Auf gegen Napoleon!

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Superheld und Weltbeherrscher: Napoleon und Europa
Sohn und Überwinder der Revolution
Napoleon und das Alte Reich
Französische Hegemonie statt europäischem Gleichgewicht
Massenheere und Volkskrieg

2 Wenn zwei sich streiten, freut sich Napoleon: Spanien
Machtkämpfe in Madrid
Napoleon und die Krone Spaniens
Im Namen König Ferdinands und der spanischen Nation
Nation im Krieg

3 Ein Vielvölkerstaat und der Nationalkrieg: Die Habsburgermonarchie 1809
Kriegsentschluss in Wien
Die Außenpolitik am Vorabend des Krieges
Preußens bedrängter König
Für die Freiheit Europas
Freikorps und Volksaufstände
Wenn Mars versagt, rettet Venus
Tirol Anno Neun

4 Von Moskau nach Paris: Europas Befreiungskampf als Gemeinschaftsprojekt
Napoleon gegen Väterchen Frost
Deutschland durch Deutsche befreien
Der preußische König rief, als die Russen kamen
Möge jeder Deutsche sich anschließen
Europa gegen Napoleon
Spaziergang nach Paris

5 Der Kampf um die öffentliche Meinung: Kriegspropaganda
Sender, Empfänger und Vermittler
Propaganda als psychologische Kriegsführung
Mobilisierung zum Krieg
Wir gegen die anderen
Steht auf! Untersteht euch!

6 Zwischen Gleichgültigkeit und Begeisterung: das Volk in den Volkskriegen
Leben mit dem Krieg
Nation in Waffen
Existenzkampf
Kein Sturm bricht los
Heimchen am Herd, Amazone auf dem Schlachtfeld
Freund oder Feind

7 Der Mythos vom Befreiungskrieg: Was vom Volkskrieg übrig blieb

Anhang
Dank
Anmerkungen
Literaturverzeichnis

Auf gegen Napoleon!

Mythos Volkskriege

Buch (Gebundene Ausgabe)

€25,90

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Beschreibung

Die Befreiungskriege gegen das napoleonische Frankreich (1813-1815) jähren
sich zum 200. Mal – Anlass für eine neue, gesamteuropäische Darstellung.
Alexandra Bleyer geht in ihrem Buch auf den spanischen Unabhängigkeitskrieg,
den österreichischen Nationalkrieg, den vaterländischen Krieg Russlands sowie
die deutschen Befreiungskriege ein. Welche Parallelen und welche Unterschiede
bestanden? Welche Wechselwirkungen lassen sich feststellen? Die antinapoleonischen
Kriege wurden als »Volks- und Meinungskriege« geplant und geführt.
Man wollte den übermächtigen Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen:
Nationalkrieg und Propaganda. Aber kann man überhaupt von »Volkskriegen«
sprechen? Provokant gefragt: Wie viel Volk steckte in den Volkskriegen?
Jenseits aller späteren Mythisierung und Legendenbildung sucht Alexandra
Bleyer herauszufinden, was die Menschen tatsächlich bewegte und wie weit die
Propaganda wirksam war.

»Sehr gut lesbar.« napoleon-online.de

»Ein sehr informatives Buch über die Zeitspanne der napoleonischen Herrschaft über Europa, die vor 200 Jahren zu Ende ging und in ein restauratives, reaktionäres "System Metternich" mündete. Die Historikerin entzaubert in leichter Sprache den Mythos vom Volkskrieg und zeigt aufschlussreiche Zusammenhänge auf. Sehr gut auch das Kapitel zur Kriegspropaganda, die beide Seiten gezielt einsetzten, wenn auch hier Napoleon der große Lehrmeister war. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch.« geschimagazin.wordpress.com

»Erzählt anschaulich und lehrreich über die Götterdämmerung Napoleons in Europa. Und einmal mehr davon, mit welchen Tricks und Finten Geschichte geschrieben wird.« Deutschlandradio

