Schwesternmord. Blanvalet Taschenbücher, Band 36615

Roman

von Tess Gerritsen

Buch

Taschenbuch (414 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Vor dem Haus der Pathologin Maura Isles wird eine Frau erschossen - die Maura bis aufs Haar gleicht! Detective Jane Rizzoli ist erleichtert, als ihre Kollegin kurze Zeit später von einem Kongress zurückkehrt. Bei der Leiche handelt es sich offensichtlich um Mauras Zwillingsschwester - von deren Existenz sie selbst nichts wusste. Gemeinsam mit dem einfühlsamen Detective Rick Ballard beginnt Maura nachzuforschen - und gerät dabei in einen blutigen Albtraum: Sie stößt auf Skelette von ermordeten Schwangeren, deren Babys spurlos verschwunden sind. Doch erst als Jane Rizzoli einen anderen Fall untersucht, findet sie den Schlüssel zum Tod von Mauras Schwester ...




Produktdetails

Verkaufsrang: 2.412
ISBN-10: 3-442-36615-1
EAN: 9783442366156
Originaltitel: Body Double
Erschienen: 11.12.2006
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 414
Gewicht: 314 g
Übersetzer: Andreas Jäger
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Tess Gerritsen

Mit ihrem ersten medizinischen Thriller "Kalte Herzen" gelang der US-amerikanischen Schriftstellerin Tess Gerritsen 1996 der Durchbruch in die Bestsellerlisten. Am 12.Juni 1953 in San Diego, Kalifornien geboren und aufgewachsen, legte sie 1979 ihr Examen an der Universität von Californien in Medizin ab. Fortan arbeitete die spätere Autorin als Internistin in Honolulu. Erst während ihres Mutterschaftsurlaubs begann Tess Gerritsen sich mehr dem Schreiben zu widmen.
Ihre Karriere startete damals aufgrund eines Wettbewerbes in einer Tageszeitung, den sie gewann. Heute ist Tess Gerritsen als erfolgreiche Krimiautorin bekannt und übt nicht mehr den Beruf als Ärztin aus. Ihre exakte Wiedergabe wissenschaftlicher Fakten und die daraus hervorgehende Realitätsnähe, schöpft sie beim Schreiben aus ihrem fundierten medizinischen Fachwissen. Nach ihrem ersten Romantik Thriller "Anruf nach Mitternacht" 1987 folgten noch acht Romane und weitere Drehbücher. Aber als Tess Gerritsen sich entschloss mit "Kalte Herzen" einen reinen Medizinthriller zu schreiben, der durch den Einfluss eines Freundes entstand, der ihr seine Geschichte erzählte, schaffte sie den Sprung auf die Bestsellerliste der New York Times. Der Erfolg dieses Romans zeigte sich zudem auch in dem Verkauf der Filmrechte an Paramount/Dreamworks und der Übersetzung in über zwanzig Sprachen.
Um in ihrer Freizeit einen Ausgleich zu ihrem Beruf zu finden, vergnügt sich Tess Gerritsen gerne mit Gartenarbeit oder Musik. Dies genießt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Camden, Maine.

Meinung der Redaktion
Spannung hat viele Gesichter. Es kann sogar so spannend sein, dass man sich bei Lesen vergewissert, ob alle Türen und Fenster ordnungsgemäß geschlossen sind. Nichts für schwache Nerven, trotz geschlossener Fenster.

Werke von Tess Gerritsen
Die Rizzoli & Isles - Thriller
2001 Die Chirurgin - The Surgeon
2002 Der Meister - The Apprentice
2003 Todsünde - The Sinner
2004 Schwesternmord - Body Double
2005 Scheintot - Vanish
2006 Blutmale - The Mephisto Club
2008 Grabkammer - The Keepsake / Keeping the Dead
2010 Totengrund - Killing Place / Ice Cold
2011 Grabesstille - The Silent Girl

Weitere Titel der Autorin
1994 Gute Nacht, Peggy Sue - Peggy Sue got murdered
1996 Kalte Herzen - Harvest
1997 Roter Engel - Life Support
1998 Trügerische Ruhe - Bloodstream
1999 In der Schwebe - Gravity
2007 Leichenraub - The Bone Garden

Andreas Jäger

Andreas Jäger, geboren 1965, studierte Meteorologie in Innsbruck und war während seiner Studienzeit für verschiedene Umweltschutzämter tätig. Wettermoderator bei "Willkommen Österreich" und bei "hitradio Ö3". Zahlreiche Fernsehauftritte - darunter Moderator des Wissenschaftsmagazins "UNIVERSUM Azorenhoch und Islandtief". Monatliche Kolumne in der Zeitschrift "ORF-Nachlese". Der Autor lebt mit seiner Familie in Wien.

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Buchhändlertipps

  • Spannung pur bis zum Schluß

    von Martina Peturnig, am 03.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Vöcklabruck

    Das Buch beginnt das ein Junges Mädchen lebendig begraben wird, und man wartet ob weiteres passiert...

    Die Pathologin Maura Isles kommt von Ihrer Paris Reise zurück und vor Ihrem Haus parkt ein Auto mit einer Toten Frau die Ihr bis aufs Haar gleicht. Ihre Zwillingsschwester Anna, die wie Sie adoptiert wurde und von der Sie bis jetzt noch nichts wußte.Mit Hilfe von Jane Rizzoli und Rick Ballard macht sie sich auf, um ihre wahre Familiengeschichte zu erfahren. Was hier ans Licht kommt, daß ist ein Albtraum. Das Puzzle wird nach und nach zusammen geführt. Sie findet ihre Mutter und um das Rätsel um ihre Schwester Anna zu lösen, kommen wiederholte Entführungen und Ermordungen von bekannt schwangeren Frauen ans Licht, aber wo sind die Leichen der Babies?

