Seit dreißig Jahren ist er ehrenamtlich im Krankentransport und Rettungsdienst des Roten Kreuzes tätig. Begonnen hatte Georg Lehmacher aber schon davor: Als Zivildienstleistender kam er 1982 auf eine kleine Rettungswache in Friedberg, wo die medizinische Versorgung und Ausstattung noch wesentlich schlechter waren als heute. Die Folge war, dass jeder einzelne Mitarbeiter bei einer wesentlich schlechteren Ausbildung viel mehr Eigenverantwortung tragen musste. In einer Zeit, in der er sich vom Glauben abgekehrt hatte, wurde Lehmacher mit extremsten Erlebnissen konfrontiert, die sein Weltbild prägten. "Ich habe Dinge erlebt, in denen es scheinbar keine Hoffnung mehr gab. Glauben Sie mir: Da habe ich das Beten wieder gelernt."
Hauptberuflich arbeitet Lehmacher als Kommunikationsdesigner und ist Dozent an der Hochschule Augsburg. Er ist mit Renate verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Aus seiner Feder stammt auch das Vorgängerbuch, der Erfolgstitel "Schneller als der Tod erlaubt" (Bastei Lübbe).
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
4 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
(0)
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Der Autor Georg Lehmacher…
Florianimgarten am 07.11.2014
Bewertungsnummer: 2700390
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Autor Georg Lehmacher berichtet hier in diesem Buch von seinen Erlebnissen als Rettungssanitäter. Seine Erlebnisse sind nicht chronologisch geordnet, sondern stammen aus verschiedenen Jahren, die man den Kaptelüberschriften entnehmen kann. Diese Erlebnisse sind sehr interessant und da ich im Krankenhaus schon ähnliche Geschichten erlebt habe, halte ich diese Geschichten für sehr authentisch. Diese kurzen Momentaufnahmen aus dem Leben verschiedener Menschen in meist bedrohlichen Situationen haben eines gemeinsam. Sie zeigen uns einmal, wie unwichtig vieles ist, was wir für wichtig halten. Sie lenken den Blick auf Dinge hinter den Kulissen. Situationen, in denen die Menschen erkennen, dass das Leben schneller vorbeisein kann , als man denkt. Und so wird der Blick auch auf das Danach gelenkt. im Krankenhaus wie auch im Rettungsdienst erlebt man schreckliche Dinge. Aber auch nirgendwo kann man den Menschen so tief begegnen, wie in den Situationen, in denen sie schwer verletzt sind oder auf der Schwelle zwischen Leben und Tod stehen. Diese Arbeit erfordert Einfühlungsvermögen, dabei darf man jedoch nicht urteilen und zu tief mitfühlen, da man dann nicht mehr richtig helfen kann. Es sind Situationen, wo Masken fallen, denen man sonst überall begegnet. Manch unerklärliches Erlebnis lässt uns innehalten und die Frage nach Gott drängt sich auf, wenn man nicht schon an ihn glaubt. Je mehr man mit Menschen zu tun hat, umso mehr macht sich auch der Gedanke breit, dass hinter allem ein Sinn steckt. Dieses Buch kann eine Möglichkeit sein, dass der ein oder andere Leser aufgerüttelt wird, bevor es zu spät ist. In einer Welt, in der es modern geworden ist, sich auf jede erdenkliche Art zu betäuben um nicht an Gott denken zu müssen, an das woher wir kommen und wohin wir gehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es viele Denkanstösse bietet. Einige Situationen konnte ich mir sehr gut vorstellen, da ich ähnliches im Krankenhausalltag , ua. in der Unfallambulanz erlebt habe. Es gibt Situationen, die ich nie mehr im Leben vergessen werde. Ich wünsche dem Buch viele Leser, damit viel mehr Menschen über ihr Leben und das der anderen in ihrer Umgebung nachdenken.
das Lächeln - das ist wichtig
eskimo81 (Mitglied der Book Circle Community) am 29.10.2023
Bewertungsnummer: 2056181
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bevor ich das Buch rezensiere möchte ich zwei Punkte klarstellen:
Ich schätze die Mitarbeiter der Rettungsorganisation sehr!! Sie leisten eine gute Arbeit unter teilweise sehr schwierigen Verhältnissen, das müsste viel mehr bedacht werden. Auch hätten diese Mitarbeiter definitiv mehr Lob und Anerkennung verdient! Dankbar sein, das fehlt heutzutage leider vielen, der Rettungsdienst ist einfach selbstverständlich geworden.
