Rezensent im Portrait

aus Wien

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Meine Rezensionen

  • Die Herrin der Zeit
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    Große historische Authentizität
    Rezension vom 05.05.2011
    Eine wunderschöne und sehr interessante Geschichte um die Herstellung einer Uhr, mit der man auf See den Längengrad bestimmen kann. Dies alles findet im 18. Jahrhundert statt, und zwar in der Zeit von 1757 bis 1776, also in einer Zeitspanne von 19 Jahren.

    Merit Paulsen, um deren Lebensgeschichte es hier geht, vespricht ihrem Sohn Ruben, für ihn diese Uhr zu bauen. Da wird In London eine zuverlässige Methode zur Längegradbestimmung auf See gesucht und ein hoher Preis dafür ausgesetzt. Sie fertigt die Skizzen für eine kleine Taschenuhr an und fährt damit von Hamburg nach London zur Längegradkommission. Da beginnen dann allerdings die Probleme, weil eine Frau keine Erfindung einreichen darf.

    Die Odyssee von Merit ist mit vielen Höhen und Tiefen behaftet und auch trotz einiger Schicksalsschläge ist sie eine sehr starke Frau in dieser schwierigen Zeit. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen und man ist sofort darin gefangen. Auch die Charaktere sind sehr gut aufeinander abgestimmt und ausdrucksstark. Unglaublich gut gefallen hat mir die Authentizität der Story, die ja zum Großteil den historischen Gegebenheiten entspricht. Den Werdegang der Erfindung dieser Uhr mitzuerleben und auch die teilweise detaillierten Arbeitsschritte haben mich sehr gefesselt.

    Ein toller Roman, der mir ausgezeichnet gefallen hat, mit einem kleinen Wermutstropfen für mich persönlich, da ich gerne mehr über Ruben erfahren hätte, der mir im Gesamtbld etwas zu kurz gekommen ist. Auch hätte ich diesmal das Glossar gerne zu Beginn des Buches vorgefunden, oder zumindest einen Hinweis darauf, da mir doch einige Ausdrücke nicht geläufig waren. Zum Glück habe ich vorher nach der Seitenanzahl gesehen und bin dadurch darauf aufmerksam geworden.

    Mir hat ja schon "Die Goldschmiedin" sehr gut gefallen, aber dieses hier sogar noch etwas besser. Und da ja beide in total unterschiedliche Richtungen gehen, bin ich schon sehr auf das nächste Buch gespannt.
  • Das Mädchen und der Leibarzt
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    Der schwarze Tod
    Rezension vom 05.05.2011
    Die Geschichte spielt im Jahr 1802 im Quedlinburger Stift. Die Hebamme Helena Fechtner, deren Eltern bereits an den Blattern verstarben, verliert nun auch ihre geliebte Großmutter. Helena wurde vom Medicus, dem Ziehvater ihres Verlobten Friedemar, in ein paar Geheimnisse der Medizin eingeweiht und dachte, dass sie ein Heilmittel gegen die Blattern gefunden hat. Friedemar und sie haben die Blattern bereits zwei Mal überlebt und auch ihre Großmutter hat es ein Mal geschafft, aber nun ist sie doch verstorben und Helena zweifelt an der Heilmethode.

    Ihr Schicksal vollzieht sich im Quedlinburger Stift, nachdem sie die Fürstäbtissin nach einem Unfall gerettet hat. Sie bekommt die Genehmigung beim Stiftsarzt in die Lehre zu gehen, sie will noch immer das Heilmittel gegen die Blattern finden, aber der Stiftsarzt ist natürlich nicht sehr erbaut, ein weibliches Wesen lehren zu müssen.

    Eine wunderbare Geschichte, in einer leider nicht sehr schönen Zeit. Die Blattern sind ausgebrochen und die Menschen werden nur so dahingerafft. Das Stift selbst ist ein Damenstift, in dem sich adelige Damen aufhalten, die keine Heiratsmöglichkeit hatten und daher von zu Hause abgeschoben wurden. Außerdem steht die Auflösung des Stifts bevor und alle hoffen, dies noch abwenden zu können.