Kundenrezensionen

  • Tess Gerritsen - Schwesternmord Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Stutzke, am 06.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    nach dem tod der unbekannten frau vor ihrer haustür, lässt maura einen dna-test machen. die dna der beiden frauen ist identisch. maura weiß, dass sie adoptiert wurde, steckt jemand aus der vergangenheit ihrer schwester hinter dem mord, oder hat es etwas mir ihrer gemeinsamen vergangenheit zu tun. maura forscht nach und stößt auf ein furchtbares familienerbe. ich mutter sitzt im gefängnis und anscheinend ist sie am tod der schwangeren frauen nicht unschuldig. jedoch erklärt das nicht, warum ihre schwester sterben musst. erst als sich rick ballard näher kommt, bemerkt sie die tödliche gefahr, die in seinem umfeld herrscht.

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  • Zufälle? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annie, am 08.02.2011

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    Vor dem Haus der Pathologin Maura Isles wird eine Frau erschossen - die Maura bis aufs Haar gleicht! Detective Jane Rizzoli ist erleichtert, als ihre Kollegin kurze Zeit später von einem Kongress zurückkehrt. Bei der Leiche handelt es sich offensichtlich um Mauras Zwillingsschwester - von deren Existenz sie selbst nichts wusste. Gemeinsam mit dem einfühlsamen Detective Rick Ballard beginnt Maura nachzuforschen - und gerät dabei in einen blutigen Albtraum: Sie stößt auf Skelette von ermordeten Schwangeren, deren Babys spurlos verschwunden sind. Doch erst als Jane Rizzoli einen anderen Fall untersucht, findet sie den Schlüssel zum Tod von Mauras Schwester ...

    Dieses Mal dreht es sich mehr um das Privatleben von Maura Isles, die mit Hilfe ihrer Freundin Jane diese ungeheuren Verbrechen aufdecken will.

    Die gesamte Jane Rizzoli und Maura Isles Serie:

    1. Die Chirurgin
    2. Der Meister
    3. Todsünde
    4. Schwesternmord
    5. Scheintot
    6. Blutmale
    7. Grabkammer
    8. Totengrund

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  • Schwesternmord Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Hirth, am 26.06.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In dem 4. Fall von Detective Jane Rizzoli und Rechtsmedizinerin Maura Isles stellt Tess Gerritsen wie bereits in "Todsünde" Maura Isles in den Mittelpunkt des Geschehens. Als vor Mauras Haus die Leiche einer ihr fremden Frau gefunden wird, die ihr bis aufs Haar gleicht, glaubt Maura nicht an einen Zufall. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass es sich bei der Toten um ihre Zwillingsschwester Anna handelt, die ebenso wie Maura als Baby adoptiert wurde. Die erste Spur bei der Suche nach dem Mörder führt zu Annas gewalttätigem Ex-Freund, der die Trennung offenkundig nicht akzeptieren wollte. Als Maura jedoch weiter im Leben ihre Schwester nachforscht, entdeckt sie, dass Anna auf der Suche nach ihrer familiären Wurzeln war und dabei Schreckliches zutage gefördert hat. Wieder sehr spannend geschrieben.

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  • Naja Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.12.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es war eher fad und langweilig. MAn konnte fast immer wissen was passiert es voraussagend.

    Die meisten Bücher werden immer zum Schluss spannend aber nie sind sie durchgehend spannend. Leider war es bei diesem Buch auch so.


    Deshalb bin ich entäuscht von diesem Buch.

    glg Honey145

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  • Klasse!!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nadine, am 23.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Pathologin Dr. Maura Isles kommt von einem Kongress wieder und blickt vor ihrer Haustür in das Gesicht einer Leiche, die ihr bis aufs Haar gleicht. Jane Rizzoli und Ihre Kollegen nehmen die Ermittlungen auf, um die Identität der Frau heraus zu finden.
    Erst wusste ich nicht so ganz wo die ganze Story hinführt, aber ich war begeistert und auch erschreckt zugleich als ich zum Ende hin die Geschichte durchschaut habe.
    Wieder ein Klasse Teil der Jane Rizzoli Reihe, den ich zackig durch gelesen habe!!!

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  • Fesselnd bis zur letzten Seite!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von linovi, am 13.10.2009

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Den bisherigen Bewertungen kann ich mich wirklich nur anschließend. Wieder ein äußerst spannendes Buch von Tess Gerritsen! Ich konnte das Buch gar nicht zur Seite legen!!!
    Es geht um die Pathologin Dr. Maura Isles, vor deren Haus ein Frau umgebracht wird, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Jane Rizzoli ermittelt gegen den Mörder in dem Verdacht, dass er es eigentlich auf Maura abgesehen hatte. So erfährt Maura im Laufe des Buches wer ihre wahre Familie ist und per Zufall kommen Sie einem brutalen Frauenmörder auf die Spur. Der Mörder hat es nur auf schwangere Frauen abgesehen, die er nach der Geburt tötet und deren Kinder verkauft! Doch was hat der Mörder mit Maura und der toten Doppelgängerin zu tun?
    Wahnsinnig spannend! Sollte man unbedingt gelesen haben!!!

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  • SPANNUNG PUR Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kathi1011, am 19.08.2009

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch dieses Buch ist wieder super geschrieben. Spannung PUR bis zur letzten Seite wie gewohnt von der Autorin. Das Buch ist empfehlenswert.

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  • Nervenkitzel pur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Blacky, am 29.03.2009

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung:
    Vor dem Haus von Maura Isles wird eine Frau erschossen - die der Pathologin bis aufs Haar gleicht! Detective Jane Rizzoli glaubt zunächst, ihre Kollegin selbst sei das Opfer, da kehrt Maura von einem Kongress zurück - erschöpft, aber lebendig. Bald erfährt Maura, dass es sich bei der Leiche um ihre Zwillingsschwester handelt - von deren Existenz sie nichts wusste. Gemeinsam mit dem charmanten Detective Rick Ballard beginnt sie nachzuforschen, und gerät dabei in einen blutigen Albtraum: Sie stößt auf Skelette von ermordeten Schwangeren, deren Babys spurlos verschwunden sind. Doch erst als Jane Rizzoli einen anderen Fall untersucht, findet sie in Rick Ballards Umfeld den Schlüssel zum Tod von Mauras Zwillingsschwester ...

