Das Lied von Eis und Feuer 01. Die Herren von Winterfell. Blanvalet Taschenbücher

Die Herren von Winterfell

von George R. R. Martin

Buch

Taschenbuch (571 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Die größte Fantasy-Saga unserer Zeit in vollständig überarbeiteter Neuausgabe!


Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!


Produktdetails

Verkaufsrang: 26
ISBN-10: 3-442-26774-9
EAN: 9783442267743
Originaltitel: A Game of Thrones 1
Erschienen: 14.12.2010
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 571
Gewicht: 748 g
Übersetzer: Jörn Ingwersen
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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George R. R. Martin

George R. R. Martin, 1948 in Bayonne, New Jersey, in den USA geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der amerikanischen Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde er mit dem renommierten Hugo-Award ausgezeichnet. Danach war George R. R. Martin einige Jahre in der Produktion von Fernsehserien tätig, etwa als Dramaturg der TV-Serie "Twilight Zone". Erst im Jahr 1996 kehrte er mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy zurück: Mit dem ersten Band von "Das Lied von Eis und Feuer" setzte er einen Meilenstein in der modernen Fantasy und schuf ein gewaltiges Epos in bester Tolkien-Tradition: eine düstere, grausame, an das Mittelalter erinnernde Welt voller Intrigenspiele, Machtpolitik und Krieg, die die Leser packt und unerbittlich in ihren Bann zieht. Autorenkollegen und Kritiker preisen das Epos einhellig als bahnbrechendes Meisterwerk, selbst Marion Zimmer Bradley sprach von der "vielleicht besten Epischen Fantasy überhaupt". Und die Leser stimmen ihnen zu, auch wenn die monumentalen Ausmaße des Opus den Autor selbst zu verschlingen drohen: Die Wartezeiten auf die Folgebände stellen die Treue der Fans auf harte Proben und sollen in vielen Fällen Entzugserscheinungen hervorgerufen haben. Doch kürzlich hat George R. R. Martin nun endlich den ersten neuen Roman aus der zweiten Hälfte des Zyklus vollendet ("Zeit der Krähen"), in der die dramatischen Geschehnisse in den Sieben Königreichen ihre Fortsetzung finden.§George R. R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.§

Jörn Ingwersen

Jörn Ingwersen, geboren 1957, ist ein Allroundtalent. Er hat sich als Musiker, Übersetzer und Autor einen Namen gemacht. Im Frühjahr 2000 veröffentlichte er im Aufbau Taschenbuch Verlag mit "Falscher Hase" einen weiteren Sylt-Krimi.

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Buchhändlertipps

  • Lesen oder nicht lesen… diese Frage hat sich für mich erübrigt.

    von Tobias Weber, am 09.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wagnersche/Innsbruck

    Die Herren von Winterfell

    Es ist oft sehr schwierig eine längere Reihe von Romanen zu beginnen, da man sich erstens nicht sicher sein kann, ob es ein lohnenswerter Zeitaufwand ist, oder zweitens ob einem so viel Zeit zur Verfügung steht. Bei der Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ lohnt es sich auf jeden Fall.

    Die Geschichte beginnt so:

    Eine Botschaft…
    Durch Botschaften kann man Freude, Hoffnung oder Mut in Menschen auslösen, allerdings auch Emotionen wie Trauer, Verzweiflung und Schmerz wecken.
    Die letzteren Nachrichten werden normalerweise auf schwarzen Schwingen getragen, damit sich die Unglücklichen auf den Inhalt vorbereiten können.

    Eddard Stark, der Herr von Winterfell, empfängt auch solch eine Nachricht. Sein guter Freund
    Jon Arryn ist gestorben. Jon, Eddard und Robert Baratheon, der neue König, hatten einst das Königreich von dem blutrünstigen Geschlecht der Targaryen befreit, und Robert bestieg den Thron.
    Die Nachricht erschüttert Eddard, aber es gibt auch einen Grund zur Freude, denn Robert hat beschlossen in den Norden zu kommen.
    Man kann viel über einen Stark sagen, sie seien stur, ehrlich und strickt, aber nicht naiv, denn es muss einen anderen Grund geben, weswegen Robert nach Winterfell kommt, und da
    Jon Arryn die Rechte Hand des Königs war, wird der König Eddard zu seiner neuen Rechten Hand bestimmen.

    Ob er Winterfell verlassen würde, steht außer Frage, da ein Stark nach Winterfell gehöre, und „der Winter naht“… Als allerdings eine geheime Botschaft überbracht wird, die die Tatsache von einem natürlichen Tod seines Freundes infragestellt, will er Gewissheit erlangen.
    Er begleitet Robert in die Hauptstadt
    Intrigen, Heuchler und Feinde erwarten ihn.
    Der Hofstaat ist nichts anderes als ein Schlangennest. Jedoch stellt sich Eddard die Frage, ob seine politischen Gegner gefährlicher sind oder die Tatsache, dass Robert nicht mehr der Mensch ist, der er war.

    Spannend, verschiedene Handlungsstränge, ein phantastischer Anfang für eine Reihe.



  • DAS Fantasyepos unserer Zeit

    von Josef Eckl, am 24.06.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg-Europark

    Eine erstaunlich detaillierte mittelalterliche Welt, voll mit Kampf und Intrigen, die wirklichkeitsnaher wirkt als die meisten historischen Romane, da die alltägliche Brutalität und Banalität dieses Lebens nicht ausgespart wird.
    Martin erzählt aus den Blickwinkeln vieler verschieder Personen und schafft es dadurch eine Fülle an interessanten, detaillierten Charakteren zu schaffen. Gut und Böse verschwimmt, der Held des einen Kapitels wird zum Bösewicht des anderen. Eine epische Geschichte wird so erzählt, mit viel menschlichem Drama, in der typische Fantasyelemte, wie Magie und Bedrohung durch bösartige Wesen kaum vorkommen und erst nach und nach an Bedeutung gewinnen.

    Es ist die einzige Reihe, die ich jetzt zum vierten Mal lese und es gibt immer noch Details, die mir zum ersten Mal auffallen. Machen Sie sich gefasst, auf einige überraschende, ja schockierende Ereignisse!
    Meine absoluten Lieblingsbücher, die ich jedem (auch Nicht-Fantasybegeisterten) empfehlen kann. Sex und Gewalt sind jedoch ein recht häufiges Thema, daher nicht unbedingt für ein jüngeres Publikum geeignet.

Kundenrezensionen

  • Macht süchtig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jon Snow, am 22.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Komplex, unberechenbar, düster, wundervoll, abwechlungsreich, vielfältig, unterhaltsam, gnadenlos. So könnte man das Epos beschreiben, hätte aber nur einen Bruchteil der Saga erfasst.
    Dies ist Fantasy auf höchstem Niveau!

    Was am speziellsten an den Büchern ist, ist, dass man nie erwarten kann, was geschieht. In dieser Hinsicht ist der Autor äusserst skrupellos. Es gab Momente, in denen ich nur noch dasass und nicht glauben konnte, was ich eben gelesen habe.

    Ich merkte relativ schnell, dass ich kein einfach gestricktes Buch mit Helden und Bösewichten in der Hand halte. Doch eine derart unberechenbare Handlung habe ich noch nie erlebt (und ich habe schon sehr viele Bücher gelesen).

    Die Fantasy, wie Magie, Monster etc, ist anfangs nur gering vorhanden. Bei den ersten Büchern gleicht es eher einem Mittelalterroman, Magie ist Aberglaube. Dafür wird die Fantasy, die nach und nach zum Vorschein kommt, umso pompöser inszeniert.

    Anm.: Ich bin jetzt bei Band 8, und die Fernsehserie ist auch sehr empfehlenswert...

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  • Grandioser Lesestoff Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kathi Kromer, am 03.05.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Habe diese Reihe schon vor vielen, vielen Jahren für mich entdeckt und freue mich sehr über die Verfilmung, die sehr gelungen ist und dieser Saga einen neuen Aufschwung verschafft. Kein mir bekanntes Epos hat solch einzigartige Charaktere, tiefgründig und vielschichtig und vor allem nicht durch und durch böse oder super gut. Eine Intrige jagt die andere, so dass man mitleidet, mitliebt und mitfiebert. Sprachlich ist es ebenfalls ein Lese-Genuss - lassen Sie sich diesen nicht entgehen!

