Der Besuch der alten Dame - Lehrerheft

Lehrerheft

detebe Band 23045

Klaschka Ellen, Günther Gutknecht

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  • Der Besuch der alten Dame

    2 CD (2015)

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Beschreibung

Geld regiert die Welt

Die Milliardärin Claire Zachanassian besucht die verarmte Kleinstadt Güllen und nimmt Rache an dem Ort, in dem sie ihre Jugendzeit als Klara Wäscher verbracht hat. Mit bestochenen Zeugen leugnete ihre Jugendliebe Alfred Ill damals die Vaterschaft ihres Kindes, entehrte Klara und stürzte sie so ins Elend. Durch Heirat inzwischen reich geworden, bietet die »alte Dame« den Güllenern eine Milliarde für Ills Tod.

Wir bieten Materialien für die Sekundarstufen I und II.

Das Lehrerheft enthält

Aufbau des Dramas
Analyse der Figuren und Interpretation des Handlungsverlaufs
Bearbeitung von Schaubildern und Fragestellungen
Betrachtung der Gefühlswelten
Symbole, Metaphern, Vergleiche
Einführung in szenische Herangehensweise und Theaterperformance
Spiel- und Rollenvorschläge
Sprache und Wirklichkeit
Schlüsselthemen »Gerechtigkeit«, »(Kollektiv)schuld« und »ethisches Handeln«
Vergleich mit dem antiken Drama (Ödipus) –  dramenhistorischer Bezug
Lösungsteil und Klausuraufgaben

Produktdetails

ISBN 978-3-941206-18-2
Einband Geheftet
Auflage 1
Erscheinungsdatum 23.12.2009
Herausgeber Krapp & Gutknecht Verlag GmbH
Verlag Krapp & Gutknecht Verlag
Seitenzahl 112
Maße (L/B/H) 29,8/21,5/1 cm
Gewicht 343 g
Sprache Deutsch

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Sehr gutes Stück

Noel am 25.09.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

- Bewertungstext hat nichts mit dem Artikel zu tun - Dass der Bewertungstext bei Orell Füssli mindestens 20 Wörter enthalten muss, halte ich für eine unnötige Hürde.

5/5

Sehr gutes Stück

Noel am 25.09.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

- Bewertungstext hat nichts mit dem Artikel zu tun - Dass der Bewertungstext bei Orell Füssli mindestens 20 Wörter enthalten muss, halte ich für eine unnötige Hürde.

5/5

Die Sünden der Vergangenheit

Libertine Literatur am 16.08.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wer sich nicht unbedingt freut, dem Ex-Freund oder der Ex-Freundin über den Weg zu laufen, der wird mit Alfred Ill in ›Der Besuch der alten Dame‹ mitfühlen können. Vor allem, wenn der oder die Ex in der Zwischenzeit steinreich geworden ist und man selbst keinen so luxuriösen Werdegang vorweisen kann. Der Ort Güllen, in dem Alfred Ill lebt, ist wirtschaftlich am Ende. Doch die Bewohner sind überzeugt, dass finanzielle Hilfe von Alfreds Ex-Freundin, die in ihren jungen Jahren ebenfalls im Ort gelebt hat, ausreichen würde, um wieder in Schwung zu kommen. Und klingt es dabei nicht nach einer guten Idee, dass Alfred seine ehemalige Verbundenheit zu Claire nutzt – immerhin ist die Trennung lange her –, um die Möglichkeit auf das Geld zu steigern? »Vom Städtchen her der Bürgermeister, der Lehrer, der Pfarrer und Ill, ein Mann von fast fünfundsechzig Jahren, alle schäbig gekleidet.« Bei ihren Plänen scheinen die Damen und Herren von Güllen jedoch nicht bedacht zu haben, dass die nun reiche Claire Zachanassian ihren Geburtsort damals nicht ohne Grund verlassen hat. Und währen die Bewohner von Güllen sich durch Claire finanzielle Mittel erhoffen, hat Claire eigene Vorstellungen davon, wie der Ort wieder blühen könnte. Die Bewohner von Güllen müssen sich in ›Der Besuch der alten Dame‹ der Entscheidung stellen, wie weit sie bereit sind zu gehen. »Du wolltest, daß die Zeit aufgehoben würde, eben, im Wald unserer Jugend, voll von Vergänglichkeit. Nun habe ich sie aufgehoben, und nun will ich Gerechtigkeit, Gerechtigkeit für eine Milliarde.« Als Dürrenmatt 1956 ›Der Besuch der alten Dame‹ veröffentlichte, selbst noch in seinen 30ern, war das Stück überaus erfolgreich. Mit dem Untertitel ›Tragische Komödie‹ versehen, verfügt es über beide Elemente. Die Tragik, die sich in der Gestalt von Claires und Ills gemeinsamer Vergangenheit über die Stadt legt, und nur für die beiden wirklich begreifbar scheint. Eine Komik, da die anderen Bewohner Güllens, sich schon an den Gedanken einer Milliarde zu gewöhnen scheinen, bevor die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Während die Lösung für Güllen zu Beginn des Dramas ›Der Besuch der alten Dame‹ auf der Hand zu liegen scheint, wird bald deutlich, dass der Ort nicht nur wirtschaftliche Probleme hat. Dürrenmatt denkt seine Stücke und Geschichten strikt zu Ende. Die Wunden und die Schuld seiner Charaktere sitzen tief. Dürrenmatts Dramen zeichnen sich durch originelle Ideen, Tiefe und Kürze aus. Kaum ein Wort scheint belanglos, alles arbeitet auf den Höhepunkt zu. Auch 30 Jahre nach dem Tod des Schriftstellers überzeugen seine Stücke und sollten unbedingt gelesen werden. Mehr zu Klassikern findet sich in meinem Post ›Klassiker, die mich wirklich überrascht haben‹.

