Grundkurs Philosophie

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

14. Handlungstheorie und Entscheidungstheorie
Die Idee der Handlung
Handlungserklärungen
Handlungsrationalisierung und klassische Entscheidungstheorie

15. Sozialontologie
Die Idee der Sozialontologie
Sozialontologischer Naturalismus und evolutionäre Entscheidungstheorie
Soziale Normen und Regeln
Macht
Kollektive Intentionen und kollektive Handlungen
Soziale Gruppen
Sozialer Status und Institutionen

16. Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften und kritische Theorien
Die Idee der Sozialwissenschaft
Der sozialwissenschaftliche Naturalismus
Die funktionale Soziologie
Die verstehende Soziologie
Zwei Anwendungen des Konzepts vertiefter Handlungserklärungen: Freud und Marx
Kritische Sozialwissenschaft
Kritische Theorien

Übungen
Übungen zu Kapitel 14
Übungen zu Kapitel 15
Übungen zu Kapitel 16

Literaturhinweise
Abschlusstest
Register
Register der Bände 1–5
Reclams Universal-Bibliothek Band 18472

Grundkurs Philosophie

Band 5: Philosophie des Sozialen

Buch (Taschenbuch)

€ 7,00 inkl. gesetzl. MwSt.

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Taschenbuch

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Beschreibung

Für alle, die sich gründlich in die Philosophie einarbeiten wollen: Die Reihe präsentiert Begriffe und Positionen aller wichtigen philosophischen Disziplinen in knapper, möglichst verständlicher Form. Die Teilbereiche werden systematisch eingeführt, bauen aufeinander auf und werden durch zahlreiche Beispiele erläutert. Am Ende jedes Bandes werden Übungsaufgaben gestellt.
Band 5: Handlungs- und Entscheidungstheorie - Sozialontologie - Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften.
Was macht eine Handlung aus - im Unterschied zum Verhalten? Wie lässt sie sich erklären? Was sind kollektive geistige Zustände und kollektive Handlungen? In welcher Weise existieren soziale Gruppen, sozialer Status und Institutionen?

Wolfgang Detel gelingt es, philosophische Kontroversen und Positionen auf enorm engem Raum so auf den Punkt zu bringen, dass aus Überblick Orientierung erwächst. Zu dieser Leistung kann man dem Autor nur gratulieren. der blaue reiter - Journal für Philosophie

Philosophie lernen? Der "Grundkurs Philosophie" von Wolfgang Detel hilft dabei. Alle an der Philosophie Interessierten können sich mit der neuen Reihe einen fundierten Überblick verschaffen, und das in einem überschaubaren Zeitraum. Der Grundkurs kann so besonders Studenten zur Seite stehen, die sich immer schneller in hochkomplexen Zusammenhängen zurechtfinden müssen. Wir sprachen mit Professor Wolfgang Detel über sein Projekt.

' Wie bauen die Bände des "Grundkurs Philosophie" aufeinander auf?'

In zweifacher Hinsicht. Zum einen entwickeln sie ohne Voraussetzung ein umfangreiches Netz von Begriffen und Positionen, und dabei beziehen sich spätere auf frühere Bände. Ein formaler Ausdruck dieses engen Zusammenhanges sind die fortlaufende Nummerierung der eingeführten Begriffe und Positionen und vielfältige Rückverweise durch alle fünf Bände hindurch. Zum andern beschreiben die Bände im Anschluss an eine Einführung in die Logik (Bd.1) aus philosophischer Sicht nacheinander die Bereiche der Natur (Bd.2), des Geistes, der Sprache (Bd.3), des Wissens, der Wissenschaft (Bd.4), der sozialen Beziehungen (Bd.5) und deren Verknüpfung. Auf diese Weise versucht der Grundkurs, den allgemeinen Aufbau der Welt, in der wir leben, aus philosophischer Perspektive nachzuzeichnen. Denn zumindest grob gesprochen beruht das Soziale auf dem Geistigen und das Geistige auf der Natur. Die beiden geplanten Bände zur Ethik und politischen Philosophie werden an diese Grundlagen anknüpfen.