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  • Keine klassische Fantasy Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Gertrud K., am 19.04.2012

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für mich ist diese Geschichte keine klassische Fantasy. Ich würde das Buch als mittelalterlichen Roman bezeichnen. Kurz nach meinem Kauf, lief zufällig der Film im Fernsehen, welcher meine Einschätzung bestätigte. Mich hat die Erzählung weder im Buch, noch im Film, vom Hocker gerissen. Es ist eines der wenigen Bücher, welches ich nicht mal fertig gelesen habe.

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  • Endlich ein würdiger Nachfolger Tolkiens Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Lisa Orth, am 10.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Lange habe ich nach einer Fantasyreihe gesucht die mich genauso fesselt wie „Der Herr der Ringe“.

    Hier ist sie!!

    Einzigartige Charakter, eine ausgewählte unfassbar gute Sprache und eine Geschichte, die einem teilweise den Atem stocken lässt.
    Einmal angefangen gibt es kein Halten mehr. Dem Sog den „Das Lied von Eis und Feuer“ auslöst, kann und will man sich nicht mehr entziehen.
    Man leidet, liebt, intrigiert, hasst, kämpft und stirbt mit den Charakteren.
    Häufig ändert der Leser seine Meinung zu einzelnen Persönlichkeiten, da selten jemand wirklich das ist was er scheint.
    Selbst wenn man sich sicher ist, das verwirrende Spiel der Intrigen durchschaut zu haben, kann man sich nur einer – und tatsächlich nur dieser - Sache sicher sein: Es gibt auf jeden Fall eine Überraschung!
    Denn jeder kann leben und jeder kann sterben …

    Lesen, lesen, lesen!

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  • Einfach ein packendes Erlebnis!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Habe vorher wirklich noch nie viel gelesen, jedoch auf Wunsch der guten Freundin mal sachte angefangen.
    Wusste nicht was ich lesen sollte, jedoch lag mir Fantasy schon immer am meisten ( Herr der Ringe, etc.... )

    Erst mal angefangen, kann ich nicht mehr aufhören, man möchte immer mehr und mehr in die Geschichte reinkommen, die Charaktäre kennen lernen, die Wahrheit verstehen die sie darstellen.
    Gerade 4 Tage habe ich gebraucht ( obwohl ich noch nie gelesen habe!!) sofort die nächsten 3 Bücher bestellt und bin sie immer noch am fressen. Der Schreibstil ist genial, jeder Charakter hat seine Geschichte und packt einen immer noch mehr.
    Nur zu empfehlen, egal ob Fantasy Fan, jemand der einfach nur gerne übers Mittelalter liest oder auf Intrigen und Verrat steht -- !! Es wird sich lohnen !!

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  • Fantasyklassiker in neuem Gewand! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karin Stolze, am 31.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wer die Saga um die sieben Königreiche noch nicht kennt, hat echt was verpasst!

    Die Neubearbeitung zeichnet sich nicht nur durch die neuen Cover aus, sondern auch durch sprachliche Überarbeitung.
    Eine Empfehlung für alle Fans vom Herrn der Ringe und klassischer Fantasy!

    Gelungener Auftakt einer großartigen Saga - Suchtpotential!!!

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  • Ein großer Auftakt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christian Schumacher, am 23.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Normalerweise lese ich keine Fantasy-Bücher, doch hat mich die Geschichte über die Herren des Nordens direkt in ihren Bann gezogen. Dem Leser entfaltet sich ein riesiges Reich voller unterschiedlicher Völker und Menschen. Ich fühlte mich direkt an Herr der Ringe erinnert - wenn auch hier die Magier etwas kürzer treten, dafür aber die Intrigen, Schlachten und Lebensgeschichte der Menschen im Vordergrund stehen.

    Ein wundervoller Auftakt der Lust auf mehr Fantasy macht!

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  • Gewaltiges Epos Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Damian Wischnewsky, am 21.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Die Herren von Winterfell" ist die Geburtsstunde eines Fantasy-Romanzyklus, der Vergleiche mit den Giganten des Genres (bspw. Robert Jordans "Rad der Zeit") keineswegs scheuen muss. Bereits der erste Band lässt erahnen, welch grandioses Potential in dieser Geschichte steckt. Charaktere und Handlung sind in jeder Hinsicht stimmig und der Autor versteht es, die Möglichkeit vieler Perspektiven zu nutzen, um keinen der zahlreichen Handlungsstränge zu vernachlässigen. Für die Gestaltung seiner Welt nimmt George R. R. Martin zweifellos Anleihen beim europäischen Mittelalter. Auch die Konflikte zwischen den Adelshäusern von Westeros erinnern stark an vergleichbare historische Ereignisse, wie etwa die Rosenkriege. Die fantastischen und mythischen Elemente der Geschichte werden im ersten Band hin und wieder stimmungsvoll angedeutet, ihre Rolle in der Geschichte bleibt aber zunächst ungeklärt. Da bleibt einem gar nichts anderes übrig, als einfach weiterzulesen!
    Dringende Empfehlung an alle Jünger der epischen Fantasy-Literatur, wie auch an Freunde des historischen Romans!

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  • Super gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.02.2012

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    Ich bin einfach nur beim Stöbern auf dieses Buch gekommen - hab es angelesen und gleich auf meine Geburtstagswunschliste gesetzt, und tatsächlich alle Teile bekommen. Dank an meinen lieben Schatz :)

    Und jetzt bin ich sehr gespannt. Den ersten Teil kann ich kaum weglegen und wenn das so weitergeht.... (werd ich den Fernseher wohl abschaffen ;) )

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  • Naja.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.01.2012

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    Die Geschichte, Schauplätze und Charaktere sind wirklich sehr schön ausgearbeitet so das es einem nicht schwer fällt sich in jede geschilderte Situation hinein zu versetzen. Durch die Zusammenfassung am Ende jedes Buches kommt man auch irgendwann mit den vielen Namen gut klar.

    Allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher ob der Autor wusste in welche Richtung diese Buchreihe gehen sollte. Meiner Meinung nach zu wenig "magisches" um ein richtiger Fantasy-Roman zu sein und zu viel davon für einen rein Historischen-Roman. Sehr schade fand ich es auch das er immer wieder liebgewonnene Hauptcharaktere sterben lässt, was einem leider irgendwann die Lust am mitfiebern nimmt.
    Ganz abgesehen von der fast überflüssigen "Zwischengeschichte" von den kalten Wesen auf der anderen Seite der Mauer.

    Er hätte die Reihe lieber irgendwann abschließen sollen, anstatt immer wieder neue Charaktere und Handlungsstränge mit einzubringen, was das ganze nur unnötig in die Länge zieht.


    Mein Fazit: Als Verfilmung klasse, aber als Buchreihe irgendwann zu zäh und langatmig

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  • Der Winter naht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dr. Exitus, am 11.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die große Begeisterung einiger Leser kann ich so nicht teilen.Zunächst mal die positiven Aspekte.Die Geschichte ist gut und interessant geschrieben,die handelnden Personen und ihre Charakterzüge werden gut herausgearbeitet.Die transportierte Stimmung ist düster,mystisch,nordisch und mittelalterlich.Sehr nervig sind allerdings die vielen Namen der Personen.Es gibt sieben Herrscherhäuser mit sehr vielen Familienmitgliedern.Am Ende des Buches ist eine Zusamenfassung und Auflistung der Häuser,welche Personen es gibt und die wichtigsten Beziehungen untereinander.Dennoch ist es besonders zu Beginn sehr mühsam die verschiedenen Akteure auseinander zu halten.Man liest etwas und fragt sich dann manchmal:"Wer war das jetzt eigentlich?Um halbwegs durchzublicken sollte man die Zusammenfassung der Häuser lesen,aber selbst dann ist es mühsam.Die Namensproblematik wird auch dadurch verschärft das auch Nebenpersonen die für die weitere Handlung nicht relevant sind sehr genau beschrieben werden.Z.B. Lord XY,dessen Bruder AB mit der Frau des KLM verheiratet war,der den Drachen CDE im Tal der HIJ mit dem Ritter MNO getötet hat,weil dieser sein Meerschweinchen gegrillt hat.Die krampfhafte Übersetzung aller Namen ins Deutsche ist auch an so mancher Stelle peinlich.Der erste Teil hat ein offenes Ende,insgesamt hätte man die Handlung ein wenig straffen können und auch die ausufernden Naturbeschreibungen reduzieren können.200 Seiten weniger wären gut gewesen.Die echte Handlung ohne Umschweife kann man in wenigen Sätzen erzählen.FAZIT:Gute Fantasy Geschichte für Fans die Namen lieben.Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht sicher,ob ich die folgenden Teile wirklich noch lesen soll...oder einfach die Verfilmung ansehe

