Mutmassungen über Jakob, m. Audio-CD
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Beschreibung

Wer war dieser Jakob Abs? An einem nebligen Morgen im November wird der Achtundzwanzigjährige, der bei der Reichsbahn arbeitet, auf dem Gelände des Dresdner Bahnhofs von einer Lokomotive überfahren. Damit beginnen die kunstvoll formulierten Mutmaßungen der Erzählers: War es ein Unfall? Beging er Selbstmord? Und wenn ja: Was mag ihn dazu getrieben haben? Oder war es gar ein politischer Mord? Aber aus welchen Motiven?
In einer Reihe von Gesprächsfetzen, in denen sich jene Personen zu Wort melden, die dem Protagonisten am nächsten standen, entsteht nach und nach das Bild des verlässlichen und schweigsamen Jakobs. Da sind seine Mutter uns seine Freundin Gesine, die in den Westen geflohen sind, da ist aber auch Hauptmann Rohlfs von der Spionageabwehr der DDR. Es stellt sich heraus, dass der Hauptmann Jakob sogar in den Westen fahren ließ. Doch der kam zurück, enttäuscht vom Leben in der BRD. Sein neues Leben in der DDR jedoch dauerte nur einen einzigen Tag.

"Ich kann mir keine Prosa denken, die sich weniger aufspielt, die so dienlich ist, die ihren Reichtum nie beweisen will, die ihn nur der Sache zugute kommen lässt und dies unerschöpflich." (Martin Walser)

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

2001

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

307

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

2001

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

307

Maße (L/B/H)

17,8/10,8/2,2 cm

Gewicht

206 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-39855-5

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Für literarische Spürnasen

Bewertung aus Walldorf am 16.12.2010

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Jakob wurde an einem nebligen Novembermorgen von einer Rangierlok überrollt. Die „Mutmaßungen über Jakob“ versuchen, die Ursache für Jakobs Tod zu ergründen, indem sie Jakobs letzte Tage vor seinem Tod aus der Perspektive verschiedener ihm nahestehender Personen nachvollziehen. Dabei erfährt man Einiges nicht nur über Jakob selbst, sondern auch über das Leben in der DDR zur Zeit der Ungarnaufstände und über das komplizierte Verhältnis eines loyalen Staatsbürgers zur Stasi. Form: Die Sprache wechselt zwischen den kurzen knappen Sätzen der Dialoge, die mitunter auch im Dialekt widergegeben werden, und ausladenden Erläuterungen. Die Erzählperspektive ändert sich häufig, ohne dass Uwe Johnson direkte Hinweise gibt, welche Sicht im Buch gerade eingenommen wird. Bewertung: „Mutmaßungen über Jakob’ ist definitiv kein Buch, welches einfach zu lesen ist. Im Gegenteil man muss nach jedem Perspektivwechsel Spuren suchen und darüber mutmaßen, welche Perspektive aktuell ist. Darüber hinaus wird das Buch interessant durch die detaillierten Schilderungen der Lebensumstände Jakobs und seiner Freunde und Verwandten und deren verschiedener Sichtweisen. Sehr überzeugend stellt Uwe Johnson dar, wie man als loyaler Staatsbürger in die Aktivitäten der Staatssicherheit hineingezogen werden konnte, ohne es richtig zu merken. Fazit: Für literarische Spürnasen, die an einer aufwändigen literarischen Spurensuche Spaß haben und die gleichzeitig an der jüngeren deutschen Geschichte nicht vollkommen desinteressiert sind, ist das Buch auf alle Fälle sehr lohnend.

Für literarische Spürnasen

Bewertung aus Walldorf am 16.12.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Jakob wurde an einem nebligen Novembermorgen von einer Rangierlok überrollt. Die „Mutmaßungen über Jakob“ versuchen, die Ursache für Jakobs Tod zu ergründen, indem sie Jakobs letzte Tage vor seinem Tod aus der Perspektive verschiedener ihm nahestehender Personen nachvollziehen. Dabei erfährt man Einiges nicht nur über Jakob selbst, sondern auch über das Leben in der DDR zur Zeit der Ungarnaufstände und über das komplizierte Verhältnis eines loyalen Staatsbürgers zur Stasi. Form: Die Sprache wechselt zwischen den kurzen knappen Sätzen der Dialoge, die mitunter auch im Dialekt widergegeben werden, und ausladenden Erläuterungen. Die Erzählperspektive ändert sich häufig, ohne dass Uwe Johnson direkte Hinweise gibt, welche Sicht im Buch gerade eingenommen wird. Bewertung: „Mutmaßungen über Jakob’ ist definitiv kein Buch, welches einfach zu lesen ist. Im Gegenteil man muss nach jedem Perspektivwechsel Spuren suchen und darüber mutmaßen, welche Perspektive aktuell ist. Darüber hinaus wird das Buch interessant durch die detaillierten Schilderungen der Lebensumstände Jakobs und seiner Freunde und Verwandten und deren verschiedener Sichtweisen. Sehr überzeugend stellt Uwe Johnson dar, wie man als loyaler Staatsbürger in die Aktivitäten der Staatssicherheit hineingezogen werden konnte, ohne es richtig zu merken. Fazit: Für literarische Spürnasen, die an einer aufwändigen literarischen Spurensuche Spaß haben und die gleichzeitig an der jüngeren deutschen Geschichte nicht vollkommen desinteressiert sind, ist das Buch auf alle Fälle sehr lohnend.

