Besitz als Straftat.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht: Einleitung - Teil 1: Grundlagen: Die geschichtliche Entwicklung der Besitzdelikte - Überblick über die Besitzdelikte des geltenden Rechts - Funktionen und Arten der Besitzdelikte - Der Besitzbegriff im Strafrecht - Teil 2: Die Besitzdelikte als Verhaltensdelikte: Die Unterscheidung zwischen Tun und Unterlassen - Die Unterscheidung zwischen echten und unechten Unterlassungsdelikten - Funktionsgerechtigkeit der Besitzdelikte als Verhaltensdelikte - Verfassungsmäßigkeit der Besitzdelikte als Verhaltensdelikte - Besitzen als menschliches Verhalten - Teil 3: Die Besitzdelikte als Zustandsdelikte: Zustandsdelikte und Strafrechtsdogmatik - Zustandsdelikte und Grundgesetz - Das Problem der Strafbarkeit des gebotenen Verhaltens - Die allgemeinen rechtsstaatlichen Grenzen für den Einsatz des Strafrechts - Zusammenfassung - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis
Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge Band 133

Besitz als Straftat.

Dissertationsschrift

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Kern jeder Straftat ist menschliches Verhalten - nur für sein Tun oder Unterlassen darf der Mensch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. In dieser Lesart entspricht das "Handlungsdogma" ganz allgemeiner Ansicht. Dennoch stellen zahlreiche Straftatbestände den Besitz von Gegenständen unter Strafe, prima vista also einen bloßen Zustand. Prominente Beispiele sind der strafbare Besitz von Betäubungsmitteln und bestimmten kinderpornographischen Schriften. Die Spur der "Besitzdelikte" durchzieht das Nebenstrafrecht, sie reicht aber über Schriftenverbreitungs- und Vorbereitungstatbestände bis in den Kern des Strafgesetzbuchs. Stehen die Besitzdelikte noch auf dem Boden des Handlungsdogmas?

Die apodiktische Standardantwort lautet, mit den Besitzdelikten werde nicht ein Zustand als solcher, sondern seine Herbeiführung und Aufrechterhaltung bestraft. Eckstein untersucht, ob sich dieses Verhaltensdeliktskonzept, der Versuch, die Besitzdelikte für das Handlungsdogma zu retten, als tragfähig erweist: Der Gesetzgeber hat ganz bewußt den Besitz von Gegenständen und nicht die dem Besitz zugrundeliegenden Verhaltensweisen für tatbestandsmäßig erklärt. Dadurch wollte er den spezifischen Gefahren begegnen, die der Besitz bestimmter Gegenstände mit sich bringt, und den Nachweis konkreten Verhaltens entbehrlich machen. Das Verhaltensdeliktskonzept konterkariert diese Intentionen förmlich, es zwingt dazu, dem Besitzer ein konkretes Tun oder Unterlassen vorzuwerfen.

Die Besitzdelikte statt dessen als "Zustandsdelikte" zu kennzeichnen, weil sie den Besitz als bloßen Zustand bestrafen, wirft seinerseits Probleme auf. Eine solche strafrechtliche Zustandsverantwortung müßte mit der Verfassung in Einklang stehen. Die Besitzdelikte als Zustandsdelikte müssen sich folglich am Schuldprinzip und am Verhältnismäßigkeitsgrundsatz messen lassen: Berechtigt der Besitz als Zustand zum Schuldvorwurf, und bilden die Besitzdelikte als Zustandsdelikte ein verhältnismäßiges Mittel präventiven Rechtsgüterschutzes?

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2001

Verlag

Duncker & Humblot

Seitenzahl

289

Maße (L/B/H)

23,6/15,9/1,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2001

Verlag

Duncker & Humblot

Seitenzahl

289

Maße (L/B/H)

23,6/15,9/1,5 cm

Gewicht

395 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-428-10191-7

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