'In Ihrer Einleitung schreiben Sie, ein solcher Grundkurs beruhe auf den Entwicklungen in der Philosophie der letzten 30 Jahre. Inwiefern?'

Bis vor ca. 30 Jahren galten Logik und Wissenschaftstheorie als die Königsdiszplinen der theoretischen Philosophie, und Metaphysik wurde entweder als Sammelsurium von Scheinproblemen angesehen oder nach Kants Zerstörung der Metaphysik als überholt betrachtet. Inzwischen sind die Philosophie des Geistes und die Bedeutungstheorie (Semantik) in das Zentrum der theoretischen Philosophie gerückt. Die Metaphysik gilt als rehabilitiert. Außerdem sind neue Disziplinen wie Handlungstheorie, Entscheidungstheorie und Sozialontologie hinzugekommen. Alle diese Diszipinen haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend miteinander vernetzt. Und schließlich zeichnet sich auch eine neue Auffassung zum Status der Philosophie ab. Systematische theoretische Philosophie wurde bis vor etwa 30 Jahren weitgehend als analytische Philosophie betrieben. Sie galt als angewandte Logik - als eine Disziplin, die nicht die Welt zu beschreiben versucht, sondern kritisch analysiert, wie andere Disziplinen über die Welt reden. In letzter Zeit hat sich dagegen zunehmend die Auffassung verbreitet, dass auch die Philosophie mit dem Anspruch auf eigenständiges Weltwissen aufzutreten vermag, beispielsweise gegenüber der Psychologie, der Biologie oder der Informationstheorie. Die ersten fünf Bände des Grundkurses versuchen dieses erweiterte Spektrum, seine innere Vernetzung und seinen neuen wissenschaftlichen Status abzubilden.

'Kann man Philosophie "schulmäßig" lernen?'

Die meisten Positionen und Theorien der modernen theoretischen Philosophie werden kontrovers debattiert. Dabei wird auf eine große Zahl von grundlegenderen philosophischen Begriffen, Positionen und Theorien zurückgegriffen, die man kennen muss, um diese Debatten verstehen und würdigen zu können. Diese Grundlagen können nicht nur gelehrt und gelernt werden, sie müssen heute sogar gelehrt und gelernt werden. Wer beispielsweise nicht weiß, was logische Schlüsse, starre Referenz, Intentionalität, phänomenales Bewusstsein, Supervenienz, Gettier-Probleme, Gefangenendilemma oder kollektive Handlungen sind, hat keine guten Chancen, die wichtigsten laufenden Diskussionen in der theoretischen Philosophie angemessen zu verstehen. Dieses Grundlagenwissen ist gegenwärtig schon recht umfangreich und soll im Grundkurs so kurz und verständlich wie möglich dargeboten werden. Ich habe etwa 75% des Stoffes aller fünf Bände viele Male in einem einsemestrigen kompakten Modul präsentiert. Der Grundkurs soll den LeserInnen die Möglichkeit bieten, sich über Details rasch zu orientieren, aber vor allem sich den Stoff mit Hilfe von Beispielen und Übungsaufgaben anzueignen.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2007

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

191

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2007

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

191

Maße (L/B/H)