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  • Der Winter naht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dr. Exitus, am 10.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    So ganz restlos begeistert wie einige andere Leute bin ich nicht ganz von diesem Buch.Die Geschichte ist gut und die Handlung interessant gestaltet,die Figuren werden gut beschrieben und die Wesenszüge sind gut herausgearbeitet.Die transpotierte Stimmung ist düster,nordisch mit mittelalterlichen Elementen.Man kann schön eintauchen in diese unbekannte Welt.Leider sehr mühsam sind jedoch die vielen Namen der zahlreichen handelnden Personen.Zum Glück ist am Ende des Buches eine Zusammenfassung aller Herrscherhäuser und deren Mitglieder,sowie die wichtigsten Verbindungen untereinander.Es ist aber echt mühsam sich die vielen Namen zu merken und der Aufwand ist groß.Oft liest man eine Passage und denkt sich dann aber,wer war das jetzt eigentlich noch mal?Das ist anstrengend hinein zu kommen.Zusätzlich zu den ganzen Namen werden auch meist gleich Hintergrundinfos zur Person geliefert die teilweise unnötig ausführlich sind.Z.B.:Lord XY,der Sohn von YZ,dessen Meerschweinchen vom Drachen UVW in der ABC Schlucht gegrillt wurde.Auch durch diese sehr detailreichen Beschreibungen wird es stelenweise etwas langatmig.Ein wenig Straffung,etwa 200 Seiten weniger wären auch genug gewesen.Die Handlung läßt sich in sehr wenigen Sätzen erzählen,das Ende ist offen.FAZIT:Gute Geschichte,zuviele Namen und Details,trotzdem lesenswert!

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  • Sehr gute Fantasy Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Saidjah Hauck, am 10.01.2012

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    Die Begeisterung, die "Das Lied von Eis und Feuer" bei einigen Bekannten auslöste, ließ durchaus mehr erwarten, als dann tatsächlich eingehalten wurde. Es fehlen der stilistische Schliff, wie man ihn in Sapkowskis Hexer-Zyklus findet, oder das geschickte Erzählspiel und die grandiose Athmosphäre aus Rothfuss' Königsmörderbüchern. Dennoch ist "Ein Lied von Eis und Feuer" sehr gute, intelligent konstruierte Fantasy, zwar geradlienig und formal nicht besonders verspielt, dafür aber wegen der vielen, fein gezeichneten Figuren überaus lebendig. Das Buch ist spannend und macht große Lust auf die Fortsetzungen.

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  • Sehr gute Fantasy Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Gemessen an der sonstigen Begeisterung, die dieses Werk bei einigen Bekannten ausgelöst hat, war es am Ende doch ein wenig enttäuschend: Es fehlen der stilistische Schliff, den etwa Sapkowski in seinem Hexer-Zyklus an den Tag legt, oder das raffinierte erzählerische Spiel von Rothfuss in seiner Königsmördertrilogie. Dennoch ist "Ein Lied von Eis und Feuer" sehr gut konstruierte und flüssig und spannend erzählte Fantasy, die vor allen Dingen durch die vielzahl lebendiger Figuren überzeugt und auf die Fortsetzungen Lust macht.

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  • Wegweisendes Genre-Meisterwerk! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von T. Ehlert, am 01.01.2012

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    George R. R. Martin zeigt mit der „Das Lied von Feuer und Eis“-Saga den anderen zeitgenössischen Fantasy-Autoren, wie man auch in einer komplexen, vielschichtigen und phantastischen Geschichte mit vielen Erzählsträngen Spannung, Struktur und Suchtfaktor auf höchstem Niveau halten kann. Wo andere Buchreihen mit der Zeit anfangen sich zu wiederholen oder – noch schlimmer – zu langweilen, besticht dieses Genre-Meisterwerk durch eine von Vornherein groß angelegte Handlung voller komplexer Charaktere, atemberaubender Schauplätze, Machtkämpfe, Sex, Lügen, Intrigen, Verrat, Tapferkeit, Heldentum usw. Sprich: „Das Lied von Feuer und Eis“ ist Fantasy-Unterhaltung allerhöchster Qualität, welche auch im Laufe der Geschichte nicht an Tempo, Dramatik und Anspruch verliert.

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  • Ein absolutes Muss... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe ehrlich gesagt zunächst die Serie gesehen und war hin und weg... Vielschichtige Charaktere, wechselnde Handlungsstränge und immer wieder eine rasante Wendung der Handlung, mit der der man SO nun wirklich nicht gerechnet hätte.

    Kaum zu Ende gesehen, schwups das Buch bestellt und... verliebt. Gigantischer Schreibstil, wundervolle Charaktere (besonders die kleine Arya...) und so fabelhaft unvorhersehbar...

    Absolut zu empfehlen und allein das Cover-Design ist den Kauf wert!

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  • Must-Have für Fantasy-Fans! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jascha Koch, am 14.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe mich an George R.R. Martin gemacht, weil ich schauen wollte, ob dieser (wiederkehrende) Hype gerechtfertigt ist und siehe da…. unbedingt!!


    Martin spannt ein Fantasy-Panorama auf, wie ich es zuvor noch nicht gelesen habe. Das Lied von Feuer und Eis insgesamt (und auch dieser 1. Band) bietet alles, was ein Fantasy Epos bieten kann: Vielschichtige Charaktere, sagenumwobene Kreaturen, imposante Schauplätze, Kämpfe um Macht, Intrigen, Verschwörungen, Familiendramen und eine Handlung voller Wendungen und Spannung.


    Das Lied von Feuer und Eis ist imposant, groß, spannend,… empfehlenswert!!


    2 Tipps noch: Wer Schwierigkeiten hat die Charaktere zuzuordnen, der schaut einfach ins Personenverzeichnis.


    Und: Die Verfilmung läuft seit April auf HBO und ist ebenfalls zu empfehlen!!

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  • Verdient alle guten Kritiken vollkommen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Denny Engel, am 01.10.2011

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ja, schon lange wollte ich auch diese Reihe der grossen Fantasy - Epen lesen und wurde nicht enttäuscht! :) Den Ansporn jetzt damit anzufangen bekam ich durch die Serien - Verfilmung der Reihe: "Game Of Thrones", die gerade in Amerika Schlagzeilen macht. Durch die sehr gute Serie neugierig gemacht, wollte ich sofort mit den Büchern anfangen und bin jetzt bei Band 2. Und was soll ich da noch gross sagen? :D Eine unglaublich komplexe Handlung mit sovielen Charakteren, Familien, Handlungsorten und "Twists", dass man sehr froh ist am Ende noch Anhänge zu haben die die verschiedenen Familien mit gesamter Chronologie vorstellen, damit man auch weiss, wer, wo dazugehört :) Speziell an dieser Reihe (zumindest jetzt am Anfang) ist, dass es fast keine Fantasy - Elemente hat, und somit eher eine Mittelalter Saga ist, mit Königen, Lords und so weiter. Das soll sich aber in den folgenden Bänden dann noch einstellen :) Auch das die klassische Teilung zwischen Gut/Böse hier nicht vorkommt und somit jede Figur viel realistischer und vielschichtiger agiert, trägt zum Lesegenuss bei. Der Autor schreibt allgemein sehr echt und "schonungslos", also auch mit der nötigen Härte und verharmlost nichts. Für alle anspruchsvollen Leser (ob nun Fantasy, Historisch oder Belletristik allgemein) ein echter Tipp!

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  • Noch besser als der erste Band Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Erst der zweite Teil hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Da im ersten Teil "Die Herren von Winterfell" die Personen detailliert beschrieben wurden, war das Buch zwar sehr gut, hat aber noch nicht den Spannungsbogen erreicht, wie Martin es in diesmal geschafft hat.

