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Abbas Maroufi

Abbas Maroufi wurde 1957 in Teheran geboren. Er studierte an der Universität Teheran Dramatische Literatur, musste das Studium allerdings aufgrund der revolutionsbedingten Schließung der Universität von 1980 bis 1982 unterbrechen. 1990 gründete Maroufi die Zeitschrift „Gardun“ (Himmelsgewölbe), eine Publikation über Literatur und Zeitgeist, die auch kritische Töne anklingen ließ. Die Zeitschrift wurde jedoch schon bald verboten und ihr Herausgeber vom „Gericht für Presseangelegenheiten“ wegen „Beleidigung“ der islamischen Grundwerte verurteilt. Nach internationalem Protest konnte Abbas Maroufi 1996 den Iran verlassen und nach Deutschland kommen. Heute lebt er mit seiner Familie in Berlin, wo er die Buchhandlung Hedayat gegründet hat.

Symphonie der Toten von Abbas Maroufi

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Symphonie der Toten
  • Symphonie der Toten
  • Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte der beiden Brüder Aidin und Urhan spielt etwa zwischen 1940 und 1970 in der nordpersischen Stadt Ardebil. Der Vater handelt auf dem Basar mit Trockenfrüchten und möchte sein gut gehendes Geschäft an seine Kinder weitergeben. Doch Aidin, der Liebling der Mutter, hat kein Interesse an Geschäft und Handel, sondern entwickelt stattdessen eine Liebe zu Büchern und beginnt sich selbst Wissen anzueignen. Ganz anders sein materialistischer Bruder Urhan, der gemeinsam mit dem Vater Aidins literarischen Interessen misstrauisch verfolgt, ein Misstrauen, das in der Einäscherung von Aidins Büchern und Manuskripten resultiert. Mit im Haus leben auch die Schwester Aida und der Bruder Yussof, ein Krüppel. Aida wird unter der Kontrolle des strengen Vaters im Haus gehalten, er lebt beinahe wie ein Tier in einem Verschlag

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