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Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Roman

Alle Toten fliegen hoch 4

(26)
Endlich verliebt! In Hanna, Franka und Ilse.
Eine blitzgescheite Studentin, eine zu Exzessen neigende Tänzerin und eine füllige Bäckersfrau stürzen den Erzähler in schwere Turbulenzen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist physisch und logistisch kaum zu meistern, doch trotz aller moralischer Skrupel geht es ihm so gut wie lange nicht.
Am Anfang stand eine Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer riesigen Psychiatrie mit speziellen Freundschaften zu einigen Insassen und der großen Frage, wer eigentlich die Normalen sind. Danach verschlug es den Helden für ein Austauschjahr nach Laramie in Wyoming. Fremd und bizarr brach die Welt in den Rocky Mountains über ihn herein. Kaum zurück bekam er einen Platz auf der hochangesehenen, aber völlig verstörenden Otto-Falckenberg-Schule, und nur die Großeltern, bei denen er Unterschlupf gefunden hatte, konnten ihn durch allerlei Getränke und ihren großbürgerlichen Lebensstil vor größerem Unglück bewahren.
Nun ist der fragile und stabil erfolglose Jungschauspieler in der Provinz gelandet und begegnet dort Hanna, einer ehrgeizigen und überintelligenten Studentin. Es ist die erste große Liebe seines Lebens. Wenige Wochen später tritt Franka in Erscheinung, eine Tänzerin mit unwiderstehlichem Hang, die Nächte durchzufeiern und sich massieren zu lassen. Das kann er wie kein Zweiter, da es der eigentliche Schwerpunkt der Schauspielschule war. Und dann ist da auch noch Ilse, eine Bäckersfrau, in deren Backstube er sich so glücklich fühlt wie sonst nirgends. Die Frage ist: Kann das gut gehen? Die Antwort ist: nein.
Portrait
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, ist seit 2005 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus 'Alle Toten fliegen hoch' trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt er den Nicolas-Born-Debütpreis, den Euregio-Schüler-Literaturpreis, im Januar 2017 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Mai 2017 wurde Joachim Meyerhoff in der Sektion Darstellende Kunst in die Akademie der Künste aufgenommen und von der Fachzeitschrift Theater heute im September zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. Außerdem gewann er im November des gleichen Jahres den Nestroy-Theaterpreis als Bester Schauspieler für 'Die Welt im Rücken'.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 09.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04944-2
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21/13,5/3,5 cm
Gewicht 516 g
Verkaufsrang 4.123
Buch (gebundene Ausgabe)
24,70
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„Zwischen Bielefeld und Dortmund. Zwischen Hanna, Franka und Ilse. “

Melanie Zeier, Thalia-Buchhandlung Linz

Über zwei Wochen habe ich nun gebraucht um diese Rezension zu schreiben - nicht weil es keine Priorität hatte, sondern weil dieses Buch so gut war, dass ich keine Worte dafür fand (und auch noch immer nicht finde).
Joachim Meyerhoff ist ein Meister in seinem Fach, sein Schreibstil ist so einzigartig, so mitreissend, gleichzeitig so furchtbar und so toll, dass man ihn einfach weiter lesen möchte, auch wenn manche beschriebenen Situation zum Fremdschämen sind und andere mich sehr geärgert haben.

Nun eine kurze Rückmeldung meinerseits:
Im vierten Band der biografischen Roman-Reihe zeigt uns Joachim Meyerhoff wie einfach es ist in eine Vierecks-Beziehung zu schlittern. Dass diese Art der Beziehung keine leichte ist, wird einem spätestens ab dem Moment klar, als er in einer Apotheke "HALLOO WACH" (Ein Aufputschmittel, das er fast täglich einnimmt) erwirbt, um durch den Tag zu kommen.
Er pendelt zwischen Bielefeld und Dortmund, zwischen Hanna und Franka und Ilse.

Hanna lernt Joachim bei der Premiere seines ersten Stücks in Bielefeld kennen.
Mir war diese Figur von Beginn an zuwider, da sie ein extrem eigenwilliger Charakter ist.
Impulsiv, arrogant, überdreht, aggressiv - das sind nur ein paar Eigenschaften die diese Person vereint.

Franka ist eine Tänzerin mit einer unterkühlten Persönlichkeit, deren häufigste Antwort "Ist doch egal" ist.
Die Beziehung der beiden besteht hauptsächlich aus Tanzen gehen, Alkohol und Sex.

