Rezensent im Portrait
aus Eppertshausen
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Ein Buch das zum Träumen und Nachdenken anregtRezension vom 15.02.2012In dem schönen New Yorker Künstlerviertel, Greenwitch Village, findet Eve ein neues Zuhause. Als sie dann noch eine super schicke Wohnung zu einem Spottpreis bekommt, kann sie ihr Glück nicht fassen. Der einzige Haken an der Geschichte ist ihr "Untermieter" Donald - ein ziemlich ungeselliger Mensch und noch dazu ausgesprochen tot! Eve lässt sich davon nicht abschrecken und versucht in New York auf den Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter Penelope zu wandern um mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Doch ohne Job in einer fremden Stadt gestaltet sich das nicht leicht und so versucht Eve ihre Jobsuche, die Suche nach ihren Wurzeln und ihren untoten grimmigen Mitbewohner unter einen Hut zu bekommen. Und nebenbei sollte natürlich auch die Liebe nicht zu kurz kommen...
Nach dem Lesen der Leseprobe erwartete ich eine richtig schöne Gute-Laune-Lektüre, aber "Zwei Zimmer Küche Geist" ist mehr als nur das. Lorna Graham verzauberte erst mit einem erfrischenden, humorvollen Schreibstil und überraschte dann mit einer Geschichte die mit Tiefgang überzeugte. Eve ist kein naives oder tollpatschiges Püppchen sondern eine sehr liebenswerte Frau die Träume und Wünsche hat und erst auf der Suche nach ihren Wurzeln ihren Platz im Leben findet. Einzig der Teil in dem Eve das Leben ihrer Mutter verfolgt zieht sich an einigen Stellen unnötig in die Länge und wäre für dieses Werk in gekürzter Form besser gewesen. Aber hier endet auch meine Kritik denn der alles andere als charmante Geist Donald und Eves Entwicklung machen dies wieder wett. Ich hoffe dies war nicht der letzte Roman von Lorna Graham!
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Blieb hinter meinen Erwartungen!Rezension vom 15.02.2012Ein dramatischer Flugzeugabsturz und einige mysteriöse Todesfälle bringen die Ermittlerin Heather Kennedy und den ehemaligen Söldner Leo Tillman auf die Spur eine grausamen Sekte. Werden sie den Tod von Millionen Menschen verhindern können?
Das Cover hat mich sofort angesprochen und als ich den Klapptentext gelesen hatte war ich absolut begeistert. Doch leider hält die Geschichte nicht was sie verspricht. Ich erwartete eine spannende Verschwörungsgeschichte mit sympathischen interessanten Hauptcharaktären und einen Schreibstil der flüssig und leicht zu lesen ist. Wie hat meine Tochter das so schön genannt? "Mainstream" eben (und ja das Wort habe ich gegoogelt, Schatz) Aber meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Der Schreibstil ist nicht flüssig sondern stockt während der Beschreibungen des Autoren insbesondere wenn Dialoge über Fachwissen geführt werden. Die Charaktäre konnten mich auch nicht wirklich überzeugen, denn sie wirkten entweder überheblich oder es viel mir schwer Zugang zu ihnen zu finden. Ich hätte mir insbesondere bei der tragischen Vorgeschichte des Söldners Tillman mehr Emotionen gewünscht. Vielleicht sollte er so wirken als habe er jegliches Gefühl durch die schrecklichen Ereignisse verloren und wird nur noch von seinem Sinn nach Rache getrieben, doch das nehme ich dem Autor nicht ab.
