Finsterau

Kriminalroman

von Andrea Maria Schenkel

Buch

gebunden (124 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Johann Zauners Leben ist nie leicht gewesen: Der Erste Weltkrieg, harte Arbeit als Tagelöhner, die Ehe mit Theres, die lange ohne Kinder blieb, dann Afras Geburt, von klein auf widerspenstig und störrisch. Nur der Glaube hat ihm Halt gegeben, auch als die Nazis an die Macht kamen, die er verachtete. Als Johann in der Kirche für seinen Glauben aufstand, wurde er abgeholt. Nach seiner Rückkehr aus dem Gefängnis ist er still geworden. Auch als Afra, die ungehorsame Tochter, schwanger zurückkehrt, schweigt er. Dann kommt Albert zur Welt, und in dem kleinen Dorf spricht man immer lauter über die Häusler und ihre liederliche Tochter. Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen atemberaubend


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 09.04.12
Andrea Maria Schenkel hat 2006 mit Tannöd für eine Krimi-Sensation gesorgt. Ihre Markenzeichen sehr prägnant alte bayerische Kriminalgeschichten zu erzählen. Sie hatte den minimalistischen Kriminalroman auf die Bestsellerliste gebracht. Es folgten Kalteis, der an das erfolgreiche Debüt anknüpfen konnte. Ihr drittes Werk Bunker war zum verbuddeln. Auch um ihren neuen Krimi Finsterau sieht es finster aus. Die Figuren haben so viel Leben wie ein Streichholz, die Kriminalgeschichte so viel Neues wie ein Baum im Wald. Schenkel pflegt wieder ihren minimalistischen Stil, der wenig vermittelt, was einem am lesen begeistert. Hart und kalt ist die Geschichte erzählt.

Produktdetails

ISBN-10: 3-455-40381-6
EAN: 9783455403817
Erschienen: 05.03.2012
Verlag: Hoffmann und Campe
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 124
Länge/Breite: 210mm/134mm
Gewicht: 234 g
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Andrea Maria Schenkel

Andrea Maria Schenkel ist 44 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Regensburg. Der Bestseller Tannöd war ihr erster Roman. Dafür erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis 2007.

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Buchhändlertipps

  • Wahnsinn Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ingrid Führer, am 04.03.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Gmunden

    Wieder einmal ist es Andrea Schenkel gelungen auf nur ca. 120 Seiten einen spannenden, atemraubenden, ja, Thriller zu schreiben. Wie ist es möglich das viele Autoren 500 Seiten brauchen, und es oft nicht gelingt diese Spannung zu erzeugen?!. Talent? Kunst?. Überzeugen Sie sich selbst von dieser Kunst des Schreibens.

Kundenrezensionen

  • Mord aus Leidenschaft? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marion Olßon, am 14.05.2013

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    Ein Buch, das den Leser in die Not und das karge Leben in einem Dorf nach Kriegsende führt. Ungeplant, von einem Franzosen schwanger, kehrt eine junge Frau auf den ärmlichen elterlichen Hof zurück. Als sie und ihr Sohn ein paar Jahr später getötet aufgefunden werden, kommt eigentlich nur der verwirrte, mürrische Vater in Betracht, die Tat ausgeführt zu haben. Doch was geschah tatsächlich?
    Erneut hat mich Andrea Schenkel einmal mehr mit ihrer historisch überlieferten Geschichte in den Bann gezogen. Detailgenau, tiefgründig, menschlich und unheimlich spannend!

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  • Alles scheint klar - oder?? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Xirxe, am 15.10.2012

