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Michael Schwessinger

1982 in Borna bei Leipzig geboren, arbeitet Marcel Schreiter seit 2011 als unabhängiger Filmproduzent und Fotograf in Leipzig. 2015 absolvierte er den Masterstudiengang Angewandte Kultur- und Medienwissenschaft an der Hochschule Merseburg und absolvierte während des Studiums jeweils ein Auslandssemester an der Universität von Bergamo in Italien und eines an der Karls-Universität in Prag.

2012 gewann Marcel Schreiter den Europäischen Kurzfilmwettbewerb „The Shortest Day“ vom französisch-deutschen TV Sender Arte, 2013 nahm er an einer vom Vice-Magazin organisierten Masterclass von Wim Wenders teil.

Im Jahre 2016 kam Schreiter durch ein Stipendium des rumänischen Kulturinstitutes nach Bukarest, um an einer fotografischen Serie über die Stadt zu arbeiten. Bereits kurz nach seiner Ankunft erschütterte eine schwere Tragödie die Stadt. Bei einem Konzert der rumänischen Metalband in dem Club „Colectiv“ kam es zum Ausbruch eines Feuers, bei welchem 65 Menschen ums Leben kamen. Antikorruptionsproteste resultierten als direkte Folge des staatlichen Versagens. Insbesondere bei der medizinischen Notversorgung traten die Folgen der allgegenwärtigen Korruption besonders stark hervor. Dies war der Anlass für zwei befreundete Wissenschaftler und Marcel, den 60minütigen Dokumentarfilm „Portavoce“ (Megafon – die rumänische Kultur des Protests) zu drehen und in diesem die neu aufgekommene rumänische Jugendprotestkultur ab 2012 nachzuzeichnen. Der Film feierte auf dem „One World Romania Filmfestival“ in Bukarest Premiere, wurde auf dem „Astra Filmfestival“ in Cluj Napoca und in über 40 rumänischen Schulen gezeigt. Weiterhin lief er unter anderen in Berlin, Budapest, Warschau, Paris und Leipzig.

Nach diesem Film drehte besagtes Team die Kurzdoku „Lectia din Pocreace“ (Lektion aus Pocreaca) in Zusammenarbeit mit Greenpeace, bei welcher es um die illegale Abholzung von Bäumen auf einem Kindergartenge-lände in einem rumänischen Dorf ging.

2019 ist Marcel Schreiters soziologische Untersuchung zur „Darstellung von Korruption und Machtstrukturen im neuen rumänischen Film“ beim Hochschulverlag Merseburg in dem Sammelband „Begegnung mit dem Fremden in Film und Fernsehen, Malerei und Theater“ erschienen.

Einen weiteren Kurzfilm namens „Vom östlichen Rande“ erarbeitete Schreiter 2019 über den Autor Michael Schweßinger und dessen Schaffenszeit in Rumänien.

Während des einjährigen Aufenthaltes in Rumänien gelang es Schreiter, die ursprüngliche Idee einer fotografischen Serie weiter zu verfolgen. Einzelne Fotografien aus dieser Serie wurden bereits bei der Multimediaperfor-mance „A museum (theatre) / Hamlet-Maschine“ während des internationalen Tanzfilm Festival in Bukarest gezeigt. Hierbei handelt es sich um eine interaktiven Ausstellung der französischen Künstlerin Clyde Chabot.

Seit 2019 ist Marcel Mitglied und Organisator bei dem Verein „Wort & Klang“, welcher kulturelle Veranstaltungen in der Stadt Zeitz organisiert. Darüber hinaus war er als Filmemacher maßgeblich an der Visualisierung der „Thüringer Literatur- und Autorentage“ beteiligt..
Geschichten brauchen Freiraum und gelebtes Leben, um erdacht zu werden. Und neue Geschichten brauchen manchmal eine Ortsveränderung, damit sie die Welt erobern können. Michael Schweßinger treibt es durch die Welt – u.a. Tansania, Spanien, Irland, Norwegen, Rumänien – immer unterwegs, immer auf der Suche nach den dunklen, geheimnisvollen, zerrissenen Helden und ihren verborgenen Geschichten. Er begibt sich auf die Suche nach dem zutiefst Menschlichen, spürt seiner Zeit und ihren Geschehnissen nach, träumt und analysiert sich durch die Erdenzeitalter. Dabei läßt er sich von seiner Intuition leiten, lebt von seinem Handwerk – dem Backen, greift auf seine Studienerfahrungen in der Ethnologie und Afrikanistik zurück und beobachtet die Menschen rings um ihn herum.

Schweßinger, 1977 im fränkischen Waischenfeld geboren, war Mitwirkender und Verleger bei der legendären Leipziger Edition PaperONE, lebt momentan in Zeitz und arbeitet an verschiedenen Orten auf der Welt. Schweßinger ist kein Unbekannter, ist bekannt und geschätzt und schon seit vielen Jahren in der hiesigen Literatur- und Lesebühnenszene textend und lesend.

Bukarest - the city of good life von Michael Schwessinger

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Bukarest - the city of good life
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Begleitet von zwei Künstlern, welche längst von der Großstadtdepression eingeholt wurden, wird euch dieser Bildband durch ein Bukarest führen, welches die Touristeninformation lieber nicht zeigen würde. Der rohe und doch vertraute Blick der Straßenfotografie Marcel Schreiters bleibt nicht ohne Humor und tritt in einen regen Dialog mit den fragmentarischen Texten des Autors Michael Schweßinger. Alle, die ein Faible für diesen spätkapitalistischen Blues haben, werden ihre Freude daran haben.

Beide haben selbst mehrere Jahre in Bukarest gelebt und kennen die Stadt mit ihren unterschiedlichen Facetten, zahlreichen Schicksalen und rapiden Entwicklungen. 2016 haben sie bereits einen Kurzfilm über Bukarest gedreht, welchen ihr auf dem YouTube-Kanal der Edition Outbird sehen könnt. Ebenso hat Michael Schweßinger mehrere Erzählungen über Rumänien veröffentlicht und Marcel Schreiter den einstündigen Dokumentarfilm „Portavoce“ gedreht, welcher sich mit der aktuellen Protestkultur Rumäniens beschäftigt.

Das Buch richtet sich an alle Freunde der Dokumentarfotografie und Reiseliteratur sowie an Osteuropa und Rumänien Interessierten und an all jene, die sich nicht davor scheuen, Bukarest näher kennenzulernen.

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