Einzig die drei Handlungsstränge die sich um die Polizistin Heather Kennedy, Sheriff Webster Gayle und den Söldner Leo Tillman drehen wurden gekonnt zusammengeführt und ließen für einige Seiten richtig Spannung aufkommen. Aber für dieses ganze Werk war das einfach etwas wenig! Blakes Bemühungen dem Roman einen realistischen Rahmen zu begeben indem er den Leser mit Hintergrundinformationen über das Judas Evangelium versorgt sind bei mir angekommen aber leider entwickelten sich diese Informationen zu Fachsimpeleien die der Geschichte mehr im Weg gestanden als gedient haben. Zwar benötigt nicht jeder Thriller mysteriöse Elemente á la Dan Brown & Co. Doch der Klappentext ließ genau auf so etwas hoffen und deshalb bieb der Roman ziemlich hinter meinen Erwartungen
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Anders als erwartetRezension vom 19.09.2011Sandra Jones ist eine 23-jährige Lehrerin die abends mit ihrer Tochter Ree alleine zu Hause ist. Nach ihrem abendlichen Zubettgeh-Ritual legt sie sich schlafen. Geräusche lassen sie aufhorchen und als sie aufsieht blickt sie ihrem Mörder in die Augen.... - oder etwa doch nicht? Denn als ihr Ehemann nach Hause kommt ist Sandra verschwunden. Es gibt keine Einbruchsspuren, Anzeichen für einen Kampf oder Blutspuren und auch ihre gemeinsame Tochter Ree liegt ruhig schlafend in ihrem Bettchen. Was ist mit Sandra geschehen? Detective Sergeant Warren ermittelt und stößt dabei auf einen wirren Strudel voller Widersprüche und Geheimnisse in Sandras persönlichem Umfeld.
Nachdem ich auch schon die Bücher "Kühles Grab" und "Lauf wenn du kannst" von Lisa Gardner gelesen habe war ich nach den ersten Seiten über ihren Schreibstil etwas erstaunt. Bisher hätte ich ihren Stil als sehr nüchtern beschrieben der mit kurzen prägnanten Sätzen den Leser direkt in die Handlung einführt. Doch hier schwankt Gardner zwischen einer sehr verspielten Erzählart und Sätzen die sich sehr derb fast schon vulgär lesen. Je nachdem aus wessen Perspektive und über welche Person sie gerade schreibt. Eine Neuerung die mir anfänglich gut gefallen hat, doch im Laufe des Werkes fand ich die derbe Sprachwahl für diese Art von Roman einfach zu viel. Dies hätte eher zu einer Geschichte gepasst bei der die Autorin von dem grausamen Taten und den Antriebsgründen eines Serienkillers schreibt doch wer solche Romane sucht ist bei "Ohne jede Spur" völlig falsch. Wir haben hier eher einen soliden Psychothriller der fast vollkommen ohne blutige Szenen auskommt. Die Geschichte und auch die Romanfiguren sind sehr vielschichtig und auf den zweiten Blick sind sie nicht das was sie zu sein scheinen, wodurch der Leser auf so manche falsche Fährte geführt wird. Die vielen Charaktäre des Buches sind sehr interessant und lebhaft gezeichnet und Gardner hat sich wahrlich Mühe gegeben keine Figur in den Vordergrund zu stellen. Dadurch gelingt es ihr den Spannungsbogen, den sie gleich zu Beginn des Werkes ausgebaut hat, konstant auf einem sehr hohen Level zu halten. Doch leider kann das Finale dem hohen Spannungsniveau nicht standhalten, denn die Geschichte die sie sehr gut auf über 500 Seiten aufgebaut hat findet auf die letzten 40 Seiten einen übereilten Abschluss der im Grunde keiner ist. Die Idee zu dieser Auflösung ist zwar gut gelungen doch wird die letztendliche Umsetzung dem Werk leider nicht gerecht.
Dieser Roman stellt eine vollkommen Veränderung der bisherigen Lisa-Gardner-Romane dar und ich hoffe, dass sie diese schnell über Bord wirft und zu ihrer alten Form zurückfindet.
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Dogma - eine gelungene FortsetzungRezension vom 11.07.2011Obwohl es sich um den zweiten Teil der Reihe rund um die sympathischen Protagonisten Agent Reilly und Tess Chaykin handelt ist die Handlung diesen Romans in sich abgeschlossen und kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Um den Handlungen und den Gedanken der Protagonisten besser folgen zu können sind die Vorkenntnisse aus dem Buch "Scriptum" jedoch von Vorteil und steigern sicherlich das Lesevergnügen dieses Romans.
Im Jahr 1204 wird die Stadt Konstantinopel von Kreuzrittern belagert und nur mit viel Glück gelingt es einigen Tempelrittern Truhen mit unermesslich wertvollem Inhalt zu fliehen. Doch schon nach einem Tag wird ihre Flucht durch eine List beendet und der Inhalt der Truhen gerät in feindliche Hände. 806 Jahre später im Jahr 2010 befinden wir uns in der gleichen Stadt die im Laufe der Zeit in Istanbul umbenannt wurde. Der iranischer Archäologe Professor Sharafi hat eine brisante Entdeckung gemacht und wird von dem Iraner Mansoor Zahed gezwungen ihm seine Arbeiten auszuhändigen und für ihn das Geheimnis zu lüften. Und auf seinem Weg dorthin ist er bereit über Leichen zu gehen. Ein atemloses Katz-und Maus-Spiel beginnt.....
