MW

Michael Wolf

„Wie der Stern von Bethlehem wies das strahlende Licht unserer Ausschweifungen den verzweifelt Suchenden den Weg. Sie schlichen durch den Wald heran, beobachteten uns in dem Glauben, nicht gesehen zu werden. Doch ich konnte sie praktisch riechen, ich spürte ihre Präsenz.“
Helmbrecht hadert mit seinem Dasein als einfacher Bauernsohn. Schon in der Schule ist er ein Außenseiter und erfährt schmerzhaft, was es heißt, „anders“ zu sein. Die Arbeit auf dem Bauernhof ödet ihn an und die Vorstellung, sein restliches Leben als Bauer zu verbringen treibt ihn schier in den Wahnsinn. Er liebt Bücher und Musik und sucht nicht nur die Freiheit des Körpers, sondern auch des Geistes.
Der unwiderstehliche Sirenengesang von Rock ‚n Roll, freier Liebe und Selbstverwirklichung verkündet den Anbruch eines neuen Zeitalters. Helmbrecht will unbedingt ein Teil dieser Veränderungen sein.
Im Sommer 1969 lässt sich in seinem Heimatort eine Gruppe von Outlaw-Bikern nieder, die sich „Die Wölfe“ nennt. In ihnen glaubt Helmbrecht echte Seelenverwandte gefunden zu haben. Die Erfüllung seiner Träume scheint zum Greifen nahe. Er verlässt sein Zuhause und schließt sich den Wölfen an.

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