Warenkorb

Die Bagage

"Von uns wird man noch lange reden." Monika Helfers neuer Roman "Die Bagage" - eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie

Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter der Autorin. Mit großer Wucht erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer eigenen Herkunft.
Portrait
Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht, darunter: Kleine Fürstin (1995), Wenn der Bräutigam kommt (1998), Bestien im Frühling (Deuticke, 1999), Mein Mörder (1999) und zuletzt bei Deuticke Bevor ich schlafen kann (2010), Oskar und Lilli (2011) und Die Bar im Freien (2012).  Im Hanser Kinderbuch veröffentlichte sie gemeinsam mit Michael Köhlmeier 2010 Rosie und der Urgroßvater. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium und dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet. Mit ihrem letzten Roman Schau mich an, wenn ich mit dir rede (2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.02.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783446267329
Verlag Hanser
Dateigröße 1674 KB
Verkaufsrang 21
eBook
eBook
14,99
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i
eBook kaufen
eBook verschenken
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Buchhändler-Empfehlungen

Die Bagage- Monika Helfer

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Die Bagage ist eine berührende Erzählung über Monika Helfers Großeltern. Es ist eine anspruchsvolle Lektüre mit geschichtlichen Hintergrund. Beim Lesen hat man das Gefühl, als würde man sich mit der Autorin unterhalten, man rutscht von einem Thema zum anderen, wodurch die Geschichte noch interessanter wird.

"Im hintersten Tal war es nicht günstig für eine Frau, schön zu sein."

Hans Wilhelm Schmölzer, Thalia-Buchhandlung Atrio, Villach

„Im hintersten Tal war es nicht günstig für eine Frau, schön zu sein. Das meinte sie. Über die Schönheit meiner Großmutter wurde hinten im Tal noch bis über ihren Tod hinaus gesprochen“ - eine starke Geschichte aus Vorarlberg. Maria ist die schönste Frau weit und breit. Als ihr Mann 1914 in den Krieg ziehen muss, wird das ohnehin harte Leben in bescheidenen Verhältnissen für Maria und ihre Kinder zusehends schwieriger. Die Autorin erzählt auf 160 Seiten die Geschichte ihrer Familie – über Ausgrenzung und Armut, Selbstbehauptung und Lebensträume. „Niemand hatte Zweifel, dass Lorenz den Mann erschießen würde, der ihn daran hindern wollte, für seine Geschwister zu sorgen. Aber auch niemand hatte Zweifel: früher oder später würden sie im Gefängnis landen. Alle miteinander, die ganze Bagage. Weil: Abschaum waren sie. Bei aller Bewunderung: Abschaum waren sie.“

Kundenbewertungen

Durchschnitt
89 Bewertungen
Übersicht
53
23
9
4
0

"Heimatliteratur" vom Feinsten !!!
von einer Kundin/einem Kunden am 09.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Monika Helfer erzählt gekonnt ihre Familiengeschichte und erschafft einen berührenden Roman , intensiv und für mich preisverdächtig. Sprachlich bewusst schlicht gehalten, erobert die Autorin das Herz der Leser und Leserinnen. Sie lässt interessante Charaktere auftreten und macht damit das Buch zu einem außergewöhnlichen Roma... Monika Helfer erzählt gekonnt ihre Familiengeschichte und erschafft einen berührenden Roman , intensiv und für mich preisverdächtig. Sprachlich bewusst schlicht gehalten, erobert die Autorin das Herz der Leser und Leserinnen. Sie lässt interessante Charaktere auftreten und macht damit das Buch zu einem außergewöhnlichen Roman.

Ein Bijou
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 08.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wunderbares Frauen-, Familien- und Gesellschaftsportrait - unsentimental geschrieben und dennoch (oder vielleicht deswegen) ein sehr berührendes Buch. Ein Buch, das als kleine Perle bezeichnet werden kann.

An meinen Erwartungen vorbei
von einer Kundin/einem Kunden aus Ilsenburg am 06.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bei der Bagage handelt es sich um die Familie Moosbrugger, die in sehr ärmlichen Verhältnissen hinten am Berg am Ende eines Dorfes in Vorarlberg wohnt. Trotz der Armut läuft es gut zwischen der wunderschönen Maria und dem Josef, bis dieser in den Krieg ziehen muss. Während des Krieges kommt Grete, Monika Helfers Mutter, zur Welt... Bei der Bagage handelt es sich um die Familie Moosbrugger, die in sehr ärmlichen Verhältnissen hinten am Berg am Ende eines Dorfes in Vorarlberg wohnt. Trotz der Armut läuft es gut zwischen der wunderschönen Maria und dem Josef, bis dieser in den Krieg ziehen muss. Während des Krieges kommt Grete, Monika Helfers Mutter, zur Welt. Über die Vaterschaft wird sich im Dorf das Maul zerrissen, die ganze Familie noch mehr als vorher schon ausgegrenzt. Das Gezeter rund um die Zeugung der Grete ist der Hauptinhalt der Geschichte. Schlimm, was sich ein ganzes Dorf zurechtlegt, nur um Maria in ein schlechtes Licht zu rücken aus Neid auf ihre unvergleichliche Schönheit. Die Frauen im Dorf haben Angst ihre Männer an Maria zu verlieren, die Männer sind sauer, weil sie nicht bei Maria landen können. Grundsätzlich sympathischer war mir die Nebenhandlung, die sich mit den Verhältnissen im Ersten Weltkrieg auseinandersetzt. Auch wenn Maria ihren Kindern nichts Materielles bieten kann und die Familie zeitweise nicht einmal satt wird, hält sie mit ihrer Liebe und Zuneigung alles zusammen. Die Sprache im Roman wirkt recht schnodderig, vermutlich durch den hohen Anteil an kurzen Sätzen. Das entspricht möglicherweise der Sprache im Ersten Weltkrieg, war mir persönlich aber zu holprig. Zusätzlich erschwert wurde das Lesen durch das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Zeitebenen auf der einen und zwischen Erlebnissen der Großmutter und eigenen Erlebnissen auf der anderen Seite. Das Ganze ist zwar gut erkennbar durch den Wechsel der Erzählperspektive, dennoch hat es meinen Lesefluss ungünstig unterbrochen. Jedesmal, wenn ich gerade dabei war mich mit Maria anzufreunden, wurde ich wieder von ihr weggerissen. Letztlich zog somit die Geschichte einfach an mir vorbei, wirklich fesseln konnte sie mich nicht. Das ist sehr schade, da ich mich auf einen sehr gefühlvollen Roman gefreut hatte.