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Ngugi wa Thiong'o

Ngũgĩ wa Thiong’o wurde 1938 in Kamĩrĩthũ/Limuru in Kenia geboren. Er studierte am Makerere University College in Kampala, Uganda, und an der University of Leeds, Großbritannien. 1982 musste er sein Heimatland verlassen und ging ins Exil nach London und schließlich in die USA.
2009 wurde er für sein Lebenswerk für den Man Booker International Prize nominiert. Er lebt in Kalifornien, wo er an der University of California in Irvine Englische und Vergleichende Literaturwissenschaften lehrt.

Dekolonisierung des Denkens von Ngugi wa Thiong'o

Neuerscheinung

Dekolonisierung des Denkens
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Sein literarisches Werk macht den kenianischen Kulturwissenschaftler und Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o [Autor u.a. von >Herr der Krähen<, >Der gekreuzigte Teufel< oder >Träume in Zeiten des Krieges<] seit vielen Jahren zu einem Kandidaten für den Literaturnobelpreis. Im Jahr 2019 erhielt er bereits den angesehenen Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück - ausdrücklich auch für seine Essay-Sammlung >Dekolonisierung des Denkens<, eine Analyse der geistigen Folgen des europäischen Kolonialismus, der Unterdrückung der Sprachen Afrikas und damit auch der Zerstörung von Kulturen.

Als das Ende der kolonialen Herrschaft erkämpft war, bestand die europäische kulturelle Dominanz fort. Europas Sprachen, sein Denken, sein Blick auf Geschichte und Gegenwart beeinflussen das afrikanische Selbstverständnis bis heute. Durch die Essays von Ngugi wa Thiong'o wird deutlich, dass die afrikanischen Sprachen ein wesentliches Mittel zur Befreiung von kolonialen Herrschafts- und Denkstrukturen sind. Denn die Sprache bildet den Grundstein für die Vermittlung von Kultur und Geschichte.

Die nun erstmals auf Deutsch vorliegende Essaysammlung wird durch aktuelle Beiträge afrikanischer Autor*innen und Wissenschaftler*innen ergänzt, die sich mit der Bedeutung auseinandersetzen, die Ngugi wa Thiong'os Thesen in ihrer Heimat erlangt haben: Boubacar Boris Diop (Senegal), Achille Mbembe (Kamerun), Petina Gappah (Simbabwe), Sonwabiso Ngcowa (Südafrika) und Mukoma wa Ngugi, einem Sohn Ngugi wa Thiong'os.

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