    Es ist ein schönes Cover und ein wunderbarer Schreibstil, vor allem die Sprache in der damaligen Zeit ist sehr gut wiedergegeben, wenn sie auch für heutige Verhältnisse sehr geschwollen klingt. Das ganze Umfeld in dieser Zeit ist sehr genau beschrieben und auch die einzelnen Personen sind sehr schön und detailliert dargestellt, auch wenn nicht alle sympathisch sind. Die Zwistigkeiten zwischen dem Äskulap, wie der Stiftsarzt genannt wird, und Helena sind vorprogrammiert, aber auch die anderen Stiftsbewohner haben ihre Probleme.

    Die Schicksale sind mir alle sehr nahe gegangen und bei einigen hätte ich gerne noch mehr Hintergrundinformation gehabt, aber das wäre dann wirklich zu weit gegangen. Die Heilmethode gegen die Blattern wird sehr gut beschrieben und ich kann sie mir daher auch bildlich vorstellen. Sina Beerwald hat sich jedenfalls mit den Details und den Recherchen sehr viel Mühe gegeben und das Fiktive mit dem Geschichtlichen wunderbar verknüpft. Daher lässt sich die Geschichte auch sehr flüssig lesen.

    Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und begeistert, aber ich habe es auch mit einem weinenden Auge geschlossen. Das Nachwort und die Begriffserklärungen enthalten noch sehr viele Informationen und haben mir dadurch einen noch besseren Überblick verschafft. Ein tolles Buch und ich freue mich jetzt schon auf das nächste.
  • Töchter des Schweigens
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    Einfühlsam und geheimnisvoll
    Rezension vom 05.05.2011
    Sieben Freundinnen sind miteinander aufgewachsen und dann ist jede ihren eigenen Weg gegangen. Sie treffen sich nach dreiunddreißig Jahren wieder, in ihrem spanischen Heimatort Elda bei Alicante. Dabei wird viel über die Vergangenheit gesprochen und ein altes Geheimnis kommt wieder hoch, welches mit ihrer letzten Klassenfahrt zusammenhängt. Und dann stirbt plötzlich eine von ihnen. War es Selbstmord oder Mord?

    1974 sind die sieben Mädchen Margarita (Marga), Magdalena (Magda), Teresa (Tere), Soledad (Sole), Candaleria (Candela), Carmen und Ana zwischen siebzehn und achtzehn Jahre alt. Sie sind eine zusammengeschweißte Clique, von ihren Vornamen verwenden sie nur die erste Hälfte, unternehmen alles gemeinsam und erzählen sich auch gegenseitig alles. Sie sind fröhlich und unbeschwert, bis zur letzen Klassenfahrt nach Mallorca, ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr so wie vorher. Irgendetwas ist passiert und dieses Geheimnis wird gut von ihnen gehütet.

    2007 treffen sie sich wieder in ihrem Heimatort. Inzwischen sind alle um die fünfzig Jahre alt, einige haben nun ihre Namen in die zweite Hälfte des Vornamens geändert, also Marga in Rita, Magda in Lena und Tere wieder in Teresa. Bis auf Sole und Rita sind alle in Elda geblieben. Sole lebt zurzeit in Kuba und Rita in London. Rita kommt wieder nach Elda um die Wohnung ihrer verstorbenen Tante zu verkaufen und dabei treffen sich die Freundinnen wieder. Es ist eine große Freude und sie haben sich viel zu erzählen, wie es jeder in den letzten dreiunddreißig Jahren ergangen ist. Dabei stoßen sie natürlich auch wieder auf den Vorfall während der letzten Klassenfahrt 1974, über den nie gesprochen wurde. Lena ist daraufhin ganz verstört und lädt Rita zu sich nach Hause ein, diese findet sie aber tot in der Badewanne mit aufgeschnittenen Pulsadern.