    Spannung und Nervenkitzel pur.

    Sollte wirklich die Frau umgebracht werden, die jetzt tot ist oder galt der Anschlag derjenigen die noch lebt?

    Dieses Buch kann ich nur empfehlen

    Reihenfolge der Jane-Rizzoli-Bände:

    1) Die Chirurgin
    2) Der Meister
    3) Todsünde
    4) Schwesternmord
    5) Scheintot
    6) Blutmale
    7) Grabkammer

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  • Spannung pur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Krimi-Fan, am 05.08.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!

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  • Stellen Sie sich vor, Sie sehen sich tot… Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mandurah, am 09.04.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Gewohnt spannende Unterhaltung der amerikanischen Bestsellerautorin Tess Gerritsen:

    Glaubt zunächst jeder, dass es die Pathologin Dr. Maura Isles ist, die dort vor ihrem Haus erschossen im Auto sitzt, stellt sich kurz darauf heraus, dass es sich bei der Toten um ihre bis dahin unbekannte Zwillingsschwester handelt. Fragen über Fragen tun sich auf – was wollte ihre Schwester bei ihr? Warum rief sie nicht vorher an? Wer hat sie warum getötet? Ist Dr. Isles Mutter wirklich ihre Mutter und sitzt sie zu recht wegen eines bestialischen Doppelmordes im Gefängnis? Da werden plötzlich nahe des ehemaligen Elternhauses weitere Leichen gefunden…

    Mit ihrer erzählerischen Raffinesse treibt die Autorin den Handlungsstrang sowohl in die Zukunft zur Aufklärung des Mordes an Dr. Isles Schwester und seiner Umstände als auch in die Vergangenheit, in der die Pathologin immer mehr grausame Details über ihre tatsächliche Familie erfahren muss. Packende Unterhaltung bis zum Schluss ist garantiert.

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  • Der Tod als Erbe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mario Pf., am 14.03.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es ist schon schwer zu verarbeiten, nach Jahren zu erfahren, dass man eine Zwillingsschwester hat. Noch schwerer ist es natürlich wenn man gleichzeitig erfährt, dass diese brutal ermordet wurde. Und wenn das noch in der Auffahrt des eigenen Hauses geschieht.

    Für Maura Isles sollte es das ereignislose Ende ihres Urlaubs werden, als sie auf dem Rückweg vom Flughafen von einem beachtlichen Polizeiaufgebot um ihren Häuserblock überrascht wird und sich zu ihrem Haus regelrecht durchkämpfen muss, nur um sich mit ungläubigen Blicken konfrontiert zu sehen. Ist sie nicht tot? Dann war das Mordopfer, welches in einem geparkten Wagen vor ihrer Garage gefunden wurde eine täuschend echt wirkende Doppelgängerin. Jane Rizzoli ist derweil im achten Monat schwanger und übernimmt die Ermittlungen im Fall Anne Leoni, die sich nach der Autopsie tatsächlich als Mauras unbekannte Zwillingsschwester entpuppt. Doch die Erfahrung bei der Autopsie ihrer eigenen Schwester anwesend zu sein ist nicht die einzige unangenehme Überraschung für Maura, denn wie sich herausstellt ist die gemeinsame Mutter eine wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilte Mörderin. Als Maura beginnt über ihre verlorene Schwester nachzuforschen stößt sie jedoch schnell auf eine Mordserie die auch in Verbindung mit dem Mord an Anne stehen könnte...

    Nach den ersten 3 Jane-Rizzoli-Thrillern hat sich Tess Gerritsen mit Schwesternmord auf eine erheblich persönlichere Ebene begeben, die sich mit dem familiären Hintergrund der adoptierten Maura Isles und ihrer leiblichen Mutter Amalthea Lank befasst. Leider bleiben gerade bei diesen Familienfragen auch einige Antworten aus, die hoffentlich in künftigen Jane-Rizzoli-Thrillern beantwortet werden können, ebenso wie die Anziehungskraft Pater Daniel Brophys so manche Konsequenzen entwickeln könnte.

    Wie gewohnt profitiert auch Schwesternmord von Tess Gerritsens Fähigkeit sehr detailreiche und brutale Szenen sehr realistisch darzustellen und nebenher noch einen spannenden und sich rasant entwickelnden Plot zu schaffen. All ihre Charaktere besitzen dabei auch ein sehr hintergründiges psychologisches Profil, dank dessen man auch Einblicke in ihre Gedankenwelten erhält, wobei aber gerade die Beweggründe der "Bösen" (sie scheinen einfach zu tun was sie tun und damit aus) nicht hinreichend erklärt werden, wie auch allgemein so manches im Dunkeln bleibt. Nicht selten nutzt Gerritsen dabei auch sehr simple Klischees um sich aus der Affäre zu ziehen, doch wie bei ebenfalls sehr anregenden doch im Grunde simplen Horrorfilmen verzeiht man ihr das aufgrund eines hohen Spannungsniveaus und blutiger Spektakel gerne, zumindest wenn man ein Fan solcher ist.

    Fazit:
    Typisch für Tess Gerritsen ein hochspannender Jane-Rizzoli-Thriller, der allerdings viel Raum für künftige persönliche Entwicklungen offen lässt.

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  • WoW Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jule, am 13.01.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Einfach genial und packend geschrieben. Ich finde, TG hat sich besonders bei diesem Buch übertroffen! Spannung und Gänsehaut pur!!! Muss man gelesen haben.

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  • wahnsinn Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kastanie, am 10.12.2007

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    ein derart fesselender thriller.
    nur durch zufall kommen rizzoli und dr. isles auf die spur von der ermordung hochschwangerer frauen. dabei gerät der mord an anna irgendwie in den hintergrund.
    packend bis zur letzten seite. sollte man gelesen haben.