»Sehr spannend und aufschlussreich...« Braunschweiger Zeitung

»Bleyer hat die Ergebnisse der jüngeren Forschung mit einer allgemeinverständlichen, gut lesbaren Sprache in gelungener Art und Weise kombiniert.« Jahrbuch Extremismus & Demokratie

Alexandra Bleyer, geb. 1974, promovierte 2013 mit einer Arbeit zur österreichischen Kriegspropaganda des Jahres 1809. Das Zeitalter Napoleons und der Vormärz bilden einen Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Forschungen. Die Historikerin arbeitet als Sachbuchautorin und freie Journalistin.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2013

Verlag

Primus in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg)

Seitenzahl

264

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2013

Verlag

Primus in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg)

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

22,6/15,1/2,7 cm

Gewicht

476 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86312-022-1

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Für historisch Interessierte ein MUSS

Gertie G. aus Wien am 19.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Historikerin Alexandra Bleyer beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage „Sind die Befreiungskriege gegen Napoleon wirklich Volkskriege, wie uns die Propaganda es weiß machen will? Oder sind es vielmehr von den jeweiligen Regierenden gesteuerte (manchmal auch ungewollte) kleinräumige Erhebungen von Menschen, die die Kriege und ihre Auswirkungen satt hatten?“ Um diesem äußerst interessanten Thema näher treten zu können, muss erst die Ausgangslage analysiert werden. Nach der Französischen Revolution und der Hinrichtung des Königspaars soll das revolutionäre Gedankengut in alle Welt getragen werden. Ganz klar, dass das den absolutistisch regierenden Monarchen in Europa nicht gefällt. Die Gegenmaßnahmen sind auch klar: Krieg gegen die Revolution und Wiederherstellung der alten Ordnung. Doch hier macht ein ehrgeiziger General den Gegnern einen Strich durch die Rechnung: Napoleon Bonaparte. Er fegt mit seiner Armee, die er zuvor aus allen Bevölkerungsschichten Frankreichs ausgehoben hat, über Europa hinweg. Er erobert ein deutsches Fürstentum nach dem anderen, vertreibt die Machthaber und setzt Mitglieder seiner eigenen Familie als Regenten ein. Gemeinsam mit seinen militärischen Erfolgen, die ihm den Nimbus des „Unbesiegbaren“ einbringen, benutzt er geschickt die Presse, bzw. deren Zensur, um kleine Siege größer und eventuelle Niederlagen ganz klein erschienen zu lassen. Seine täglichen Berichte von den Schlachtfeldern werden im „Le Moniteur“ veröffentlicht und verbreiten sich in Windeseile in ganz Europa. Die wechselnden Allianzen, einzelne Separatfrieden und Uneinigkeiten in den verbündeten Herrscherhäusern zeigen die Zerrissenheit in Europas Herrscherhäusern. Langsam beginnt man Napoleons Kriegsberichterstattung zu kopieren und schönt die einzelnen Gefechte. Übertreibungen bei Truppenstärken, Verniedlichung der Verluste usw. sind an der Tagesordnung. Von einem „Volkskrieg“ kann keine Rede sein, da es den Nationalismus wie er in Frankreich seit geraumer Zeit besteht, in den anderen Ländern nicht gibt. Deutschland ist in zahlreiche, kleine Herrschaftsbereiche unterteilt. Fürsten, Herzöge und Könige versuchen ihre Ansprüche mit und ohne Napoleon zu sichern. Selbst das Königreich Preußen ist noch lange nicht zu jener Größe herangewachsen, wie es (von den Preußen) gerne dargestellt wird. Die Habsburgermonarchie besteht aus vielen kleinen und größeren Gebieten (Erblande), die aus der geschickten Heiratspolitik der Vorgänger resultiert. Alexandra Bleyer zeigt ein recht reales Bild der damaligen Zeit. Sie untermauert ihre Thesen mit Originalzitaten aus Briefen und Aktenvermerken. Es kommen sowohl Franzosen als auch alliierte Briefeschreiber zu Wort. Auch die Rolle der Schriftsteller(innen) im oft nicht von den Kriegshandlungen betroffenen Hinterland wird eingehend beleuchtet. So lesen wir häufig Lulu von Thürnheims und/oder Caroline Pichlers Briefwechsel – beides wortgewaltige Damen der Habsburgermonarchie. In Deutschland versuchen die Literaten rund um Theodor Körner ein Hohelied auf die „teutsche Tapferkeit“ anzustimmen. Dieses praktizierte „Deutschtum“ führt manchmal zu rechten Auswüchsen. Adelige und Bürger, auf Grund der Erziehung meist der französischen Sprache mächtig, sind angehalten ausschließlich „teutsche“ Worte zu benutzen. Die Conclusio dieses, knapp 290 Seiten starken, Buches ist, dass das „Volk“ nur seine unmittelbaren Besitztümer verteidigt hat, diese dafür mit Zähnen und Klauen sowie Dreschflegel und Prügel. Die Bauern, Gewerbetreibenden usw. waren lediglich für einen temporären Verteidigungskampf in unmittelbarer Nähe ihres Besitzes zu gewinnen. Die weit entfernten Gebiete interessierten das Volk nicht. Schreibstil und penible Recherche machen dieses Buch zu einem wertvollen Beitrag der Geschichte rund um die Napoleonischen Befreiungskriege. Für historisch Interessierte steht eine große Anzahl von weiterführender Literatur im Anhang bereit.