    Die beiden Erzählstränge von 1974 und 2007 wechseln sich ab und man erfährt nach und nach die kompletten Lebensgeschichten der Freundinnen. Dieses Buch hat mich von Anfang an begeistert, vor allem die sehr intensive Darstellung der einzelnen Personen, die total unterschiedlichen Charaktere und diese unglaubliche Geschichte. Auch mit ihren selbst erwählten Namen hatte ich keine Probleme, da sie sich ja von ihren richtigen Namen ableiten lassen und sogar das Umfeld wurde wunderbar eingebunden.

    Diese wechselweisen Erzählungen ergänzen sich hervorragend, ohne dass Lücken entstehen. Die einzelnen Schicksale der Freundinnen haben mich sehr berührt und gefangen genommen. Jedes einzelne wird bis ins Detail erzählt und es kommt so einiges zutage, was ich gar nicht vermutet hätte. Begeistert hat mich auch die überaus einfühlsame Erzählweise, obwohl die Schicksale teilweise sehr tragisch sind. Der Aufbau ist sehr gut gelungen, und schon bald kennt man auch das Geheimnis, aber man weiß trotzdem nicht, wer Schuld daran hat. Daher hält die Spannung durchgehend an und nach und nach kommt Klarheit in den ganzen Ablauf.

    Es war mein erstes Buch dieser Autorin und ich bin begeistert davon und auch der schöne Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
  • Das Haus  Ravenscar
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    Der Beginn einer interessanten Familiensaga
    Rezension vom 21.06.2010
    1.Teil der Deravenel-Trilogie

    Eine Familiensaga, bzw. die Lebensgeschichte der Familie Deravenel. Ein weiterer Zweig der Familie, die Grants, haben vor 60 Jahren den Deverenels den Konzern streitig gemacht. Richard Deverenel ist es nicht gelungen das Unternehmen zurückzugewinnen, aber sein Sohn Edward will es unbedingt schaffen.

    Die Familie ist sehr weitläufig, mit vielen Geschwistern und Cousins, die alle eine große Einheit bilden und zusammenarbeiten. Edward Deverenel ist ein gut ausssehnder junger Mann mit viel Charisma, den die Frauen umschwärmen, der aber trotzdem geschäftlich einen klaren Kopf behält.

    Das Schicksal hält natürlich viele Hochs und Tiefs bereit, die durchlebt werden müssen. Auch wenn die Geschichte nicht sehr tiefgründig ist, ist sie doch interessant, sie spielt von 1904 bis 1918 in England und es wird auch zwischendurch immer wieder über historische Ereignisse berichtet. Sie lässt sich sehr flüssig lesen, trotz der vielen Personen, die einem aber sehr rasch vertraut werden. Ich hätte allerdings gerne noch etwas mehr über sie erfahren.

    Trotzdem eine nette Geschichte für ein paar gemütliche Stunden, die für mich auch keine langatmigen Stellen hatte und ich freue mich daher schon auf den 2.Teil.
  • Die Regenkönigin
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    Eine sehr ergreifende Geschichte
    Rezension vom 21.06.2010
    Es ist die Lebensgeschichte der Annah Mason, die als Krankenschwester von Australien nach Ostafrika geht, wo sie vom Bischof dem Arzt Dr.Michael Carrington und dessen Frau Sarah in dem Missionskrankenhaus in Langali/Tanganjika (bzw.Tansania) zugeteilt wird.

    Es entsteht eine enge Freundschaft und als Kate geboren wird, wird Annah ihre Patentante. Annah allerdings kümmert sich zu sehr um die Schwarzen, was in der Mission nicht so gerne gesehen wird, da es dort eigene Regeln gibt und alles auf "christlich" ausgerichtet ist. Da sich Annah nicht immer an die Regeln hält, steht sie bald zwischen Schwarz und Weiß und muss ihren eigenen Weg gehen, mit allen Konsequenzen.

