paar gute Inputs, wie man regelmässig üben kann, damit Streitgespräche nicht eskalieren. Wobei darauf hingewiesen werden muss, dass zu einem Streit immer zwei gehören und man als Einzelperson gewisse Voraussetzungen schaffen kann, damit ein Streit nicht (so schnell) eskaliert. Das bedeutet aber nicht, dass der andere sich dann auch zwingend daran halten muss. Gerade wenn das Gegenüber schnell Vorwürfe macht, stelle ich es mir sehr herausfordernd und schwierig vor, nach den Anleitungen aus dem Buch vorzugehen. Damit ein Streit "schöner" verlaufen kann, braucht es also immer die Mitarbeit von beiden Parteien und auch die Bereitschaft, etwas ändern zu wollen. Ausserdem setzen die Übungen ein bisschen voraus, dass man nicht nur Teilnehmer:in eines Streitgesprächs ist, sondern gleichzeitig auch permanent auf der Meta-Ebene die eigenen Gefühle und das eigene Verhalten, genauso wie die des Gegenübers reflektieren soll. Das mag in der Theorie einleuchtend klingen, ist aber erfahrungsgemäss in der Realität extrem schwierig. Bei sehr festgefahrenen Konflikten empfiehlt sich deshalb oftmals auch eine Paarberatung, in der eine Fachperson als Mediator dient und genau diese Rolle einnehmen kann. Dieser Hinweis hat mir in diesem Buch etwas gefehlt. Fazit: "Schöner streiten" enthält genau das, was der Titel verspricht. Auf knapp 50 Seiten erläutert die Autorin, was hinter Paarkonflikten stecken kann und welche Strategien und Möglichkeiten es gibt, um bei ein Streitgespräch konstruktiver zu gestalten. Was in der Theorie sehr einleuchtend und verständlich klingt, ist in der Realität aber oftmals herausfordernder - gerade weil viele der im Buch enthaltenen Übungen eine grosse Selbstreflexionsfähigkeit voraussetzen, die man nicht einfach als gegeben annehmen kann. Nichtsdestotrotz ein nettes, kleines Büchlein, das ich sicher auch mal Patient:innen mitgeben könnte, die ihr Konfliktverhalten in Beziehungen verändern möchten.

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