Tinkers

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis 2010

von Paul Harding

Buch

gebunden (188 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein Roman voll poetischer Kraft und Zärtlichkeit


Der Uhrmacher George Washington Crosby liegt, umgeben von seiner Familie, in seinem Haus in dem Städtchen Enon im Sterben. Paul Hardings Roman begleitet ihn durch seine letzten Tage, reist aber auch zurück durch die Zeit und spürt den Erinnerungen nach, beschwört die Landschaft von Maine herauf, Georges ärmliche Kindheit, das Leben seines Vaters Howard, der noch als »Tinker«, als Kesselflicker und fahrender Händler, mit dem Maultierkarren über Land zog.


Am Ende seines Lebens beginnt George Washington Crosby zu halluzinieren: Er sieht die Wände, die Decke, den Himmel, ja sogar die Sterne auf sich herabstürzen, sieht sich unter alten Fotos, rostigen Werkzeugen, tickenden Uhren begraben. Gleichzeitig versucht er, sein Leben an sich vorüberziehen zu lassen, was gar nicht so einfach ist, wie er feststellt, denn die Erinnerungen kommen ungebeten und unchronologisch. Da ist seine Leidenschaft für Uhren, die er erst spät entdeckte und die ihm nicht nur Geld einbrachte, sondern auch ganz neue Erkenntnisse über das Universum erschloss. Da ist seine ärmliche, aber abenteuerliche Kindheit und die geheimnisvolle Landschaft im Norden von Maine. Da ist sein Vater Howard, der als »Tinker«, als Kesselflicker und fahrender Händler, mit dem Maultierkarren über Land zog und immer wieder epileptische Anfälle hatte, was nicht nur die Kinder, sondern auch seine Frau Kathleen ängstigte - so sehr, dass sie ihm nahelegte, sich in eine psychiatrische Heilanstalt einweisen zu lassen. Darauf verließ Howard seine Familie; George war gerade mal zehn Jahre alt.


All diese Erinnerungen und Geschichten fügen sich in Paul Hardings unglaublich poetischem Roman zu dem Porträt eines außergewöhnlichen Menschen und seiner Zeit, zu einem sprachlichen Meisterwerk über Mensch und Natur, über Zeit und Erinnerung und die Hoffnung auf eine Ordnung aller Dinge.



Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 05.03.12
Tinkers ist ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis 2010. Ein Buch, das einen aufwühlt und den Geist Purzelbäume schlagen lässt. Tinkers ist Literatur in seiner schönsten Form. Tinkers ist aber auch durchweg anspruchsvoll und bedarf jede Sekunde die Aufmerksamkeit des Lesers. Tinkers ist ein literarischer Countdown in den Tod. Ein letzte Reise, die man nicht mehr vergisst.

Produktdetails

ISBN-10: 3-630-87367-7
EAN: 9783630873671
Originaltitel: Tinkers
Erschienen: 29.08.2011
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 188
Länge/Breite: 222mm/135mm
Gewicht: 363 g
Übersetzer: Silvia Morawetz
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Silvia Morawetz

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

Paul Harding

Paul Harding wurde 1967 in Wenham, Massachusetts, geboren und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der Nähe von Boston. Er studierte Englische Literatur, war Schlagzeuger in einer Rockband und machte den Master in Creative Writing am Iowa Writers Workshop. Paul Harding war Stipendiat am Fine Arts Work Center in Provincetown und Guggenheim Fellow und hat in Harvard und der University of Iowa unterrichtet. Für seinen ersten Roman "Tinkers" wurde er 2010 u.a. mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

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Buchhändlertipps

  • Pulitzerpreisträger 2010 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Judith Lehner, am 08.01.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz Lentia

    Der Protagonist des Romans, der Uhrmacher George Washington Crosby, beginnt an seinem Totenbett zu halluzinieren und sein Leben zieht noch einmal an ihm vorüber. Er macht sich Gedanken über seine eigene Vergangenheit und die Vergangenheit seiner Familie. Der Leser lernt daher auch die Geschichte seines Vaters Howard, dem titelgebenden „Tinker“ – Kesselflicker und fahrender Händler, kennen. Alles ist eingebettet in die Geschichte und Landschaft Mains von Anfang zwanzigstes Jahrhundert bis zur Gegenwart des Romans.