14,7/9,8/1,7 cm

Gewicht

100 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-018472-1

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Lakonisches System

Zitronenblau am 15.08.2010

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wer sich ernsthaft mit der Philosophie des Sozialen auseinandersetzen will, muss den vorliegenden Band als unzureichend zurückweisen. Detel argumentiert nur innerhalb seines "Grundkurs-Systems" und daher lassen die Verweisungen überhaupt keinen Spielraum für andere potenzielle Ansätze. Der Philosoph steht in einer typisch analytischen Tradition. Phänomenologie, Sprechakttheorie, Pragmatismus etc. - Fehlanzeige! Überhaupt findet in seinem ganzen System die Ethik nicht einmal einen Platz unter den Bänden... Löblich herauszustellen ist der global-analytische Ansatz, so differenziert er die Theorien in einen sozialwissenschaftlichen Naturalismus (z.B. Soziobiologie), in funktionale Soziologie und in verstehende Soziologie. Prinzipiell bedeutet soziales Verhalten dann Handeln (Handlungen), wenn dieses mit proportional gehaltvollen Intentionen begleitet wird. Das steht in den meisten Gesellschaftstheorien die Handlungs- und Entscheidungstheorie (Spieltheorie) im Vordergrund der Überlegungen. In den verstehenden Soziologien sind daher Handlungserklärungsmodelle unerlässlich (Rationalisierung von Handlungen der sozialen Aktoren), z.B. das Weber-Modell, das verstehen und kausal erklären will. Im Abschnitt Sozialontologie werden folgerecht soziale Entitäten benannt wie Regel, Norm, Macht, kollektive Handlungen und soziale Gruppen, Institutionen etc. Habermasanhänger missen hier die Kommunikation (respektive Sprechakte). Ein Laie, der ernsthafte Studien führt zum Bereich des Sozialen innerhalb der Philosophie wird hier nur spärlich und vor allem nur eben innerhalb des Detelsystems informativ versorgt. Er weiß dann aber immer noch gar nichts über soziale Konstituierung oder Institutionalisierung. Explikationen bleiben nur im schematisch-abstrakten Begriffsgerüst verortet. Am Ende werden dann auch noch die Psychoanalyse und die Kritische Theorie (Kollektivum) exkursiv neben der Wissenschaftstheorie rehabilitiert. Natürlich viel zu knapp und ehrlich gesagt, unüberzeugend. Jemand, der mit Philosophie beginnt, hat an diesem Grundkurs nur bedingte Lernmöglichkeiten, leider bleibt im Detelsystem einiges auf der Strecke. Der Titel "Grundkurs Philosophie" ist nicht zutreffend.

Lakonisches System

Zitronenblau am 15.08.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wer sich ernsthaft mit der Philosophie des Sozialen auseinandersetzen will, muss den vorliegenden Band als unzureichend zurückweisen. Detel argumentiert nur innerhalb seines "Grundkurs-Systems" und daher lassen die Verweisungen überhaupt keinen Spielraum für andere potenzielle Ansätze. Der Philosoph steht in einer typisch analytischen Tradition. Phänomenologie, Sprechakttheorie, Pragmatismus etc. - Fehlanzeige! Überhaupt findet in seinem ganzen System die Ethik nicht einmal einen Platz unter den Bänden... Löblich herauszustellen ist der global-analytische Ansatz, so differenziert er die Theorien in einen sozialwissenschaftlichen Naturalismus (z.B. Soziobiologie), in funktionale Soziologie und in verstehende Soziologie. Prinzipiell bedeutet soziales Verhalten dann Handeln (Handlungen), wenn dieses mit proportional gehaltvollen Intentionen begleitet wird. Das steht in den meisten Gesellschaftstheorien die Handlungs- und Entscheidungstheorie (Spieltheorie) im Vordergrund der Überlegungen. In den verstehenden Soziologien sind daher Handlungserklärungsmodelle unerlässlich (Rationalisierung von Handlungen der sozialen Aktoren), z.B. das Weber-Modell, das verstehen und kausal erklären will. Im Abschnitt Sozialontologie werden folgerecht soziale Entitäten benannt wie Regel, Norm, Macht, kollektive Handlungen und soziale Gruppen, Institutionen etc. Habermasanhänger missen hier die Kommunikation (respektive Sprechakte). Ein Laie, der ernsthafte Studien führt zum Bereich des Sozialen innerhalb der Philosophie wird hier nur spärlich und vor allem nur eben innerhalb des Detelsystems informativ versorgt. Er weiß dann aber immer noch gar nichts über soziale Konstituierung oder Institutionalisierung. Explikationen bleiben nur im schematisch-abstrakten Begriffsgerüst verortet. Am Ende werden dann auch noch die Psychoanalyse und die Kritische Theorie (Kollektivum) exkursiv neben der Wissenschaftstheorie rehabilitiert. Natürlich viel zu knapp und ehrlich gesagt, unüberzeugend. Jemand, der mit Philosophie beginnt, hat an diesem Grundkurs nur bedingte Lernmöglichkeiten, leider bleibt im Detelsystem einiges auf der Strecke. Der Titel "Grundkurs Philosophie" ist nicht zutreffend.

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    Übungen zu Kapitel 14
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