    Dieses Buch kann man nicht beschreiben, das muss man einfach gelesen haben. Eine Wahnsinnsgeschichte, die man am liebsten in einem Zug durchlesen möchte. Es gehört zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es nur jedem ans Herz legen.
  • Im Jahr des Elefanten
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    Auch die Enkelin von Liliane ist in Afrika tätig
    Rezension vom 21.06.2010
    2.Teil

    Es handelt sich hier um den 2.Teil von "Simbayo-Jenseits der Sonne". Dieses Buch kommt zwar an den 1.Teil nicht heran, aber ich finde es trotzdem gut und irgerndwie gehört es einfach dazu.

    Es sind in der Zwischenzeit 10 Jahre vergangen und die Geschichte handelt von Courtney, der Enkelin von Liliane (Lili) aus dem 1.Teil, die auch, wie ihre Großmutter, in Afrika mit Hilfe ihres Vaters und einer guten Freundin, Mara, eine Klinik leitet.

    Hauptsächlich handelt die Geschichte von den Flüchtlingen aus Mosambik, die beschossen werden und durch Minenfelder müssen, weiters geht es auch um die Wilderei bzw. die Elfenbeinjäger. Und natürlich kommt auch das Privatleben nicht zu kurz.

    Obwohl es nicht so aktionreich wie der 1.Teil ist, hat es mir trotzdem recht gut gefallen und man erfährt auch einiges über das furchtbare Leben der Afrikaner.
  • Die Goldschmiedin
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    Augsburg im 18. Jahrhundert
    Rezension vom 21.06.2010
    Eine wunderschöne Geschichte, die sehr gut aufgebaut und in der die Realität mit der Fiktion wunderbar vereint wurde. Augsburg im 18.Jahrhundert ist fantastisch beschrieben und auch die Goldschmiedekunst wird sehr bildlich dargestellt. Bei der Herstellung und auch bei der Vergoldung der Krone hat man das Gefühl, man ist so richtig dabei und schaut Juliane über die Schulter.

    Die einzelnen Figuren sind alle sehr gut gezeichnet und jede hat eine extrem starke Persönlichkeit und auch das Doppelspiel zwischen Juliane und Julian ist gut gelungen. Die Einblendungen der Gedanken des Widersachers, die sich durch das ganze Buch ziehen, bringen immer wieder Spannung hinein und lassen dadurch Zweifel an so mancher Person aufkommen. Und zur Abrundung dann noch ein wunderbarer Schluß, der alles aufklärt und einem die einzelen Personen nochmals näher bringt, wobei das Nachwort noch einige Details beinhaltet, die unglaublich interessant sind.

    Ein tolles Buch, das sich sehr flüssig lesen lässt, leider viel zu schnell zu Ende ist, und mir richtig gut gefallen hat und nicht zu vergessen das wunderbare Bild der Goldschmiede am Ende des Buchs, die unglaublich detailgetreu dargestellt ist.
  • Ausgelöscht
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    Eine Story, die unter die Haut geht
    Rezension vom 21.06.2010
    Während die Hochzeit von Callie, eine Mitarbeiterin aus Smokys Team, am Strand von Los Angeles stattfindet, bleibt plötzlich ein Auto stehen und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Kahl geschoren und nur mit einem Nachthemd bekleidet taumelt sie schreiend auf die Hochzeitsgruppe zu und bricht vor ihnen zusammen. Im Krankenhaus findet Smoky einen Zettel bei der Frau, der offenbar für sie bestimmt ist, aus dem hervorgeht, dass sie ihre üblichen Ermittlungen durchführen soll, der Täter noch mehr in seiner Gewalt hat und diese auch töten wird, wenn sie ihn verfolgen sollte.

    Bei den weiteren Ermittlungen kann die Frau als ehemalige Mitarbeiterin des Morddezernats, die vor acht Jahren spurlos verschwunden ist, identifiziert werden. Sie weist Folterspuren auf und aufgrund ihres Gesundheitszustandes war sie vermutlich im Finsteren eingesperrt. Smoky und ihr Team arbeiten die alte Akte der damaligen Entführung durch und Smoky sucht auch den Detective auf, der damals mit der Familie beschäftigt war.

