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Michael Kelpanides

Der Autor: Michael Kelpanides, Prof. Dr. phil., wurde 1945 in Thessaloniki geboren. Von 1964 bis 1973 Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Musikwissenschaft in Wien und Frankfurt. Zwischen 1974 und 1977 Tätigkeit als Forschungsassistent und Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt, von 1978 bis 1985 Wissenschaftlicher Angestellter am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt. 1985 Berufung an die Universität Thessaloniki. Forschungsschwerpunkte: Probleme nachindustrieller Demokratien, Bildungsexpansion und Umverteilung sozialer Chancen im Wohlfahrtsstaat, Marxismuskritik. Veröffentlichungen in deutscher, englischer und griechischer Sprache.

Politische Union ohne europäischen Demos? von Michael Kelpanides

Neuerscheinung

Politische Union ohne europäischen Demos?
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Die Gründung der europäischen Währungsunion hatte kontraproduktive Folgen: Sie hat nicht zur Konvergenz, sondern zu divergierenden ökonomischen Entwicklungen in den Euro-Ländern und zu übermäßiger Verschuldung der Südländer geführt, wodurch die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst wurde.
Dieses Buch untersucht die tiefer liegenden ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Disparitäten zwischen den Mitgliedsgesellschaften, die der Entstehung einer solidarischen Gemeinschaft europäischer Bürger – eines europäischen Demos – massiv entgegenwirken. Die historisch erfolgreichen Fälle der Nationalstaatsbildung zeigen allerdings, dass starke Bürgerbewegungen für die Gründung der Nationalstaaten auf der Basis von kulturellen und gesellschaftlichen Affinitäten entstanden. Diese gibt es heute zwischen den Gesellschaften Nordwest- und Südosteuropas nicht. In dem Vergleich dieser stark miteinander kontrastierenden Ländergruppen wird Griechenland, das „schwächste Glied der Euro-Kette“ besonders berücksichtigt.

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