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Benno Elbs

BENNO ELBS, geb. 1960, Studium der Theologie in Innsbruck und Paris, psychotherapeutische Ausbildung (Logotherapie), 1986 zum Priester geweiht. Von 1994 bis 2005 als Pastoralamtsleiter, anschließend bis 2011 als Generalvikar der Diözese Feldkirch tätig, seit 2013 Diözesanbischof. Autor mehrerer Bücher. Bei Tyrolia sind erschienen: Wie ein leises Berühren (2. Auflage, 2014), Rückenwind (2. Auflage, 2018)

Die Trachten in Vorarlberg von Benno Elbs

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Die Trachten in Vorarlberg
  • Die Trachten in Vorarlberg
  • Buch (Kunststoff-Einband)

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Die

Trachtenlandschaft in Vorarlberg ist so vielfältig wie das Land selbst, und so

wie die Bewohner der Regionen und Talschaften gern auf ihre Eigenarten

verweisen, so stolz tragen sie ihre jeweilige Tracht.

Während

Jahrhunderten diente diese den Menschen ebenso selbstverständlich als Sonn- und

Feiertagsstaat, wie sie wochentags ihre Alltagskleidung trugen, und bis weit

ins 19. Jahrhundert verfügte man jeweils über eine Garnitur, die oft ein Leben

lang getragen wurde. Aber während sich die eine allmählich abnutzte,

fadenscheinig wurde und im Lauf der Zeit mehr und mehr Flicken aufwies, blieb

die andere über Jahrzehnte schön, wurde sorgsam aufbewahrt, gepflegt und von

einer Generation an die nächste weitergegeben.

Die

geringe Mobilität und die Abgeschiedenheit alpiner Talschaften führten zu

regionalen Besonderheiten, die – neben dem Dialekt – hauptsächlich in der

Bekleidung Ausdruck fanden. Bemühungen der Nationalsozialisten das

Trachtenwesen zu ideologisieren blieben langfristig erfolglos, aber auch

Bestrebungen in den 1950er-Jahren, Tracht als zentrales Merkmal jugendlicher

Bekleidungskultur zu etablieren, erwiesen sich als Wunschdenken. Zu stark war

der Wunsch der Nachkriegsgeneration, der aufkeimenden und mehr und mehr auch

erlaubten Individualität Ausdruck zu verleihen; ein Wunsch, dem seitens der

Modeindustrie nur zu gerne Rechnung getragen wurde und wird.

Dennoch

ist es dem Trachtenwesen in Vorarlberg gelungen, in Trachtengruppen und

Musikkapellen eine kulturelle Nische zu besetzen und aus ihr heraus in

Erscheinung zu treten. Ihnen und der von ihnen gelebten Tradition verdanken

wir, dass Trachten heute wieder wahrgenommen, akzeptiert, diskutiert und als

bunte Facette einer pluralistischen Gesellschaft verstanden und

weiterentwickelt werden.

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