Amphitryon

Amphitryon

Ein Lustspiel nach Moliere

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Beschreibung

Kleist verarbeitet in diesem Lustspiel in drei Akten den antiken Mythos, indem er die - eigentlich tragische - Identitätskrise der handelnden Personen Jupiter, Alkmene und Amphitryon "lustvoll" beleuchtet. Alkmene, die ihren Gatten Amphitryon, den thebanischen Feldherrn, von Herzen liebt, wird ihrer Schönheit wegen gerühmt und erregt die Aufmerksamkeit des Göttervaters Zeus bzw. Jupiters. Jupiter erscheint in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene, die den Gott natürlich für ihren geliebten Gatten hält. Was nicht ohne Folgen bleibt - der Halbgott Herakles ist das Ergebnis dieses göttlich-menschlichen "Irrtums". Während Amphitryon begreift, dass Alkmene ihn nicht wirklich betrogen hat, muss der eitle Jupiter erkennen, dass Alkmenes Wahl stets auf Amphitryon fallen wird - egal ob er nun menschlicher oder göttlicher Natur ist. Dieses Verwirrspiel der Gefühle in Blankvers-Form liegt in wissenschaftlich einwandfreier Ausgabe vor.

Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken dieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.

Details

ISBN

978-3-87291-199-5

Erscheinungsdatum

01.01.2012

Einband

Taschenbuch

Verlag

Hamburger Lesehefte

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-87291-199-5

Erscheinungsdatum

01.01.2012

Einband

Taschenbuch

Verlag

Hamburger Lesehefte

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

20,3/12,6/0,7 cm

Gewicht

70 g

Sprache

Deutsch

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Mit das Beste von Kleist!

Zitronenblau am 01.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Geschichte in der Verwechslungskomödie um Amphytrion und dessen "Entamphytrionisierung" ist bereits in der Antike aufgegriffen worden und reflektiert das "Doppelgänger"-Motiv, es handelt sich hierbei ergo um eine "Ich-Reflexion", die durchaus bedenkenswert ist. Kleist hat sie von Molière in eine eigene Fassung übertragen und ein komisches Meisterwerk geschaffen, dass sehr lesenswert ist. Ich hatte einmal das Vergnügen, mir die Inszenierung im Maxim-Gorki-Theater in Berlin anschauen zu dürfen. Sehr unterhaltsam, wobei der Stoff schon etwas schwieriger ist. Es geht motivisch sicherlich komischer!

Mit das Beste von Kleist!

Zitronenblau am 01.06.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Geschichte in der Verwechslungskomödie um Amphytrion und dessen "Entamphytrionisierung" ist bereits in der Antike aufgegriffen worden und reflektiert das "Doppelgänger"-Motiv, es handelt sich hierbei ergo um eine "Ich-Reflexion", die durchaus bedenkenswert ist. Kleist hat sie von Molière in eine eigene Fassung übertragen und ein komisches Meisterwerk geschaffen, dass sehr lesenswert ist. Ich hatte einmal das Vergnügen, mir die Inszenierung im Maxim-Gorki-Theater in Berlin anschauen zu dürfen. Sehr unterhaltsam, wobei der Stoff schon etwas schwieriger ist. Es geht motivisch sicherlich komischer!

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