Für historisch Interessierte ein MUSS

Gertie G. aus Wien am 19.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Historikerin Alexandra Bleyer beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage „Sind die Befreiungskriege gegen Napoleon wirklich Volkskriege, wie uns die Propaganda es weiß machen will? Oder sind es vielmehr von den jeweiligen Regierenden gesteuerte (manchmal auch ungewollte) kleinräumige Erhebungen von Menschen, die die Kriege und ihre Auswirkungen satt hatten?“ Um diesem äußerst interessanten Thema näher treten zu können, muss erst die Ausgangslage analysiert werden. Nach der Französischen Revolution und der Hinrichtung des Königspaars soll das revolutionäre Gedankengut in alle Welt getragen werden. Ganz klar, dass das den absolutistisch regierenden Monarchen in Europa nicht gefällt. Die Gegenmaßnahmen sind auch klar: Krieg gegen die Revolution und Wiederherstellung der alten Ordnung. Doch hier macht ein ehrgeiziger General den Gegnern einen Strich durch die Rechnung: Napoleon Bonaparte. Er fegt mit seiner Armee, die er zuvor aus allen Bevölkerungsschichten Frankreichs ausgehoben hat, über Europa hinweg. Er erobert ein deutsches Fürstentum nach dem anderen, vertreibt die Machthaber und setzt Mitglieder seiner eigenen Familie als Regenten ein. Gemeinsam mit seinen militärischen Erfolgen, die ihm den Nimbus des „Unbesiegbaren“ einbringen, benutzt er geschickt die Presse, bzw. deren Zensur, um kleine Siege größer und eventuelle Niederlagen ganz klein erschienen zu lassen. Seine täglichen Berichte von den Schlachtfeldern werden im „Le Moniteur“ veröffentlicht und verbreiten sich in Windeseile in ganz Europa. Die wechselnden Allianzen, einzelne Separatfrieden und Uneinigkeiten in den verbündeten Herrscherhäusern zeigen die Zerrissenheit in Europas Herrscherhäusern. Langsam beginnt man Napoleons Kriegsberichterstattung zu kopieren und schönt die einzelnen Gefechte. Übertreibungen bei Truppenstärken, Verniedlichung der Verluste usw. sind an der Tagesordnung. Von einem „Volkskrieg“ kann keine Rede sein, da es den Nationalismus wie er in Frankreich seit geraumer Zeit besteht, in den anderen Ländern nicht gibt. Deutschland ist in zahlreiche, kleine Herrschaftsbereiche unterteilt. Fürsten, Herzöge und Könige versuchen ihre Ansprüche mit und ohne Napoleon zu sichern. Selbst das Königreich Preußen ist noch lange nicht zu jener Größe herangewachsen, wie es (von den Preußen) gerne dargestellt wird. Die Habsburgermonarchie besteht aus vielen kleinen und größeren Gebieten (Erblande), die aus der geschickten Heiratspolitik der Vorgänger resultiert. Alexandra Bleyer zeigt ein recht reales Bild der damaligen Zeit. Sie untermauert ihre Thesen mit Originalzitaten aus Briefen und Aktenvermerken. Es kommen sowohl Franzosen als auch alliierte Briefeschreiber zu Wort. Auch die Rolle der Schriftsteller(innen) im oft nicht von den Kriegshandlungen betroffenen Hinterland wird eingehend beleuchtet. So lesen wir häufig Lulu von Thürnheims und/oder Caroline Pichlers Briefwechsel – beides wortgewaltige Damen der Habsburgermonarchie. In Deutschland versuchen die Literaten rund um Theodor Körner ein Hohelied auf die „teutsche Tapferkeit“ anzustimmen. Dieses praktizierte „Deutschtum“ führt manchmal zu rechten Auswüchsen. Adelige und Bürger, auf Grund der Erziehung meist der französischen Sprache mächtig, sind angehalten ausschließlich „teutsche“ Worte zu benutzen. Die Conclusio dieses, knapp 290 Seiten starken, Buches ist, dass das „Volk“ nur seine unmittelbaren Besitztümer verteidigt hat, diese dafür mit Zähnen und Klauen sowie Dreschflegel und Prügel. Die Bauern, Gewerbetreibenden usw. waren lediglich für einen temporären Verteidigungskampf in unmittelbarer Nähe ihres Besitzes zu gewinnen. Die weit entfernten Gebiete interessierten das Volk nicht. Schreibstil und penible Recherche machen dieses Buch zu einem wertvollen Beitrag der Geschichte rund um die Napoleonischen Befreiungskriege. Für historisch Interessierte steht eine große Anzahl von weiterführender Literatur im Anhang bereit.

