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Profilbild von F. Himmelstorfer F. Himmelstorfer Buchhandlung: Thalia Linz - Landstraße
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Meine letzte Rezension Piranesi von Susanna Clarke
Mit ruhiger Erzählweise und achtsamen Tempo wurde ich in eine erst bedrohlich wirkende, doch schlussendlich Idyllische Welt entführt. Piranesis genügsames Leben, in Einklang mit der Natur des Hauses, wirkte beruhigend auf mich und hatte etwas entschleunigendes. Gleichzeitig entwickelt sich ein Geheimnis um Piranesi, das eine unerwartete Spannung aufbaut und in ein überraschendes Ende mündet. Ein wundervoller Roman, dessen Qualität sich erst im Nachhinein in mir selbst entblätterte. Es gibt Passagen, die ich gerne noch einmal nach gelesen habe, und erst im Gespräch hat sich mir eröffnet, wie gut mir dieses Buch, dem ich erst etwas unbeeindruckt gegenüber stand, gefallen hat.
ab 20,90 €
Piranesi
4/5
4/5

Piranesi

Mit ruhiger Erzählweise und achtsamen Tempo wurde ich in eine erst bedrohlich wirkende, doch schlussendlich Idyllische Welt entführt. Piranesis genügsames Leben, in Einklang mit der Natur des Hauses, wirkte beruhigend auf mich und hatte etwas entschleunigendes. Gleichzeitig entwickelt sich ein Geheimnis um Piranesi, das eine unerwartete Spannung aufbaut und in ein überraschendes Ende mündet. Ein wundervoller Roman, dessen Qualität sich erst im Nachhinein in mir selbst entblätterte. Es gibt Passagen, die ich gerne noch einmal nach gelesen habe, und erst im Gespräch hat sich mir eröffnet, wie gut mir dieses Buch, dem ich erst etwas unbeeindruckt gegenüber stand, gefallen hat.

F. Himmelstorfer
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Piranesi von Susanna Clarke

Meine Lieblingswerke

  • Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong
    5/5

    Auf Erden sind wir kurz grandios

    Der 1988 in Saigon geborene und mit zwei Jahren nach Amerika immigrierte Ocean Vuong trifft mit seinem Debütroman „Auf Erden sind wir kurz Grandios“ voll auf mein offenliegendes Herz. Vuong richtet dieses Buch an seine Mutter, eine vietnamesische Analphabetin ohne Englischkenntnisse. Er schreibt von ihrer Abwesenheit, ihren Schlägen, ihrem Schweigen, aber auch von ihren Händen, ihren Umarmungen und ihrer Angst. „Fall nicht auf du bist schon vietnamesisch“ Vuong schreibt von einem zerrissenen Leben als Einwanderer, Homosexueller und Kriegsgeborener. Ohne den Vietnamkrieg würde er nicht existieren. Was bedeutet diese Erkenntnis für einen in Fragmente zerfallenen jungen Mann am Rande der Gesellschafft mitten in Connecticut. Nichts wird hier geschmückt oder verschönt. Ohne Übertreibungen schreibt Vuong mit einer ehrlichen Rohheit. Seine Worte wirken allerdings so durchdacht, als habe er Angst die Geschichte würde zwischen seinen Fingern zersplittern. Ich fühlte mich beim Lesen aus der Zeit gefallen. Wie bei einem dieser traurigen Lieder, die einen noch nach Jahrzehnten innehalten lassen und einem Schauer über die Haut jagen.

    F. Himmelstorfer
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    Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong
  • Die Gestirne von Eleanor Catton
    5/5

    Die Gestirne

    Eine spannende Goldgräber Intrige die sich einem Charakter für Charakter langsam aufblättert. "Die im Rauchzimmer des Crown Hotel versammelten zwölf Männer wirkten, als hätten sie sich dort zufällig eingefunden" – Doch schnell merkt man das sich die Männer getroffen haben um heimlich über eine Reihe ungelöster Vorkommnisse zu sprechen. Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht sich das Leben zu nehmen und im Haus eines stadtbekannten Trinkers wird eine ungeheure Summe Geld gefunden. Eleanor Catton versteht sich darauf einen Charakter durch seine Denkweise, Handlungsabläufe und Eigenheiten so detailliert auftreten zu lassen, dass sich mir sein Äußeres Erscheinungsbild von selbst aufgebaut hat ohne dieses großartig zu beschreiben. Ich war komplett gefesselt von der Art und weise wie E. Catton ihre Figuren denken und fühlen lässt, wie gegensätzlich die Figuren teilweise sind und wie sich daraus eine Geschichte formt bei der sich alle gegenseitig beeinflussen aber nicht immer aufeinander treffen. Mit Jeder Lebensgeschichte in die man eintaucht wird man mitgenommen auf eine Spannende Reise wie sie nur das Leben hätte schreiben können.

