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Fischer Taschenbibliothek / 1913

Der Sommer des Jahrhunderts

(63)
Die Geschichte eines ungeheuren Jahres – der internationale Bestseller jetzt im handlichen Taschenformat!

'Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen – Illies' Geschichten sind einfach großartig.'

Ferdinand von Schirach

Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama des Jahres, in dem unsere Gegenwart begann: 1913. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.

Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Florian Illies lässt dieses Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein erstes Flackern des Untergangs, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.
Rezension
Seine Fähigkeit, Gemälde auf den anschaulichen Begriff zu bringen, sie in Worte und Metaphern zu übersetzen, ist außergewöhnlich und bereitet intellektuell-sinnliches Vergnügen. Ulrich Weinzierl Die Welt/Literarische Welt 20121020
Portrait
Florian Illies, geboren 1971 in Schlitz bei Fulda, studierte Kunstgeschichte in Bonn und Oxford. Nach einigen Jahren als Redakteur übernahm er bereits Ende der Neunziger Jahre die Leitung des Feuilletons der »Frankfurter Allgemeinen«, einer der renommiertesten deutschen Tageszeitungen sowie deren Sonntagszeitung. Florian Illies war darüber hinaus Mitgründer der Kunstzeitschrift »Monopol« und ihr Herausgeber. Im Jahr 1999 wurde er mit dem Ernst-Robert-Curtius Förderpreis für Essayistik ausgezeichnet. 2008 wechselte er als Ressortleiter Feuilleton und Literatur zur »Zeit«. Illies ist jetzt Partner des Berliner Auktionshauses »Villa Grisebach« und dort für die Kunst des 19. Jahrhunderts verantwortlich. Derzeit arbeitet er als freier Autor in Berlin.
Zitat
»Ganz zauberhaft und zu Recht seit vielen Monaten auf den Bestsellerlisten«

Andreas Müller, Darmstädter Echo, 26.7.2014

»Florian Illies hat ein Jahrhundertbuch geschrieben.«

Alexander Kluge, Welt am Sonntag

»Ein Juwel von einem Buch«

Observer

»Florian Illies erzählt die Geburt der Moderne als eine komische und gelegentlich herzzerreißende Seifenoper. Ein großes Vergnügen.«

Washington Post
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 19.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-52053-4
Reihe Fischer TaschenBibliothek
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 14,4/9,3/3 cm
Gewicht 263 g
Auflage 3
Buch (gebundene Ausgabe)
12,40
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Buchhändler-Empfehlungen

„Absolutes Muss“

Thomas Horvath, Thalia-Buchhandlung Linz, Lentia City

Diese Buch ist ein Lesegenuss und informativ zugleich. Illies schafft es auch immer wieder von den geschichtlichen Fakten ausgehenden, die Fantasie des Lesers zum sprudeln zu bringen. Diese Buch ist ein Lesegenuss und informativ zugleich. Illies schafft es auch immer wieder von den geschichtlichen Fakten ausgehenden, die Fantasie des Lesers zum sprudeln zu bringen.

„Das gab´s nur einmal“

Marie-Therese Reisenauer, Thalia-Buchhandlung Wien

Die Biographie eines Jahres, welches retrospektiv ein ganz besonderes Jahr war. das letzte Friedensjahr. Ein Europa in Glanz und Gloria. Da wird geschrieben und gemalt, Joyce und Muil treffen aufeinander in Triest. Für einen Capuccino reicht´s allemal. Strawinsky opfert den Frühling, man kokst, man trinkt, z.B. Freud mit Rilke, und dann gab es dann noch den kleinen österreichischen Postkartenmaler, welcher in München biedere Stadtansichten an den Mann brachte, Adolf Hitler... Die Biographie eines Jahres, welches retrospektiv ein ganz besonderes Jahr war. das letzte Friedensjahr. Ein Europa in Glanz und Gloria. Da wird geschrieben und gemalt, Joyce und Muil treffen aufeinander in Triest. Für einen Capuccino reicht´s allemal. Strawinsky opfert den Frühling, man kokst, man trinkt, z.B. Freud mit Rilke, und dann gab es dann noch den kleinen österreichischen Postkartenmaler, welcher in München biedere Stadtansichten an den Mann brachte, Adolf Hitler...

