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Autorenbild von Anita Lasker-Wallfisch

Anita Lasker-Wallfisch

Anitka Lasker-Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, erzählt von der Zerstörung einer jüdischen Familie und davon, wie sie und ihre Schwester Renate die Konzentrationslager der Nazis überlebten. Die Autorin, die das Londoner English Chamber Orchstra mitbegründete und bis in die Jahrtausendwende erfolgreich als Cellistin arbeitete, gehörte zum „Mädchenorchester“ von Auschwitz. Ihre Lebenserinnerungen sind das eindrucksvolle Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals im 20. Jahrhundert und eine sehr persönliche, anrührende Chronik einer Überlebenden des Holocaust. In einem Nachwort berichtet die Autorin über ihre auf Lesereisen gesammelten Erfahrungen mit dem deutschen Publikum..
Klaus Harpprecht, geb. 1927, hat als Journalist unter anderem für RIAS, SFB und ZDF gearbeitet. Von 1966 bis 1969 war er Leiter des S. Fischer Verlags und von 1972 bis 1974 Chef der Schreibstube und Berater von Willy Brandt. Lebte zuletzt als freier Schriftsteller in Frankreich. Er starb am 21. September 2016. Publikationen u.a.: «Georg Forster oder Die Liebe zur Welt» (1990), «Thomas Mann. Eine Biographie» (1995), «Im Kanzleramt. Tagebuch der Jahre mit Willy Brandt» (2000), «Harald Poelchau – Ein Leben im Widerstand» (2004).

Alma Rosé. Wien 1906 /Auschwitz 1944 von Anita Lasker-Wallfisch

Neuerscheinung

Alma Rosé. Wien 1906 /Auschwitz 1944
  • Alma Rosé. Wien 1906 /Auschwitz 1944
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Alma Rosé entstammt dem musikalischen Adel des Wiens der Jahrhundertwende. Ihre Eltern waren Arnold Rosé, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und Leiter des berühmten Rosé-Quartetts, und Justine Mahler, Schwester Gustav Mahlers ihre Patentante war Alma Mahler-Werfel. Kein Wunder, daß aus dem hochbegabten Mädchen eine Geigenvirtuosin wurde, die mit ihren »Wiener-Walzermädeln« kreuz und quer durch Europa tourte.
Nach dem »Anschluß« Österreichs mußte die jüdische Familie emigrieren. Alma und ihr Vater gingen nach London. Um Geld zu verdienen, trat Alma Rosé weiter in Holland auf, so lange, bis es zu spät war und sie nicht mehr nach London zurückkonnte.
Im Dezember 1942 floh sie aus dem besetzten Holland, wurde in Dijon von der Gestapo verhaftet und im Juli 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Bis zu ihrem Tod im April 1944 leitete sie die Lagerkapelle, das sogenannte Mädchenorchester.
Der kanadische Musikkritiker Richard Newman zeichnet ein eindrückliches Bild dieser komplexen Persönlichkeit zwischen Glamour und Tragödie. Die sehr gründlich recherchierte Biographie verdankt ihren Reichtum der Korrespondenz der Familien Mahler und Rosé, aus dem Nachlaß von Almas nach Kanada emigriertem Bruder Alfred Rosé.
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»Alma Rosé war im wahrsten Sinne die Leiterin unseres Orchesters. Sie zog uns alle in den Bann ihres Wahns, aus dem Repertoire, das wir spielten, etwas Perfektes zu machen. Wer von uns überlebte, verdankt es ihr. Sie war eine stolze Frau – würdevoll und unnahbar.«
(Anita Lasker-Wallfisch, Cellistin in der Frauenkapelle Auschwitz-Birkenau)

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»Wann glaubst Du wird es für uns ein Wiedersehen geben? Dieses nicht leben kann man doch nie nie mehr nachholen.- Wenn ich nur wüßte wie es Vati geht – ich habe schon so lange nichts von ihm gehört … Ich spiele jetzt oft vierhändig – da denke ich oft, wie wir das miteinander getan haben …«
Alma Rosé am 20. November 1941 aus Utrecht an Alfred Rosé in die USA. Es war der letzte Brief, der ihn erreichte.

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