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  • Genial!!!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sonja Braun, am 28.08.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Super spannend, gänsehaut pur. Man kann es einfach nicht mehr aus den Händen legen.
    Habe bereits 8 Bücher von Tess Gerritsen gelesen und war jedesmal total begeistert. Freue mich schon auf die nächsten.....

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  • Einsame Spitze Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Fabienne Müller, am 24.08.2007

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    Fesselnd, konnte nicht aufhören zu lesen und musste nachts das Licht brennen lassen....

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  • Super spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike, am 22.08.2007

    3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wiedereinmal ist das Dreamteam in Aktion. Dedektive Jane Rizzoli und Pathologin Dr. Maura Isles.

    Maura verbringt eine Woche in Paris bei einem Kongress der Forensischen Pothologen. Zu ihrem Pech hat der Flug drei Stunden verspätung und dann ist auch noch ihr Koffer weg. Als sie im Taxi sitzt schläft sie ein als ein Bremsmanöver folgt wacht sie auf. Der Taxifahrer kann nicht weiterfahren da ihre Straße von der Polizei abgesperrt wurde.

    Aber was ist passiert? Ist einem Nachbarn was zugestoßen? Als Maura vor ihrem Haus steht sind ungläubige Blicke auf sie gerichtet. Sie hat keine Erklärung dafür das Barry Frost eine Befragung durchführt. Denn sie ist sich keiner Schuld bewusst, schließlich gehen sie zu einem geparkten Auto und plötzlich weiß Maura auch warum. Die Leiche im Auto gleicht ihr aufs Haar. Wer ist diese Frau?

    Bei der Autopsie passiert es plötzlich das Maura glaubt Abe schneidet ihr die Haut auf. Maura verlangt von Jane das die D N A von der Toten Anna und von ihr überprüft wird. Jane weiß nicht worauf sie hinauswill. Der Test ergibt das Anna und Maura Zwillingsschwestern waren, da jedoch beide als Baby adopodiert wurden wusste keine der beiden das eine Schwester da war. Als Maura das erfuhr machte sie sich auf die Suche nach einem Ferienhaus in Fox Harbor das Anna gemietet hatte.

    Nachdem Bulldozer das Nachbargrundstück roden wollten stießen sie auf einen Fund von Knochen. Maura wird gebeten sich die Knochen mal anzusehen. Nach ein paar Untersuchungen steht fest das es sich um ein Ehepaar handelt das vor ca.45 Jahren ermordet wurden und zwar im Haus von Amalthea Lank der Mutter von Maura und Anna. Was noch komisch ist Die Frau war schwanger und auch eine der beiden Schwestern die Amalthea vor 5 Jahren umgebracht und verbrannt hat.

    Aber wo ist das Baby von Karen Sadler der toten Frau deren Knochen im Wald gefunden wurden. Jane und Maura forschen weiter und kommen zu der Erkenntnis das Amalthea höchstwahrscheinlich mit ihren Cousin Elijah in ganz Amerika schwangere Frauen entführt und ermordet haben. Haben die beiden nur gemordet um ihren Lebensunterhalt zu fianzieren, denn für die beiden Zwillingsschwestern Anna und Maura wurden damals 40 000 Dollar bezahlt. Ist Amalthea vielleicht gar nicht ihre Mutter?

    Tess Gerritsen schafft es auch mit Schwesternmord ihre Leser zu fesseln. Man will das Buch gar nicht mehr weglegen weil die Spannung es gar nicht zuläßt.

    Fazit kaufen und lesen

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  • Tess Gerritsen, eine Klasse für sich... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nina, am 17.06.2007

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sehr zu empfehlen, Spannung pur, man kann einfach nicht aufhören zu lesen! Schockierend, spannend und kurzweilig zugleich, einfach ein perfekter Thriller.

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  • Echt Klasse wie immer bei Tess Gerritsen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.05.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Tess Gerritsen schafft es immer wieder einen in ihren Bann zu ziehen. Die Bücher sind spannend und man möchte sich am liebesten nichts anderem mehr widmen. Ich habe mittlerweile einige Bücher von ihr gelesen und alle waren absolut großartig! Nichts für schwache Nerven, aber super im Aufbau und eigentlich ist jedes für sich ein Hochgenuss!

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  • Sehr empfehlenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nicole, am 04.04.2007

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dies war mein Erstes Buch von Tess Gerritsen und das Zweite habe ich gerade angefangen... Die Story um die Gerichtsmedizinerin Maura Isles und Detective Jane Rizzoli ist sehr spannend erzählt und fesselt den Leser bis zum Schluß, weshalb ich das Buch innerhalb von 2 Tagen zu Ende gelesen hatte.

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  • 5 Sterne Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anita, am 01.04.2007

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als die Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles von einer Paris-Reise nachts ins heimische Boston zurückkehrt, erwartet sie eine unangenehme Überraschung: Ihr Haus ist von Polizisten umlagert. Gleichzeitig reagieren Isles Kollegen schockiert auf ihre Ankunft, denn sie hatten sie bereits für tot gehalten. Aus gutem Grund, denn eine in der Nähe ihres Hauses ermordet aufgefundene Frau sieht ihr zum Verwechseln ähnlich.

    An diesem Abend verändert sich Mauras Isles Leben grundlegend. Da sie bereits im frühesten Kindesalter adoptiert wurde, weiß sie nichts über ihre wirkliche Herkunft. Nun stellt sich das Mordopfer als Mauras Zwillingsschwester heraus, die offenbar auf der Suche nach der Familienhistorie war. Maura führt die Suche ihrer Schwester fort und spürt ihre leibliche Mutter in einer psychiatrischen Haftklinik auf. Während die Polizei unter Leitung der hochschwangeren Detective Jane Rizzoli nach einem gefährlichen Serienmörder fahndet, schwebt über der verwirrten Maura neben der schmerzhaften Frage ihrer Herkunft eine unausgesprochene Drohung: Wer hat ihre Schwester umgebracht und weshalb?

