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Uchqun Nazarov

Der Filmregisseur und Schriftsteller Uchqun Nazarov (1934 – 2016), »Enfant terrible« der usbekischen Literatur, wurde noch zu Zeiten der Sowjetunion wegen seines Engagements für Frauenrechte heftig angegriffen. Nach der Unabhängigkeit des Landes erhielt er zeitweilig Publikationsverbot. In seinem Roman »Das Jahr des Skorpions« entwirft er ein finsteres Panorama der usbekischen Gesellschaft der 1940er Jahre, die zwischen erstickenden Traditionen und dem allgegenwärtigen staatlichen Terror feststeckt.

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Das Jahr des Skorpions

Das Jahr des Skorpions

Uchqun Nazarov entwirft in seinem Roman ein opulentes Sittengemälde der usbekischen Gesellschaft zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Obwohl das Buch, das erst mit der Perestroika veröffentlicht werden konnte, in Usbekistan ein Bestseller wurde, ist Nazarov mit seinem kompromißlosen Gerechtigkeitssinn den Mächtigen nicht wohlgelitten. In Taschkent kreuzt sich der Leidensweg dreier Frauen durch das unheilvolle Wirken eines skrupellosen Emporkömmlings und Kriegsgewinnlers. Der Skorpion führt als frommer Mann den Namen Allahs im Munde und bedient sich gleichzeitig bestens des Stalinschen Repressionsapparates. Besorgt um seine Geschäfte und sein gesellschaftliches Fortkommen scheut er nicht vor falschen Denunziationen und notdürftig kaschiertem Mord zurück und zerstört letztendlich seine eigene Familie. Uchqun Nazarov zieht mit starken Worten gegen religiöse Doppelmoral, Heuchelei und die Unterdrückung der Frau durch den patriarchalen Traditionalismus zu Felde. Sein humanistischer Rigorismus versteht sich nicht allein als eine Betrachtung der Vergangenheit, sondern zielt auf bestehende Verhältnisse.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

22,90 €

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