Die Kämpfe am Monte Piano und im Cristallo-Gebiet (Südtiroler Dolomiten) 1915-1917
Schlern-Schriften Band 273

Die Kämpfe am Monte Piano und im Cristallo-Gebiet (Südtiroler Dolomiten) 1915-1917

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Beschreibung

DER KAMPF IN DEN BERGEN DER SÜDFRONT

Eines der wichtigsten und interessantesten Kapitel der Tiroler Landesgeschichte in der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Durch den Kriegseintritt Italiens 1915 wird die 350 km lange Grenze vom Stilfser Joch bis Kärnten zur Kampflinie. Ehe die Kaiserjäger und Landesschützen von den Kriegsschauplätzen im Osten zurückbeordert werden können, müssen Marsch-, Landsturm- und Reservebataillone zusammen mit Standschützenformationen die Tiroler Grenzberge halten. Bei den Kämpfen im Cristallo- und Drei-Zinnen-Gebiet versuchen die Italiener, ins nahe Pustertal durchzubrechen. Dabei bildet der Monte Piano einen wichtigen Stützpunkt der Dolomitenfront. Kurz nach Kriegsbeginn von Tiroler Einheiten besetzt, wird er auch in schwierigsten Gefechtslagen gehalten, bis die Italiener 1917 das Gebiet räumen. (Vgl. auch Schlern-Schriften 274)

Mit zahlreichen Bildern, Skizzen und Landkarten.

AUS DEM INHALT:
1. TEIL: DIE KÄMPFE AM MONTE PIANO
- Österreichische Grenzschutzvorbereitung bis zum Kriege mit Italien. Lage zur Zeit der italienischen Kriegserklärung
- Das Pustertal. Der Monte Piano
- Angriffspläne und Kräfteverteilung der Italiener
- Der österreichische Handstreich auf dem Monte Piano am 7. Juli 1915
- Die Vorverlegung einer Sicherung vor die österreichische Verteidigungslinie mit Einbeziehung des Monte Piano-Gebietes
- Italienische Angriffe im Val Popena, auf dem Monte Piano und im Val Rimbianco im Juli, August und September 1915
- Italienische Angriffe im Val Popena im Oktober und November 1915
- Der Winter 1915/16
- Die Beschießung von Toblach und Innichen im Pustertal
- Unternehmungen auf dem Monte Piano vom Mai bis August 1916
- Der österreichische Demonstrationsangriff auf dem Monte Piano am 22. Oktober 1917
- Besatzung der Piano-Nordkuppe in der Zeit vom 7. Juni 1915 bis 3. November 1917

2. TEIL: DIE KÄMPFE IM CRISTALLO GEBIET
- Österreichische Grenzschutzvorbereitungen bis zum Beginn des Krieges mit Italien
- Lage auf österreichischer Seite zur Zeit der Kriegserklärung Italiens
- Lage auf italienischer Seite. Angriffspläne
- Italienischer Angriff auf Son Pausses in der ersten Junihälfte 1915
- Vorlegen von Sicherungen vor die österreichische Hauptwiderstandslinie auf dem Monte Piano und im Gemärk. Vorbereitungen für das Vorlegen einer neuen Sicherungslinie im Forame-Schönleiten-Schneid-Gebiet
- Italienischer Angriff im Rufreddo-Gebiet Mitte Juli 1915
- Österreichische Patrouillentätigkeit im Cristallo-Gebiet. Italienische Angriffe („Erste Cristallo-Aktion" der Italiener)
- Besetzung des Forame und der Schönleiten-Schneid durch österreichische Truppen Mitte August 1915
- Italienischer Angriff im Gebiet Forame-Schönleiten-Schneid vom 11. Bis 17. September 1915 („Zweite Cristallo-Aktion" der Italiener)
- Besetzung des Rauchkofel-Sattels und des Schönleiten-Schneid-Jöchls am 16. September 1915
- Italienischer Angriff auf Rufreddo, Forame und Schönleiten-Schneid vom 20. Bis 24. Oktober 1915 („Dritte Cristallo-Aktion" der Italiener)
- Italienischer Angriff auf die Rufreddo-Stellung am 26. Und 17. November 1915
- Der Winter 1915/16
- Italienische Unternehmungen gegen die Höhe 1890 auf dem Rauchkofel am 1. April 1916. Fall der österreichischen Stellung und ihre Wiedereroberung
- Italienischer Angriff auf die Rufreddo-Talstellung vom 6. Bis 12. Juni 1916
- Säuberungsunternehmung im Forame-Gebiet vom 5. Bis 13. September 1916