    Tess Gerritsen, die mit ihrem Roman Die Chirurgin einen großen Erfolg verbuchen konnte, legt mit Schwesternmord den vierten Roman um die Bostoner Polizistin Jane Rizzoli vor. Mit Blick auf die Serienvorgänger gewinnt man unwillkürlich den Eindruck, dass Gerritsen die Erzählmotive ihrer Serie hin und wieder entgleiten. In Schwesternmord etwa verliert Maura den grausamen Tod ihrer Zwillingsschwester mehrmals völlig aus den Augen, obwohl sie davon zunächst tief getroffen ist. Auch wirken Gerritsens Figuren trotz aller Introspektiven, Rückblenden, eingeflochtener Lovestory und den damit verbundenen Spannungsmomenten in diesem Buch seltsam blutleer. So lässt dieser überkonstruierte Psychothriller leider erneut erkennen, welch mächtigen Einfluss Thomas Harris' Das Schweigen der Lämmer wohl noch immer auf die Thrillerliteratur ausübt. Zudem wird deutlich, wie sehr die daraus abgeleiteten obszönen Fantasien dieses Genre überlagern. Statt sich mit einem gut ausgedachten Plot über einen primitiven Spannungsaufbau zu erheben, erzählt Gerritsen ihren Roman also lieber nach bewährtem Erfolgsrezept.

    So jagt sie ihre Leser in einem Katz-und-Maus-Spiel förmlich durch die Handlung. Trotz fadenscheinigem Verwirrspiel, Effekthaschereien und unbefriedigender Auflösungen werden Gerritsen-Fans aber sicher über viele Widersprüche hinwegsehen und die Autorin auch für diesen wendungsreichen Thriller lieben. Einige Leser werden sich jedoch mit dem Rezensenten fragen, welche abgeschmackten Klischees uns die Autorin hier doch letztlich auftischt ...