    Die überraschenden Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte, haben der Geschichte einen gewissen Reiz verliehen. Vom Aufbau her hat sich bei diesem Buch nichts verändert und weiterhin behalten die Hauptpersonen ihre jeweils eigenen Kapitel, mit denen ich sehr gut zurecht kam. Auch merkte ich diesmal noch nicht sehr viel von der Fantasy, aber sie lässt sich doch schon erahnen. Den mittelalterlichen Stil hat Martin auch hier wieder gut mit eingearbeitet und sogar noch erweitert. Königshäuser, Schlachten, Banner, Politik sind die Hauptthemen. Die Personen, die mir schon sehr vertraut waren, besitzen jetzt noch mehr Tiefe und haben sich der Geschichte entsprechend sehr gut weiter entwickelt.
    Was die Geschichte so spannend macht, ist, dass nicht einmal lieb gewonnene Personen unsterblich sind. Das lässt diese Geschichte real erscheinen. Daenerys Schicksal hat mich am meisten fasziniert, da sie ein ganz anderes Leben im Exil führt und auf mich am interessantesten gewirkt hat. Aber auch die anderen Personen haben mich wieder mit fiebern lassen und es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen. Absolut empfehlenswert!

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  • Der Winter naht. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mario Goldmann, am 19.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Neuauflage eines der Fantasy-Epen überhaupt!
    Im Auftakt, dieser im Deutschsprachigen bisher acht Teile umfassenden Reihe, werden allerlei Charaktere und die Geschichte der Sieben Königslande vorgestellt, auch Dank umfangreichem Anhang.
    Die Handlung ist unglaublich vielschichtig und tiefgehend.
    Im Norden, geschützt nur durch die Brüder der Nachtwache und eine riesige Mauer, vom Rest des Reiches unbeachtet, wächst eine längst vergessene dunkle Bedrohung, die Anderen, heran. Während der geflohene letzte Erbe des gestürzten Königs, aus dem Geschlecht der Drachen, mit Hilfe eines riesigen Reiterheeres seine Thronansprüche geltend machen will. Dazwischen liegen die Sieben Königslande, ehemals sieben Königreiche, nun dem Eisernen Thron verplichtet, in Zwietracht und geben sich ihren zahllosen Ränkespielen hin. Dem neuen König des Reiches, einst mächtig, nun auf tönernem Fuß, droht auch noch Gefahr aus der eigenen Familie.
    Keine stereotypische Trennung von Gut und Böse geben der Welt von Westeros einen realistischen, glaubhaften und düsteren, erwachsenen Ton. Die Charaktere, die hier gezeichnet werden, wird man lieben und hassen.
    Unbedingt Eintauchen! Großartig!

