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Was geht, Österreich?

Eine Landjugend mit Wodkabull und dem Herrgott

Eva Reisinger

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Beschreibung

Deutschlands Nachbar im Südosten ist ein wunderschönes Land mit hohen Gipfeln, tiefen Abgründen und kilometerweiter Leere. Inmitten dieser Leere ist Eva Reisinger aufgewachsen, in Oberösterreich, wo in jeder Einfahrt zwei Autos stehen, ein Mofa die Welt bedeutet und sich am Wochenende alle in der Großraumdisko treffen. Österreich bedeutet für die meisten Skifahren in Tirol, Salzburg, Schnitzel, Kaffeehauskultur und Wiener Schmäh – herrlich herzig! Eva Reisinger erzählt von einer anderen Seite der Alpenrepublik, dem Leben auf dem Land: Wie ist es, wenn sich der erste Freund als FPÖ-Wähler entpuppt und wenn außer im Internet so gar nichts passiert? Nebenbei klärt sie wichtige Fragen – etwa: Wie kann ein 31-Jähriger Kanzler werden? Wieso sind die Menschen in der lebenswertesten Stadt der Welt zugleich die unfreundlichsten? Wie kommt es, dass jede*r Dritte rechts wählt, obwohl weit und breit kein »Ausländer« zu sehen ist? – und sie verrät uns ihr Rezept für den besten Kaiserschmarrn.

»Vertieft sich die Autorin ins Politische, wird es spannend, messerscharf ist ihre Analyse.«

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.01.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05463-7
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19/12,6/2,2 cm
Gewicht 248 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 68

Kundenbewertungen

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Erfrischende, unglaublich unterhaltsame Reise nach Österreich
von Lesendes Federvieh aus München am 20.02.2021

Wer war nicht schon mal in Österreich, diesem schönen Land mit herrlicher Alpenkulisse, Seen, grünen Wiesen und kleinen Dörfern. In solch ländlicher Idylle ist Eva Reisinger aufgewachsen. Dort wo jedes Auto in der Einfahrt begutachtet wird, ein Moped Freiheit bedeutet und die Besuche in einer Großraumdisko das Wochenhighlight d... Wer war nicht schon mal in Österreich, diesem schönen Land mit herrlicher Alpenkulisse, Seen, grünen Wiesen und kleinen Dörfern. In solch ländlicher Idylle ist Eva Reisinger aufgewachsen. Dort wo jedes Auto in der Einfahrt begutachtet wird, ein Moped Freiheit bedeutet und die Besuche in einer Großraumdisko das Wochenhighlight darstellen. Sie erzählt von einem Österreich, das nicht nur aus Skifahren, guter Küche und Wiener Schmäh besteht, sie erzählt vom Leben auf dem Land und was überhaupt sonst noch wichtig ist zu wissen... Eva Reisinger tut dies auf herrlich erfrischend unterhaltsame Art und Weise. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt alphabetisch geordnet drauflos, was Sache ist. Nichts ist vor ihren Überlegungen sicher, Politik, Gesellschaft, Traditionen, die Piefkes und noch vieles mehr. Ihrem messerscharfen Blick entkommt nichts, gerade wenn es um Politik und deren Machenschaften oder um andere Schieflagen geht, läuft sie zu Höchstform auf. Sie bietet dem Leser dabei ein wunderbares Kaleidoskop von witzigen, hintergründig bitterbösen und durchgängig spannenden Kapiteln, mit dem man in die österreichische Welt sehr gut eintauchen kann. Zu Österreich gehört natürlich auch die ausgezeichnete Küche und so finde ich die Idee einfach genial, im Buch immer wieder typische Schmankerlrezepte einzustreuen, das gibt allem noch einmal zusätzlichen Pfiff. Eva Reisinger ist es gelungen mit ihrem frischen, unkomplizierten Schreibstil und ihrem Feuerwerk an grandiosen Geschichten "von Amen bis Zuckerl", ein unvergleichliches Leseerlebnis zu schaffen - von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hätte noch endlos weiterlesen können.

Austria Light für Piefkes oder Austria schwächelt
von einer Kundin/einem Kunden am 09.02.2021

Eva Reisinger (*1992), Journalistin aus Oberösterreich, lebt in Berlin und möchte Piefkes Österreich erklären. Wer ein Piefke ist, wird schnell klar. (Ich jedenfalls nicht!) Leider erklärt Reisinger nicht, dass der Name vom preußischen Militärmusiker Johann Gottlieb Piefke (1915-1884) abgeleitet ist. So bleibt sie leider auch we... Eva Reisinger (*1992), Journalistin aus Oberösterreich, lebt in Berlin und möchte Piefkes Österreich erklären. Wer ein Piefke ist, wird schnell klar. (Ich jedenfalls nicht!) Leider erklärt Reisinger nicht, dass der Name vom preußischen Militärmusiker Johann Gottlieb Piefke (1915-1884) abgeleitet ist. So bleibt sie leider auch weitere Erklärungen schuldig, warum Sebastian Kurz 2017 mit 31 Jahren österreichischer Bundeskanzler wurde. Ihr Hinweis auf den Einfluss der Jungen Volkspartei (JVP eigentlich Junge ÖVP) auf dem Land und dass Kurz Obmann der ÖVPwar, erscheint mir zu kurz gegriffen. Ist die Landjugend so gar nicht aufmüpfig, sodass die politischen Ansichten der Eltern so unhinterfragt übernommen werden? Geschickt finde ich Reisingers Gliederung, die dem Alphabet folgt. Unter K gibt es u.a. Keller, dem wichtigsten Raum im Haus. Sie macht Andeutungen, erwähnt aber in diesem Kontext weder Natascha Kampusch noch Fritzl, der jahrelang seine Tochter dort inzestuös festgehalten hat. Die Autoren erzählt von ihrer eher langweiligen Jugend auf dem Land und welche Werte dort zählen. Gefallen haben mir das Kapitel übers Duzen, das Granteln oder die U6. Eine wirkliche Bereicherung ist das Kapitel zum Eh, mit dem „ein hohes Maß an gleichgültiger Selbstverständlichkeit ausgedrückt“ wird und sein „richtiger Gebrauch die höchste Kunst der Österreichischen Rhethorik“(S.55ff.) darstellt. Nützlich sind auch die Kapitel zu Speisen oder Institutionen wie Einfahrt, Skifahren oder Wandern. Das Buch liest sich am Ende besser, denn die Erläuterungen werden ausführlicher und damit plausibler. Im Kapitel Follow listet Reisinger die Namen österreichischer Autoren und Autorinnen auf, nennt Foren, die zur weitere Recherche einladen. Die Informationen dieses Abschnitts hätte ich mir an anderer Stelle etwas exponierter gewünscht, denn diese machen neugierig auf mehr Österreich. Abschließend tut es mir leid, aber an Thomas Bernhards Österreich Kritik kommt man einfach nicht vorbei!

Ein Lesebuch über uns
von einer Kundin/einem Kunden am 02.02.2021

Sehr gelungene Bestandsaufnahme der österreichischen Seele von der nicht so ernsten Seite. Man muß sich nicht immer ärgern - man kann sich auch schmunzelnd wundern.

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