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Ngugi wa Thiong'o

Ngugi wa Thiog'o wurde 1938 als Sohn eines Bauern in Limuri in Kenya geboren. Nach dem Besuch einer Missionsschule studierte er am Makarere University College und begann dort seine schriftstellerische Laufbahn. Mit seinem umfangreichen Romanwerk und einer Vielzahl von literarischen und politischen Essays zählt er heute zu den bedeutendsten Schriftstellern Afrikas. 1967 erhielt er von Jomo Kenyatta den Staatspreis für Literatur, 1973 den Lotus-Preis auf der afro-asiatischen Schriftstellerkonferenz in Alma-Ata. 1977 wurde er verhaftet und interniert, 1982 mußte er sein Heimatland verlassen und lebt seitdem mit seiner Familie in London im Exil. Seit Langem gilt Ngugi wa Thiog'o als Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis.

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Dekolonisierung des Denkens

Dekolonisierung des Denkens

Sein literarisches Werk macht den kenianischen Kulturwissenschaftler und Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o [Autor u.a. von >Herr der Krähen<, >Der gekreuzigte Teufel< oder >Träume in Zeiten des Krieges<] seit vielen Jahren zu einem Kandidaten für den Literaturnobelpreis. Im Jahr 2019 erhielt er bereits den angesehenen Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück - ausdrücklich auch für seine Essay-Sammlung >Dekolonisierung des Denkens<, eine Analyse der geistigen Folgen des europäischen Kolonialismus, der Unterdrückung der Sprachen Afrikas und damit auch der Zerstörung von Kulturen.

Als das Ende der kolonialen Herrschaft erkämpft war, bestand die europäische kulturelle Dominanz fort. Europas Sprachen, sein Denken, sein Blick auf Geschichte und Gegenwart beeinflussen das afrikanische Selbstverständnis bis heute. Durch die Essays von Ngugi wa Thiong'o wird deutlich, dass die afrikanischen Sprachen ein wesentliches Mittel zur Befreiung von kolonialen Herrschafts- und Denkstrukturen sind. Denn die Sprache bildet den Grundstein für die Vermittlung von Kultur und Geschichte.

Die nun erstmals auf Deutsch vorliegende Essaysammlung wird durch aktuelle Beiträge afrikanischer Autor*innen und Wissenschaftler*innen ergänzt, die sich mit der Bedeutung auseinandersetzen, die Ngugi wa Thiong'os Thesen in ihrer Heimat erlangt haben: Boubacar Boris Diop (Senegal), Achille Mbembe (Kamerun), Petina Gappah (Simbabwe), Sonwabiso Ngcowa (Südafrika) und Mukoma wa Ngugi, einem Sohn Ngugi wa Thiong'os.
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