Diesseits des Vorhangs

Polar aus Aachen am 21.10.2008

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Denkt man an Uwe Johnson fallen einem sofort die Jahrestage ein. Jenes monumentale Werk über das Leben in der DDR und das Überleben im Westen. Schon in dem 1959 erschienen Roman Mutmassungen über Jakob blitzt bereits das schriftstellerische Können Uwe Johnsons auf, das seine späten Jahre prägen wird. Seine Welt setzt sich aus Versatzstücken zusammen, ist als Ganzes nicht zu fassen, muss erforscht, erneut zusammengesetzt werden. Er nähert sich der Wirklichkeit durch die Erinnerungen anderer. In den Mutmassungen verschwindet ein junger Mann und zurück bleiben nur Fragen. Aus den Antworten setzt Johnson nicht nur sein Leben zusammen, er spiegelt auch die DDR wie den Westen, zeigt das Werben der Stasi um Mitarbeiter, erzählt vom Ungarn-Aufstand, zeichnet ein zerrissenes Deutschland nach, durch das sich ein bleierner Vorhang zieht, hinter dem man verschwindet und wieder auftaucht. Nach dem Fall der Mauer, mit dem Abstand der Jahre ist dieses Deutschland nicht wie zu Zeiten der Bundesrepublik aus Sicht zweier Länder zu betrachten, vielmehr als ein in Teilen zerfallenes Land, für das Uwe Johnson ein faszinierendes literarisches Bild gezimmert hat. Und so bleibt selbst Jakobs Tod mysteriös, gleicht einem Puzzle, bei dem vielleicht das ein oder Teil verloren gegangen ist. Der erste Satz: Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen, fasst ein Leben zusammen, ein Kapitel deutscher Geschichte. Niemand vermochte wie Johnson so brillant davon zu erzählen

Diesseits des Vorhangs

Polar aus Aachen am 21.10.2008
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Denkt man an Uwe Johnson fallen einem sofort die Jahrestage ein. Jenes monumentale Werk über das Leben in der DDR und das Überleben im Westen. Schon in dem 1959 erschienen Roman Mutmassungen über Jakob blitzt bereits das schriftstellerische Können Uwe Johnsons auf, das seine späten Jahre prägen wird. Seine Welt setzt sich aus Versatzstücken zusammen, ist als Ganzes nicht zu fassen, muss erforscht, erneut zusammengesetzt werden. Er nähert sich der Wirklichkeit durch die Erinnerungen anderer. In den Mutmassungen verschwindet ein junger Mann und zurück bleiben nur Fragen. Aus den Antworten setzt Johnson nicht nur sein Leben zusammen, er spiegelt auch die DDR wie den Westen, zeigt das Werben der Stasi um Mitarbeiter, erzählt vom Ungarn-Aufstand, zeichnet ein zerrissenes Deutschland nach, durch das sich ein bleierner Vorhang zieht, hinter dem man verschwindet und wieder auftaucht. Nach dem Fall der Mauer, mit dem Abstand der Jahre ist dieses Deutschland nicht wie zu Zeiten der Bundesrepublik aus Sicht zweier Länder zu betrachten, vielmehr als ein in Teilen zerfallenes Land, für das Uwe Johnson ein faszinierendes literarisches Bild gezimmert hat. Und so bleibt selbst Jakobs Tod mysteriös, gleicht einem Puzzle, bei dem vielleicht das ein oder Teil verloren gegangen ist. Der erste Satz: Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen, fasst ein Leben zusammen, ein Kapitel deutscher Geschichte. Niemand vermochte wie Johnson so brillant davon zu erzählen

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