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»Wir sollten umkehren«, drängte Gared, als es im Wald um sie zu dunkeln begann. »Die Wildlinge sind tot.«
»Machen euch die Toten Angst?«, fragte Ser Weymar Rois mit nur dem Anflug eines Lächelns.
Gared ließ sich darauf nicht ein. Er war ein alter Mann, über fünfzig, und junge Lords hatte er schon so manchen kommen und gehen sehen. »Tot ist tot«, sagte er. »Die Toten sind nicht unsere Sache.«
»Sind sie denn tot?«, fragte Rois leise. »Welchen Beweis haben wir?«
»Will hat sie gesehen«, sagte Gared. »Wenn er sagt, dass sie tot sind, dann ist mir das Beweis genug.«
Will hatte es gewusst. Früher oder später würde man ihn in den Streit hineinziehen. »Meine Mutter hat mich gelehrt, dass Tote keine Lieder singen«, warf er ein.
»Das hat meine Amme auch gesagt«, erwiderte Rois. »Glaub nie etwas, das du an der Zitze einer Frau hörst. Selbst von den Toten kann man etwas lernen.« Seine Stimme hallte nach, zu laut im dämmrigen Wald.
»Wir haben noch einen langen Ritt vor uns«, erklärte Gared. »Acht Tage, vielleicht neun. Und es wird Nacht.«
Unbeeindruckt sah Ser Weymar Rois zum Himmel auf. »Das wird es jeden Tag um diese Zeit. Beraubt dich die Dunkelheit deiner Manneskraft, Gared?«
Will konnte den angespannten Zug um Gareds Mund erkennen, den kaum unterdrückten Zorn in seinen Augen unter der dicken, schwarzen Kapuze seines Umhangs. Gared gehörte seit vierzig Jahren der Nachtwache an, als Mann und schon als Junge, und er war es nicht gewohnt, dass man sich über ihn lustig machte. Doch es war mehr als das. Hinter dem verletzten Stolz bemerkte Will noch etwas anderes bei diesem alten Mann. Man konnte es wittern, eine nervöse Anspannung, die der Angst gefährlich nahe kam.
Will teilte sein Unbehagen. Vier Jahre war er auf der Mauer. Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten wieder eingefallen, und fast war ihm das Herz in die Hose gerutscht. Später hatte er darüber gelacht. Inzwischen war er ein Veteran, hatte hundert Patrouillen hinter sich, und die endlose, finstere Wildnis, welche die Südländer den Verfluchten Wald nannten, konnte ihn nicht mehr schrecken.
Bis zum heutigen Abend. Heute war irgendetwas anders. Eine Schärfe lag in dieser Finsternis, bei der sich ihm die Nackenhaare sträubten. Neun Tage waren sie geritten, nach Norden und Nordwesten und dann wieder nach Norden, hart auf den Fersen einer Bande von Plünderern. Jeder Tag war schlimmer als der Tag zuvor gewesen. Heute war der schlimmste von allen. Kalter Wind wehte von Norden her und ließ die Bäume rascheln, als wären sie lebendig. Den ganzen Tag schon schien es Will, als würden sie beobachtet, von etwas Kaltem, Unerbittlichem. Auch Gared hatte es gespürt. Will wollte nichts lieber als schnellstmöglich zurück in den Schutz der Mauer reiten, nur war das nichts, was man seinem Vorgesetzten anvertraute.
Besonders nicht einem Vorgesetzten wie diesem.
Ser Weymar Rois war der jüngste Sohn eines alten Geschlechts mit allzu vielen Erben. Er war ein hübscher Junge von achtzehn Jahren, mit grauen Augen, anmutig und schlank wie eine Klinge. Auf seinem mächtigen, schwarzen Streitross ragte der Ritter über Will und Gared mit ihren kleineren Kleppern hoch auf. Er trug schwarze Lederstiefel, schwarze Wollhosen, schwarze Hirschlederhandschuhe und ein feines, geschmeidiges Hemd aus schimmernden, schwarzen Ketten über Schichten von schwarzer Wolle und gehärtetem Leder. Ser Weymar gehörte noch kein halbes Jahr zu den Brüdern der Nachtwache, doch konnte niemand behaupten, er hätte sich auf seine Berufung nicht vorbereitet. Zumindest was seine Garderobe anging.
Sein Umhang war die Krönung. Zobel, dick und schwarz und weich wie die Sünde. »Ich wette, die hat er alle eigenhändig gemeuchelt, der Mann«, hatte Gared in der Kaserne beim Wein erklärt, »hat den kleinen Biestern die Hälse umgedreht, unser großer Krieger.« Alle hatten in sein Lachen mit eingestimmt.
Es fällt schwer, Befehle von einem Mann anzunehmen, über den man lachen musste, wenn man mal zu tief ins Glas geschaut hat, dachte Will, während er zitternd auf seinem Klepper saß. Gared musste wohl ebenso empfinden.
»Mormont hat gesagt, wir sollten sie verfolgen, und das haben wir getan«, sagte Gared. »Sie sind tot. Die werden uns keinen Ärger mehr machen. Vor uns liegt ein harter Ritt. Nur das Wetter gefällt mir nicht. Wenn es schneit, könnte der Rückweg zwei Wochen dauern, und es könnte sein, dass wir uns noch über Schnee freuen. Schon mal einen Eissturm erlebt, Mylord?«
Der junge Herr schien ihn nicht zu hören. Er betrachtete die herabsinkende Dämmerung, auf diese halb gelangweilte, halb abwesende Art und Weise, die er meist an den Tag legte. Will war lange genug mit dem Ritter unterwegs gewesen, um zu wissen, dass man ihn am besten nicht störte, wenn er so dreinblickte. »Erzähl mir noch einmal, was du gesehen hast, Will. Sämtliche Einzelheiten. Lass nichts aus.«
Will war Jäger gewesen, bevor er sich der Nachtwache angeschlossen hatte. Nun, eigentlich Wilderer. Reiter hatten ihn in Mallisters Wald auf frischer Tat ertappt, als er gerade einen Hirsch häutete, der dem Mallister gehörte, und ihm war nur die Wahl geblieben, das Schwarz anzulegen oder eine Hand einzubüßen. Niemand konnte so lautlos durch die Wälder streifen wie Will, und die schwarzen Brüder hatten nicht lange gebraucht, um sein Talent zu erkennen.
»Das Lager liegt zwei Meilen von hier, hinter diesem Kamm, gleich neben einem Bach«, sagte Will. »Ich war so nah dran, wie ich mich traute. Sie sind zu acht, Männer wie Frauen. Kinder konnte ich keine sehen. An den Fels haben sie einen Unterstand gebaut. Mittlerweile ist er ziemlich schneebedeckt, aber ich konnte ihn trotzdem erkennen. Es brannte kein Feuer, aber die Feuerstelle war nicht zu übersehen. Niemand hat sich gerührt. Ich habe sie lange beobachtet. Kein Lebender kann so lange still liegen.«
»Hast du Blut gesehen?«
»Nein, das nicht«, räumte Will ein.
»Hast du Waffen gesehen?«
»Ein paar Schwerter, ein paar Bögen. Ein Mann hatte eine Axt. Sah schwer aus, mit doppelter Klinge, ein grausiges Stück Eisen. Es lag neben ihm, direkt bei seiner Hand.«
»Hast du darauf geachtet, wie die Leichen lagen?«
Will zuckte mit den Achseln. »Einige sitzen an den Stein gelehnt. Die meisten liegen am Boden. Als wären sie gestürzt.«
»Oder als würden sie schlafen«, vermutete Rois.
»Als wären sie gestürzt«, beharrte Will. »Eine Frau liegt da im Eisenholz, halb verborgen von den Zweigen. Mit abwesendem Blick.« Er lächelte leise. »Ich habe darauf geachtet, dass sie mich nicht sieht. Als ich näher kam, habe ich gesehen, dass auch sie sich nicht mehr rührt.« Unwillkürlich lief ihm ein Schauer über den Rücken. »Ist dir kalt?«, fragte Rois.
»Ein wenig«, murmelte Will. »Der Wind, Mylord.«
Der junge Ritter wandte sich zu seinem ergrauten Krieger um. Erfrorene Blätter umflüsterten sie, und Rois' Streitross wurde unruhig. »Was, glaubst du, hat diese Leute getötet, Gared?«, fragte Ser Weymar beiläufig. Er strich über seinen langen Zobelmantel.
»Es war die Kälte«, sagte Gared mit eiserner Bestimmtheit. »Ich habe im letzten Winter gesehen, wie Menschen erfrieren, und auch in dem davor, als ich fast noch ein Junge war. Alle reden von vierzig Fuß hohem Schnee und dass der
Wind von Norden her heult, doch der eigentliche Feind ist die Kälte. Sie schleicht sich leise an als Wind, und anfangs zittert man, und die Zähne klappern, und man stampft mit den Füßen und träumt von Glühwein und hübschen, heißen Feuern. Sie brennt, das tut sie. Nichts brennt wie die Kälte. Doch nur eine Weile. Dann kriecht sie in dich hinein und fängt an, dich auszufüllen, und nach einer Weile hast du keine Kraft mehr, dich zu wehren. Es fällt leichter, sich hinzusetzen oder einzuschlafen. Man sagt, man spürt am Ende keine Schmerzen. Erst wird man schwach und müde, und alles lässt nach, und dann ist es, als würde man in einem Meer aus warmer Milch versinken. Friedlich eigentlich.«
»Diese Beredsamkeit, Gared«, bemerkte Ser Weymar. »Nie hätte ich so etwas bei dir vermutet.«