    Paul Harding liefert uns in seinem kurzen Roman ein sehr verschachteltes Werk mit vielen Perspektivenwechseln und unterschiedlichsten, nicht chronologischen Zeitebenen, was das Lesen nicht gerade einfach macht. Auch eher eigenwillig sind die Einschübe aus einem (fiktiven) Fachbuch über Uhren, die neben ihrem symbolischen Gehalts alleine schon auf Grund des Berufs des Protagonisten eine große Rolle spielen. Ein interessantes Detail am Rande ist, dass Hardings Romandebüt lange Zeit von allen Verlagen abgelehnt wurde und sozusagen jahrelang in einer Schublade verstaubte, bis ein kleiner Verlag eine niedrige Auflage druckte und so eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte begann, die im Pulitzerpreis für Literatur ihren Höhepunkt fand.
  • wunderschöne Sprache Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 13.10.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    "Tinker", so werden Kesselflicker, die übers Land fahren, genannt. Georges Vater war ein "Tinker", ein fahrender Händler und er war Epileptiker. George liegt im Sterben. Er wird von Erinnerungen an seine Kindheit und sein Leben als Erwachsener bewegt. Es sind die letzten Stunden seines Lebens und die Halluzinationen führen George in seine Vergangenheit.
    Paul Harding hat für "Tinkers" den Pulitzerpreis 2010 bekommen.

Kundenrezensionen

  • Der Fluss des Lebens Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Susanna Wiedermann, am 21.05.2012

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    George Washington Crosby, ehemaliger Lehrer und Hobby-Uhrmacher, liegt im Sterben. In den letzten Tages seines Lebens verliert er zunehmend den Bezug zur Realität. In Rückblenden wird Georges Leben und das seines Vaters Howard, der als einer der letzten „Tinkers“, als Kesselflicker, und fahrender Händler durch die wenig bewohnten Wälder von Maine zog, erzählt. Verwoben werden diese Rückblenden mit inneren Monologen des sterbenden George und Berichten über die um ihn versammelte Familie. Paul Harding schuf mit „Tinkers“ einen ruhigen aber umso eindringlicheren Debütroman. Aufgrund der wenig effektheischenden Handlung war es nicht leicht, einen Verleger zu finden. Hardings Manuskript wurde zunächst von zahlreichen Verlagen abgelehnt und verbrachte mehrere Jahre in einer Schublade, bevor es doch noch veröffentlicht und 2010 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde.

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  • Mühsam nährt sich das Eichhörnchen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gerd Gewinner, am 04.03.2012

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    Tinkers ist die Geschichte des im Sterben liegenden George Crosby, ein leidenschaftlicher Hobby-Uhrmacher, aufgewachsen in zwar ärmlichen aber abenteuerlichen Verhältnissen. Sein Vater Howard zog noch als Kesselflicker (Tinker) über die Lande. Nachsinnend über sein Leben stellt er für sich fest, dass es einer Uhr gleicht. Greift ein Rädchen nicht mehr ins andere, versagen die Organe und die Uhr des Lebens bleibt auch stehen. Was den Roman so einzigartig macht ist zum Einen seine hohe Erzählqualität aber auch die Odysee bis zum Pulitzerpreis 2010. Bravo

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  • Das Leben wird geschrieben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Conny Hannesschläger, am 23.09.2011

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    Die Lebensgeschichte eines Mannes der dem Tod näher ist als dem Leben...Rückblende, Erinnerung, Resume!!!
    Eine literarische Reise in das Innere eines Mannes, eine Reise die erstaunt, die fesselt, die durch ihre sprachliche Komponente begeistert und verändert!

    Ein großartiger Roman eines großartigen Schriftstellers!!!

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  • Tinkers Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Daniela Ullrich, am 16.09.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als der Uhrmacher George Crosby auf dem Sterbebett liegt, lässt er sein Leben noch mal Revue passieren. Er erinnert sich an seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen und vor allem an seinen Vater Howard. Dieser zog noch mit einem Pferdekarren durch Maine und verdiente den Unterhalt für die sechsköpfige Familie als „Tinker“, als Kesselflicker, und fahrender Händler. Howard war Epileptiker und verließ schließlich die Familie um seiner Einweisung in die Psychiatrie zu entgehen.

    Paul Harding hat einen ganz besonderen Roman geschrieben. Die Sprache ist wunderschön, ergreifend und man versinkt zwischen den Zeilen.
    Es freut mich sehr, dass Harding dafür mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Er hat ihn verdient!

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