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    Kurz nach dem II. Weltkrieg: In Finsterau, tief im Bayrischen Wald, werden die junge Afra und ihr kleiner unehelicher Sohn mit einem Hackbeil erschlagen in ihrem Zuhause aufgefunden. Daneben sitzt ihr Vater, blutverschmiert, nicht ansprechbar. Die Sache scheint klar: Er hat beide getötet aus Wut auf den losen Lebenswandel seiner Tochter. 18 Jahre später lallt ein völlig betrunkener Hausierer im Gasthaus von Finsterau, er wüsste, dass für einen bestimmten Mord der Falsche verurteilt wurde. Als der Wirt bei dem Zecher ein Bild des hiesigen Staatsanwalts von früher findet, erzählt er dem Juristen von seiner Entdeckung, der den Fall daraufhin noch einmal unter die Lupe nimmt.
    Andrea Maria Schenkels Schreibstil ist speziell. Es gibt keinen chronologischen Ablauf, sondern diverse Beteiligte berichten, wie sie damals die Situation erlebt haben. Daneben steuert Afras Geschichte unaufhaltsam auf den grausamen Moment zu und man (also ich ;-)) weiß wirklich bis zum Schluss nicht, wer nun der Täter war. Dieses fast in Dokumentarform erzählte Verbrechen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz und jeweils im Stil der erzählenden Person verfasst, so dass ein durchgehender Lesefluss wie beim Lesen eines 'normalen' Romans eher nicht entsteht. Stattdessen ist es mehr wie das Lesen einer Gerichtsakte, was (zumindest für mich) die Spannung dennoch nicht mindert. Durch die Anpassung der Sprechweise an die jeweiligen Personen wirkt das Ganze ausgesprochen authentisch - schade jedoch, dass es kein Glossar gibt. Denn insbesondere bei den Schilderungen von Afra und auch ihrem Vater werden sehr viele, damals wohl gängige, Ausdrücke benützt, von denen ich nur Bahnhof verstehe (Höll, Grand, anhabisch...).
    Besonders beeindruckte mich wie es der Autorin gelingt, einem beim Lesen klar zu machen, wie schnell und leicht man die einfachsten Dinge fehlerhaft interpretiert und damit zu einem falschen Urteil kommt. Beispielhaft sind hier die zwei Abschnitte, in denen der gleiche Sachverhalt aus zwei Sichtweisen erzählt wird. Und plötzlich sieht alles, alles ganz anders aus.

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  • Finsterau Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Katja Wünsche, am 18.07.2012

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    Es ist kurz nach dem 2. Weltkrieg. In Finsterau, einem kleinen Dorf im Bayerischen Wald, lebt Familie Zauner zurückgezogen und arm. Afra, die Tochter, kehrt schwanger zurück nach Hause, ausgerechnet von einem Franzosen ist das Kind. Der Vater, streng gläubig, kommt mit der Situation nur schwer zurecht. Doch dann beginnt er, nach und nach sein Gedächtnis zu verlieren und aggressiv zu werden. Aber würde er deshalb Tochter und Enkelsohn töten? Nur, wer war der Täter, wenn nicht er?

    Andrea Maria Schenkel hat mit diesem Kriminalroman wieder ein Buch in ihrem typischen Stil geschrieben. Sie lässt uns in kurzen Episoden an den Leben der Protagonisten teilhaben, sodass wir als Leser einen Einblick in die Charaktere bekommen. Geschickt verwebt die Autorin so Wahrheit und Fiktion, sodass ein spannender Krimi entsteht. Nebensächlichkeiten lässt sie gekonnt aus, sodass sich die Geschichte nicht mit unwichtigen Details auflädt. Ein spannender, unterhaltsamer Krimi, nicht nur für Fans der Autorin!

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  • Schnörkelloser Krimi Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dass die Autorin ohne Detailverliebtheit schreibt und bei der Sache bleibt, hat mir am besten gefallen. Auch die einfache Sprache, die zur damaligen Zeit und dem Leben auf dem Land passt, steht dem Buch gut. Die Handlung selbst ist nicht gerade der Renner. Trotzdem hat das Buch eine Sogwirkung. Und die wechselnden Perspektiven machen es noch kurzweiliger. Ich habe die anderen Bücher der Autorin nicht gelesen. Deshalb kann ich nicht sagen, ob sie sich wiederholt hat. Aber wer Finsterau liest, wird auf alle Fälle ein paar faszinierende Stunde verbringen.

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  • Altbekanntes!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Walter M., am 25.03.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein neues Buch von Fr. Schenkel ist erschienen, schön. So gelungen dieses aktuelle Werk in seiner stilistischen Mach-Art ist, so bekannt und auch vertraut ist mittlerweile das Genre der Autorin. Vielleicht versucht sich Fr. Schenkel mal in anderer Weise, das Schreiben betreffend.

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  • vor 18 Jahren in Finsterau... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bianca Schiller, am 11.03.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder einmal überzeugt uns Schenkel durch ihre spezielle Art des Erzählens:
    Der Mord an Afra und Ihrem Kind wird uns 18 Jahre nach dem Vorfall und durch Flashbacks des Tatzeitpunkts erzählt.
    Ein spannendes, packendes - und wieder sehr kurzes - Buch für den besonderen Krimiliebhaber.

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