Rezensent im Portrait

aus Berlin

Gesamte Rezensionen
2 (ansehen)

Meine Rezensionen

  • Der Turm der Könige
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv
    Super!
    Rezension vom 25.10.2011
    Sevilla im Jahre 1248: Ein Schachturnier zwischen Mauren und Christen, das über das Schicksal der Giralda entscheiden soll, endet unentschieden. 500 Jahre später gibt es immer noch keinen Sieger. Die alles entscheidende Schachpartie steht immer noch aus, aber ein Auserwählter, der auf Seiten der Christen die letzte Partie bestreiten soll, steht fest. Doch jemand möchte dies verhindern.

    Nerea Riesco schafft es gekonnt historische Fakten mit Fiktion zu verbinden. Die politischen und historischen Verhältnisse sind sehr anschaulich dargestellt. Der Konflikt mit den Mauren ist auch leicht verständlich und nachvollziehbar. Man braucht keine Vorkenntnise weder um Sevillas Geschichte noch ums Schachspiel, um das Buch zu verstehen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr packend. Sehr gut gefallen haben mir einige Andeutungen, die kurz angesprochen und dann einige Seiten weiter ausführlich erzählt wurden. Das erhielt die Spannung aufrecht und die Vorfreude aufs Weiterlesen war groß. Die Suche nach dem alten Dokument war sehr rasant bis zum Schluss, beschrieben. Man konnte den Ausgang dieser Suche nicht erahnen, denn die extrem andauernde Spannung blieb bis zur letzten Seite auf einem sehr hohen Level. Das Buch steckte insgesamt voller Geheimnisse und Rätsel.

    Die Personen waren alle sehr vielseitig. Die Frauen in diesem Buch waren sehr stark, alle sehr mutige Kämpferinnen, die sich nicht so leicht unterkriegen ließen. Die männlichen Akteure waren zum Teil sehr geheimnisvoll und rätselhaft. Leon war mir sehr lange ein Rätsel, und mein Mißtrauen gegenüber ihm war sehr groß. Auch sein Sohn Abel war kein leichter Charakter. Sie waren auch sehr stark, aber auch verletzlich. Die Liebe hatte ebenfalls ihren Platz in diesem Roman. Am meisten überrascht hat mich allerdings Monsieur Verdoux. Er steckte voller Rätsel und Geheimnisse, womit ich gar nicht gerechnet hatte.

    Das Buch hat mich wahnsinnig begeistert und bis zum Schluss gefesselt. Es war in einem rasanten Tempo geschrieben und bllieb bis zum Ende megaspannend. In dem Buch war einfach alles vorhanden: Liebe, Intrigen, Historie, Politik, Religion und Dramatik. Es gab auch einige Schicksalschläge und traurige Szenen in diesem Buch. Auch das Schachspiel kam nicht zu kurz. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mich sehr gut unterhalten gefühlt!
  • Isenhart
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv
    Ein großartiges Buch!
    Rezension vom 16.10.2011
    Isenhart hat keinen leichten Start ins Leben. Er ist zweimal tot und wird auch beide Male wiederbelebt. Er wächst bei einem Schmied auf und bekommt Bildung. Isenhart lernt seine große Liebe kennen und es könnte für ihn eigentlich alles perfekt sein, aber Anna wird eines Tages ermordet aufgefunden. Annas Herz wurde gestohlen und bald darauf wird auch schon jemand hingerichtet. Aber derjenige ist nicht Annas Mörder und es geschehen noch weitere Morde, die auf einen Serienmörder hindeuten. Isenhart begibt sich somit auf die Jagd nach dem Mörder.

    Zugegeben das Buch ist keine Lektüre für Zwischendurch. Man braucht schon etwas Geduld und sollte auch sehr aufmerksam lesen. Es ist bis zur letzten Seite sehr spannend, und es gibt auch einige überraschende Wendungen. Das Buch war für mich ein pures Lesevergnügen. Auch das sehr schön gestaltete Cover macht das Buch zu einem Blickfang in meinem Regal.

    Was mir überhaupt sehr gut gefallen hat, war nicht nur die spannende Geschichte über die Jagd nach dem Seelensammler sondern auch die vielen interessanten Informationen über die damalige Zeit. Das mittelalterliche Leben wurde sehr authentisch dargestellt, und ich konnte mich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen. Ich fand es hochinteressant zu erfahren wie damals der Wissensstand gerade was die Mathematik, Wissenschaft, Medizin und Astronomie angeht, war. Auch der ständige Konflikt mit der Kirche und die Angst vor der Verurteilung zur Ketzerei kamen sehr glaubhaft rüber.

    Isenhart war für mich ein bemerkenswerter Charakter. Ich fand es sehr schön seinen Gedankengängen zu folgen. Seine Jagd nach dem Serienmörder war hochspannend. Die damaligen Möglichkeiten eine Leiche zu sezieren oder einen Mord aufzuklären waren zwar recht primitiv, aber das hat Isenhart trotzdem nicht davon abgehalten den Mörder weiterzusuchen. Sein wacher Geist und sein Verstand waren ihm eine sehr große Hilfe.

    Meiner Meinung nach war dies ein sehr spannendes und toll geschriebenes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Das Buch gehört zu meinen Lesehighlights diesen Jahres, und ich vergebe dem Buch 5 Sterne!