Als letzte im Bunde lernt man Ilse, die derbe Bäckersfrau, kennen. Die Form der Beziehung, die diese zwei unterhalten, fand ich eher rätselhaft.
Jeden Morgen um vier Uhr geht Joachim zu ihr und hilft ihr beim Backen der Waren fürs Tagesgeschäft. Dafür erhält er gratis ein paar Backwaren und Kaffee - und Ilses Gesellschaft, die ihm scheinbar sehr viel wert ist.

Ein paar Kindheitserinnerungen werden in diesem Band auch wieder geschildert - jedoch auffallend wenige, im Vergleich zu den vorgehenden Teilen.

Dringende Leseempfehlung - vom ersten bis zum letzten Band!


Über zwei Wochen habe ich nun gebraucht um diese Rezension zu schreiben - nicht weil es keine Priorität hatte, sondern weil dieses Buch so gut war, dass ich keine Worte dafür fand (und auch noch immer nicht finde).
Joachim Meyerhoff ist ein Meister in seinem Fach, sein Schreibstil ist so einzigartig, so mitreissend, gleichzeitig so furchtbar und so toll, dass man ihn einfach weiter lesen möchte, auch wenn manche beschriebenen Situation zum Fremdschämen sind und andere mich sehr geärgert haben.

Nun eine kurze Rückmeldung meinerseits:
Im vierten Band der biografischen Roman-Reihe zeigt uns Joachim Meyerhoff wie einfach es ist in eine Vierecks-Beziehung zu schlittern. Dass diese Art der Beziehung keine leichte ist, wird einem spätestens ab dem Moment klar, als er in einer Apotheke "HALLOO WACH" (Ein Aufputschmittel, das er fast täglich einnimmt) erwirbt, um durch den Tag zu kommen.
Er pendelt zwischen Bielefeld und Dortmund, zwischen Hanna und Franka und Ilse.

Hanna lernt Joachim bei der Premiere seines ersten Stücks in Bielefeld kennen.
Mir war diese Figur von Beginn an zuwider, da sie ein extrem eigenwilliger Charakter ist.
Impulsiv, arrogant, überdreht, aggressiv - das sind nur ein paar Eigenschaften die diese Person vereint.

Franka ist eine Tänzerin mit einer unterkühlten Persönlichkeit, deren häufigste Antwort "Ist doch egal" ist.
Die Beziehung der beiden besteht hauptsächlich aus Tanzen gehen, Alkohol und Sex.

Als letzte im Bunde lernt man Ilse, die derbe Bäckersfrau, kennen. Die Form der Beziehung, die diese zwei unterhalten, fand ich eher rätselhaft.
Jeden Morgen um vier Uhr geht Joachim zu ihr und hilft ihr beim Backen der Waren fürs Tagesgeschäft. Dafür erhält er gratis ein paar Backwaren und Kaffee - und Ilses Gesellschaft, die ihm scheinbar sehr viel wert ist.

Ein paar Kindheitserinnerungen werden in diesem Band auch wieder geschildert - jedoch auffallend wenige, im Vergleich zu den vorgehenden Teilen.

Dringende Leseempfehlung - vom ersten bis zum letzten Band!


Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
23
3
0
0
0

Aller guten Dinge sind DREI
von einer Kundin/einem Kunden am 27.06.2018

Mit der Schilderung seines Liebeslebens, das bei drei Frauen unweigerlich in ein Beziehungschaos führen muss, schließt Meyerhoff die vorerst letzte Lücke seines autobiographischen Romanzyklus. Auch hier schafft er es wieder mit seinem humorigen und erfrischenden Stil, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Ich hoffe auf mehr Meyerhoff.

von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2018
Bewertet: anderes Format

Im vierten und vermutlich auch letztem Teil dieser Buchreihe, geht es um zwei essenzielle Themen: Die Liebe und die Schauspielerei - mit Übertreibung, Wahnsinn und Klarheit.

von einer Kundin/einem Kunden am 21.05.2018
Bewertet: anderes Format

Auch der vierte Teil der Reihe ist wieder sehr amüsant. Ich mag, wie der Autor seine Charaktereigenschaften uneigennützig und total ehrlich beschreibt. Das Buch ist einfach super!