5/5

Die Sünden der Vergangenheit

Libertine Literatur am 16.08.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wer sich nicht unbedingt freut, dem Ex-Freund oder der Ex-Freundin über den Weg zu laufen, der wird mit Alfred Ill in ›Der Besuch der alten Dame‹ mitfühlen können. Vor allem, wenn der oder die Ex in der Zwischenzeit steinreich geworden ist und man selbst keinen so luxuriösen Werdegang vorweisen kann. Der Ort Güllen, in dem Alfred Ill lebt, ist wirtschaftlich am Ende. Doch die Bewohner sind überzeugt, dass finanzielle Hilfe von Alfreds Ex-Freundin, die in ihren jungen Jahren ebenfalls im Ort gelebt hat, ausreichen würde, um wieder in Schwung zu kommen. Und klingt es dabei nicht nach einer guten Idee, dass Alfred seine ehemalige Verbundenheit zu Claire nutzt – immerhin ist die Trennung lange her –, um die Möglichkeit auf das Geld zu steigern? »Vom Städtchen her der Bürgermeister, der Lehrer, der Pfarrer und Ill, ein Mann von fast fünfundsechzig Jahren, alle schäbig gekleidet.« Bei ihren Plänen scheinen die Damen und Herren von Güllen jedoch nicht bedacht zu haben, dass die nun reiche Claire Zachanassian ihren Geburtsort damals nicht ohne Grund verlassen hat. Und währen die Bewohner von Güllen sich durch Claire finanzielle Mittel erhoffen, hat Claire eigene Vorstellungen davon, wie der Ort wieder blühen könnte. Die Bewohner von Güllen müssen sich in ›Der Besuch der alten Dame‹ der Entscheidung stellen, wie weit sie bereit sind zu gehen. »Du wolltest, daß die Zeit aufgehoben würde, eben, im Wald unserer Jugend, voll von Vergänglichkeit. Nun habe ich sie aufgehoben, und nun will ich Gerechtigkeit, Gerechtigkeit für eine Milliarde.« Als Dürrenmatt 1956 ›Der Besuch der alten Dame‹ veröffentlichte, selbst noch in seinen 30ern, war das Stück überaus erfolgreich. Mit dem Untertitel ›Tragische Komödie‹ versehen, verfügt es über beide Elemente. Die Tragik, die sich in der Gestalt von Claires und Ills gemeinsamer Vergangenheit über die Stadt legt, und nur für die beiden wirklich begreifbar scheint. Eine Komik, da die anderen Bewohner Güllens, sich schon an den Gedanken einer Milliarde zu gewöhnen scheinen, bevor die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Während die Lösung für Güllen zu Beginn des Dramas ›Der Besuch der alten Dame‹ auf der Hand zu liegen scheint, wird bald deutlich, dass der Ort nicht nur wirtschaftliche Probleme hat. Dürrenmatt denkt seine Stücke und Geschichten strikt zu Ende. Die Wunden und die Schuld seiner Charaktere sitzen tief. Dürrenmatts Dramen zeichnen sich durch originelle Ideen, Tiefe und Kürze aus. Kaum ein Wort scheint belanglos, alles arbeitet auf den Höhepunkt zu. Auch 30 Jahre nach dem Tod des Schriftstellers überzeugen seine Stücke und sollten unbedingt gelesen werden. Mehr zu Klassikern findet sich in meinem Post ›Klassiker, die mich wirklich überrascht haben‹.

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Der Besuch der alten Dame

von Friedrich Dürrenmatt

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  • Das Lehrerheft: Vielfältige methodische Ansätzezur Erarbeitung der Figuren und ihrer Entwicklung.Neben analytischen Ansätzen steht das gestaltendeInterpretieren im Mittelpunkt. Szenische Herangehensweise,Erfassen der Figuren, Gefühlswelten,Schaubilder und Fragestellungen ermöglichenzudem einen kognitiv-analytischen Interpretationsansatz.Weitere Schwerpunkte sind ein Kapitel zu Spracheund Wirklichkeit und zu den Schlüsselthemen»Gerechtigkeit«, »(Kollektiv)schuld« und »ethischesHandeln«. Ein Vergleich mit dem antiken Drama(Ödipus) thematisiert den dramenhistorischen Bezug.Der Lösungsteil und Klausuraufgaben rundenden Band ab.