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Prolog


Dieser Junge beobachtete sie schon wieder.
Die vierzehnjährige Alice Rose versuchte, sich auf die Matrize mit den zehn Fragen zu konzentrieren, die vor ihr auf dem Tisch lag, doch ihre Gedanken waren nicht bei der englischen Literatur, die sie im ersten High-School-Jahr durchgenommen hatten, sie waren bei Elijah. Sie konnte den Blick des Jungen spüren wie einen Strahl, der auf ihr Gesicht gerichtet war; sie fühlte seine Wärme auf ihrer Wange – und merkte, wie sie errötete.
Konzentrier dich, Alice!
Die nächste Frage konnte sie nur mit Mühe entziffern, weil die Umdruckmaschine die Buchstaben verschmiert hatte.
Charles Dickens wählt für seine Figuren häufig Namen, die bestimmte Charakterzüge widerspiegeln. Nenne einige Beispiele und erkläre, warum die Namen zu den betreffenden Figuren passen.
Alice kaute auf ihrem Bleistift herum und kramte in ihrem Gedächtnis nach einer Antwort. Aber sie konnte einfach nicht denken, solange er am Pult neben ihr saß, so nahe, dass sie seinen Duft riechen konnte – eine Mischung aus Kiefernölseife und Holzrauch. Männliche Düfte. Dickens, Dickens – was interessierte sie dieser Charles Dickens mit seinem Nicholas Nickleby und überhaupt die ganze todlangweilige englische Literatur, solange der schöne Elijah Lank sie anschaute? Gott, er sah wirklich so unglaublich gut aus, mit seinen schwarzen Haaren und seinen blauen Augen. Tony-Curtis-Augen. Das hatte sie gleich gedacht, als sie Elijah zum ersten Mal gesehen hatte: Er sah wirklich aus wie Tony Curtis, dessen wunderhübsches Gesicht sie von den Seiten ihrer Lieblingszeitschriften Modern Screen und Photoplay anstrahlte.
Sie senkte den Kopf, so dass ihr das Haar ins Gesicht fiel, und warf verstohlene Seitenblicke durch den Vorhang aus blonden Strähnen. Und ihr Herz machte einen Sprung, als sie feststellte, dass er tatsächlich sie ansah – und zwar nicht so verächtlich und von oben herab wie all die anderen Jungen an ihrer Schule; diese gemeinen Kerle, die ihr nur das Gefühl gaben, beschränkt und schwer von Begriff zu sein. Diese Jungen, deren spöttisches Getuschel sie ständig begleitete – aber immer so leise, dass sie nicht verstehen konnte, was sie sagten. Sie wusste, dass sie von ihr redeten, weil sie dabei in ihre Richtung schauten. Das waren dieselben Jungen, die das Foto einer Kuh an die Tür ihres Schließfachs geheftet hatten; dieselben, die immer Muuh! machten, wenn sie auf dem Flur aus Versehen mit ihnen zusammenstieß. Aber Elijah – er sah sie ganz anders an. Mit schmachtenden Glutaugen. Wie ein Filmstar.
Ganz langsam hob sie den Kopf und erwiderte seinen Blick, nicht mehr durch den schützenden Schleier ihrer Haare, sondern offen und unverwandt. Er war schon fertig mit dem Test, hatte das Blatt mit den Fragen umgedreht und den Stift in sein Pult gelegt. Seine volle Aufmerksamkeit war auf sie gerichtet, und sein Blick schlug sie so in den Bann, dass es ihr fast den Atem raubte.
Er mag mich. Ich weiß es. Er mag mich.
Ihre Hand ging zu ihrem Hals, zum obersten Knopf ihrer Bluse. Ihre Finger strichen leicht über ihre Haut, und die Stelle, wo sie sie berührt hatten, war plötzlich ganz heiß. Sie dachte an Tony Curtis, wie er den Blick seiner Glutaugen auf Lana Turner richtete – diesen Blick, bei dem jedes Mädchen weiche Knie bekommen und vor Verlegenheit kein Wort herausbringen würde. Diesen Blick, der unmittelbar vor dem unvermeidlichen Kuss kam. Das war die Stelle, an der das Kinobild jedes Mal unscharf wurde. Warum musste das so sein? Warum verschwamm das Bild immer genau dann, wenn man unbedingt sehen wollte, was…
»Die Zeit ist um! Bitte alle abgeben.«
Schlagartig richtete Alices Blick sich wieder auf ihr Pult, auf die Matrize mit den zehn Testfragen, von denen sie erst die Hälfte beantwortet hatte. O nein! Wo war nur die Zeit geblieben? Sie wusste doch alle Antworten. Sie brauchte nur noch ein paar Minuten…
»Alice. Alice!«
Sie blickte auf und sah Mrs. Meriweather vor sich stehen, die Hand ausgestreckt.
»Hast du nicht gehört, was ich gesagt habe? Du musst jetzt abgeben.«
»Aber ich…«
»Keine Ausreden. Du musst endlich lernen zuzuhören, Alice.« Mrs. Meriweather schnappte sich Alices Arbeit und ging damit nach vorne. Obwohl Alice die Worte kaum verstehen konnte, wusste sie genau, dass die Mädchen in der Bank hinter ihr über sie tuschelten. Sie drehte sich um und sah, wie sie die Köpfe zusammensteckten, verstohlen kicherten und die Hände vor den Mund hielten. Alice kann von den Lippen lesen, wir dürfen sie nicht sehen lassen, dass wir über sie reden.
Jetzt fingen auch ein paar von den Jungen an zu lachen und zeigten mit den Fingern auf sie. Was war denn da so komisch?
Alice blickte nach unten. Zu ihrem Entsetzen sah sie, dass ihre Bluse oben weit offen stand. Der Knopf war abgefallen.
Es läutete zum Schulschluss.
Alice schnappte sich ihre Schultasche, presste sie fest an die Brust und verließ fluchtartig das Klassenzimmer. Sie wagte es nicht, irgendjemandem in die Augen zu schauen, während sie hinausstürmte, den Kopf gesenkt, mit einem dicken Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Sie ging schnurstracks zur Toilette, wo sie sich in einer Kabine einschloss. Andere Mädchen kamen herein und drängten sich lachend und schwatzend vor dem Spiegel, um sich zurechtzumachen, während Alice sich hinter der verriegelten Tür versteckte. Sie konnte die verschiedenen Parfüms riechen, sie spürte den Luftzug, der jedes Mal durch den Raum wehte, wenn jemand die Tür aufstieß. Diese verwöhnten Mädchen mit ihren nagelneuen Twinsets. Die verloren niemals einen Knopf; die würden niemals mit billigen Röcken von der Stange und Schuhen mit Pappsohlen in die Schule kommen.
Geht weg. Könnt ihr nicht einfach alle verschwinden?
Endlich kehrte Ruhe ein.
Alice presste ein Ohr an die Tür der Kabine und horchte angestrengt, ob noch irgendjemand in der Toilette war. Dann spähte sie durch den Spalt und sah, dass niemand vor dem Spiegel stand. Erst jetzt wagte sie sich aus ihrem Versteck hervor.