Das Buch untergliedert sich in zwei sehr spannende Erzählstränge die abwechselnd im Jahr 1204 und 2010 spielen. Schon in dem ersten Teil "Scriptum" hat Khoury diese Erzähltechnik angewand und dies ist ihm außerordentlich gut gelungen. Die Protagonisten Agent Reilly und Tess Chaykin sind auch in diesem Teil wieder zu finden und haben sich seit "Scriptum" richtig weiterentwickelt. Dies verleiht dem Werk Glaubhaftigkeit insbesondere bei Lesern die auch den vorhergehenden Roman kennen. Raymond Khoury ist es wirklich gelungen sich bei diesem Werk wieder selbst zu übertreffen. Er versteht es historische Fakten in eine Geschichte einfließen zu lassen, den Leser durch sympathische Protagonisten zu begeistern und jedes Buch mit einer so spannenden Geschichte zu einem kurzweiligen und unglaublich fesselnden Vergnügen zu machen. Zwar ist dieser Teil mehr Actionroman als Thriller doch steht er letzterem im Punkto Spannung in nichts nach. Khourys flüssig zu lesender Schreibstil, die kurzen Kapitel und die wechselnden Erzählperspektiven halten den erzeugten Spannungsbogen das ganze Werk über aufrecht und lassen keine Langeweile aufkommen und dies mag bei einem so umfangreichem Roman mit über 500 Seiten was heißen. Eine wahrlich brilliante Fortsetzung!
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"Da nulla si scava nulla" - Von nichts kommt nichtsRezension vom 11.07.2011"Gott sieht alles, nur Trevioso hat er noch nie bemerkt" (Zitat Seite 11 Zeile 2-3)
Und damit hat Er wohl die Rechnung ohne die gewitzten Bürger dieses kleinen idyllischen Dorfes in Norditalien gemacht. Zwar ist Trevioso nicht unbedingt ein Touristenmagnet und steht sehr im Schatten des Nachbarortes doch damit will der Dorfpfarrer, Don Antonio, sich nicht abfinden und beschließt kurzerhand - ein Wunder muss her! Dazu wird eine im 2. Weltkrieg geschändete Madonnenstatue ausgekramt und so präpariert, dass sie auf Knopfdruck blutige Tränen weint. Das Wunder ist perfekt, denn schließlich weiß niemand, dass es sich bei den Tränen um den schlechtesten Wein des kleinen Dorfes handelt. Innerhalb kürzester Zeit zieht das Wunder Touristen aus aller Welt an. Die Stadt floriert wieder und die Bewohner Treviosos sind glücklich. Doch dann kündigt der Vatikan eine Untersuchungskommission an, um sich von der Echtheit dieses Wunders zu überzeugen. Don Antonio muss handeln und mit ihm versuchen alle Dorfbewohner das Örtchen vor dem drohenden Skandal zu bewahren...
Susanne Falk ist es wirklich gelungen die Atmosphäre einer italienischen Kleinstadt einzufangen. Ich hatte regelrecht das Gefühl die Zeit stehe still und es hat mir sehr gefallen mit wie viel Witz und Charme sie die Dorfbewohner dieses kleinen Örtchens beschreibt. Die Charaktäre sind grandios gezeichnet und es ist nicht nur die Hauptfigur Don Antonio die diesen Roman zu etwas so außergewöhnlichem macht sondern die vielen kleinen Nebencharaktäre die fast durchweg liebevoll gezeichnet sind und auf mich als Leser sehr sympathisch wirten. Frau Falk hat die italienische Mentalität brilliant in den ganzen Romanfiguren eingefangen. Dieses Buch verzaubert wirklich mit sehr viel Humor und Charme und hat mich an vielen Stellen zum Lachen gebracht. Und neben all den ganzen Verwicklungen und die durchweg komischen Situationen in die der Hauptakteur Don Antonio stolpert, darf der Leser sich bei diesem Werk auch über ein klein wenig Amore freuen. Denn mit der Darstellung eines Liebepaares im Seniorenalter hat die Autorin doch ein kleines Tabuthema aufgegriffen und sehr liebevoll umgesetzt.
