Fahrenheit 451

Fahrenheit 451

Schulbuch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

ISBN

978-3-15-009270-5

Verkaufsrang

823

Erscheinungsdatum

01.01.1991

Einband

Taschenbuch

Herausgeber

Norbert Köhn

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-15-009270-5

Verkaufsrang

823

Erscheinungsdatum

01.01.1991

Einband

Taschenbuch

Herausgeber

Norbert Köhn

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

251

Maße (L/B/H)

14,7/9,3/1,3 cm

Gewicht

115 g

Sprache

Deutsch, Englisch

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ein glaubwürdiges Drama

Mario Pf. aus Oberösterreich am 01.06.2021

Bewertungsnummer: 537473

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Ray Bradburrys düstere Zukunftsvision ist keine Utopie, sie ist eine beklemmende Möglichkeit. Fahrenheit 451 thematisiert eben jenen noch immer aktuellen Effekt einer immer schneller lebenden Gesellschaft. Treffend ließe sich Bradburrys auch als extreme Variante der so genannten Spaßgesellschaft bezeichnen, was diese Idee auch so verflucht realistisch macht. Die Geschichte von Fahrenheit 451 beginnt mit dem Feuermann Guy Montag. Die Welt hat sich verändert, Bücher werden wo immer man sie findet verbrannt. Die Feuerwehr wehrt nicht mehr das Feuer sondern legt die Brände, sie verbrennt das Wissen, das zu Fragen führen könnte und Fragen sind es was diese Gesellschaft fürchtet. Die Zeiten sind hektisch und niemand möchte sich mehr Fragen stellen, denn das würde die Hektik zum Erliegen bringen und genau deshalb gibt es diese Hektik auch, um Denken zu verhindern, denn verschiedene Ansichten verhindern gemeinsames Zusammenleben und die Schuld an allem Hass liegt eben bei jenen Hindernissen. Deshalb hat man beschlossen, ohne dass die Menschen sich dagegen zur Wehr setzten, dass man alles tun muss, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Bücherverbrennungen sind dabei nur ein notwendiges Übel. Eines Tages trifft eben dieser Guy Montag, ein Feuerwehrmann, auf das 17jährige Mädchen Clarisse McClellan. Sofort von dem seltsamen Mädchen fasziniert begreift Montag nicht, wie schnell er von jenem Weg abkommt, den er als Feuerwehrmann zu gehen gewählt hatte. Langsam fängt er an wieder frei zu denken und gelangt zur Einsicht, wie verfahren seine Situation eigentlich ist. Als er eines Tages auch noch mit ansehen muss, wie eine Frau sich mitsamt ihrer Bücher verbrennen lässt, bricht in ihm ein schwerer innerer Konflikt aus. Die vorherrschende Ideologie, manifestiert in Hauptmann Beatty, lässt ihn jedoch nicht so einfach seines Weges ziehen. Beatty konfrontiert ihn mit seiner Sicht der Dinge, mit der Weltanschauung der Allgemeinheit. Doch Montag hat schon zuviel von den Dingen gesehen, die ihm Beatty nicht schönreden kann. Man vernichte alles was Unzufriedenheit verursachen könnte, man brenne es nieder für das Allgemeinwohl, um Nachdenken, Überlegen, sich bewusst werden, gleich vorweg zu verhindern. Mit seiner Frau Mildred als typischer Vertreterin dieser „Spaßgesellschaft“ hat Montag jedoch schon die Erfahrung gemacht, dass dieses gepriesene System nicht funktioniert. Sie ist tablettensüchtig, lebt bzw. rast am Leben vorbei und spricht mit (Fernseh-)Wänden. Und auch die Feuerwehr als Hüterin der gesellschaftlichen Ordnung ist nicht mehr als ein Literaturkiller und manchmal tötet sie auch Menschen, denn hinter jedem Buch steht bekanntlich ein Mensch. Unglücklich vom plötzlichen Verschwinden Clarisses und in arge Selbstzweifel und Bedrängnis gestürzt macht sich Montag zu einem möglichen Freund und Helfer auf, einem der wenigen noch lebenden Akademiker. Damit hat er sein Schicksal besiegelt. Fahrenheit 451 ist eine düstere Vision, zugleich aber auch ein Buch über Bücher und die Liebe zu Büchern. Ray Bradburry ist mit diesem „Meisterwerk“ ein Stück Literaturgeschichte gelungen, die meiner Meinung nach noch faszinierender ist als George Orwells 1984. Bradburry ist nicht nur Visionär, er ist auch ein genialer Geschichtenerzähler und das macht ihn so lesenswert, denn er reizt den Leser zum Weiterlesen. Was dieses Drama aber so faszinierend macht, ist seine Glaubwürdigkeit.
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ein glaubwürdiges Drama