»Ich hatte die Kälte selbst schon in mir, junger Herr.« Gared schob seine Kapuze zurück und ließ Ser Weymar einen langen, gewissenhaften Blick auf die Stümpfe werfen, wo einst seine Ohren gesessen hatten. »Zwei Ohren, drei Zehen und der kleine Finger meiner linken Hand. Ich bin noch gut weggekommen. Meinen Bruder haben wir erfroren auf seinem Posten gefunden, mit einem Lächeln auf dem Gesicht.«
Ser Weymar zuckte mit den Schultern. »Du solltest dich wärmer anziehen, Gared.«
Gared warf dem jungen Lord einen bösen Blick zu, und die Narben um seine Ohrlöcher, wo Maester Aemon ihm die Ohren abgeschnitten hatte, wurden rot vor Zorn. »Wir werden sehen, wie warm Ihr Euch kleiden könnt, wenn der Winter kommt.« Er zog seine Kapuze hoch und kauerte auf seinem Klepper, schweigend und brütend.
»Wenn Gared sagt, dass es die Kälte war setzte Will an.
»Hast du letzte Woche Wache geschoben, Will?«
»Ja, Mylord.« Es verging keine Woche, in der er nicht ein ganzes dutzendmal Wache schob. Worauf wollte der Mann hinaus?
»Und was hat die Mauer getan?«
»Geweint«, sagte Will. Jetzt war alles klar, nachdem der junge Lord ihn darauf hingewiesen hatte. »Sie hätten nicht erfrieren können. Nicht, wenn die Mauer weint. Es war nicht kalt genug.«
Rois nickte. »Kluger Kopf. Wir hatten in dieser Woche ein paar Mal leichten Frost und hin und wieder einen leichten Schneeschauer, doch sicher keinen Frost, der so hart war, dass er acht erwachsene Menschen töten konnte. Menschen in Fell und Leder, wenn ich euch erinnern darf, mit Obdach in der Nähe und der Möglichkeit, ein Feuer zu machen.« Das Grinsen des Ritters war anmaßend. »Will, bring uns dorthin. Ich möchte diese Toten mit eigenen Augen sehen.«
Und dann war nichts mehr zu ändern. Der Befehl war erteilt, und die Ehre hieß sie, sich zu fügen.
Will ritt voraus, und sein zottiger, kleiner Klepper suchte sich sorgsam einen Weg durchs Unterholz. In der Nacht zuvor war ein wenig Schnee gefallen, und Steine und Wurzeln und verborgene Mulden lagen gleich unter der Kruste und warteten auf die Sorglosen und Unachtsamen. Dahinter kam Ser Weymar, und sein großes, schwarzes Streitross schnaubte voller Ungeduld. Ein Streitross war das falsche Reittier für Patrouillen, nur war das einem jungen Lord nicht beizubringen. Gared bildete die Nachhut. Beim Reiten murmelte der alte Krieger vor sich hin.
Immer dunkler wurde es. Der wolkenlose Himmel wandelte sich zu einem dunklen Rot, die Farbe einer alten Prellung, dann schließlich war er schwarz. Die ersten Sterne kamen hervor. Die Sichel des Mondes stieg auf. Will war dankbar für das Licht.
»Wir können doch bestimmt auch schneller vorankommen«, sagte Rois, nachdem der Mond ganz aufgegangen war.
»Nicht mit diesem Pferd«, sagte Will. Die Angst machte ihn unverschämt. »Vielleicht möchte Euer Lordschaft vorausreiten?«
Ser Weymar Rois geruhte nicht zu antworten.
Irgendwo tief in den Wäldern heulte ein Wolf.
Will lenkte seinen Klepper zu einem alten, knorrigen Stück Eisenholz und stieg ab.
»Wieso hältst du an?«, fragte Ser Weymar.
»Am besten gehen wir den Rest des Weges zu Fuß Mylord. Es ist gleich dort hinter diesem Kamm.«
Rois wartete einen Moment lang, starrte in die Ferne mit nachdenklicher Miene. Kalter Wind flüsterte durch die Bäume. Sein großer Zobelmantel wehte hinter ihm, als steckte Leben darin.
»Irgendetwas stimmt hier nicht«, murmelte Gared.
Der junge Lord warf ihm ein verächtliches Lächeln zu. »Ist das so?«
»Spürt Ihr es denn nicht?«, fragte Gared. »Lauscht der Finsternis!«
Will konnte es spüren. Vier Jahre war er bei der Nachtwache, und noch niemals hatte er sich so sehr gefürchtet. Was war das?
»Wind. Raschelnde Bäume. Ein Wolf. Was davon beraubt dich deiner Manneskräfte, Gared?« Als Gared nicht antwortete, glitt Rois elegant aus seinem Sattel. Er band das Streitross an einem tiefhängenden Ast fest, abseits der anderen Pferde, zog sein Langschwert aus der Scheide, sodass Mondlicht am schimmernden Stahl hinablief. Es war eine prachtvolle Waffe, auf einer Burg geschmiedet und allem Anschein nach nagelneu. Will bezweifelte, ob es je im Zorn des Kampfes geschwungen worden war.
»Die Bäume stehen eng«, warnte Will. »Das Schwert wird Euch behindern, Mylord. Greift besser zum Messer.«
»Wenn ich Anleitung bräuchte, würde ich darum bitten«, sagte der junge Lord. »Gared, bleib hier. Bewach die Pferde.«
Gared stieg ab. »Wir brauchen ein Feuer. Ich kümmere mich darum.«
»Wie dumm bist du, alter Mann? Wenn Feinde in diesem Wald sind, ist ein Feuer das Letzte, was wir brauchen.«
»Es gibt auch Feinde, die ein Feuer fernhält«, sagte Gared. »Bären und Schattenwölfe und ^ und andere
Ser Weymars Mund wurde zu einem schmalen Strich. »Kein Feuer.«
Gareds Kapuze verbarg sein Gesicht, doch Will konnte das harte Funkeln in seinen Augen sehen, als er den Ritter anstarrte. Einen Moment lang fürchtete er, der ältere Mann könne zum Schwert greifen. Es war ein kurzes, hässliches Ding, der Griff vom Schweiß entfärbt, die Klinge vom vielen Gebrauch gekerbt, doch Will hätte keinen Eisenschilling für das Leben des Lords gegeben, wenn Gared es aus seiner
Scheide gezogen hätte.
Schließlich sah Gared zu Boden. »Kein Feuer«, murmelte er leise.
Rois nahm es als Einwilligung und wandte sich ab. »Geh voraus«, wies er Will an.
Will bahnte ihnen einen Weg durchs Dickicht, dann stieg er den Hang zum flachen Kamm hinauf, wo er seinen Aussichtspunkt unter einem Wachbaum gefunden hatte. Unter der dünnen Schneekruste war der Boden feucht und matschig, rutschig, mit Steinen und verborgenen Wurzeln, über die man stolpern konnte. Lautlos kletterte Will voran. Hinter sich hörte er das sanfte, metallische Rasseln vom Kettenhemd seines Herrn, das Rascheln der Blätter und unterdrückte Flüche, als lange Äste nach seinem Langschwert griffen und an seinem prachtvollen Zobel zerrten.
Der große Wachbaum stand genau dort oben auf dem Kamm, wo Will ihn in Erinnerung hatte, die untersten Äste kaum einen Fuß über dem Boden. Will schob sich darunter, flach auf dem Bauch durch Schnee und Schlamm, und blickte auf die leere Lichtung unter sich hinab.
Ihm stockte das Herz. Einen Moment lang wagte er nicht zu atmen. Mondlicht schien auf die Lichtung hinab, die Asche der Feuerstelle, den schneebedeckten Unterstand, den großen Felsen, den kleinen halb gefrorenen Bach. Alles war genau so, wie er es noch wenige Stunden zuvor verlassen hatte.
Nur war keiner mehr da. Alle Leichen waren verschwunden.
»Bei allen Göttern!«, hörte er hinter sich. Ein Schwert schlug gegen einen Ast, als Ser Weymar Rois den Kamm erklomm. Er stand neben dem Wachbaum, das Langschwert in der Hand, der Umhang wehte in seinem Rücken, da Wind aufkam, edel und im Licht der Sterne für jedermann gut zu sehen.
»Runter!«, flüsterte Will aufgebracht. »Irgendwas stimmt hier nicht.«
Rois rührte sich nicht von der Stelle. Er schaute auf die leere Lichtung hinab und lachte. »Deine Toten scheinen ihr Lager abgebrochen zu haben, Will.«
Wills Stimme versagte ihm den Dienst. Er rang um Worte, die nicht kommen wollten. Es war nicht möglich. Sein Blick ging über das verlassene Lager hin und her, blieb an der Axt hängen. Die riesenhafte Streitaxt mit doppelter Klinge lag noch immer da, wo er sie zuletzt gesehen hatte, unangetastet. Eine wertvolle Waffe ^
»Steh auf, Will!«, befahl Ser Weymar. »Da ist niemand. Ich will nicht, dass du dich unter einem Busch versteckst.«
Widerstrebend fügte sich Will.
Ser Weymar musterte ihn mit offener Verachtung. »Ich werde nicht von meinem ersten Streifzug in die Schwarze Festung zurückkehren, ohne einen Erfolg vorweisen zu können.« Er sah sich um. »Auf den Baum. Beeil dich! Such nach einem Feuer.«
Will wandte sich wortlos ab. Es hatte keinen Sinn zu streiten. Der kalte Wind fuhr ihm in die Glieder. Will trat an den Baum, einen gewölbten, graugrünen Wachbaum, und begann zu klettern. Bald schon klebten seine Hände vom Harz, und er hatte sich in den Nadeln verirrt. Wie eine Mahlzeit, die er nicht verdauen konnte, breitete sich Angst in seiner Magengrube aus. Er flüsterte ein Gebet an die namenlosen Götter des Waldes und befreite seinen Dolch aus dessen Scheide. Er klemmte ihn zwischen die Zähne, um beide Hände zum Klettern frei zu haben. Der Geschmack von kaltem Eisen schenkte ihm Trost.