„interessantes, kurzweiliges Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

Es ist Silvester, ein paar Sekunden nach Mitternacht. Das Jahr 1913 hat gerade erst begonnen, als ein 12 jähriger Junge verhaftet wird. In seinem Besitz - eine gestohlene Pistole aus der er 2 Schüsse abgegeben hat. Er wird sofort in eine Besserungsanstalt eingeliefert. Der Junge ist Louis Armstrong. Mit dieser Geschichte beginnt Florian Illies und läßt sein Buch "1913" mit einer Tagebucheintragung von Arthur Schnitzler am 31.12.enden. Dazwischen begegnen wir Franz Kafka, Alma Mahler und Kokoschka, Egon Erwin Kisch, Thomas Mann, Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn, Ernst Ludwig Kirchner, Siegmund Freud ,Ernst Jünger, Robert Musil, Rilke, Karl Kraus, Max Beckmann und und und. Welch' unglaublich intensive Zeit. Journalisten, Schriftsteller, Ärzte, Musiker, bildende Künstler und ihre Musen. Schlicht alles von Rang und Namen in der Kunst-oder auch nicht Szene tummelt sich in diesem kurzweiligen, interessanten, sehr unterhaltsamen Roman.
Großes Lesevergnügen
Es ist Silvester, ein paar Sekunden nach Mitternacht. Das Jahr 1913 hat gerade erst begonnen, als ein 12 jähriger Junge verhaftet wird. In seinem Besitz - eine gestohlene Pistole aus der er 2 Schüsse abgegeben hat. Er wird sofort in eine Besserungsanstalt eingeliefert. Der Junge ist Louis Armstrong. Mit dieser Geschichte beginnt Florian Illies und läßt sein Buch "1913" mit einer Tagebucheintragung von Arthur Schnitzler am 31.12.enden. Dazwischen begegnen wir Franz Kafka, Alma Mahler und Kokoschka, Egon Erwin Kisch, Thomas Mann, Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn, Ernst Ludwig Kirchner, Siegmund Freud ,Ernst Jünger, Robert Musil, Rilke, Karl Kraus, Max Beckmann und und und. Welch' unglaublich intensive Zeit. Journalisten, Schriftsteller, Ärzte, Musiker, bildende Künstler und ihre Musen. Schlicht alles von Rang und Namen in der Kunst-oder auch nicht Szene tummelt sich in diesem kurzweiligen, interessanten, sehr unterhaltsamen Roman.
Großes Lesevergnügen

„1913“

Helmuth Fahrngruber, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Florian Illies lässt das Jahr 1913 in Anekdoten über die kulturelle Elite Europas Revue passieren. Am Horizont dräut das Unheil des großen Krieges im Jahr danach, die Welt ist nach der Jahrhundertwende im Aufbruch, auf der Suche nach Neuem, Besserem. Wir begegnen Sigmund Freud und C.G. Jung, dem jungen Josef Stalin und Adolf Hitler in Wien. Wir erfahren Heiteres über die Musen des Oskar Kokoschka des Pablo Picasso. Die Empfindsamkeiten von Rilke, Thomas und Heinrich Mann begleiten uns ebenso wie die geistigen Labyrinthe des Franz Kafka durch dieses Panorama der fiebrigen Boheme Europas, die ins 20. Jahrhundert aufgebrochen ist.
Man spürt die Atmosphäre des Jahres 1913, garniert durch die dem Autor eigene heitere Ironie.
Florian Illies lässt das Jahr 1913 in Anekdoten über die kulturelle Elite Europas Revue passieren. Am Horizont dräut das Unheil des großen Krieges im Jahr danach, die Welt ist nach der Jahrhundertwende im Aufbruch, auf der Suche nach Neuem, Besserem. Wir begegnen Sigmund Freud und C.G. Jung, dem jungen Josef Stalin und Adolf Hitler in Wien. Wir erfahren Heiteres über die Musen des Oskar Kokoschka des Pablo Picasso. Die Empfindsamkeiten von Rilke, Thomas und Heinrich Mann begleiten uns ebenso wie die geistigen Labyrinthe des Franz Kafka durch dieses Panorama der fiebrigen Boheme Europas, die ins 20. Jahrhundert aufgebrochen ist.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
63 Bewertungen
Übersicht
48
13
1
1
0