Gelungener Überblick

Bewertung aus Radenthein am 19.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Alexandra Bleyer ist es mit diesem Werk gelungen einen leicht lesbaren und dennoch wissenschaftlich fundierten Überblick über die Zeit der Befreiungskriege zu verfassen. Sowohl für Einsteiger als auch für "fortgeschrittene" Historiker unbedingt empfehlenswert!

Gelungener Überblick

Bewertung aus Radenthein am 19.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Alexandra Bleyer ist es mit diesem Werk gelungen einen leicht lesbaren und dennoch wissenschaftlich fundierten Überblick über die Zeit der Befreiungskriege zu verfassen. Sowohl für Einsteiger als auch für "fortgeschrittene" Historiker unbedingt empfehlenswert!

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    Machtkämpfe in Madrid
    Napoleon und die Krone Spaniens
    Im Namen König Ferdinands und der spanischen Nation
    Nation im Krieg

    3 Ein Vielvölkerstaat und der Nationalkrieg: Die Habsburgermonarchie 1809
    Kriegsentschluss in Wien
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    Preußens bedrängter König
    Für die Freiheit Europas
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    Wenn Mars versagt, rettet Venus
    Tirol Anno Neun

    4 Von Moskau nach Paris: Europas Befreiungskampf als Gemeinschaftsprojekt
    Napoleon gegen Väterchen Frost
    Deutschland durch Deutsche befreien
    Der preußische König rief, als die Russen kamen
    Möge jeder Deutsche sich anschließen
    Europa gegen Napoleon
    Spaziergang nach Paris

    5 Der Kampf um die öffentliche Meinung: Kriegspropaganda
    Sender, Empfänger und Vermittler
    Propaganda als psychologische Kriegsführung
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    Wir gegen die anderen
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    Nation in Waffen
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