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Die Ehefrau

(gekürzte Lesung)

Der Handel einer Ehe

Als Joan Castleman beschließt, ihren Mann zu verlassen, befinden sie sich gerade 10.000 Meter über dem Meer auf dem Flug nach Helsinki. Joans Mann Joseph ist ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, dem ein angesehener Literaturpreis verliehen werden soll. Joan selbst hat 40 Jahre lang ihr eigenes schriftstellerisches Talent für die Karriere ihres Mannes verleugnet. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit genauer Beobachtungsgabe folgt Meg Wolitzer der Ehe der Castlemans: von der jungen Studentin, die sich in ihren Professor verliebt, zum umschwärmten Paar der literarischen Zirkel im New York der 80er Jahre. Bis hin zu dem Punkt, als Joan der Lüge um den umjubelten Schriftsteller ein Ende bereitet …

Gelesen von Hörbuch- und Shakespeare-Company-Darstellerin Gabriele Blum.

(Laufzeit: 6h 54)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Gabriele Blum
Erscheinungsdatum 19.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783844523836
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 414 Minuten
Format & Qualität MP3, 414 Minuten, 298.76 MB
Übersetzer Stephan Kleiner
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
9
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1
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0

Jetzt auch als Film
von einer Kundin/einem Kunden am 03.04.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sowohl das Buch als auch der Film sind meiner Meinung nach mehr als gelungen. Die Geschichte verläuft flüssig und bleibt bei angemessenem Niveau spannend. Das Ende hält einen Plottwist und einen Taschentuch Moment bereit. Definitiv für Jeden etwas dabei!

von einer Kundin/einem Kunden am 12.03.2019
Bewertet: anderes Format

Wolitzer gelingt stets ein seltenes Kunststück. Sie legt den Finger treffsicher in die Wunden der patrichiachalischen Gesellschaft ohne zu missionieren oder auf die Nerven zu gehen