    F. Himmelstorfer
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    Die Gestirne von Eleanor Catton
  • Das Herz ist ein einsamer Jäger von Carson Mccullers
    4/5

    Das Herz ist ein einsamer Jäger

    Gleich im Titel verbirgt sich die Stimmung dieses Melancholischen Romans. Man wird mitgenommen in diese tragische Szenerie einer Kleinstadt in Georgia der 30er Jahre und entdeckt gleich fünf traurige Helden. Der Roman beginnt mit dem Taubstummen John Singer und seinem ebenfalls Taubstummen, etwas zurückgebliebenen Mitbewohner Antoapoulos. Die Beiden leben in einem symbiotisch anmutenden Zustand. Nach kleineren Ladendiebstählen wird Antoapoulos von seinem Cousin in eine Anstalt eingewiesen. Auf der Karte, die John Singer, den Leuten bei der Erstbegegnung entgegenhält, stehen unter seinem Namen die Sätze: ”Ich bin taubstumm, kann aber von den Lippen ablesen und alles verstehen. Bitte nicht schreien. Jetzt vollkommen allein begrüßt Singer die einsamen Herzen, die immer wieder zu ihm in seine kleine Wohnung kommen, um sich ihren Schmerz von der Seele zu reden. Da ist die kleine Mick Kelly, ein jungen Mädchen in der Pubertät, deren Einbindung in familiäre Pflichten ihrer grenzenlosen Liebe zu Musik gegenübersteht und letztendlich alle diesbezüglichen Träume scheitern lässt. Der Wirt Biff Brannon des Cafe York, der sich nicht mehr erinnern kann ob er seine Frau überhaupt noch liebt, da sie zwar dass selbe Bett teilen, doch nie zur selben Zeit. Brannons Frau arbeitet Tagsüber im Cafe, währen Brannon der Beinahe die ganze Nacht über bedient, sich ausschläft. Mit dem Marxisten Jake Blount verkehrt ein versoffener Idealist in dem Café, der vergeblich gegen die schreiende Ungerechtigkeit im kapitalistischen System der USA anpredigt und aufgrund seines Alkoholismus nur Gelegenheitsjobs behalten kann. Und der Arzt Benedict Copeland. Ein gebildeter Schwarzer der laut die skandalöse Rassendiskriminierung anprangert und nicht verstehen kann, warum sich so viele Schwarze in ihr zweitklassiges Schicksal fügen. ”Es handelt sich um die Geschichte von fünf isolierten, einsamen Menschen auf der Suche nach Ausdruck und nach spirituellem Aufgehen in etwas, was größer ist als sie selbst.“ (Carson McCullers) Leider hat der Diogenes Verlag nicht so viel Herz in den Roman gelegt wie die damals junge McCullers, so wurde nur die alte Übersetzung von Susanna Rademacher einfach ein bisschen überarbeitet (zuletzt 2011) und dadurch grobe Fehler im Buch belassen. Wem es möglich ist sollte das Buch in der originalen Sprache lesen. Abgesehen davon ist dieser lyrische Roman ein Fest für einfühlsame Leser, die am Ende tief betroffen vom Einblick in die innere Welt der Figuren das Buch zuklappen. Mit reichlich Stoff zum Nachdenken versehen hat mich „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ sehr bewegt und ich habe es mit Genuss gelesen.

    F. Himmelstorfer
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    • Buchhändler*in Thalia Linz - Landstraße

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    Das Herz ist ein einsamer Jäger von Carson Mccullers
    • Band 24224
    • Das Herz ist ein einsamer Jäger
    • Carson Mccullers
    • ab 10,99 €
  • Warum glücklich statt einfach nur normal? von Jeanette Winterson
    5/5

    Warum glücklich statt einfach nur normal?

    Jeanette Winterson wurde 1959 in Manchester geboren und von einem streng christlichen Paar adoptiert. Die Wintersons haben Traditionen, Marotten, private Traumata und so wächst Jeanette in einem klassischen Arbeiterhaushalt im England der 70er Jahre auf. Als sich Jeanette mit 16 als lesbisch outet und auszieht, macht sie den ersten Schritt zu auf ihr schriftstellerisches Leben. „Warum glücklich statt einfach nur normal“ ist ein beeindruckender Rückblick auf ein für mich traumatisches Leben. Jeanette berichtet sachlich ohne bösartig oder verbittert zu klingen. Sie rekapituliert und reflektiert mit einer Rührung in ihren Worten, als trauere sie über die vielen verpassten Chancen. Eindringlich verarbeitet sie ihre Kindheit mit dem Ergebnis, dass sie nicht wäre, wo sie heute ist, wenn sie nicht auf genau dieses Leben zurückblicken könnte. Ich bin immer noch tief berührt von der Person Jeanette Winterson, die von einer Mutter aufgezogen wurde, die nicht wusste, wie man Liebe gibt, und trotz allem steht Jeanette so warmherzig und liebevoll der Welt gegenüber. Ich finde es beeindruckend, welch fröhliche und lebensbejahende Frau ich in diesem Buch spüre, wenn ich mir ihre Lebensgeschichte vergegenwärtige. Meiner Meinung nach ein Buch, dass man gelesen haben muss!

    F. Himmelstorfer
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    • Buchhändler*in Thalia Linz - Landstraße

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    Warum glücklich statt einfach nur normal? von Jeanette Winterson
    • Warum glücklich statt einfach nur normal?
    • Jeanette Winterson
    • ab 11,90 €

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