Jugend weiblich - Jugend männlich

Inhaltsverzeichnis

Einführung.- I. Bestandsaufnahme.- 1. „Spielbubis“ und „eingebildete Weiber“ — 13- bis 16jährige in Schule und peer-group.- 2. „Fehlgeleitete Machos“ und „frühreife Lolitas“ — Geschlechtstypische Unterschiede der Jugenddevianz.- 3. Söhne und Töchter in bundesdeutschen Familien — Mehr Kontinuität als Wandel?.- II. Forschungsberichte.- 4. „Heiraten — das kann ich mir noch nicht vorstellen“ — Das psychosoziale Moratorium bei Jungen und Mädchen in der Oberstufe.- 5. Soviel Mutter wie möglich — soviel Beruf wie nötig — Identität und Lebenspläne von jungen Bankkauffrauen.- 6. Jungen und Mädchen in der DDR der 80er Jahre.- 7. Arbeitslose Mädchen in der Weimarer Republik — Zur Geschichte weiblicher Jugend.- III. Theoriediskussion.- 8. Abschied von der Kindheit — Jugend und Geschlecht in psychoanalytischer Sicht.- 9. Interaktionsforschung und Geschlechtersozialisation — Zur Kritik schulischer Interaktionsstudien.- 10. Habitus, Lebenslage und Geschlecht — Über Sozioanalyse und Geschlechtersozialisation.
Band 10
Studien zur Jugendforschung Band 10

Jugend weiblich - Jugend männlich

Sozialisation, Geschlecht, Identität

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Beschreibung

Jugendliche kommen real als Mädchen oder als Jungen vor. Dies ist ein trivialer Sach­ verhalt, der von den Jugendtheoretikern allerdings seit langem weitgehend ignoriert wird. Die "großen Theorien" des Jugendalters, ob aus pädagogischer (Spranger 1927), aus psychoanalytischer (Erikson 1966), aus struktur-funktionaler (Eisenstadt 1966) oder aus kommunikationstheoretischer Sicht (DöbertINunner-Winkler 1975), sie alle spre­ chen überwiegend von "den Jugendlichen", um aber - explizit oder implizit - vor al­ lem die jungen Männer zu meinen. Mädchen werden dabei entweder subsumiert, oder sie erscheinen als Abweichung vom männlichen ,Normalfall'. Dies ist häufig kritisiert worden - auf die Theorieproduktion hat diese Kritik bisher wenig Einfluß gehabt. In der empirischen Jugendforschung werden hingegen seit langem geschlechtsspezifi­ sche Daten (mit-)erhoben und gelegentlich auch interpretiert. Das trifft seit den 50er Jahren z. B. für die großen Repräsentativbefragungen (vgl. z. B. Emnid 1954; Jugend­ werk 1966) genauso zu wie für viele Fallstudien (vgl. z. B. Küppers 1964). Wenn den­ noch bis weit in die 70er Jahre hinein die Mädchen in der Forschung relativ unsichtbar geblieben sind, so liegt das an der Herangehensweise vieler Untersuchungen: Bei ge­ schlechtsspezifischen Vergleichen wurde die männliche Jugend allzu häufig als "Maß­ stab" genommen, demgegenüber geriet die besondere weibliche Lebenslage den For­ schern höchst selten in den Blick. Es kommt hinzu, daß sich die Jugendforschung seit den siebziger Jahren vor allem als Subkulturforschung betätigt hat. Ihr Interesse richtete sich sehr stark auf die öffentlich präsentierten Jugendstile, auf Punker, Rocker und Skin­ heads, auf Fußballfans und Hausbesetzer.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.01.1992

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

23,5/15,5/0,9 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.01.1992

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

23,5/15,5/0,9 cm

Gewicht

260 g

Auflage

1992

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8100-0942-5

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