Vom Naturschutz zur Ökologiebewegung
Österreich - Zweite Republik. Befund, Kritik, Perspektive Band 19

Vom Naturschutz zur Ökologiebewegung

Umweltgeschichte Österreichs in der Zweiten Republik

Buch (Gebundene Ausgabe)

€19,90

inkl. gesetzl. MwSt.
  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kunden

Beschreibung

Im 20. Jahrhundert wuchs die Weltbevölkerung beinahe um das Vierfache, weltweit wurde um die Jahrtausendwende siebzehn Mal mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre geleitet als Ende des 19. Jahrhunderts. Der weltweite Wasserverbrauch hat sich genauso verneunfacht wie die Anzahl an gehaltenen Schweinen, der Energieverbrauch stieg um den Faktor vierzehn und 1990 gab es auf der Welt fast neunzig Mal so viele Traktoren wie 1920. Spätestens seit den 1950er Jahren befinden wir uns in einer menschheitsgeschichtlich einmaligen Ausnahmesituation.
Österreich hat diese weltweite Entwicklung im Wesentlichen mitgemacht. Aber nicht nur. Nationale Erzählungen über das Verhältnis von Mensch und Natur, in Österreich etwa über gebaute (z.B. Kaprun), nicht gebaute (z.B. Hainburg) und nicht in Betrieb genommene Kraftwerke (Zwentendorf), über Ingenieurleistungen und Nationalparks, über Modernisierung und Bewahrung, sind auch Reaktionen auf bestimmte naturräumliche Verhältnisse. Solche Erzählungen reflektieren die politische Kultur und deren Brechungen, sie sind Erinnerungsorte und Bezugspunkte für die Umweltbewegungen dieses Landes.
In drei umwelthistorischen Fallstudien zu Kraftwerken, zur Landwirtschaft und zum Abfall zeigen Martin Schmid und Ortrun Veichtlbauer, wie sich der gesellschaftlichen Stoffwechsel Österreichs in der Zweiten Republik gewandelt hat. Mehrmals in ihrer Geschichte ist die Republik zu einer Solidargemeinschaft gegen die Natur geworden: Das reicht von den Freiwilligen Feuerwehren, die bei Hochwasser in anderen Bundesländern helfen, bis zur Sozialpartnerschaft. Tiefergehende Risse zeigten sich erstmals in den Auseinandersetzungen um die Kraftwerke Zwentendorf und Hainburg. Die Natur hatte keinen Anwalt in der Sozialpartnerschaft. Sie hat auch unter neoliberalen Verhältnissen keine zuverlässigen Verbündeten. Den Umweltbewegungen in Österreich wird die Arbeit auch in Zukunft nicht ausgehen.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.01.2007

Verlag

Studien Verlag

Seitenzahl

100

Maße (L/B/H)

22,9/14,7/1,4 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.01.2007

Verlag

Studien Verlag

Seitenzahl

100

Maße (L/B/H)

22,9/14,7/1,4 cm

Gewicht

238 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7065-4241-8

Weitere Bände von Österreich - Zweite Republik. Befund, Kritik, Perspektive

Das meinen unsere Kund*innen

0.0

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kund*innen meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • Vom Naturschutz zur Ökologiebewegung