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Michail Jurjewitsch Lermontow

Der russische Dichter und Offizier Michail Jurjewitsch Lermontow wurde am 15.10.1814 in Moskau geboren. Er wächst als Halbwaise bei seiner Großmutter auf, studiert von 1828 bis 1832 an der Universität in Moskau, besuchte bis 1834 eine Kavallerieschule und wird einem Leibgarden-Husarenregiment in Zarskoje Selo, heute Puschkin, zugewiesen. Nachdem er dem bei einem Duell getöteten Dichter Puschkin eines seiner Gedichte gewidmet hat, wird er in den Kaukasus verbannt, darf aber 1838 nach St. Petersburg zurückkehren, wird wegen eine Duells abermals verbannt und selbst am 15.7.1841 mit nur 27 Jahren in einem Duell getötet.

Der Dämon von Michail Jurjewitsch Lermontow

Neuerscheinung

Der Dämon
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Der Dämon gilt als Meisterwerk der russischen Romantik. Der Poet und Offizier Lermontow verfasste das Versepos in mehreren Versionen in den Jahren 1829 - 1839 und vollendete es während seiner Strafversetzung in den Kaukasus. Die Versetzung war eine Reaktion auf Lermontows Werk "Der Tod des Dichters", in dem er die russische Gesellschaft für den Tod Puschkins in einem tragischen Duell verantwortlich gemacht hatte. Der Dämon erschien erst 1842 im Druck, nachdem Lermontow selbst im Duell gestorben war.
Lermontows Versepos ist die Grundlage für ein klassisches Motiv der russischen Lyrik und Prosa: Die gottgeliebte Tamara, gegen deren Schönheit und Liebe sich alle dunklen Mächte letztlich als machtlos erweisen, begegnet uns zB wieder in Bulgakovs Margeritha. Ebenso begegnet uns in anderen Werken der russischen Meister der aussichtslose Eifer des Dämonen, der in seinen irdischen Machtspielen freudlos und letztlich machtlos bleibt.

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