    Es folgen, nach neuerlicher Warnung weitere Opfer, die teilweise grauenvoll zugerichtet sind, es werden ganz furchtbare Tragödien aufgedeckt und Smoky wird auch wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Es ist einfach nicht möglich, dem Serientäter auf die Spur zu kommen, obwohl das Team richtig gut zusammengeschweißt ist.

    Eine Story, die mir wieder unglaublich gut gefallen hat, vor allem der Aufbau und das Motiv des Serientäters, der sich selbst Dalí nennt. Auch die Kapitel sind nicht zu lange und daher lässt sich alles sehr flüssig lesen. Obwohl die psychischen Erkrankungen ganz furchtbar sind, finde ich trotzdem die Details darüber recht interessant. Das Team um Smoky Barrett, ist, wie auch schon in den vorherigen Fällen, äußerst extrem und trotzdem liebenswürdig und es wurde auch wieder das Privatleben mit eingeflochten.

    Die erste Hälfte des Buches ist schon sehr spannend, da werden auch noch in Rückblenden aus dem Jahr 1974 immer wieder Gespräche zwischen einem Vater und seinem Sohn eingeflochten, die zum Teil sehr derb sind, aber in der zweiten Hälfte nimmt die Spannung noch um einiges zu und es ist auch nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Ich freue mich bereits auf den nächsten Fall.
  • Das Böse in uns
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    Grausame Beichte vor dem Tod
    Rezension vom 21.06.2010
    Smoky Barrett wird zu einem Mordfall gerufen, bei dem es sich um Lisa Reid handelt, wobei sich herausstellt, das Lisa noch männliche Geschlechtsteile besitzt, sich also mitten in einer Geschlechtsumwandlung befindet. Das prekäre an der Situation ist allerdings, dass es sich dabei um den Sohn eines Kongressabgeordneten handelt, nämlich Dexter Reid, der aber bereits als Lisa lebt. Daher ist strengste Geheimhaltung angesagt.

    Smoky und ihr Team übernehmen den Fall. Lisa wurde tot im Flugzeug aufgefunden, sie wurde erstochen und es wurde ihr ein silbernes Kreuz in die Stichwunde geschoben, auf der Rückseite ein Totenkopf und die Zahl 143 eingraviert. Kurz danach erfahren sie von einem weiteren Mord, auch hier wieder das silberne Kreuz.

    Und plötzlich tritt der Mörder übers Internet an die Öffentlichkeit. Er erzählt sogar, dass er bereits seit 20 Jahren tätig ist und stellt Videoclips hinein, in denen die jeweiligen Opfer knapp vor ihrem Tod ihre größte Sünde beichten müssen. Er ist der Meinung, dass die Seele auch vom kleinsten dunklen Geheimnis, welches man ein Leben lang gehütet hat, gereinigt werden muss, um an der rechten Seite Gottes sitzen zu dürfen.

    Das Team beginnt nach diesen offenen Mordfällen zu suchen, die in den Clips gezeigt wurden und nach weiteren Anhaltspunkten, da sie bis jetzt nur wissen, dass es sich immer um Frauen handelt. Die Orte, in denen die Opfer lebten, sind zum Teil weit voneinander entfernt und sie haben keine Ahnung, wie der Täter von den Geheimnissen erfahren hat. Nun ist intensive Teamarbeit gefragt und die Zeit drängt, weil der Mörder hält nicht inne.

    Dieser dritte Fall ist vielleicht nicht ganz so spannend wie die beiden ersten, aber er hat mir trotzdem recht gut gefallen. Genau genommen ist die Story auf diese einzelnen Beichten der Opfer aufgebaut und diese sind ja ganz schön heftig, aber trotz der furchtbaren Situation auch sehr interessant, wie z.B. die Geschichte von Dexter/Lisa. Wie immer sehr flüssig geschrieben und ein liebenswertes Team, welches mir schon immer, auch durch die extremen Persönlichkeiten, gut gefallen hat. Die Story finde ich sehr interessant und gut durchdacht, auch wenn sie sehr langsam anläuft und vielleicht etwas zu viel Kirchliches beinhaltet, gegen Ende zu wird sie aber doch sehr spannend. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Fall.