Auch der Flur lag leer und verlassen, alle waren nach Hause gegangen. Niemand mehr da, der sie quälen konnte. Mit ängstlich hochgezogenen Schultern ging sie den Korridor entlang, vorbei an den verbeulten Schließfachtüren und den Plakaten, die den Halloween-Ball in zwei Wochen ankündigten. Ein Ball, zu dem sie ganz bestimmt nicht gehen würde. Die demütigende Erfahrung der Tanzveranstaltung von letzter Woche steckte ihr noch in den Knochen und würde sie wahrscheinlich bis ans Ende ihrer Tage verfolgen. Die zwei Stunden, die sie mutterseelenallein an der Wand gestanden hatte, vergeblich hoffend, dass einer der Jungen sie endlich auffordern würde. Als dann schließlich doch ein Schüler auf sie zugekommen war, hatte er sie nicht etwa auf die Tanzfläche gebeten. Stattdessen hatte er sich plötzlich zusammengekrümmt und ihr auf die Schuhe gekotzt. Das war’s – das war ihr letzter Ball gewesen. Erst zwei Monate war sie in dieser Stadt, und schon wünschte sie sich, ihre Mutter würde ihre Sachen packen, ihre Familie schnappen und wieder von hier wegziehen, irgendwohin, wo sie ganz von vorne anfangen konnten. Wo endlich alles anders wäre.
Nur leider wird es nie anders.
Alice trat aus dem Haupteingang der Schule hinaus in die Herbstsonne. Sie beugte sich über ihr Fahrrad, um das Schloss aufzusperren, und war so vertieft in ihr Tun, dass sie gar nicht hörte, wie Schritte sich näherten. Erst als sein Schatten auf ihr Gesicht fiel, merkte sie, dass Elijah neben ihr stand.
»Hallo, Alice.«
Sie fuhr hoch, und das Fahrrad landete scheppernd auf der Seite. O Gott, sie war eine solche Idiotin. Wie konnte sie nur so ungeschickt sein?
»Das war ganz schön schwer, nicht wahr?« Er sprach langsam und deutlich. Das war noch etwas, was sie an Elijah mochte: Im Gegensatz zu ihren anderen Klassenkameraden war seine Aussprache immer klar; er nuschelte nie. Und er ließ sie immer seine Lippen sehen. Er kennt mein Geheimnis, dachte sie. Und trotzdem will er mein Freund sein.
»Und, hast du alle Fragen beantwortet?«, fragte er.
Sie bückte sich, um ihr Rad aufzuheben. »Die Antworten habe ich alle gewusst. Ich hätte bloß mehr Zeit gebraucht.« Als sie sich aufrichtete, bemerkte sie, dass sein Blick auf ihre Bluse gerichtet war. Auf die Stelle, wo der Knopf fehlte. Errötend verschränkte sie die Arme vor der Brust.
»Ich habe eine Sicherheitsnadel«, sagte er.
»Was?«
Er griff in die Hosentasche und zog eine Nadel hervor. »Ich verliere auch andauernd Knöpfe. Ich weiß, wie peinlich das ist. Komm, ich mach sie dir fest.«
Sie hielt den Atem an, als er nach dem Kragen ihrer Bluse griff, und sie konnte das Zittern kaum unterdrücken, als er seinen Finger unter den Stoff schob, um die Nadel zu schließen. Spürt er, wie mein Herz klopft? Weiß er, dass mir von seiner Berührung ganz schwindlig wird?
Als er zurücktrat, ließ sie die Luft aus ihren Lungen entweichen. Sie schaute nach unten und sah, dass die Bluse jetzt züchtig geschlossen war.
»Besser so?«, fragte er.
»Oh – ja!« Sie hielt kurz inne, um sich zu sammeln, ehe sie mit majestätischer Würde fortfuhr: »Vielen Dank, Elijah. Das war sehr aufmerksam von dir.«
Einige Sekunden verstrichen. Über ihnen krächzten die Krähen, und das Herbstlaub umhüllte die Äste der Bäume wie lodernde goldene Flammen.
»Ich wollte dich fragen, ob du mir vielleicht bei etwas helfen könntest, Alice«, sagte er.
»Wobei denn?«
Oh, was für eine dumme, dumme Antwort! Du hättest einfach Ja sagen sollen! Ja, ich würde alles für dich tun, Elijah Lank.
»Es geht um dieses Referat für Bio. Ich brauche einen Partner, der mir bei meinem Projekt hilft, und ich weiß nicht, wen ich sonst fragen könnte.«
»Was ist es denn für ein Projekt?«
»Ich zeig’s dir. Wir müssen oben an unserem Haus vorbei.«
An seinem Haus. Sie war noch nie bei einem Jungen zu Hause gewesen.
Sie nickte. »Ich fahr nur schnell bei uns vorbei, um meine Tasche abzustellen.«
Er zog sein Rad aus dem Ständer. Es war fast so ramponiert wie ihres; die Schutzbleche waren rostig, der Kunststoffbezug des Sattels rissig. Dieser alte Drahtesel machte ihn in ihren Augen gleich noch sympathischer. Wir sind ein richtiges Paar, dachte sie. Tony Curtis und ich.
Sie fuhren zuerst zu ihrem Haus. Sie bat ihn nicht herein; es wäre ihr zu peinlich gewesen, wenn er ihre schäbigen Möbel gesehen hätte, die Wände, von denen die Farbe abblätterte. Sie lief nur rasch hinein, warf ihre Tasche auf den Küchentisch und stürmte wieder hinaus.
Leider hatte Buddy, der Hund ihres Bruders, in diesem Moment dieselbe Idee. Sie wollte gerade die Haustür hinter sich zumachen, als ein kleines schwarz-weißes Bündel an ihr vorbeischoss.
»Buddy!«, rief sie. »Komm sofort zurück!«
»Er folgt nicht besonders gut, wie?«, meinte Elijah.
»Weil er ein dummer Hund ist. Buddy!«
Der Köter sah sich kurz nach ihr um, wedelte mit dem Schwanz und trottete weiter die Straße hinunter.
»Ach, was soll’s«, sagte sie. »Er wird schon irgendwann zurückkommen.« Sie stieg auf ihr Rad. »Wo wohnst du eigentlich?«
»Ganz oben an der Skyline Road. Warst du schon mal dort?«
»Nein.«
»Ist ’n ziemlich langer Anstieg. Meinst du, du schaffst das?«
Sie nickte. Für dich tue ich alles.
Sie radelten von ihrem Haus los. Alice hoffte, dass er durch die Main Street fahren würde, vorbei an der Milchbar, wo die Jungs und Mädels sich immer nach der Schule trafen, um die Jukebox laufen zu lassen und Limo zu trinken. Sie werden uns zusammen vorbeifahren sehen, dachte sie, und die Mädchen werden sich die Mäuler zerreißen. Sieh mal da: Alice – und Elijah mit den blauen Augen.
Aber er führte sie nicht die Main Street entlang. Stattdessen bog er ab und fuhr die Locust Lane hoch, wo es kaum Häuser gab, nur die Rückseiten von ein paar Geschäften und den Mitarbeiterparkplatz der Neptune’s-Bounty-Konservenfabrik. Na ja, egal. Immerhin fuhr sie mit ihm, das war doch schon was. So dicht hinter ihm, dass sie zusehen konnte, wie seine Oberschenkel sich strafften, wenn er in die Pedale trat, und seinen Hintern auf dem Fahrradsitz bewundern konnte.
Er drehte sich zu ihr um, und sein schwarzes Haar flatterte im Wind. »Geht’s noch, Alice?«
