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Matthias Tischer

Matthias Tischer studierte Klarinette bei Ralph Manno, Jan Doormann und Jean François Benda, Musikwissenschaft, Schulmusik, Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie, Germanistik und Soziologie in München, Weimar und Jena. Nach einer Promotion über Inhaltsästhetik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts habilitierte er sich nach Forschungsaufenthalten in Berlin und Harvard am gemeinsamen Institut der Musikhochschule Weimar und der Universität Jena, wo er neben Lehraufträgen in Berlin, Hannover und Oldenburg als Privatdozent tätig war. Er ist Professor für Ästhetik und Kommunikation an der Hochschule Neubrandenburg. Seit 2016 vertritt er eine Professur für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sein Interesse richtet sich auf die Musikverhältnisse vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart aus historischer, ästhetischer, soziologischer, pädagogischer und medientheoretischer Perspektive.

Komponieren für und wider den Staat von Matthias Tischer

Neuerscheinung

Komponieren für und wider den Staat
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20 Jahre nach dem Verschwinden des »anderen deutschen Staates« wird zusehends klar, dass sich unter der verhärteten Oberfläche der Diktatur ein kulturelles Leben von enormer Vielfalt verbarg. Die Künstler der DDR waren zwar mehrheitlich keine Oppositionellen, suchten aber nicht selten nach geeigneten Wegen für eine Gratwanderung zwischen persönlichem Wollen und parteioffizieller Erwartung. Der Berliner Komponist Paul Dessau ist in seiner Zeit nach der Rückkehr aus dem Exil das Paradebeispiel eines Komponisten aus dem geistigen Umfeld Arnold Schönbergs, der das Bekenntnis zu »seinem« Staat mit dem zur musikalischen Moderne zu verknüpfen versuchte. Der vorliegende Band untersucht seine Musik für den Konzertsaal bis zur Mitte der 1970er Jahre.

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