Die Zusammenarbeit kann ich nur mit dem Schweizer Rettungsdienst beurteilen. Aufgrund meiner ehrenamtlichen Arbeit als Samariterin bin ich leider auch ein paar Mal schon in die Lage gekommen, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Ich durfte bisher nur positives erleben.
Meine Kritiken, die in dieser Rezi erfolgen, beziehen sich einzig und alleine auf dieses Buch, ich möchte auch nicht die Mitarbeiter oder Herrn Georg Lehmacher angreifen. Das liegt mir wirklich fern! Aber ich möchte eine ehrliche Meinung zu diesem Buch abgeben - und dies bezieht sich nur auf mein Gefühl, auf mein Befinden…
Keine Angst, wir kommen, zeigt den Alltag vom Rettungssanitär Georg Lehmacher. Er war 30 Jahre im Krankentransport und Rettungsdienst des Roten Kreuzes tätig und erlebte natürlich viele schreckliche, aber auch schöne Einsätze.
“Ich bin im Rettungsdienst vielen Menschen begegnet, die noch wenige Stunden zuvor unbeschwert gelebt hatten, für die es aber jetzt scheinbar keine Hoffnung mehr gab. Glauben Sie mir: Da habe ich das Beten wieder gelernt.”
Zitat von Georg Lehmacher
Mich persönlich hat das Buch zu wenig gepackt. Es waren Geschichten, Einsätze, jedoch blieben die Protagonisten zu unklar. Ich konnte sie nicht greifen, ich kann sie einfach nicht einschätzen. Mich haben gewisse Situationen einfach nur geschockt. Ein Sani, der vor dem Patient sagen kann, wegen ihm könne er nun auch nicht mehr schlafen, das schockt, das lässt mich sprachlos zurück.
Der Rettungsdienst müsste viel bewusster werden. Die Menschen sollten wieder lernen / begreifen, was die Mitarbeiter der verschiedenen Rettungsunternehmen leisten. Oftmals ist es aber nur selbstverständlich, ein Danke kennt man nicht und wenn der Patient dann trotz allen Bemühungen, trotz aller Vorsicht verstirbt oder eine “Schädigung” hat, ist sofort der schuldige gefunden.
Ich nahm das Buch in die Hand um einerseits genau das zu zeigen. Ich möchte, dass man mehr über die Arbeit der Rettungskräfte liest, diskutiert. Das man sich einfach wieder bewusst wird, dass es nicht selbstverständlich ist. Leider wurde ich enttäuscht. Einerseits fehlte mir die Tiefe, das Gefühl. Andererseits wie oben schon geschrieben, da gab es Szenen, wo ich nur noch sprachlos vor dem Buch sass und ich mich fragte, echt jetzt? Es ist gut möglich, dass der Autor wirklich und ganz ehrlich die Arbeit schildert, ich persönlich habe einfach wahnsinnig Mühe, wenn ein Patient wirklich nur noch eine Nummer ist… Ich kann und möchte die Arbeit nicht beurteilen! Ich kritisiere lediglich das Buch, welches mich einfach zu wenig ergriffen hat.
Man kann vieles zwischen den Zeilen heraus lesen, es zeigt auch, wie schnell das “normale” vorbei sein kann. Und obwohl ich den Schreibstil als monoton und teilweise eher langweilig empfand, hatte ich nie das Bedürfnis, dass Buch nicht fertig zu lesen. Das fand ich sehr speziell, gelungen, ob vom Autor bewusst oder unbewusst inszeniert - für mich eine Sonderheit.
Man muss sich wieder bewusst werden, was das Leben bedeutet. Wie schnell, eine Unaufmerksamkeit, Zufall, einfach ein Grund, der alles verändern kann. Man lebt nur einmal, gibt es ein danach? Wissen werden wir das wohl erst, wenn es zu Ende ist…
Der Tod ist nicht das wichtigste, sondern das Lächeln - Zitat aus dem Buch
Fazit: Für mich persönlich leider ein enttäuschendes Buch. Eine Leseempfehlung kann ich nur insofern aussprechen, als das vieles zwischen den Zeilen steht. Wenn man das Buch bewusst liest, zwischen den Zeilen, erhält man viele versteckte Tipps. Aber im Grundsatz gibt es nur ein wichtiger Tipp, den ich mir immer wieder bewusst vor die Augen halten muss. Lebe heute, lebe jetzt - das Leben geniessen und nicht zu stur sein. Es bringt nichts, wenn man im Streit auseinander geht und man dann dies nie mehr klarstellen kann…
Es tut mir sehr leid, dass ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben kann. Aber der Schreibstil, sehr monoton, teilweise fast langweilig, die nicht greifbaren Charaktere…
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.