Fleißarbeit oder Meisterwerk
von Eberhard Landes am 17.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Leichte Kost ist es nicht, dieses ungewöhnliche Buch. So viel ist m.E. unstrittig. Strittig hingegen kann durchaus die Frage diskutiert werden, ob es "nur" eine enorme Fleisarbeit ist, die Florian Illies uns hier präsentiert oder ob aus der zweifelsohne immensen Recherchearbeit auch ein Meisterwerk resultierte. Klar hingegen ist wiederum:... Leichte Kost ist es nicht, dieses ungewöhnliche Buch. So viel ist m.E. unstrittig. Strittig hingegen kann durchaus die Frage diskutiert werden, ob es "nur" eine enorme Fleisarbeit ist, die Florian Illies uns hier präsentiert oder ob aus der zweifelsohne immensen Recherchearbeit auch ein Meisterwerk resultierte. Klar hingegen ist wiederum: hätte man mir in meiner Schulzeit deutsche Kunst- und Kulturgeschichte so nahegebracht, wie das hier geschieht, mein Interesse daran wäre damals expotenziell gestiegen. Aber der Reihe nach: Der 1971 geborene Florian Illies - auch Autor von "Anleitung zum Unglücklichsein" und "Generation Golf" - schildert in 12 Kapiteln (eines für jeden Monat dieses Jahres 1913) und in zahlreichen, unterschiedlich langen Anekdoten ganz viel aus Kunst und Kultur in diesem letzten Vorkriegsjahr und schafft so eine Jahreschronik in Form einer abwechslungsreichen, interessanten Collage.Gekonnt verknüpft er historische Fakten mit seiner Phantasie, was dazu führt, dass die hier vorgenommene Zuordnung zu der Kategorie Sachbuch (Grund: es gibt keinen fortlaufenden Handlungsstrang, wie in einem Roman) durchaus hinterfragt werden kann. Wer glaubt, erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sei es "so richtig rund gegangen" wird hier eines Besseren belehrt. Man fühlt die Atmosphäre in dieser Zeit, in diesem Jahr - zumindest die in den hier beschriebenen gesellschaftlichen Kreisen. Es ist kaum zu glauben, wieviele bekannte Persönlichkeiten 1913 gelebt haben und sich auch begegnet sind. Man fragt sich, wie das vergleichsweise heute ist: hätte ein Autor in - angenommen - 2117 genauso viele, genauso interessante, ihre Zeit prägende Personen als Quellen. Spannend beim Lesen ist, jeweils die Nahtstelle zu finden, zwischen Realem, historisch Belegtem oder Belegbarem einerseits und der schriftstellerischer Freiheit andererseits. Nur ein Beispiel dazu: Hiter und Stalin halten sich in 1913 in Wien auf. Hitler lebte vom Februar 1910 bis zum Mai 1913 in einem Männerwohnheim im Stadtviertel Brigittenau und Stalin schrieb von Anfang Januar bis Mitte Februar in der Schönbrunner Schlosstraße an seinem Werk "Der Marxismus und die nationale Frage"; ... aber trafen sie sich auch wirklich beim Spazierengehen im Schlosspark Schönbrunn? Meine Bewertung lautet auf jeden Fall "sehr lesenswert" und für Kunst-/Geschichtsinteressierte ein Muss.

von einer Kundin/einem Kunden am 10.11.2017
Bewertet: anderes Format

Ein Jahr der Magie, der Entdecker und Forscher! Interessant und anschaulich erzählt Illies eine Geschichte einer großen Generation!

Ein großartiges Buch, das lange nachhallt und den eigenen Horizont erweitert
von einer Kundin/einem Kunden am 05.10.2017
Bewertet: Taschenbuch

?Ist das der Sommer des Jahrhunderts? Kaiser Franz Joseph geht auf die Jagd und Ernst Jünger sitzt stundenlang mit Wintermantel im heißen Gewächshaus. Picasso und Matisse gehen zusammen reiten. Franz Marc bekommt ein zahmes Reh geschenkt. Niemand arbeitet. Ein Tod in Venedig erschüttert Berlin. Virginia Woolf und Carl Schmitt... ?Ist das der Sommer des Jahrhunderts? Kaiser Franz Joseph geht auf die Jagd und Ernst Jünger sitzt stundenlang mit Wintermantel im heißen Gewächshaus. Picasso und Matisse gehen zusammen reiten. Franz Marc bekommt ein zahmes Reh geschenkt. Niemand arbeitet. Ein Tod in Venedig erschüttert Berlin. Virginia Woolf und Carl Schmitt wollen sich umbringen. Charlie Chaplin unterschreibt seinen ersten Filmvertrag. Der Rest ist Schweigen.? Das und noch viel mehr ist alles 1913 passiert, in diesem ungewöhnlichen Jahr der Weltgeschichte, das wie kein anderes für kulturelle Blüte und intellektuelle Höhenflüge steht. Aber auch das Jahr, das schon erahnen lässt, dass alles dem Untergang und Verfall geweiht ist. So durchschreiten wir an der Hand von Florian Illies Monat für Monat dieses einzigartige Jahr, erleben Alltägliches und Besonderes, begleiten Künstler und Koryphäen durch das Jahr, verfolgen die politische Entwicklung am Vorabend des Ersten Weltkrieges und ahnen, dass nach diesem Jahr nichts mehr so sein wird wie vorher. Illies entfaltet vor unseren Augen ein unvergleichliches Panorama der Kulturgeschichte, und zwar so leichtfüßig, pointiert und unterhaltsam, dass man am liebsten immer weiterlesen möchte. Aber dieses Kaleidoskop will sich langsam entfalten, man sollte sich also Zeit beim Lesen lassen, immer wieder eintauchen in diese vergangene Welt, sich inspirieren lassen von den kurzen und trefflichen Momentaufnahmen, die Lust machen, tiefer in einzelne Themen einzutauchen. Ein großartiges Buch, das lange nachhallt und den eigenen Horizont erweitert.