Weit unten rief plötzlich der junge Lord: »Was gibt es da?« Will spürte die Unsicherheit in seiner Stimme. Er hörte auf zu klettern. Er lauschte. Er suchte.
Der Wald gab Antwort: das Rascheln des Laubs, das eisige Rauschen des Baches, der ferne Schrei einer Schnee-Eule.
Die Anderen machten kein Geräusch.
Aus den Augenwinkeln bemerkte Will eine Bewegung. Fahle Formen glitten durch den Wald. Er wandte den Kopf um, sah einen weißen Schatten in der Dunkelheit. Dann war er wieder verschwunden. Zweige schwankten sanft im Wind. Will öffnete den Mund, um einen Warnruf auszustoßen, doch die Worte erfroren ihm in der Kehle. Vielleicht täuschte er sich. Vielleicht war es nur ein Vogel gewesen, ein Schatten auf dem Schnee, das Mondlicht, das ihn täuschte. Was hatte er denn schon gesehen?
»Will, wo bist du?«, rief Ser Weymar herauf. »Kannst du etwas erkennen?« Langsam drehte er sich um, das Schwert in seiner Hand. Er musste sie gespürt haben, ganz wie Will sie spürte. Es war nichts zu sehen. »Antworte mir! Warum ist es so kalt?«
Es war kalt. Zitternd klammerte sich Will fester an seinen Sitz. Sein Gesicht presste sich hart an den Stamm des Wachbaumes. Er konnte das süße, klebrige Harz an seiner Wange fühlen.
Ein Schatten trat aus dem Dunkel des Waldes. Er blieb direkt vor Rois stehen. Hoch ragte er vor ihm auf, hager und hart wie alte Knochen, mit Haut so weiß wie Milch. Seine Rüstung schien die Farbe zu verändern, wenn er sich bewegte. Hier war er weiß wie frischer Schnee, dort schwarz wie ein Schatten, überall gesprenkelt mit dem dunklen Graugrün der Bäume. Mit jedem Schritt verliefen die Muster wie Mondlicht auf dem Wasser.
Will hörte Ser Weymar Rois mit langem Zischen den Atem ausstoßen. »Kommt nicht näher«, warnte der junge Lord. Seine Stimme überschlug sich wie die eines Kindes. Er warf den langen Zobelmantel über die Schulter, um die Arme für den Kampf frei zu haben, und nahm sein Schwert in beide Hände. Der Wind hatte sich gelegt. Es war sehr kalt.
Mit lautlosen Schritten trat der andere vor. In seiner Hand hielt er ein Langschwert, wie Will es nie zuvor gesehen hatte. Kein den Menschen bekanntes Metall war zu dieser Klinge geschmiedet worden. Es lebte im Mondlicht, durchscheinend, eine kristallene Scherbe, so dünn, dass sie fast zu verschwinden schien, wenn man sie von der Seite sah. Ein schwacher, blauer Schimmer lag über dieser Waffe, gespenstisches Licht, das seinen Rand umspielte, und irgendwie wusste Will, dass es schärfer als jedes Barbiermesser war.
Ser Weymar trat ihm tapfer entgegen. »Dann tanzt mit mir.« Herausfordernd hob er sein Schwert hoch über den Kopf. Die Hände zitterten vom Gewicht oder vielleicht auch von der Kälte. Doch in diesem Augenblick, so dachte Will, war er kein Junge mehr, sondern ein Mann der Nachtwache.
Der Andere zögerte. Will sah seine Augen, dunkler und blauer, als Menschenaugen jemals sein konnten, ein Blau, das brannte wie Eis. Sie richteten sich auf das Langschwert, das dort oben bebte, betrachteten das Mondlicht, das kalt über das Metall lief. Einen Herzschlag lang wagte er zu hoffen.
Lautlos traten sie aus der Dunkelheit hervor, Zwillinge des Ersten. Drei von ihnen ^ vier ^ fünf ^ Ser Weymar musste die Kälte gespürt haben, die mit ihnen kam, doch sah er sie nicht, hörte sie nicht mehr. Will hätte schreien müssen. Es war seine Pflicht. Und sein Tod, wenn er es täte. Er zitterte, klammerte sich an den Baum und schwieg.
Das helle Schwert schnitt durch die Luft.
Ser Weymar trat ihm mit Stahl entgegen. Als sich die Klingen trafen, erklang kein Singen von Metall auf Metall, nur ein hoher, dünner Ton, den man kaum hören konnte, wie ein Tier, das vor Schmerzen schrie. Rois hielt einem zweiten Hieb stand und einem dritten, dann wich er einen Schritt zurück. Ein weiteres Blitzen von Hieben, und wieder wich er zurück.
Hinter ihm, rechts von ihm und links, überall um ihn herum, standen schweigend Zuschauer, und die sich wandelnden Muster auf ihren feinen Rüstungen machten sie beinahe unsichtbar im Wald. Dennoch rührten sie sich nicht, um einzugreifen.
Wieder und wieder trafen die Schwerter aufeinander, bis Will sich am liebsten die Ohren zugehalten hätte, um das seltsam gequälte Klagen der Hiebe nicht hören zu müssen. Schon keuchte Ser Weymar von den Mühen, und sein Atem dampfte im Mondlicht. Seine Klinge war weiß vom Frost, doch die des Anderen tanzte mit blassblauem Licht.
Dann kam Rois' Parade um einen Herzschlag zu spät. Das helle Schwert schnitt unter seinem Arm durchs Kettenhemd. Der junge Lord schrie vor Schmerzen auf. Blut quoll zwischen den Ketten hervor. Es dampfte in der Kälte, und die Tropfen leuchteten rot wie Feuer, als sie in den Schnee tropften. Ser Weymar strich mit der Hand über seine Seite. Als er sie wieder fortnahm, waren seine Hirschlederhandschuhe blutdurchtränkt.
Der Andere sagte etwas in einer Sprache, die Will nicht kannte. Seine Stimme klang wie das Knacken von Eis auf einem winterlichen See, und die Worte waren voller Hohn.
Ser Weymar geriet in Wut. »Für Robert!«, rief er und richtete sich ächzend auf, hob das eisbedeckte Langschwert und schwang es mit seinem ganzen Gewicht in flachem Bogen. Die Parade des Anderen kam beinahe träge.
Als sich die Klingen trafen, zerbarst der Stahl.
Ein Schrei hallte durch den nächtlichen Wald, und das Langschwert sprang in hundert spröde Teile, deren Scherben wie ein Nadelregen niedergingen. Rois fiel auf die Knie, schrie und schützte seine Augen. Blut quoll zwischen seinen Fingern hervor.
Wie ein Mann traten die Zuschauer vor, als hätte jemand ein Zeichen gegeben. Schwerter hoben sich und stießen herab, all das in tödlicher Stille. Es war ein kaltes Schlachten. Die blassen Klingen durchschnitten die Ketten wie Seide. Will schloss die Augen. Weit unter sich hörte er Stimmen und Gelächter, das spitz wie Eiszapfen klang.
Als er den Mut fand, wieder hinzusehen - und es war viel Zeit vergangen -, fand er den Kamm unter sich leer.
Er blieb auf dem Baum, wagte kaum zu atmen, während der Mond langsam über den schwarzen Himmel kroch. Schließlich, als seine Muskeln verkrampften und seine Finger von der Kälte schon taub waren, kletterte er hinunter.
Rois' Leiche lag bäuchlings im Schnee, den einen Arm von sich gestreckt. Der dicke Zobelmantel war an einem Dutzend Stellen zerschnitten. Als er da so tot im Schnee lag, sah man, wie jung er war. Ein Kind.
Er fand, was von dem Schwert noch übrig war, in einigen Schritten Entfernung, das Ende zersplittert und verdreht wie ein Baum, in den der Blitz geschlagen hatte. Will kniete nieder, sah sich wachsam um und sammelte es auf. Das geborstene Schwert sollte sein Beweis sein. Gared würde es erklären können, und wenn nicht er, dann sicher der alte Bär Mor- mont oder Maester Aemon. Ob Gared noch bei den Pferden wartete? Er musste sich beeilen.
Will erhob sich. Ser Weymar ragte über ihm auf.
Seine feinen Kleider waren zerfetzt, das Gesicht eine Ruine. Eine Scherbe seines Schwertes steckte in der blinden, weißen Pupille seines linken Auges.
Das rechte Auge stand offen. Die Pupille brannte blau. Sie sah.
Das zerbrochene Schwert glitt aus kraftlosen Fingern. Will schloss die Augen, um zu beten. Lange, anmutige Hände strichen über seine Wange, dann schlossen sie sich um seinen Hals. Sie waren in feinstes Hirschleder gehüllt und vom Blut verklebt, aber dennoch waren sie kalt wie Eis.
Kalt und klar hatte der Tag gedämmert, mit einer Frische, die vom Ende des Sommers kündete. Sie brachen im Morgengrauen auf, zwanzig insgesamt, um der Enthauptung eines Mannes beizuwohnen, und Bran ritt unter ihnen, ganz nervös vor Aufregung. Es war das erste Mal, dass man ihn für alt genug erachtete, mit seinem Hohen Vater und seinen Brüdern zu gehen und zu sehen, wie das Recht des Königs vollstreckt wurde. Es war das neunte Jahr des Sommers und das siebte in Brans Leben.
Man hatte den Mann vor eine kleine Festung in den Bergen geführt. Robb hielt ihn für einen Wildling, der mit seinem Schwert einen Eid auf Mance Rayder, den König-jen- seits-der-Mauer, abgelegt hatte. Beim bloßen Gedanken daran bekam Bran eine Gänsehaut. Er erinnerte sich an die Geschichten, die die Alte Nan ihnen am Ofen erzählt hatte. Die Wildlinge seien grausame Männer, so sagte sie, Sklavenhändler und Mörder und Diebe. Sie verkehrten mit Riesen und Ghulen, entführten kleine Mädchen mitten in der Nacht und tranken Blut aus polierten Hörnern. Und ihre Frauen teilten in der Langen Nacht die Betten mit den Anderen, um schreckliche, halbmenschliche Kinder zu zeugen.