"Das Wunder von Trevioso" ist eine wundervolle Sommerlektüre die mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurückgelassen hat und die in meinem Bücherregal einen ganz besonderen Ehrenplatz erhalten wird.
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Die Sehnsucht erwacht...Rezension vom 19.06.2011Nach dem Tod ihres Vaters, einem Arzt und Wissenschaftler, wird Mary bei ihrer Tante aufgenommen die jedoch nichts anders im Sinn hat als die junge Frau schnellst möglich zu verheiraten. Doch die eigensinnige Mary hat andere Vorstellungen von ihrer Zukunft: Sie möchte die Botanik an den verschiedensten Plätzen der Welt erkunden. Doch da dies für eine Frau dieser Zeit nicht standesgemäß ist muss sie sich als Mann verkleidet auf die Reise begeben. Wird sie ihr Glück finden?
Auf den ersten Blick fiel mir dieses liebevoll gestaltete Cover auf das mit vielen kleinen Details meine Neugier erweckte und ein Titel der zum Träumen anregt. Liv Winterbergs Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Die mit Orts- und Zeitangaben versehenen Kapitel lassen die Geschichte gut in einen zeitlichen Rahmen einordnen. Dies war allerdings auch nötig, da die Autorin zwischen manchen Kapiteln Monate vergehen lässt auf die sie im Verlauf leider nicht weiter eingeht. Ein Punkt durch den es der Geschichte leider etwas an Tiefgang mangelt. Auch die in Kursivschrift gehaltenen Gedanken der handelnden Personen fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Normalerweise werden Gedanken in den meisten Büchern in passiver Erzählweise zu Papier gebracht doch hier schreibt Liv Winterberg aus Sicht der entsprechenden Person was dieser durch den Kopf geht. Dies ist manchmal sehr verwirrend und ich musste oftmals überlegen welcher Figur ich das beschriebene Gedankengut zuordnen kann. Ansonsten wurden die Romanfiguren jedoch sehr gut ausgearbeitet. Insbesondere die Protagonistin Mary wird als sehr feinfühlige selbstbewusste Frau dargestellt die mutig ihren Weg bestreitet. Zwar hat die dennoch Angst vor neuen Schritten aber sie überwindet ihre Ängste und dies lässt sie sehr sympathisch wirken.
Auch die Romantik kommt in diesem Werk nicht zu kurz, allerdings steht diese hier nicht im Vordergrund sondern eher Marys Abenteuerdrang und der Wunsch ihrer Berufung zu folgen. Man kann verfolgen wie aus dem jungen Mädchen eine selbstbewusste Frau und wie aus ihren schönen Träumen harte aber dennoch für sie sehr erfüllende Realität wird. Ein ganz besonders großes Lob bekommt die Autorin von mir für dieses unerwartete Ende. Aber wie dieses aussieht wird an dieser Stelle nicht verraten....
Ein absolut empfehlenswerter Roman der mit authentische Beschreibungen überzeugt und mit einem sehr außergewöhnlichen Schreibstil überrascht!
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Die Vergolderin - eine Genre wird neu belebtRezension vom 20.04.2011Braunschweig im Jahr 1604: Elisabeth, die Älteste von drei Geschwistern, hat eine schwere Bürde zu tragen. Nach dem Tod ihrer Eltern ist es nun ihre Aufgabe für ihre Geschwister zu sorgen. Dazu reist sie nach Braunschweig zu ihrem Großvater, einem Goldschmied, und bittet ihn um Hilfe. Da dieser selbst schon sehr alt und kränklich ist nimmt er die Geschwister auf und lässt sich von Elisabeth widerwillig in der Schmiede helfen. Elisabeth ist mit großem Talent gesegnet doch Frauen ist es strengstens untersagt in diesem Handwerk zu arbeiten! Als sie im Wald fast von Räubern überfallen wird ist es einzig dem Blinden Martin Clavius ist es zu verdanken, dass sie entkommen kann. Doch sie ahnt nicht welche Folgen dieses Treffen für sie und ihre Lieben haben wird...
