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Alexander Pschera

Alexander Pschera, Jg. 1964, studierte in Heidelberg Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie und promovierte über den Dichter Eduard Mörike und das „Zeitalter der Idylle“. Neben literaturwissenschaftlichen Arbeiten zu Léon Bloy und Ernst Jünger trat Pschera vor allem als Autor, Herausgeber und Publizist zu Themen der Medientheorie und Medienphilosophie sowie zur Phänomenologie und Kulturgeschichte des Internets hervor. Seine letzten Veröffentlichungen: „800 Millionen. Apologie der sozialen Medien“ (2011) „Vom Schweben. Romantik im Digitalen“ (2013), „Dataismus. Kritik der anonymen Moral“ (2013), „Das Internet der Tiere. Der neue Dialog zwischen Mensch und Natur“ (2014). Pschera schreibt außerdem regelmäßig für das Monatsmagazin Cicero, für Cicero.online und für Deutschlandradio Kultur..
Martin Mosebach, Jg. 1951, lebt in Frankfurt am Main. Er wurde u.a. mit dem Heimito von Doderer-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie, dem Kleist-Preis, mit dem Georg- Büchner-Preis sowie 2015 mit der Goetheplakette ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt "Der Mond und das Mädchen" (Roman, 2007), "Stadt der wilden Hunde" (Nachrichten aus dem alltäglichen Indien, 2008), "Als das Reisen noch geholfen hat"(Essays, 2011) und "Das Blutbuchenfest" (Roman, 2014).

Désinvolture von Alexander Pschera

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Désinvolture

Désinvolture

Buch (Taschenbuch)

ab 24,70€

Das Corona-Virus stürzte die Menschen aus der totalen digitalen Erschöpfung in eine elementare Atemnot. Die Pandemie zeigte die Grenzen der Belastbarkeit nicht nur unseres Gesundheitssystems, sondern auch unseres individuellen psychischen Immunsystems auf. Es war der geeignete Zeitpunkt, sich auf philosophische Konzepte zu besinnen, die dem Menschen seine innere Freiheit sichern. Désinvolture ist eine jener Haltungen, die zur subjektiven Autarkie führen und die das Ich gegen die Bedrängnis der Außenwelt widerstandsfähiger machen. Der Text geht dabei auch auf verwandte Besonnenheitsstrategien (Scholé, Ataraxia, Spleen, Gelassenheit, Muße, Cafard, Coolness, Swag) ein und untersucht nicht zuletzt den Zusammenhang zwischen Désinvolture und Lektüre. Schließlich versucht der Essay die Frage zu beantworten, was unser Leben zwischen dramatischen Einengungen wie Digitalisierung, Fortschrittsbesessenheit und Klimaapokalyptik zu einem ungezwungenen und nonchalanten machen kann.

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