Mario Pf. aus Oberösterreich am 01.06.2021
Bewertungsnummer: 537473
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Ray Bradburrys düstere Zukunftsvision ist keine Utopie, sie ist eine beklemmende Möglichkeit. Fahrenheit 451 thematisiert eben jenen noch immer aktuellen Effekt einer immer schneller lebenden Gesellschaft. Treffend ließe sich Bradburrys auch als extreme Variante der so genannten Spaßgesellschaft bezeichnen, was diese Idee auch so verflucht realistisch macht. Die Geschichte von Fahrenheit 451 beginnt mit dem Feuermann Guy Montag. Die Welt hat sich verändert, Bücher werden wo immer man sie findet verbrannt. Die Feuerwehr wehrt nicht mehr das Feuer sondern legt die Brände, sie verbrennt das Wissen, das zu Fragen führen könnte und Fragen sind es was diese Gesellschaft fürchtet. Die Zeiten sind hektisch und niemand möchte sich mehr Fragen stellen, denn das würde die Hektik zum Erliegen bringen und genau deshalb gibt es diese Hektik auch, um Denken zu verhindern, denn verschiedene Ansichten verhindern gemeinsames Zusammenleben und die Schuld an allem Hass liegt eben bei jenen Hindernissen. Deshalb hat man beschlossen, ohne dass die Menschen sich dagegen zur Wehr setzten, dass man alles tun muss, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Bücherverbrennungen sind dabei nur ein notwendiges Übel. Eines Tages trifft eben dieser Guy Montag, ein Feuerwehrmann, auf das 17jährige Mädchen Clarisse McClellan. Sofort von dem seltsamen Mädchen fasziniert begreift Montag nicht, wie schnell er von jenem Weg abkommt, den er als Feuerwehrmann zu gehen gewählt hatte. Langsam fängt er an wieder frei zu denken und gelangt zur Einsicht, wie verfahren seine Situation eigentlich ist. Als er eines Tages auch noch mit ansehen muss, wie eine Frau sich mitsamt ihrer Bücher verbrennen lässt, bricht in ihm ein schwerer innerer Konflikt aus. Die vorherrschende Ideologie, manifestiert in Hauptmann Beatty, lässt ihn jedoch nicht so einfach seines Weges ziehen. Beatty konfrontiert ihn mit seiner Sicht der Dinge, mit der Weltanschauung der Allgemeinheit. Doch Montag hat schon zuviel von den Dingen gesehen, die ihm Beatty nicht schönreden kann. Man vernichte alles was Unzufriedenheit verursachen könnte, man brenne es nieder für das Allgemeinwohl, um Nachdenken, Überlegen, sich bewusst werden, gleich vorweg zu verhindern. Mit seiner Frau Mildred als typischer Vertreterin dieser „Spaßgesellschaft“ hat Montag jedoch schon die Erfahrung gemacht, dass dieses gepriesene System nicht funktioniert. Sie ist tablettensüchtig, lebt bzw. rast am Leben vorbei und spricht mit (Fernseh-)Wänden. Und auch die Feuerwehr als Hüterin der gesellschaftlichen Ordnung ist nicht mehr als ein Literaturkiller und manchmal tötet sie auch Menschen, denn hinter jedem Buch steht bekanntlich ein Mensch. Unglücklich vom plötzlichen Verschwinden Clarisses und in arge Selbstzweifel und Bedrängnis gestürzt macht sich Montag zu einem möglichen Freund und Helfer auf, einem der wenigen noch lebenden Akademiker. Damit hat er sein Schicksal besiegelt. Fahrenheit 451 ist eine düstere Vision, zugleich aber auch ein Buch über Bücher und die Liebe zu Büchern. Ray Bradburry ist mit diesem „Meisterwerk“ ein Stück Literaturgeschichte gelungen, die meiner Meinung nach noch faszinierender ist als George Orwells 1984. Bradburry ist nicht nur Visionär, er ist auch ein genialer Geschichtenerzähler und das macht ihn so lesenswert, denn er reizt den Leser zum Weiterlesen. Was dieses Drama aber so faszinierend macht, ist seine Glaubwürdigkeit.

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Fahrenheit 451

von Ray Bradbury

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