Generalmajor Viktor Schemfil, geboren 1879 in Wien, trat er 1899 als Einjährig-Freiwilliger in das III. Regiment der Tiroler Kaiserjäger ein. Er kam als Berufsoffizier nach Bozen, Rovereto und Trient. Im 1. Weltkrieg machte er alle Kämpfe seines Regiments als Kompaniechef, Bataillonskommandeur und schließlich als Regimentsadjutant mit, zunächst in Galizien und dann an der Tiroler Front. Er blieb seinem Kaiserjägerregiment treu bis zum bitteren Ende 1918 in italienischer Gefangenschaft. Nach seiner Heimkehr wurde er in das österreichische Bundesheer übernommen und befehligte in Bregenz als Traditionstruppe der Kaiserjäger das Alpenjägerbataillon 4. Nach kurzer Tätigkeit im Brigadekommando Innsbruck trat er in den Ruhestand.

Nun konnte er sich ganz seiner Berufung als Geschichtesschreiber der Tiroler Front widmen. Der bekannte Schriftsteller Dr. Hartner Seberich schrieb über seine Werke:
"Sie sind nicht irgendeine Kriegsliteratur, von der es soviel gibt - es sind Monographien, die ihr Thema pragmatisch entwickeln, alle Quellen von Freund und Feind ausschöpfen und wirkliche Geschichtswerke wurden. Ein würdiges Denkmal derer, die an der Grenze Tirols kämpften, litten und starben."

Es erschienen die Werke Geschichte des K.u.K. III. Regimentes der Tiroler Kaiserjäger im Weltkrieg (1926), Col di Lana (1935), Pasubio (1936), Monte Piano (1949), Die Kämpfe im Drei-Zinnen-Gebiet (1955), Cristallo (1957), Die Kämpfe am Kreuzberg bei Sexten (1957), Das K.u.K. Tiroler Korps im Jahre 1809 (1959) und Das Paternkofelunternehmen und der Tod Sepp Innerkoflers. Diese Abhandlung stellt eine Meisterleistung kriegsgeschichtlicher Forschungsarbeit dar. Eine wertvolle Studie über die Kämpfe von 1809 liegt im Manuskript vor und harrt auf ihre Veröffentlichung, um die Kenntnisse der Tiroler Freiheitskriege zu ergänzen und abzurunden.

Generalmajor Schemfil verstarb 1960. Mit ihm ist einer der bedeutendsten Kriegsgeschichteschreiber dahingegangen, der sich bleibende Verdienste in der gesamtösterreichischen Geschichtsforschung erworben hat.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.1998

Verlag

Wagner Innsbruck

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

24,6/17,5/2,1 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.1998

Verlag

Wagner Innsbruck

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

24,6/17,5/2,1 cm

Gewicht

668 g

Auflage

28 Bildtaf. davon 2 Falttaf. 30 Skizzen. Verfasst auf Grund österreichischer Kriegsakten, Schilderungen von Mitk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7030-0323-3

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Bewertung aus St. Gallen am 25.08.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die enorme Recherchearbeit es Autors ist sicher zu würdigen, aber das Buch ist unlesbar. Dem Buch fehlt gänzlich übergeordnet die politisch strategischen Hintergründe. Wenn schon so ins Detail beschrieben, würde einem das (Über-)Leben der Soldaten in diesen widrigen Umständen interessieren.

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

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