Großartiges Bild einer gescheiterten Ehe
von einer Kundin/einem Kunden aus Rheinberg am 27.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Joan und Joe Castleman scheinen wie das Vorzeigeehepaar aus einer längst vergangenen Zeit. Seit scheinbar Ewigkeiten verheiratet ist er der erfolgreiche Schriftsteller und sie die treu-und fürsorgliche Ehefrau, die immer an der Seite ihres Mannes steht und natürlich auch in einer, zwar nicht handelnden aber doch präsenten Art un... Joan und Joe Castleman scheinen wie das Vorzeigeehepaar aus einer längst vergangenen Zeit. Seit scheinbar Ewigkeiten verheiratet ist er der erfolgreiche Schriftsteller und sie die treu-und fürsorgliche Ehefrau, die immer an der Seite ihres Mannes steht und natürlich auch in einer, zwar nicht handelnden aber doch präsenten Art und Weise an dem beruflichen Erfolg von Joe beteiligt ist. Ihr Glück scheint den Höhepunkt zu erreichen, als Joe erfährt, dass er den Helsinki-Preis gewonnen hat, ein renommierter und überdies hoch datierter finnischer Literaturpreis. Gemeinsam mit Joan macht sich Joe auf den Weg nach Finnland, um den Preis entgegen zu nehmen und natürlich auch eine Rede zu halten. Auf dem langen Flug in die finnische Hauptstadt beginnt Joan damit ihre bisherige Ehe mit Joe Revue passieren zu lassen. Aus einem anfänglichen Blick in die Vergangenheit wird schnell ein immer mehr zerbröckelndes Bild einer Ehe, die den Großteil ihrer Zeit vor allem eines getan hat: den Schein zu wahren. Joan zeichnet mit sich selbst das Bild einer Ehefrau, die immer nur zurückgesteckt hat und für das Wohl ihres Mannes und in einem Flugzeug hoch über den Atlantik trifft Joan eine folgenreiche Entscheidung... Es ist immer wieder eine Bereicherung mitzuerleben, wenn es eine Autorin oder ein Autor schafft auf verhältnismäßig wenigen Seiten eine großartige, beeindruckende und intensive Geschichte zu erzählen. Meg Wolitzer ist das mit "Die Ehefrau" gelungen. Auf fast schon nüchterne Art und Weise lernen wir Leser Joan kennen, die die Reise zum wohl größten beruflichen Erfolg ihres Ehemannes nutzt, um ein genauso nüchternes Fazit der gemeinsamen Ehejahre zu ziehen. Dabei beschreibt sie einen gut aussehenden und ehrgeizigen College-Professor und sich selbst als introvertierte Studentin, die noch nicht wirklich viel von der Welt gesehen hat und sich gleich bei der ersten Seminar Sitzung in Joe verliebt. Joe, der zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet und Vater einer Tochter war, erwidert die Avancen seiner Studentin mit anfangs nur ausholenden Komplimenten zu ihren schriftstellerischen Arbeiten, und dann schnell mit dem Beginn einer stürmischen Affäre. Die beiden ziehen nach New York und üben sich darin Joes Schriftsteller Karriere den nötigen Antrieb zu verleihen. Und bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ihrer Beziehung beginnt Joan zurückzustecken, sich selbst auf eine weniger wertvolle Position zu setzen, als ihren Ehemann. Rückblickend erzählt versinkt sie dabei zu keinem Zeitpunkt in Selbstmitleid, sondern präsentiert sich als eine kluge Frau voller Persönlichkeit, die das Leben weit von einem ihr vorgesehenen Weg weggetrieben hat. Gerade in der Anfangszeit in der Beziehung zwischen Joan und Joe bekommt man den Eindruck, als versuche Joan ihre eigene persönliche Lebenssituation immer wieder als ein nicht erwartetes Abenteuer zu sehen und das Beste aus der Angelegenheit zu machen. Nicht nur alle anderen Leserinnen und Leser, sondern wohl gerade auch Ehetherapeuten hätten eine ganz besondere Freude an "Die Ehefrau", denn es ist schon beeindruckend, wie vielschichtig Meg Wolitzer ihre Figuren und die beschriebene Ehe gezeichnet hat. Natürlich ist es immer problematisch, wenn gerade in dieser Art von Plot nur eine Erzählpersektive eingenommen wird und der Leser das Bild von Joe bekommt, das Joan von ihm erstellt. Vorab würde man den Eindruck bekommen, dass der Charakter von Joe bloß einseitig dargestellt wird, umso beeindruckender ist es dann, wenn man herausfindet, dass dies nicht der Fall ist. Joan gibt in ihren Erzählungen dem Leser die Möglichkeit sich ein eigenes Bild von Joe zu machen. Einem Mann, der zwar alle äußerlichen Merkmale eines in die Jahre gekommenen, aber nicht minder erfolgreichen Schriftstellers besitzt, in jederlei Hinsicht allerdings immer noch ein Kind geblieben ist. An fast keiner Stelle nimmt sie Joe gegenüber eine wertende Position ein. Sie behält den größten Teil ihrer Erzählungen die nüchterne Art und Weise bei, die ihren Charakter zu etwas ganz Besonderem macht, und erst, wer zwischen den Zeilen liest, erkennt wirklich, wie es in ihrem Inneren aussieht, wie intensiv es in ihr brodelt und wie sehr sie das Leben, das sie führt, auf den Prüfstand stellt. Neben den großartigen Figuren in "Die Ehefrau", hat mir auch ganz besonders gut der Aufbau der Handlung gefallen, die am Anfang das perfekte Konstrukt einer Ehe sichtbar macht und im Verlauf diesem Konstrukt immer mehr Risse und Fehler hinzufügt, bis es nicht mehr überraschend kam, dass die Geschichte so endet, wie sie endet und man doch gerade von einer speziellen Wendung überrascht war. "Die Ehefrau" ist ein wunderbar konstruiertes, psychologisch anspruchsvolles und sehr unterhaltsames Paradebeispiel einer überaus gelungenen Geschichte geworden. Absolute Leseempfehlung. Überdies kann ich auch aktuell die ebenfalls sehr gelungene Verfilmung des Romans "Die Frau des Nobelpreisträgers" empfehlen, die momentan in den Kinos läuft. Eine großartige Glenn Close in der Hauptrolle, die die Figur der 'Joan' wirklich und wahrhaftig perfekt ausfüllt.