Das Buch hat sich sehr flüssig und angenehm gelesen was auf den sehr einfühlsamen und lebendigen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist. Die Schauplätze sind sehr anschaulich beschrieben und schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Leser in das späte Mittelalter zu versetzen. Leider muss ich gestehen, dass die Romanfiguren dieser Geschichte auf mich etwas farblos wirkten, da sie einfach in zwei Kategorien eingeteilt wurden - Gut oder Böse. Und so werden den guten Charaktären nur positive Attribute zuteil , sei es charakteristisch oder optisch, während die Bösen der Geschichte durchweg schlecht davonkommen. In diesem Punkt wäre es schöner gewesen wenn Frau Glaesener mehrere Facetten gezeigt hätte. Ansonsten ist die Geschichte gut recherchiert ohne durch den Einfluss zu vieler historischen Details den Lesefluss zu hindern und auch die Informationen rund um die Thematik der Vergoldung fließen nur am Rand in die Geschichte ein. Doch dieser Roman hebt sich in ganz besonderer Hinsicht von den vielen andere Romanen dieser Genre ab: Denn die Autorin hat in den Dialogen der Charaktäre keine Mundart verwand und auch bei den Bezeichnungen von Personen, Gewerken oder Gegenständen bedient sie sich der modernen Sprache. Obwohl ich selbst gerne und häufig historische Romane lese und die Sprache der Zeit und der Region für mich einfach dazu gehört störte mich dies bei diesem Buch überhaupt nicht. Da die Genre des historischen Romans doch sehr speziell ist und häufig von jüngeren Lesern gemieden wird, würde es mich wirklich freuen wenn Frau Glaesener es gelingt mit ihrem Stil wieder neue Leser für diese Art von Romanen zu gewinnen. Denn mich konnte sie damit auf alle Fälle überzeugen!
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Ein modernes MärchenRezension vom 01.03.2011Ich habe bereits Bücher von Sarah Harvey gelesen und war schon sehr auf dieses Werk gespannt und schon nach wenigen Zeilen fand ich ihn: den außergewöhnlich blumigen und verträumten Schreibstil von Sarah Harvey. So beschreibt sie das Leben von "Prinzessin" Alice und nimmt den Leser dabei förmlich an die Hand um ihm das kleine Dörfchen Lower Whattelly und seine Bewohner zu zeigen und vorzustellen. Alice, die Protagonistin, stammt ursprünglich aus guten Verhältnissen doch ihr Vater hat seinen guten Namen und das Familienanwesen beim Poker in Las Vegas verloren. Die Jahre vergehen und Alice kehrt nach ihrer erfolgreichen Studienzeit mit nur wenig Geld und ohne Ziel zurück. So lernt Alice den erfolgreichen Nathan kennen und verliebt sich in ihn. Wie sich rausstellt hat Nathan das Familienanwesen zwichenzeitlich gekauft und wieder in Schuss gebracht.Doch Nathan ist beruflich sehr eingespannt und kann nur an den Wochenenden bei Alice sein. Als sie dann auch noch zu Weihnachten ein Wörterbuch und einen Bürokalender mit einer sehr interessanten "Widmung" geschenkt bekommt nimmt die Geschichte ihren Lauf...
Obwohl ich vom Alter her wohl eher nicht in die Zielgruppe des Romans passe war ich schon nach wenigen Seiten wieder total begeistert. Der Schreibstil von Sarah Harvey ist absolut einzigartig und sie schafft es wieder den Charaktären der Geschichte, insbesondere Alice, mit sehr viel Liebe zum Detail Leben einzuhauchen. Obwohl die Figuren stellenweise etwas überzogen dargestellt werden verleiht dies der Geschichte doch erst ihren Charme und gefällt mir persönlich sehr gut. Die Romanidee ist zwar nichts grundlegend Neues doch durch einige Wandlungen der Geschichte ist diese stellenweise sehr überraschend. Da schon der Klappentext darauf schließen ließ, dass es sich bei Nathan um die Umtauschware handelt war mir in diesem Punkt die Entwicklung der Figur und die Veränderung in seiner Beziehung zu Alice wichtig. Dies wurde sehr gut ausgearbeitet und machen die Geschichte glaubhaft.
Insgesamt darf man sich hier auf eine Geschichte freuen die den Leser nicht nur mitreißt sondern ihn auch mit ihrem funkensprühenden Humor verzaubert. Wer schon andere Bücher der Autorin gelesen hat weiß, dass Sarah Harvey auch für einige Überraschungen bekannt ist und so dürfen Sie sich an dieser Stelle darauf freuen rauszufinden wer der Prinz ist der Alice Herz erobern wird.