»Alles klar.« Dabei war sie in Wirklichkeit schon ziemlich außer Puste, denn inzwischen hatten sie den Ort hinter sich gelassen und fuhren den Berg hoch. Elijah musste jeden Tag mit dem Rad die Skyline Road hochfahren; für ihn war das also nichts Besonderes. Er schien kaum außer Atem, und seine Beine bewegten sich rhythmisch auf und ab wie die Kolben eines starken Motors. Aber sie keuchte schon heftig und musste verzweifelt strampeln, um überhaupt nachzukommen. Plötzlich erblickte sie im Augenwinkel ein schwarz-weißes Fellbündel. Sie schaute genauer hin und sah, dass Buddy ihnen gefolgt war. Auch er sah erschöpft aus, die Zunge hing ihm weit aus dem Maul, während er ihnen nachhetzte.
»Lauf nach Hause!«
»Was sagst du?« Elijah drehte sich zu ihr um.
»Es ist schon wieder dieser blöde Hund«, stieß sie atemlos hervor. »Er rennt uns immer noch nach. Er wird – er wird sich verlaufen.«
Sie warf Buddy einen finsteren Blick zu, doch das dumme Tier trabte weiter munter neben ihr her. Na schön – mach, was du willst, dachte sie. Renn dir nur die Lunge aus dem Leib. Ist mir doch egal.
Sie fuhren immer weiter den Berg hinauf. Die Straße wand sich in breiten Serpentinen, und ab und zu erhaschte sie zwischen den Bäumen hindurch einen Blick auf Fox Harbor unten im Tal, auf das Wasser, das wie getriebenes Kupfer in der Nachmittagssonne glitzerte. Dann wurde der Wald zu dicht, und sie konnte nur noch die Bäume in ihrem leuchtend roten und orangefarbenen Laubkleid sehen, und vor sich die kurvige, mit Blättern übersäte Straße.
Als Elijah endlich anhielt, waren Alices Beine so müde, dass sie kaum stehen konnte. Von Buddy war weit und breit nichts zu sehen; sie hoffte nur, dass er allein nach Hause finden würde, denn sie würde ganz bestimmt nicht nach ihm suchen. Nicht jetzt; nicht, wenn Elijah vor ihr stand und sie anlächelte, mit seinen funkelnden blauen Augen. Er lehnte sein Rad an einen Baum und warf seine Tasche über die Schulter.
»Wo ist denn nun euer Haus?«, fragte sie.
»Es ist die Einfahrt dort drüben.« Er deutete auf einen rostigen Briefkasten ein Stück weiter die Straße entlang.
»Gehen wir denn nicht zu euch?«
»Nein, meine Cousine ist krank; sie war heute nicht in der Schule. Sie hat die ganze Nacht gekotzt, da gehen wir lieber nicht rein. Mein Projekt ist sowieso da draußen im Wald. Lass dein Rad einfach stehen; von hier ab müssen wir zu Fuß gehen.«
Sie stellte ihr Rad neben seines an den Baum und folgte ihm. Von dem langen Anstieg zitterten ihr immer noch die Beine. Sie stapften durch den Wald. Hier standen die Bäume dicht an dicht, der Boden war mit einer dicken Laubschicht bedeckt. Tapfer folgte sie ihm und wedelte sich die Mücken aus dem Gesicht. »Wohnt deine Cousine denn bei euch?«, fragte sie.
»Ja, sie ist letztes Jahr zu uns gezogen. Wahrscheinlich bleibt sie ganz bei uns. Sie kann ja sonst nirgends hin.«
»Haben deine Eltern denn nichts dagegen?«
»Es ist nur mein Dad. Meine Mutter ist tot.«
»Oh.« Sie wusste nicht, was sie erwidern sollte. Schließlich murmelte sie einfach nur: »Das tut mir Leid«, aber er schien es nicht gehört zu haben.
Das Unterholz wurde immer dichter, und die Dornen zerkratzten ihre nackten Beine. Sie hatte Mühe, mit ihm Schritt zu halten. Er marschierte einfach immer weiter, während sie mit ihrem Rock in einem Brombeerstrauch hängen blieb.
»Elijah!«
Er gab keine Antwort, sondern stapfte weiter durchs Unterholz wie ein unerschrockener Forscher, die Schultasche über die Schulter geworfen.
»Warte!«
»Willst du es nun sehen oder nicht?«
»Doch, aber…«
»Dann komm jetzt.« Seine Stimme hatte mit einem Mal einen ungehaltenen Unterton angenommen, der sie erschreckte. Er war ein paar Meter vor ihr stehen geblieben und blickte sich zu ihr um. Ihr fiel auf, dass seine Hände zu Fäusten geballt waren.
»Okay«, erwiderte sie kleinlaut. »Ich komm ja schon.«
Nach wenigen Metern tat sich plötzlich eine Lichtung auf. Sie erblickte ein paar steinerne Grundmauern – die einzigen Überreste eines alten, längst verfallenen Gehöfts. Elijah wandte sich zu ihr um. Die Nachmittagssonne, die durch die Baumkronen fiel, malte Lichtflecken auf sein Gesicht.
»Hier ist es«, sagte er.
»Was?«
Er bückte sich und zog zwei Holzplanken zur Seite, unter denen ein tiefes Loch zum Vorschein kam. »Schau mal da rein«, forderte er sie auf. »Ich habe drei Wochen gebraucht, um das auszuheben.«
Langsam trat sie an die Grube heran und blickte hinein. Die Sonne stand schon so tief, dass der Boden der Grube im Schatten lag. Nur mit Mühe konnte sie eine Schicht aus trockenem Laub erkennen, die sich in der Grube angesammelt hatte. Über den Rand hing ein Seil.
»Ist das eine Bärenfalle oder so was Ähnliches?«
»Wäre möglich. Wenn ich ein paar Zweige drauflegen würde, um das Loch zu verdecken, könnte ich alles Mögliche fangen. Sogar einen Hirsch.« Er zeigte in die Grube. »Schau mal genau hin – kannst du es sehen?«
Sie beugte sich weiter vor. Irgendetwas schimmerte ganz schwach in dem schwarzen Loch zu ihren Füßen; kleine weiße Flecken, die zwischen den Blättern hervorblitzten.
»Was ist das?«
»Das ist mein Projekt.« Er griff nach dem Seil und zog daran.
Das Laub am Boden der Grube raschelte und teilte sich. Alice sah mit großen Augen zu, wie das Seil sich straffte und Elijah einen Gegenstand aus der Grube zog. Einen Korb. Er hievte ihn hoch und stellte ihn auf den Boden. Dann fegte er das Laub zur Seite und legte das weiße Etwas frei, das sie am Boden der Grube hatte schimmern sehen.
Es war ein kleiner Schädel.
Er zupfte noch ein paar Blätter weg, und sie sah Büschel von schwarzem Fell und dürre Rippen. Eine höckrige Kette aus Knochen – das Rückgrat. Beinknochen, so zart und dünn wie kleine Zweige.
»Na, ist das nichts? Sie riecht schon gar nicht mehr«, sagte er. »Liegt jetzt schon fast sieben Monate da unten. Als ich das letzte Mal nachgeschaut habe, war noch ein bisschen Fleisch dran. Toll, wie auch das nach und nach verschwindet. Im Mai, kaum dass es ein bisschen warm geworden war, ging es plötzlich rasend schnell mit der Verwesung.«

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