Doch der Mann, der dort mit Händen und Füßen an die Mauer der Festung gefesselt das Recht des Königs erwartete, war alt und knochig, nicht viel größer als Robb. Er hatte beide Ohren und einen Finger an den Frost verloren und war ganz in Schwarz gekleidet wie ein Bruder der Nachtwache, nur dass seine Kleider zerlumpt und dreckig waren.
Der Atem von Mann und Pferd vermischte sich, dampfte in der kalten Morgenluft, als sein Hoher Vater den Mann von der Mauer lösen und zu ihnen bringen ließ. Robb und Jon saßen aufrecht und regungslos auf ihren Pferden, dazwischen auf seinem Pony Bran, der sich Mühe gab, älter als sieben zu wirken, und so tat, als hätte er das alles schon einmal gesehen. Leiser Wind ging durch das Tor der Festung. Über ihren Köpfen flatterte das Banner der Starks von Winterfell: ein grauer Schattenwolf, der über ein eisweißes Feld hetzt.
Brans Vater saß feierlich auf seinem Pferd, das lange braune Haar wehte leicht im Wind. Mit dem gestutzten Bart wirkte er älter als die fünfunddreißig Jahre, die er zählte. Etwas Grimmiges lag an diesem Tag um seine grauen Augen, und er wirkte ganz und gar nicht wie der Mann, der abends am Feuer saß und mit sanfter Stimme aus den Zeiten der Helden und der Kinder des Waldes erzählte. Er hatte sein väterliches Gesicht abgenommen, so dachte Bran, und das Gesicht des Lord Stark von Winterfell aufgesetzt.
Es wurden Fragen gestellt und Antworten gegeben, dort in der kalten Morgenluft, doch konnte sich Bran später nicht an vieles von dem erinnern, was gesagt worden war. Schließlich gab sein Hoher Vater das Kommando, und zwei seiner Gardisten schleppten den zerlumpten Mann zu dem Eisenbaumstumpf in der Mitte des Platzes. Sie zwangen seinen Kopf auf das harte, schwarze Holz. Lord Eddard Stark stieg ab, und sein Mündel Theon Graufreud holte das Schwert hervor. »Eis« wurde dieses Schwert genannt. Es war so breit wie eine Männerhand und größer noch als Robb. Die Klinge war aus valyrischem Stahl, mit Zauberkraft geschmiedet und schwarz wie Rauch. Nichts war so scharf wie valyrischer Stahl.
Sein Vater schälte die Handschuhe von den Händen und reichte sie Jory Cassel, dem Hauptmann seiner Leibgarde. Er packte Eis mit beiden Händen und sagte: »Im Namen Roberts aus dem Geschlecht Baratheon, des Ersten seines Namens, König der Andalen und der Rhoynar und der Ersten Menschen, Lord der Sieben Königslande und Protektor des
Reiches, durch das Wort Eddards aus dem Geschlecht der Starks, Lord von Winterfell und Wächter des Nordens, verurteile ich dich zum Tode.« Er hob das Großschwert hoch über seinen Kopf.
Brans Halbbruder Jon Schnee kam näher heran. »Halt dein Pony gut fest«, flüsterte er. »Und wende dich nicht ab. Vater wird merken, wenn du es tust.«
Bran hielt sein Pony gut fest und wandte sich nicht ab.
Mit einem einzigen, festen Hieb schlug sein Vater den Kopf des Mannes ab. Blut spritzte über den Schnee, rot wie Sommerwein. Eines der Pferde bäumte sich auf und wäre fast durchgegangen. Bran konnte seine Augen nicht vom Blut lösen. Gierig sog es der Schnee um den Stumpf auf und färbte sich rot.
Der Kopf prallte von einer dicken Wurzel ab und rollte davon. Fast kam er bis zu Graufreuds Füßen. Theon war ein schlanker, dunkler Jüngling von neunzehn Jahren, der alles amüsant fand. Er lachte, setzte seinen Fuß an den Kopf und stieß ihn von sich.
»Esel«, murmelte Jon so leise, dass Graufreud es nicht hören konnte. Er legte Bran eine Hand auf die Schulter, und Bran sah seinen Halbbruder an. »Gut gemacht«, erklärte Jon feierlich. Jon war vierzehn, ein alter Hase, was Recht und Gesetz anging.
Auf dem langen Weg zurück nach Winterfell schien es noch kälter geworden zu sein, obwohl sich der Wind inzwischen gelegt hatte und die Sonne hoch am Himmel stand. Bran ritt mit seinen Brüdern weit vor der Gesellschaft, und sein Pony hatte alle Mühe, mit den Pferden der anderen mitzuhalten.
»Der Deserteur ist tapfer gestorben«, befand Robb. Er war groß und breit und wurde jeden Tag noch größer, besaß die Farbe seiner Mutter, die helle Haut, rotbraunes Haar und die blauen Augen der Tullys von Schnellwasser. »Wenigstens hatte er Courage.«
»Nein«, erwiderte Jon Schnee leise. »Es war keine Courage.
Er ist voller Furcht gestorben. Das konnte man seinen Augen ansehen, Stark.« Jons Augen waren grau, dunkelgrau, fast schwarz, doch ihnen entging nur wenig. Er war im gleichen Alter wie Robb, doch sie sahen sich überhaupt nicht ähnlich. Wo Robb muskulös war, war Jon schlank, wo Robb hell war, Jon dunkel, und wo sein Halbbruder stark und schnell war, zeigte Jon Grazie und Behändigkeit.
Robb blieb unbeeindruckt. »Sollen sich die Anderen seine Augen holen«, fluchte er. »Er ist gut gestorben. Um die Wette bis zur Brücke?«
»Gemacht«, sagte Jon und trat sein Pferd in die Flanken. Robb fluchte und folgte ihm, und so galoppierten sie den Pfad hinab, Robb lachend und johlend, Jon still und konzentriert. Die Hufe der Pferde warfen Mengen von Schnee auf.
Bran versuchte nicht, ihnen zu folgen. Sein Pony konnte nicht mithalten. Die Augen des zerlumpten Mannes kamen ihm wieder in den Sinn. Nach einer Weile war Robbs Lachen verklungen, und im Wald kehrte wieder Stille ein.
So tief war er in Gedanken versunken, dass er den Rest der Gesellschaft gar nicht hörte, bis sein Vater schon neben ihm ritt. »Geht es dir gut, Bran?«, fragte er nicht unfreundlich.
»Ja, Vater«, erklärte Bran. Er blickte hoch. In Fell und Leder gewickelt, hoch auf seinem großen Streitross, ragte sein Vater wie ein Riese über ihm auf. »Robb sagt, der Mann sei tapfer gestorben, aber Jon sagt, er hätte sich gefürchtet.«
»Was glaubst du?«, fragte sein Vater.
Bran dachte darüber nach. »Kann ein Mann tapfer sein, auch wenn er sich fürchtet?«
»Das ist der einzige Moment, in dem er tapfer sein kann«, erklärte ihm sein Vater. »Verstehst du, warum ich es getan habe?«
»Er war ein Wildling«, sagte Bran. »Sie verschleppen Frauen und verkaufen sie den Anderen.«
Sein Hoher Vater lächelte. »Die Alte Nan hat euch wieder Geschichten erzählt. In Wahrheit war der Mann ein Eidbrüchiger, ein Deserteur aus der Nachtwache. Niemand ist gefährlicher. Der Deserteur weiß, dass sein Leben verwirkt ist, wenn er gefasst wird, daher wird er vor keinem Verbrechen zurückschrecken, so schändlich es auch sein mag. Doch du missverstehst mich. Die Frage ist nicht, warum der Mann sterben musste, sondern warum ich es tun musste.«
Darauf wusste Bran keine Antwort. »König Robert hat einen Henker«, sagte er unsicher.
»Das stimmt«, bestätigte sein Vater. »Wie alle Könige der Targaryen vor ihm. Doch unsere Tradition ist die ältere. Das Blut der Ersten Menschen fließt noch heute in den Adern der Starks, und wir halten an dem Glauben fest, dass ein Mann, der ein Urteil spricht, auch selbst das Schwert führen soll. Wenn du jemandem das Leben nehmen willst, bist du es ihm schuldig, ihm in die Augen zu blicken und seine letzten Worte zu hören. Wenn du es nicht ertragen kannst, dann verdient der Mann vielleicht auch nicht den Tod.
Eines Tages, Bran, wirst du Robbs Vasall sein und selbst ein Lehen von deinem Bruder und deinem König erhalten, dann wird es an dir sein, Recht zu sprechen. Wenn dieser Tag kommt, darfst du keine Freude an dieser Aufgabe empfinden, doch darfst du dich auch nicht abwenden. Ein Herrscher, der sich hinter bezahlten Henkern versteckt, vergisst bald, was der Tod bedeutet.«
Das war der Moment, in dem Jon wieder auf der Kuppe des Hügels vor ihnen erschien. Er winkte und rief ihnen zu: »Vater, Bran, kommt schnell und seht, was Robb gefunden hat!« Dann war er erneut verschwunden.
Jory schloss zu ihnen auf. »Ärger, Mylord?«
»Zweifellos«, sagte sein Hoher Vater. »Kommt, sehen wir mal, welches Unheil meine Söhne diesmal ausgegraben haben.« Er setzte sein Pferd in Trab. Jory und Bran und alle anderen folgten ihm.

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